DE227553C - - Google Patents

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DE227553C
DE227553C DENDAT227553D DE227553DA DE227553C DE 227553 C DE227553 C DE 227553C DE NDAT227553 D DENDAT227553 D DE NDAT227553D DE 227553D A DE227553D A DE 227553DA DE 227553 C DE227553 C DE 227553C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41DAPPARATUS FOR THE MECHANICAL REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES FOR STEREOTYPE PRINTING; SHAPING ELASTIC OR DEFORMABLE MATERIAL TO FORM PRINTING SURFACES
    • B41D5/00Working, treating, or handling stereotype plates

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- M 227553 KLASSE 15 c. GRUPPE
Vorrichtung zum Bearbeiten von runden Stereotypplatten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Oktober 1907 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom auf Grund der Anmeldung in
die Pnoiiut
=- r
H- Dezember 1900
vom 16. Oktober 1906 anerkannt.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausschaben und Fertigstellen von halbrunden Stereotypplatten, die vorzugsweise in A^erbindung mit den bekannten senkrecht stehenden Gießvorrichtungen Verwendung finden soll, bei denen ein senkrechter, drehbarer Kern und ein hierzu verschiebbarer Mantel einen Gießraum bilden. Bei derartigen Vorrichtungen ist es wichtig, daß die Platten in einer möglichst kurzen Zeit gegossen, ausgeschabt und fertiggestellt werden, jedoch benötigt man eine gewisse Zeit, um das Erkalten der Stereotypplatte erfolgen zu lassen, bevor sie aus dem Gießraum herausgenommen werden kann. Während die Platte selbst verhältnismäßig schnell abkühlt, benötigen die dickeren Teile, um vollkommen fest zu werden, eine längere Zeit, was sich besonders an dem Einguß bemerkbar macht. Es ist deshalb nicht möglich, den Einguß abzustechen und die Platte auszuputzen, bevor der Einguß vollkommen fest ist, weil sonst die Gefahr besteht, daß noch flüssiges Metall über die konvexe Fläche der Platte fließt und hierdurch den Schriftsatz verdirbt. Der Erfindung gemäß wird die gegossene Platte aus der senkrechten Gießkammer sofort herausgenommen, sobald sie so kalt ist, um dies möglich zu machen, worauf sie in einen Aufnehmer und von diesem nach einem besonderen Ausschabezylinder übergeführt wird, in welchem die konkave Fläche ausgeschabt wird, bevor der Einguß abgeschnitten wird. Infolgedessen hat letzterer hinlänglich Zeit, in seiner ganzen Masse zu erstarren. Im Hinblick auf die Schnelligkeit der Behandlung ist es ein Vorteil, das Abstechen des Eingusses nicht, wie es bisher geschah, an der noch in der Gießkammer befindlichen Platte auszuführen, da dieses Abstechen eine gewisse Zeit erfordert, und zwar etwa vier Sekunden. Weiterhin kann, da das Abstechen nicht bei der Herausnahme der Platte aus der Gießkammer geschieht, dieses Herausnehmen schneller als bisher erfolgen, und somit kann die Gießkammer auch schneller wie-, der für einen neuen Guß bereit gemacht werden.
Im nachstehenden werden das Gießen derartiger Stereotypplatten und die hierzu benötigten Apparate als bekannt vorausgesetzt, so daß nur die weitere Behandlung der gegossenen Platte erläutert werden wird.
In den Zeichnungen zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht der Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung, Fig. 3 eine Rückenansicht des Aufnehmers und einen Schnitt nach der Linie D-D gemäß Fig.2 und
Fig. 4 in Rückenansicht den zur Fertigstellung der Platte dienenden Zylinder.
In den Fig. ι bis 4 ist der Zylinder C um eine Vierteldrehung den übrigen Bewegungseinrichtungen vorgerückt dargestellt.
