DE385066C - Selbsttaetige Anlassvorrichtung fuer Drehstrommotoren mit Buerstenabhebevorrichtung - Google Patents

Selbsttaetige Anlassvorrichtung fuer Drehstrommotoren mit Buerstenabhebevorrichtung

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DE385066C
DE385066C DEK78895D DEK0078895D DE385066C DE 385066 C DE385066 C DE 385066C DE K78895 D DEK78895 D DE K78895D DE K0078895 D DEK0078895 D DE K0078895D DE 385066 C DE385066 C DE 385066C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K17/00Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
    • H02K17/02Asynchronous induction motors
    • H02K17/22Asynchronous induction motors having rotors with windings connected to slip-rings

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)

Description

  • Selbsttätige Anlaßvorrichtung für Drehstrommotoren mit Bürstenabhebevorrichtung. Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige Anlaßvorrichtung (Elektromotoren) für Drehstrom, welche, nach dem Schließen des Hauptschalters durch den Motor selbst oder von der damit angetriebenen Maschine angetrieben, die Anlaßwiderstände abschaltet, die Bürsten der Bürstenabhebevorrichtung abhebt, bei Ausbleiben der Spannung sofort die Anlaßwiderstände vorschaltet und die Bürsten Wieder auflegt. Bei den bisher bekannten, rein elcktrischen Selbstanlassern sind zum Steuern der Anlaßwiderstände Relais mit vielen empfindlichen Kontakten, komplizierten Schaltungen, starken Elektromagneten, die verhältnismäßig vielEnergie brauchen, auf eine bestimmte Einschaltzeit eingestellt sind und erhebliche Stromstöße verursachen, erforderlich. Die bekannten rein mechanischen Selbstanlasser brauchen sehr viel Kraft und schalten beim Ausbleiben der Spannung die Widerstände nicht sofort vor den Motor. Demgegenüber zeichnet sich der Selbstanlasser gemäß der Erfindung durch einfachere, dauerhaftere, unbedingt sichere Wirkungsweise und äußerst geringen Energieverbrauch aus.
  • Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß zwei gezahnte Scheiben durch einen von dem anzulassenden Motor in Bewegung gesetzten Hebemechanismus hintereinander je eine halbe Umdrehung machen, dann durch einen an sich bekannten Haltemagneten in ihrer Stellung festgehalten werden, mechanisch mit einem gewöhnlichen Anlaßwiderstand und der Bürstenabhebevorrichtung gekuppelt sind, den Widerstand abschalten, die Bürsten ablieben und beim Ausbleiben der Spannung den Anlaßwiderstand und die Bürstenabhebevorrichtung in die Anfangsstellung bringen. Der Anlaßwiderstand ist so mit dem Selbstanlasser nach der Erfindung gekuppelt, daß er nicht ganz ausschalten kann, sondern auf dem Kontakt stehenbleibt, auf dem der Motor noch sicher anläuft. Das Einschalten des Stromes erfolgt in bekannter Weise durch Hand, Druckschalter oder Schwimmerschalter und setzt den Motor, da der Anlaßwiderstand, wie vorher gesagt, nicht ganz ausgeschaltet ist, in langsame Bewegung. Diese Bewegung überträgt sich in bekannter Weise (auf der Zeichnung nicht angedeutet) mittels Hebel, Zahnräder, Schnecke oder Riemen auf den Hebel d des Anlassers, der nun seinerseits, wie in nachfolgender Beschreibung angegeben, den Anlaßwiderstand derart bewegt, daß er bei unbelastetem Motor schneller und bei belastetem Motor langsamer einschaltet und dadurch Stromstöße vermeidet.