DE230596C - - Google Patents

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DE230596C
DE230596C DE1908230596D DE230596DA DE230596C DE 230596 C DE230596 C DE 230596C DE 1908230596 D DE1908230596 D DE 1908230596D DE 230596D A DE230596D A DE 230596DA DE 230596 C DE230596 C DE 230596C
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bromine
indigo
indigos
sulfuric acid
highly brominated
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DE1908230596D
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Publication of DE230596C publication Critical patent/DE230596C/de
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes
    • C09B7/02Bis-indole indigos
    • C09B7/04Halogenation thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

PATENTAMT.
/PATENTSCHRIFT
- Ju 230596 KLASSE 22 e. GRUPPE
Zusatz zum Patente 224809 vom 29I August 1907.*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1908 ab. Längste Dauer: 28. August 1922.
In dem Patent 224809 sind eigentümliche / grünschwarze Bromadditionsprodukte mehrfach halogenierter Indigos beschrieben worden. Dieselben werden erhalten durch Einwirken von überschüssigem Brom bei gewöhnlicher oder gelinde erhöhter Temperatur auf Dihalogenindigos bzw. auf Indigo. Diese grünschwarzen hochbromierten Produkte zeigen die Zusammensetzung von Hexabrom- bzw. bei Anwendung von Überträgern und bei Anwendung höherer Temperatur bei der Bromierung von Hepta- bzw. Oktobromderivaten. Diese gut charakterisierten und zum Teil in kristallisiertem Zustande erhältlichen Produkte lassen sich einerseits im Vakuum ohne jede Zersetzung trocknen, sind also recht beständige Körper; andererseits zeigen sie aber gewissen Reagentien gegenüber eine große Zersetzlichkeit: Mit warmer Jodkaliumlösung behandelt spaltet sich ein Teil des Broms ab, und es entstehen halogenierte Indigos, beispielsweise Tetrabromindigo; dasselbe tritt z. B. beim Behandeln mit warmer Bisulfitlösung oder z. B. mit Pyridin ein. Beim Be-
handeln mit Alkohol, Eisessig, Äther tritt bereits in der Kälte, rascher beim Erwärmen, eine vollkommene Spaltung in hochbromierte Indigos, ζ. B. Tetrabromindigo einerseits und Brom andererseits, ein.
Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß sich diese Bromide gegen Wasser, besonders gegen wäßrige Mineralsäuren, bei nicht zu hoher Temperatur verhältnismäßig indifferent verhalten. So kann man die hochbromierten Produkte mit einer wäßrigen Schwefelsäure, z. B. einer solchen von 40 bis 70 Prozent, längere Zeit bei gewöhnlicher oder mäßig erhöhter Temperatur stehen lassen, ohne daß eine merkliche Zersetzung eintritt, während beim stärkeren Erhitzen mit wasserhaltigen Flüssigkeiten oder mit Wasser sofort Bildung von hochbromierten Isatinen stattfindet.
Auf dieser Beobachtung fußend, wurde ein bequemes Verfahren zur Herstellung dieser hochbromierten Produkte ermittelt. Das Verfahren besteht darin, daß man entweder Indigo nach den Verfahren der Patente 151866 und 154511 mittels verdünnter Schwefelsäure bromiert, nur daß man einen Überschuß an Brom zur Anwendung bringt und zweckmäßig sehr schwach erwärmt, oder daß man, von einem Dihalogenindigo ausgehend, diesen mit verdünnter, wäßriger Schwefelsäure und mit überschüssigem Brom bei gewöhnlicher bzw. gelinde erhöhter Temperatur verrührt. Das Verfahren hat demjenigen des Patents 224809 gegenüber den Vorteil, daß man auf
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Früheres Zusatzpatent: 228093.
diese Weise große Mengen Material in bessere Verteilung bringen kann.
Beispiel I.
300 g Dibromindigo (Indigo R R) und 875 g Schwefelsäure von 70 Prozent (spezifisches Gewicht 1,59, 20° C.) werden schwach, z. B. auf 40 bis 500, erwärmt, wobei man unter Rühren in 22 Stunden 1 kg Brom zulaufen läßt. Man rührt längere Zeit weiter und treibt dann zur Gewinnung des überschüssigen, anhängenden Broms letzteres mittels eines Luftstromes oder mit Vakuum ab.
Das als grünschwarze Masse ausgeschiedene, hochbromierte Produkt läßt sich von der Lauge durch Absaugen trennen. Es gleicht in seinen Eigenschaften durchaus den in dem Hauptpatent beschriebenen, hochbromierten Produkten, enthält also das Brom in zweierlei Form: Beim Behandeln mit warmer Jodkaliumlösung wird ein Teil des Broms abgespalten und Jod freigemacht, es entsteht aus dem grünschwarzen Produkt violetter Tetrabromindigo. Bei der Reduktion mit Eisen, Zinkstaub, neutralem Hydrosulfit usw. entstehen graugrüne Leukoverbindungen, welche sich in Alkalihydrat lösen. Beim Kochen mit Wasser tritt ein Zerfallen unter Bildung großer Mengen von hochbromiertem Isatin ein.
Beispiel II.
Man verfährt wie in Beispiel II des Patents 151866, nur läßt man an Stelle von 160 Teilen Brom etwa 600 Teile Brom zulaufen, wobei man zweckmäßig schwach auf 40 bis 500 erwärmt. Die Aufarbeitung erfolgt wie in Beispiel I.
Beispiel III.
Man verfährt wie in Beispiel I des Patents 154511, nur läßt man an Stelle von 42 Teilen Brom etwa 150 Teile Brom zufließen und erwärmt schwach auf 40 bis 50 °.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Abänderung des durch .Patent 224809 geschützten Verfahrens zur Herstellung neuer Bromierungsprodukte hochhalogenierter Indigos, darin bestehend, daß man die Behandlung mit überschüssigem Brom in Gegenwart wäßriger Schwefelsäure ausführt.
DE1908230596D 1908-01-22 1908-01-22 Expired - Lifetime DE230596C (de)

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AT53788D AT53788B (de) 1908-01-22 1909-03-24 Verfahren zur Herstellung von Bromierungsprodukten mehrfach halogenierter Indigos.

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