Die Fig. 1 a, 1 b und i c zeigen die Führungsplatte des verschiebbaren Aufnehmers in Draufsicht, Seitenansicht und Endansicht.
Die Fig. ι d und ie veranschaulichen · den Führungsblock des Aufnehmers, der die Umdrehung des letzteren bewirkt, in Seiten-
ansicht und Draufsicht. ' . ■
Fig. 2 a zeigt die Vorrichtung zum Festhalten der Stereotypplatte auf dem Zurichtezylinder und
Fig. 4 a den Aufnehmer mit der Platte während des Ausschabens durch den Zurichtezylinder.
Fig. 4 b und 4 c zeigen die Vorrichtung zum Abdrücken des von der Platte abgetrennten Eingusses von dem Zurichtezylinder in Draufsicht und Seitenansicht.
Die Fig. 4 e und. 4.1 zeigen in Draufsicht zwei Nutenscheiben, die auf der Achse des Zurichtezylinders angeordnet sind. ,
Nachdem eine Platte gegossen worden ist, drückt der Arbeiter den Handhebel I nach unten, wodurch in bekannter Weise der zylinderförmige Mantel 2 mit der Matrize von der gegossenen Stereotypplatte zurückgezogen wird, die auf dem Kernzylinder 5 verbleibt (Fig. i.und 2). Sobald der Mantel so weit bewegt worden ist, daß die Matrize vollkommen von der Stereotypplatte getrennt ist, trifft eine an einem Arm 6 am Unterende des Mantels angeordnete Klinke 7 gegen einen Schwinghebel 8. Letzterer ist an einer Gleitplatte 9 angebracht, die in einer Führung der Bodenplatte.B gleiten kann. Das Gleitstück 9 ist durch den Schwingarm 10 mit einer Kupplung 13 verbunden, die auf der Hauptantriebswelle 200 sitzt. Der Arm 10 befindet sich an der aufrecht stehenden Schwingwelle 11 und umgreift mit der Gabel 12 den verschiebbaren Teil der Kupplung 13. Die weitere Rückwärtsbewegung des Mantels bewirkt, daß der Schwingarm 8 den unter Federwirkung stehenden Anschlag 14 außer Eingriff mit dem Anschlag 17 bringt, welcher am Unterende des Zylinderkernes 5 (Fig. 2 und 3) angebracht ist und sich zunächst in der Stellung des An-Schlages 15 gemäß Fig. 2 befindet: Durch das Zurückziehen des federnden Anschlages 14 wird es ermöglicht, daß die Feder 16, welche zusammengedrückt gehalten wurde, sich ausdehnt, wodurch das Gleitstück der Kupplung in Eingriff mit demjenigen Kupplungsteil gebracht wird, der fest auf der Hauptantriebswelle 200 sitzt.' Damit beginnt die Drehung des Zylinderkernes, wodurch die Stereotypplatte 3 aus der Gießstellung bewegt wird.