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Selbstanlassers nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i Draufsicht der ganzen Einrichtung, der Anlasser ist zur Hälfte eingeschaltet, die Bürsten liegen noch auf, Abb. 2 die Seitenansicht, Abb. 2 a einen Schnitt nach Linie i-i der Abb. 2, Abb. 3 Hebel d in zwei Ansichten, Abb. q. Klinke 1 mit Stift zc in Drauf- und Seitenansicht, Abb. 5 Hebel m in Drauf- und Seitenansicht, Abb. 6 Zunge n in Drauf- und Seitenansicht, Abb. 7 Hebel h mit Rast i und Gelenk k in Drauf- und Seitenansicht, Abb. 8 gezahute Scheibe x in Drauf- und Seitenansicht, Abb. 9 gezahnte Scheibe f mit Nocken Mitnehmerstift y und Achse e in Drauf- und Seitenansicht, Abb. io Anschlaghebel w in Drauf- und Seitenansicht, Abb. ix Hebel c mit Nase q in Drauf- und Seitenansicht, Abb. 12 Magnetanker r in Drauf- und Seitenansicht. Abb, 13 zeigt in Drauf- und Seitenansicht die Grundplatte a mit daraufsitzender Hülse b.
  • Um die Hülse b (Abb. 2) werden die Hebel c und d drehbar angeordnet. In der Hülse b ist die Achse e gelagert, welche nahe an ihrem vorderen Ende fest verbunden die gezahnte Scheibe f trägt, auf der Rückseite durch Splint gehalten und auf Vierkantansatz eine Bandfeder g trägt. Diese Feder will die gezahnte Scheibe stets in ihre Anfangsstellung zurückdrehen. Auf der Grundplatte unterhalb der Hülse b liegt der Drehpunkt des Hebels h. Dieser Hebel trägt die Rast i und ist am oberen Ende durch Gelenk k mit Hebel c verbunden. Auf der linken Seite des Hebels d sitzt die Klinke 1, auf der rechten Seite der Hebel m, hinter diesem die Zunge n. Hebel m drückt mittels einer über einen Bolzen geschobenen Spiralfeder gegen die Zungen. Die Feder o auf dem Hebel d zieht Hebel m unterhalb seines Drehpunktes gegen einen Anschlag und nimmt Zunge n samt Feder und Federbolzen mit. In der Ausschaltstellung stößt der an der gezahnten Scheibe f sitzende Nocken P gegen das obere Ende des Hebels m, dieser drückt nun seinerseits die Zunge n in ; die Nase q des Hebels c. Über dem Hebel c ist um einen Bolzen drehbar der Magnetanker r gelagert. Dieser ist von seinem Drehpunkt aus nach links verlängert, schwerer ausgebildet als rechts und liegt in der Ausschaltstellung auf dem Hebel c. Durch den Schwerpunkt des Hebels r auf der linken Seite wird der Anker dem Magneten s hingebracht. Die Wirkungsweise der selbsttätigen Einrichtung ist folgende: Durch das Einschalten des Motors erhält auch der Magnet s Strom, die Maschine läuft, da der Anlaßwiderstand nicht ganz ausgeschaltet worden ist, an, und setzt den Hebel d, da er mit einer langsam laufenden Welle der anzutreibenden Maschine (etwa 6o Umdrehungen) exzentrisch verbunden ist (was nicht gezeichnet ist), in auf- und abwärtsgehende Bewegung. Bei der ersten Bewegung des Hebels d greift Hebel c, da der Nocken p gegen den Hebel m drückt und dieser die Zunge n in die Nase q des Hebels c gelegt hat, in die Nase des Magnetankers r, der sich im selben Moment gegen den Magneten s gelegt. und festgehalten wird. Hebel c hat nun auch Hebel h mitgenommen und Klinke l und Rast i greifen in die gezahnte Scheibe f, welche jetzt in Drehung gesetzt, eine halbe Umdrehung macht. Alsdann kommt die Klinke l in eine Aussparung der Scheibe f (Abb. g) .und ihre Drehung hat ein Ende, der Widerstand ist jetzt ausgeschaltet. Der Nocken P hat den Hebel m verlassen. Dieser wurde durch die Feder o gegen den Anschlag gezogen und Zunge n hat die Nase q verlassen. Gleichzeitig will auch Klinke l die Scheibe x drehen, was aber vorläufig noch nicht möglich ist, da die Zähne der Scheibe x die Rast i noch nicht erreichen. Kurz bevor die Klinke l in die Aussparung der Scheibe f gelangt, hat der Mitnehmerstift y sich gegen das Ende des halbkreisförmigen Schlitzes der