DE229670C - - Google Patents

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DE229670C
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wheel
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clock
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DE1908229670D
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Publication of DE229670C publication Critical patent/DE229670C/de
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C21/00Producing acoustic time signals by electrical means
    • G04C21/04Indicating the time of the day
    • G04C21/06Indicating the time of the day by striking mechanism

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Mi 229670 ' KLASSE 83 ö. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. August 1908 ab.
Elektromotorisch betriebene Schlagwerke, bei denen zwischen Motor und Hebnägelrad eine hohe Übersetzung eingeschaltet ist, sind bisher nur für Turmuhren mit Gewichtsbetrieb bekannt gewesen.
Die vorliegende Erfindung besteht in der Übertragung dieses Prinzips der hohen Kraftübersetzung auf Federuhren mit Schleiffederkupplung und zwangläufiger Zahnradverbindung zwischen Geh- und Schlagwerk. Durch diese neue Kombination an sich bekannter Elemente wird nun eine neue, technisch erhebliche Wirkung und dadurch ein wichtiger gewerblicher Fortschritt erzielt.
Bei der geringen Übersetzung zwischen Minutenrad und Steigrad beeinflußt nämlich die unmittelbar am Minutenrad erfolgende Kraftvermehrung, wie sie bei schnellem Herumdrehen der an diesem Rad befindlichen Schleiffeder eintritt, den Gang der Uhr ganz erheblich. Durch die vorliegende neue Kombination der Schleiffeder mit der hohen Übersetzung zwischen Motor und Hebnägelrad und der z\vangläufigen Kupplung zwischen Geh- und Schlagwerk wird dieser Mangel behoben, da die Schleiffeder für das am Minutenrad befindliche Federhaus infolge der hohen Übersetzung nur ganz langsam herumgedreht wird, so daß ein merklicher nachteiliger Einfluß auf den Gang der Uhr nicht eintreten kann.
Die beiliegende Zeichnung zeigt in
Fig. ι die Vorderansicht, in
Fig. 2 die Seitenansicht des Federhauses mit Aufzugsrad.
Auf den Platinen· 1 ist der Elektromotor 2 befestigt, dessen Bewegungen durch dre Schnurscheibe 3 und die Schnur 4 der mit dem Trieb 6 verbundenen Schnurscheibe 5 übertragen werden. Die mit dem Trieb 6 in Eingriff stehenden Triebe und Räder 7, 8, 9, 10, 11, 12, 14 werden dadurch mitgenommen. Das Gehwerk besteht aus der Minutenradwelle 29, mit welcher das Minutenrad 13 fest verbunden ist, dem Rad und Trieb 19, 20, dem Steigrad nebst Trieb 21, 22 sowie dem Anker 23. Das Sperrrad 15 ist mit dem Federhaus 16 fest verbunden und an der Minutenradwelle 29 drehbar gelagert. Das Federhaus nebst Sperrad ist mit dem seitlich hervorspringenden Lagerfutter 28 versehen, über welchem das Rad 14 drehbar gelagert ist und durch eine in die Nut des Futters 28 geschobene Spreizfeder 27 gegen das Sperrrad 15 angedrückt wird. Der Federhauskern 18 ist an der Welle 29 befestigt und sichert gleichzeitig die Lagerung des Federhauses. Innerhalb des Federhauses befindet sich die Zugfeder 17, welche einerseits an den Federkern 18, andererseits an den Haken des Federhauses eingehakt ist. Zur Sicherung gegen Rücklauf des Federhauses greift der zwischen den Platinen gelagerte Sperrkegel 24 in die Zähne des Sperrades 15.
Das Spiel des Uhrwerkes ist nun wie folgt: Durch eine bekannte Auslösung mit Stromschlußvörrichtung würde beispielsweise jede halbe Stunde der Motor 2 eingeschaltet; derselbe wird hierauf anlaufen und die Schlagwerkräder sowie das in Eingriff befindliche Federhausrad in Drehung versetzen, wodurch die Zugfeder des Gehwerkes um einen gewissen Betrag nachgespannt wird, währenddessen der Sperrkegel 24 über die Zähne des Sperrades
gleitet und das Federhaus gegen Rücklauf sichert. Inzwischen hat das Hebnägelrad li mittels der Hebnägel 26 in bekannter Weise den Hammer 25 gehoben und fallen lassen.