Wenn der Zylinder eine halbe Umdrehung beendet hat, greift ein zweiter Anschlag 17 an dem federnden Anschlag 14 an, wodurch infolge der umgekehrt als oben beschriebenen Wirkung die bewegliche Backe der Kupplung 13 ausgerückt wird. Der Zylinder 5 kommt folglich zum Anhalten, wobei die Platte in der aus den Fig. 1, 2 und 3 ersichtlichen Stellung steht. Nunmehr bewegt der Arbeiter den Mantel 2 weiter, und zwar bringt er ihn wieder zur Anlage gegen den Zylinderkern 5, wodurch die Ansätze 70 und 61 des Mantels gegen die Stereotypplatte stoßen und sie vom Zylinderkern wegdrücken, so daß sie über die Träger 18 (Fig. 2) hinweg in den segmentförmigen Aufnehmer A gelangt. Bei dem Abstoßen der Platte von dem Zylinderkern 5 gelangt der Einguß, welcher über den Behälter A hinwegragt, zum Anschlag mit Ansätzen 113, welche derart an dem Aufnehmer A angelenkt sind, daß sie auf die Trägerarme in einwirken, an welchen die Klemmfinger 110 angebracht sind. Diese Klemmfinger 110 bewegen sich hierbei auseinander und gestatten so der Platte, daß sie über die Führungen 18 in den Aufnehmer gelangt, worauf die Ansätze 113 und die Stangen 110 durch an dem Aufnehmer A angebrachte Federn 114 über die achsialen Kanten der Platte bewegt werden, · was ein vollkommenes Festhalten des Gußstückes in dem Aufnehmer A zur Folge hat. Durch das Zurückdrücken der Ansätze 113 wird ein Arm 115, der an einem der Trägerarme in angebracht ist, außer Eingriff mit einem Hebel 116 gebracht, welcher mit dem Gleitbund einer Kupplung 118 durch ein Glied 117 verbunden ist. Wenn die Feder 119 dieser Kupplung, welche in Spannung gehalten wurde, die Backen der Kupplung in ihre Arbeitsstellung drückt, so werden die das Fertigstellen des Arbeitsstückes bewirkenden Einrichtungen in ihre Arbeitsstellung gebracht. Ein Schwingarm 204, an welchem die in der Nut 202 einer Kurvenscheibe der Welle 201 laufende Rolle 203 angebracht ist, ist mit dem Aufnehmer A durch ein Glied 205 verbunden, welches auf einen Zapfen 206 (Fig. 2 und 3) schwingen kann. Letzterer ist fest an dem Unterende des Aufnehmers A angebracht und wird während der Schwenkung des Aufnehmers in der richtigen Stellung gehalten und geführt. Lose auf dem Zapfen 206 sitzt eine Führungsplatte 122 (Fig. la, 1 b, ic und 3), während an derselben mit Hilfe eines Keiles o. dgl. ein Führungsblock 123 (Fig. 1, ι d und ι e) befestigt ist. Das eine Ende des Führungsblockes 123 ist als Zahnradsektor ausgestaltet, dessen Zähne 224 eine halbe Drehung des Aufnehmers A bewirken, wenn sie über die an der Grundplatte B in ihrer Führungsbahn angebrachte Zahnstange 225 bewegt werden.
In der Grundplatte B ist eine Führung 220
(Fig. 2) angebracht für die Platte 122, welche den Aufnehmer A unterstützt und betätigt. An jedem Ende der Führung 220 sind zusätzliche Führungen 226 (Fig. 4) angebracht, in die der Führungsblock 123 eintritt, nachdem der Aufnehmer A eine halbe Drehung um den Zapfen 206 gemacht hat, wodurch der Aufnehmer in seiner Stellung vermöge des fest auf seiner Welle 206 sitzenden Führungsblockes gehalten wird.
An den unteren Enden der Wellen, auf welchen die Tragarme 111 der Klemmen 110 sitzen, sind kurze Glieder 100 (Fig. 2 und 3) angebracht, welche durch eine Stange 101 verbunden sind. Letztere trägt eine Rolle 102, welche, nachdem der Aufnehmer A nach dem Zylinder C hin bewegt worden ist, bei Beendi-■ gung des Ausschabens von einer Daumenscheibe 103 (Fig. 1) beeinflußt wird, die am Unterende des das Fertigstellen des Gußstückes bewirkenden Zylinders angebracht ist. Wenn dies geschieht, werden die Klemmen 110 von den geraden Kanten der Stereotypplatte abgehoben, so daß letztere dann von dem sich drehenden Zylinder mitgenommen werden kann.