Scheibe x, welche drehbar auf der Achse e neben der Scheibe f gelagert ist, gelegt und nimmt dieselbe mit. Die Klinke L dreht, da die Rast i nun die Zähne der Scheihe x erreicht hat, diese -bis die Klinke l in die Aussparung der Scheibe x gelangt, die Drehung hat- ihr Ende erreicht, die Bürsten sind abgehoben. Hebel d bleibt ohne nennenswerten Kraftverbrauch in seiner Bewegung, solange die Maschine läuft. Jetzt hat das andere Ende des halbkreisförmigen Schlitzes der Scheibe x den Mitnehmerstift y erreicht. Die Scheibe x ist in ihrem Durchmesser etwas kleiner wie Scheibe f, damit beim Vorklinken die Rast i die Scheibe f nicht ganz verläßt. An die gezahnte Scheibe x ist ein Kettenrad z (Abb. 2) angebracht, welches, was nicht gezeichnet ist, die Bürstenabhebevorrichtung des Motors betätigt. Beim Ausbleiben, der Spannung oder sonstiger Stromunterbrechung läßt der Haltemagnet s den Anker y los, der Hebel c wird frei und schnellt, durch die Spiralfeder t gedrückt, in seine Anfangsstellung, indem er den Hebel h mitnimmt, der nun gegen den Anschlagstift u der Klinke L drückt und diese sowie die Rast i von der Scheibe f abdrückt. Hierdurch wird die Scheibe f frei und schnellt in ihre Anfangsstellung, indem sie durch eine mechanische Verbindung mit dem Anlasser, in der Zeichnung durch Kettenrad v angedeutet, dessen Kurbel ebenfalls in ihre Anfangslage mitnimmt. Gleichzeitig nimmt auch der Stift y auf der Scheibe f die Scheibe x mit und bringt die Bürstenabhebevorrichtung in ihre Anfangsstellung. Der Anschlaghebel w auf der Achse e an der Rückseite der Grundplatte a (Abb. 2) verhindert ein Überdrehen der Scheibe f. Am hinteren Ende der Achse e wird exzentrisch eine Verbindungsstange oder, wie gezeichnet, ein Kettenrad v befestigt, welche die Anlasserkurbel steuert. Die Befestigung dieser Verbindung zum Anlasser ist so gewählt, daß der Anlasser nicht ganz ausschalten kann, sondern auf dem Kontakt stehenbleibt, auf dem der Motor noch sicher anläuft. Da der Magnet keinerlei Hubarbeit zu leisten hat, weil ihm der Anker hingebracht wird und von der Größe der anzulassenden Maschine unabhängig ist, so ist er so gewickelt, daß er einen ganz minimalen Strom verbraucht.
  • Der Selbstanlasser gemäß der Erfindung reguliert also in einfachster, zuverlässiger und Stromstöße vermeidender Weise mit geringem Energieverbrauch den Anlasser sowohl wie die Bürstenabhebevorrichtung auf rein mechanischem Wege und verhindert durch die Verbindung mit dem Nullspannungsmagneten ein Anlaufen des Motors ohne vorgeschalteten Anlaßwiderstand selbst bei ganz kurzer Stromunterbrechung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätige Anlaßvorrichtung für Drehstrommotoren mit Bürstenabhebevorrichtung, gekennzeichnet durch zwei gezahnte Scheiben (f und x), von denen die erstere mit dem Anlasser, die letztere mit der Bürstenabhebevorrichtüng gekuppelt ist, die zusammen mit zwei auf einer gemeinsamen Welle (e) angeordneten Hebeln (c, d) mit einem weiteren, exzentrisch angelenkten Hebel (h) derart mit an diesen Hebeln sitzenden, unter Federdruck stehenden Sperrklinken (i, 1, n) zusammengebaut sind, daß die Scheiben (f und x) je eine halbe Umdrehung machen dann durch einen an sich bekannten Haltemagnet (s) in ihrer Stellung festgehalten werden, der Anlaßwiderstand dann abgeschaltet und die Bürsten abgehoben werden.
DEK78895D 1921-08-18 1921-08-18 Selbsttaetige Anlassvorrichtung fuer Drehstrommotoren mit Buerstenabhebevorrichtung Expired DE385066C (de)

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