Da nun das Hebnägelrad im vorliegenden Falle neun Hebnägel trägt, daher in zwölf Stunden für Halb- und Vollschlag nur zehn Umdrehungen macht, so sind die Zahnzahlen der Räder 12, 14 so gewählt, daß in dieser Zeit das Federhausrad zwölf Umdrehungen macht. Das Nachspannen der Feder erfolgt zwischen den Stunden 1 und 6 in geringerem Maße als zwischen 6 und 12; um daher eine möglichst geringe Spannungsdifferenz der Zugfeder in den weniger nachspannenden Zeiträumen zu gewinnen, wird eine mit vielen Windungen versehene Zugfeder verwandt und letztere als-
. dann in ihrer mittleren fast gleichbleibenden Spannung durch eine der bekannten Feder-Stellungen (Zahn und Kreuz) in ihren Bewegungen begrenzt.
Bei einer willkürlichen Repetition des Schlagwerkes wird die Nebenspannung der Feder alsdann durch die Federstellung aufgehalten, das Federhaus bleibt stehen, und nur das unter dem Spreizfederdruck befindliche Rad 14 dreht sich weiter.
Bei Uhren mit Viertelschlagswerk sind die Zahnzahlen der Räder 11, 12, 14 derart berechnet, daß das Federhaus in zwölf Stunden ebenfalls zwölf volle Umdrehungen macht.
Beim Ausschalten des Motors 2 der beschriebenen Uhr läuft dieser infolge seines Beharrungsvermögens stets noch weiter, bis der Schöpfer am Rechenstift anliegt, worauf die Treibschnur 4 auf der Motorwelle 3 zu gleiten beginnt und der Motor ausläuft. Im letzten Augenblick macht er jedoch noch eine kleine Rückwärtsbewegung, weil die Feder das Federhaus wieder so weit zurückdreht, wie es die über den Sperrzahn geglittene Klinke 24 gerade erlaubt. Durch diese Rückwärtsbewegung des Federhausrades werden aber auch die Schlagwerkräder und sogar auch der Motor etwas zurückgedreht, so daß zwischen Motor und. Gehwerk ein wegen der hohen Übersetzung sehr erheblicher toter Gang entsteht.
Außerdem wird dadurch der bisher am Rechenstift fest anliegende Schöpferarm frei, d.h. er berührt den Rechenstift nicht mehr. Der Rechen läßt sich infolgedessen durch das Gehwerk sehr leicht, und zwar sogar noch leichter als bei mechanischen Uhren erreichbar, auslösen.
Infolge des starken toten Ganges und der leichten Auslösung des Rechens läuft daher der ' Motor fast leer an, und die Belastung steigt ganz allmählich durch die Mitnahme der aufeinanderfolgenden Räder bis zur vollen Kraftleistung an, während bei den bekannten Uhren. der Anlauf des Motors bekanntlich gerade umgekehrt eine erheblich größere Kraftleistung" erfordert als der Weiterlauf, so daß man nur wegen des Anlaufes eine viel stärkere Batterie benutzen muß, als sie für den Normallauf eigentlich nötig wäre. Dadurch gelingt es, die zum Aufziehen erforderliche Spannung so weit herabzudrücken, daß der Strom an den Schleiffedern, praktisch gesprochen, überhaupt keinen Funken mehr erzeugt, während bei allen elektrischen Uhren infolge der für den Anlaß erforderlichen übermäßig starken Spannung eine starke Funkenbildung am Kommutator auftritt, die zur Verbrennung und zu häufigem Versagen Anlaß gibt, zumal wenn man den sonst so vorteilhaften, aber stark funkenden Stahl benutzt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Elektrische Uhr mit einem durch einen Elektromotor betriebenen Schlagwerk, bei dem zwischen Motor und Hebnägelrad eine große Übersetzung eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die hohe Übersetzung bei einer Federuhr mit Schleiffederkupplung und zwangläufiger Zahnradverbindung zwischen Geh- und Schlagwerk angewendet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1908229670D 1908-08-08 1908-08-08 Expired - Lifetime DE229670C (de)

Priority Applications (1)

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AT47488D AT47488B (de) 1908-08-08 1909-01-30 Elektrische Uhr mit Schlagwerk.

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DE229670C true DE229670C (de)

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ID=489952

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DE1908229670D Expired - Lifetime DE229670C (de) 1908-08-08 1908-08-08

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