Sobald der Aufnehmer A in die richtige Stellung zu dem Zylinder C gekommen ist, greifen Feststellarme 300 (Fig, 1, 2 und 4 a) in Vertiefungen 301 ein, die an den Seitenflächen des Aufnehmers A angebracht sind. Die Feststellarme 300 sind auf den senkrechten Wellen 303 angeordnet. An den Unterenden der Wellen 303 und unterhalb der Grundplatte sind zwei Arme 304 vorgesehen, welche miteinander und mit einer Gabel 305 (Fig. 4 e) verbunden sind. Leztere ist mit einer Rolle 306 versehen, welche in die Nut einer Kurvennutscheibe 302 eingreift. Die
4.0 Nut ist derart ausgebildet, daß, sobald der Aufnehmer A gegenüber dem Zylinder C in die richtige Stellung gelangt, die Rolle 306 nach außen gedrückt wird und dadurch die Stellarme 300 in Eingriff mit den Vertief ungen 301 des Aufnehmers A gebracht werden. Letzterer wird infolgedessen in seiner Stellung festgestellt, so daß die von dem Aufnehmer gehaltene Stereotypplatte während der nächsten halben Umdrehung des Zylinders C ausgeschabt werden kann.
In aufrechter Stellung ist in der Grundplatte eine Welle 201 angebracht, welche stets nur eine Umdrehung für jede Reihe von Bewegungen macht, die für das Heranbringen, Fertigstellen und Abliefern einer Stereotypplatte erforderlich sind. Die Welle 201 trägt ein großes Zahnrad 250, welches mit .einer Kegelradverzahnung 251 an seiner Oberfläche ausgerüstet ist. In diese Kegelradverzahnung greift ein Kegelrad 253, welches an der Hauptantriebswelle 200 angebracht ist. In das Zahnrad 250 greift das Zahnrad 252 (Fig. 1 und 4) ein, welches auf der Welle des Zylinders C sitzt und nur die halbe Größe des Zahnrades 250 hat. Es macht infolgedessen zwei Umdrehungen bei einer Umdrehung der Rades 250. Der das Fertigstellen der Stereotypplatte bewirkende Zylinder ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel so gestaltet, daß er sich genau der Innenfläche der Stereotypplatte zwisehen den vorspringenden Rippen anpaßt. Er hat eingedrehte Vertiefungen, in welche die an der Stereotypplatte angegossenen Rippen eintreten können. Hierdurch wird die Stereotypplatte während der Bearbeitung durch die Fräser fest gegen die Fläche des Zylinders C gehalten. An dem Zylinder befindet sich eine Vertiefung 311 (Fig. 2 und 4 a), welche nicht nur den Platz für das Schabemesser 312 liefert, sondern auch dem abgeschabten Metall freien Austritt gestattet. Dieser freie Raum braucht nur so lang zu sein, daß darin ein Messer von solcher Länge angebracht werden kann, daß es alle Rippen der Stereotypplatte gleichzeitig abschaben kann. Am Oberende des Zylinders C sind zu beiden Seiten desselben bogenförmige Klemmen 313 angelenkt (Fig. 1, 2, 4 und 2 a), welche untereinander durch Gelenke und eine Querstange 314 verbunden sind. Letztere trägt eine Rolle 315, die in eine Nut der Kurvennutscheibe 316 eingreift. Die Scheibe liegt achsial in gleicher Mittellinie mit demZylinder, ist jedoch an dem Rahmen K befestigt, so daß sie feststeht, wenn der Zylinder sich draht. Dadurch wird bewirkt, daß die Klemmen 313 die Stereotypplatte festhalten, nachdem sie ausgeschabt ist, und sie mit dem Zylinder mitnehmen, worauf sie in der nachstehend beschriebenen Weise den abgetrennten Einguß freigeben, damit er ausgeworfen werden kann.
An dem Oberende des Zylinders C ist ferner der Auswerfer für den Einguß vorgesehen, welcher aus einer unter Federwirkung stehenden Platte 317 besteht (Fig. 1,4 b und 4 c). Diese ist so angeordnet, daß sie von dem Zylindermantel weg oder auf denselben zu bewegt werden kann. Dieser Auswerfer ist ■ an einer Querstange angebracht, die durch ein Loch in der Zylinderwelle führt. Am anderen Ende der Stange ist eine Feder 318 vorgesehen, die unter Spannung steht, wenn der Auswerfer gegen den Zylinder gedrückt wird. Die Oberfläche des Zylinders ist an derjenigen Stelle, wo der Auswerfer mit ihm in Beruhrung ,kommt, vertieft, und zwar um die Dicke der Auswerferplatte, so daß die Oberfläche dieser Platte ungefähr bündig mit der Zylinderfläche verläuft. An der Querstange ist ferner eine senkrechte Stange angebracht, an deren oberem Ende eine Rolle 339 sitzt. Diese läuft an einer Kurvenfläche 341 in der festen Kur-
vennutscheibe 316, die also zwei Nutführungen enthält, und ist derart geführt, daß sie in dem Augenblick, in welchem die von dem 7,ylinder aufgenommene Stereotypplatte die Fräser verläßt, von ihrer Daumenfläche derart freigegeben wird, daß die Feder 318 entspannt wird. Durch diese Entspannung wird der Auswerfer vorwärts geschnellt und dadurch der Einguß über die Kante der Führung 350 gedrückt. Diese Führung ist so gestaltet, daß der Einguß von dem Zylinder weg und aus der Bewegungsbahn der fertiggestellten Stereotypplatte geleitet wird. Bei der Fortsetzung der Drehung des Zylinders wird die Rolle 339 durch die Kurvenfläche 341 zurückgezogen, wodurch der Auswerfer sich wieder· gegen die Fläche des Zylinders anlegt.
Die zum Abschneiden und Abfräsen der Stereotypplatte dienenden Fräser 319, 320 sind an einer Welle 322 angebracht, die in einem an der Grundplatte B befestigten Träger 321 gelagert ist. Die Welle 322 ist mit einer kurzen Welle 323 verbunden, welche durch die Grundplatte B liindurchführt. Am Unterende der Welle 323 ist eine Riemenscheibe 324 angebracht, welche in sehr schnelle Umdrehung durch den Riemen 402 von der auf der senkrechten Welle 401 befestigten Scheibe 400 gesetzt wird. Die Fräser 319,320 verlaufen etwa unter einem Winkel von 45° konisch und haben vorspringende Schneidkanten325, welche . in Nuten 326 des Zylinders C oberhalb und unterhalb des Messers 312 eingreifen. Die Fräser treten, ferner durch Aussparungen 326" (Fig. 4) eines Anschlages 331 hindurch, der an dem Umfang des Zylinders C diametral zu dem Messer 312 angeordnet ist. Der Anschlag 331 hat die Länge der gegossenen Stereotypplatte. Er erfaßt die ausgeschabte Platte in dem Augenblick, in weichein sie von den .Klemmen 110 des Aufnehmers A freigegeben wird. Gleichzeitig erfassen die Klemmen 313 des Zylinders C das Eingußende der Platte.
Durch diese Mittel wird die Stereotypplatte nach dem Ausschaben durch den Zylinder C derart herumgeführt, daß die Fräser an der Stereotypplatte angreifen können, um hierdurch die nötigen Abschrägungen an deri kreisförmigen Kanten der Stereotypplatte zu bilden und gleichzeitig den Einguß abzutrennen, worauf die fertige Stereotypplatte durch den Anschlag 331 weitergeschoben wird. Um die Stereotypplatte, nachdem sie vom Zylinder C freigegeben ist, weiter zu führen, ist ein Arm 328 mit Fingern 329 vorgesehen, welche in Nuten 330 des Zylinders C eingreifen. Auch das Schabemesser und der Anschlag 331 haben den Nuten 330 entsprechende Öffnungen, so daß die Finger 329 stets in diesen Nuten liegen bleiben können. Die Arme 328 werden in der richtigen Lage durch eine Welle 332 gehalten, welche an der Grundplatte B angebracht ist. An den Träg"erarmen 321 für die Fräser sind nachgiebige Arme für Antifriktionsrollen 340 vorgesehen, welche auf den durch die Fräser 319, 320 hergestellten Abschrägungen der Stereotypplatte laufen. Durch diese Rollen 340 wird die Stereotypplatte während und unmittelbar nach Beendigung der Arbeit der Fräser getragen. Die Rollen 340 sind auf nachgiebigen Armen angebracht, damit sie ehvas nachgeben können, wenn die Stereotypplatte von der Fläche des Zylinders C freigegeben und auf die Platte 327 gestoßen wird, die an der Grundplatte B befestigt ist und sich um eine Seite des Zylinders C ungefähr so weit erstreckt, daß die Stereotypplatte 3 nach Beendigung der Arbeit der Fräser sofort in die aus Fig. 2 ersichtliche Stellung gebracht werden kann.
Nachdem die gegossene Stereotypplatte genügend abgekühlt ist, wird der Handgriff 1 niedergedrückt (in Fig. 1 nach links), wodurch der Mantel 2 sich von dem Kern 5 entfernt. Ist der Mantel 2 so weit bewegt, daß die Matrize sich von der gegossenen Platte gelöst hat, so erfaßt die Klinke 7 des Armes 6 den Schwingarm 8 der Gleitplatte 9. Die weitere Bewegung des Mantels bewirkt dann, daß der Arm 8 den federnden Anschlag 14 außer Berührung mit dem Anschlag 17 bringt, so daß die Feder 16 die Kupplung 13 schließt, wodurch die Gleitplatte 9 nach links bewegt und der Kern 5 durch die Welle 200 vermöge des Kegelzahnradgetriebes gedreht wird. Sobald die Klinke 7 den Schwingarm 8. freigibt, gelangt der Anschlag 14 in seine ursprüngliche Stellung. Der Kern 5 setzt seine Drehung so lange fort, bis der Anschlag 15 in Berührung mit dem Anschlag 14 kommt, was nach einerDrehung um i8o° geschieht, worauf der Anschlag 14 und die Gleitplatte 9 nach rechts (Fig. 2) gedrückt werden, und zwar in ihre ursprüngliche Stellung. Hierdurch wird der Wirkung der Feder 16 entgegen die Kupplung 13 ausgeschaltet und damit die Drehung des Kernes 5 beendet. Die Vorrichtung bleibt dann in dieser in Fig. 2 veranschaulichten Stellung, in welcher die gegossene Platte dem Aufnehmer A gegenüberliegt, bis der Mantel 2 wiederum nach dem Kern 5 zu bewegt wird, um das Gießen einer neuen Platte zu ermöglichen. Durch diese Bewegung des Mantels 2 stoßen die Finger 6x die gegossene Platte von dem Kern 5 auf die Führungen 18 und in den Aufnehmer 8 hinein, so daß, sobald die gegossene Platte sich in dem Aufnehmer A befindet, die Vorsprünge 113 und 110 die geraden Seiten der Platte unter Einwirkung der Federn 114 und der Arme in erfassen können (Fig. 2 und 3). Durch das Einpressen der Plätte in den Aufnehmer A werden die An-
sätze 113 auseinandergetrieben, und zwar vermöge der Einwirkung des Eingusses der Stereotypplatte. Ferner wird dadurch bewirkt, daß der Arm 115, welcher an einem der unteren Arme in sitzt, den Hebel 116 freigibt, so daß die Feder der Kupplung 118 entlastet und die das Fertigstellen der Stereotypplatte bewirkende Einrichtung in Tätigkeit gesetzt wird. Diese Einrichtung beginnt ihre Arbeit in der in Fig. 2 veranschaulichten Stellung, indem die Stereotypplatte 3 in den Aufnehmer A gebracht und die Kupplung 118 eingeschaltet wird, wodurch das Rad 250 so lange gedreht wird, bis die Rolle 203 ungefähr zum Punkt Z der Kurvennut 202 gelangt. Der Zylinder C befindet sich dann in der in Fig. 2 veranschaulichten Stellung, worauf eine Vierteldrehung des Rades 250 bewirkt, daß der Aufnehmer A durch die Kurvenrolle 203, die Nut 202 und den gelenkigen Hebel 204 nach dem Zylinder C gezogen wird. Während dieser Bewegung .wird der Aufnehmer A um i8o° mittels der Zahnstange 225 und der Zähne 224 gedreht. Der Zylinder C wird gleichzeitig um i8o° gedreht, wobei die Arme 300 in die . Nuten 301 durch Einwirkung der Rolle 306 in der Nut 302 und vermöge des Armes 304 und der Glieder 305 gelangen. Während der nächsten Vierteldrehung des Rades 250 wird der Aufnehmer in dieser festgestellten Lage gehalten, wobei die Gußplatte durch die Ansätze 113 und 110 festgestellt bleibt, während das Messer 312 über die konkave Fläche der Gußplatte bewegt wird, um die Rippen der letzteren abzuschaben. Bei Beginn der nächsten Vierteldrehung des Rades 250 treten die Arme 300 aus den Nuten 301, und zwar vermöge der der oben beschriebenen Bewegung entgegengesetzten Bewegung, während die Arme 313 durch die Einwirkung der Rolle 315, der Kurvenscheibe 316 und des Loches 314 den Einguß der Gußplatte erfassen. Der Daumen 103, der an dem unteren Boden des Zylinders C sitzt, erfaßt gleichzeitig die Rolle 102, wodurch die Klemmarme 110, welche die Stereotypplatte fest in dem Aufnehmer A gehalten haben, so bewegt werden, daß die Stereotypplatte sich ungehindert längs des Zylinders C an den Fräsern 319,320 vorbei bewegen kann, wodurch der Einguß abgeschnitten wird und gleichzeitig die Kanten der Gußplatte abgeschliffen und abgeschrägt werden. Während dieser Arbeit bewegt sich der Aufnehmer A nach dem Kern 5 zurück.
Bei Beginn der folgenden Vierteldrehung des Rades 250 wird, der Einguß durch die Platte 317, die Feder 318 und die Rolle 339 ausgestoßen und fällt an der Führung'350 entlang herab. In der Mitte der letzten Vierteldrehung des Rades 250 wird der Aufnehmer gegen den Kern 5 gestoßen, wodurch die Arbeit durch das dabei erfolgende Ausschalten der Kupplung 118 angehalten wird. Wenn die nächste Gußplatte in den Aufnehmer A gestoßen wird, beendet das Rad 250 die letzte Vierteldrehung, bis die Rolle 203 ungefähr wiederum bis zur Stelle Z der Nut 202 gelangt. Während dieser letzten Vierteldrehung wird die vorher gegossene Stereotypplatte von dem Zylinder C. mittels der Arme 328 und der Finger 329 auf die Platte 327 geschoben. Der Hebel 116 ist mit einem biegsamen Endstück versehen, welches dem Arm 115 nachgeben kann, wenn der Aufnehmer'/4 gegen den Kern 5 hin bewegt wird.

Claims (10)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Bearbeiten von runden Stereotypplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die gegossene Platte (3) nach einer halben Umdrehung mit dem Gießkern (5) um dessen Achse durch den Gießmantel (2) beim Wiederschließen der Gießform in einen halbzylindrischen Aufnehmer (A) geschoben und von diesem unter Schwenkung" um eine zu seiner Achse parallele Achse dem Schabezylinder (C) zugeführt und während des Ausschabens gehalten wird, darauf an den Schabezylinder abgegeben und von diesem an den Fräsern (319,320) zum Abschneiden des Eingusses und gleichzeitigen Abfasen der Rundkanten vorbeigeführt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnehmer (A) in dem die Überführung nach dem Schabezylinder (C) vermittelnden Schlitten (122) drehbar gelagert und mit einem in eine Zahnstange (225) der Führungsschiene eingreifenden Zahnbogen (224) versehen ist, derart, daß er bei der durch Verschiebung des Schlittens (122) erfolgenden Überführung eine Drehung von i8o° ausführt, während er in den beiden Endlagen durch Eingreifen eines Gleitstückes (123) in die Führungsschiene gegen Drehung gesichert wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Abziehen des die Matrize tragenden Mantels (2) vom Formkern (5) die Sperrung des letzteren ausgelöst und dessen Antrieb mit der Treibwelle gekuppelt wird, wodurch der Formkern eine Drehbewegung erhält, die nach einer halben Umdrehung durch die Wirkung der inzwischen selbsttätig wieder eingerückten Sperrung unterbrochen wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stereotypplatte (3)'. nach Drehung des Formkernes
(5) um i8o° beim Zurückbewegen des Formmantels (2) an dem Kern durch Ansätze (61) des letzteren in den Aufnehmer (A) geschoben und in diesem durch federnde Klauen (in, 113) selbsttätig erfaßt und festgehalten wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsamen Drehachsen der Halteklauen (in, 113) des Aufnehmers durch eine mit einer Gleitrolle (.102) versehene Querschiene (101) derart miteinander verbunden sind, daß beim Auftreffen eines am Ausschabezylinder (C) vorgesehenen Hubansatzes (IO3) auf die Gleitrolle (102) die Halteklauen (111, 113) nach erfolgtem Ausschaben der Platte (3) ausgelöst werden.
.
6. Vorrichtung naoh Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klauen (111, 113) mit einem Hebel (115) in Verbindung· stehen, der beim Eindrücken der Stereotypplatte (3) in den Aufnehmer einen unter Wirkung einer Feder (119) stehenden Sperrhebel (116) freigibt und dadurch das Einrücken der Kupplung (118) veranlaßt, die die Treibwelle (200) mit der für den Schabezylinder (C) und den Überführungsschlitten (122) gemeinsamen Antriebsvorrichtung (250) verbindet.
7. Vorrichtung naoh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb des Überführungsschlittens (122) für den Aufnehmer von einem Rad (250) aus erfolgt, das gleichzeitig den Schabezylinder (C) antreibt, und zwar derart, daß dieser für jeden Hin- und Hergang des Aufnehmers zwei volle Umdrehungen ausführt, bei deren einer das Abschlichten erfolgt, während bei der zweiten Umdrehung das Abtrennen des Eingusses und das Abschrägen der kreisförmigen Schnittkanten stattfindet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnehmer (A) gegenüber dem Schabezylinder (C) während eines Teiles der Drehung des letzteren durch Klauen (300) festgehalten wird, die von einer in eine Kurvennut des Zylinders (C) eingreifenden Gleitrolle (306) beeinflußt werden und nach Beendigung des Ausschabens der Stereotypplatte zugleich mit der Lösung der Halteklauen (111,113) der letzteren losgelassen wird, worauf die Platte bei der nächsten halben Umdrehung am oberen Eingußende von Greifern (313) erfaßt wird, die durch Vermittlung einer auf einem gemeinsamen Bügel (314) angebrachten Gleitrolle (315) von einer festen Kurvennut (316) aus betätigt werden.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Einguß nach erfolgter Abtrennung durch eine in den Zylinder (C) eingelassene, unter Federdruck stehende und durch eine in eine feststehende Kurvennut eingreifende Gleitrolle (339) betätigte Platte (317) ausge- \vorfen wird.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die nach dem Abtrennen des Eingusses durch eine Rolle (340) getragene Stereotypplatte durch einen Anschlag'(331) des Schabezylinders (C) weiter geschoben, dabei durch sich gegen den letzteren legende Finger (329) abgehoben und auf eine Ablegeplatte (327) geleitet wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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