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1Vfaschine mit Preßformen zum Zusammenpressen eines Absatzes und mit
einer Frontbeschneidevorrichtung. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage
vom z. Juni igi i die Priorität auf Grund der Anmeldung in den Vereinigten Staaten
von Amerika vom 12. Juni igig beansprucht. Die am Schuhwerk zu befestigenden Absätze
werden, um das Leder zu verdichten und den Absatz zu formen, in einer Presse einem
starken Druck ausgesetzt und müssen. dann der Regel nach noch an der Front beschnitten
werden, damit diese Frontfläche sauber aussieht und nach der Befestigung am Schuh
nicht mehr erheblich nachzuarbeiten ist. Diese beiden Arbeitsvorgänge werden bisher
auf getrennten Maschinen durchgeführt, da es schwierig ist, den Absatz aus der Preßform
herauszubringen und ihn einer Vorrichtung, zum Beschneiden der Absatzfront darzubieten.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung werde i die Schwierigkeiten dadurch
beseitigt, daß mit der ununterbrochen arbeitenden Forn_-presse, welche den Absatz
seitlich und de_-Höhe nach zusammenpreßt, zwei zusammenarbeitende selbsttätige übertragungsvorrichtungen
verbunden sind, deren :eine aus mit dem Preßtisch der Form auf und ab beweglichen
Teilen zum Ausstoßen des gepreßten Absatzes aus der Form und aus anderen Teilen
besteht, welche den gepreßten Absatz aus der Form herausdrückt, um ihn der zweiten
LTbertragungsvorrichtung zu übergeben, die ihn dem Beschneidmesser darbietet.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsheispiel des Gegenstandes der
Erfindung dargestellt.
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Abb. i ist ein senkrechter Schnitt, Abb. a eine Einzeldarstellung.
Abb.3 eine Seitenansicht, Abb. 4. eine Seitenansicht einer Einzelheit, Abb.5 ein
Schnitt durch die Vorrichtung zur Bewegung des Beschneidmessers, Abb. ä ein wagerechter
Schnitt, Abb. ; und 8 Einzeldarstellungen der Vorrichtung zum Halten des Absatzes
beim Beschneiden; Abb. 9, io und r i sind Einzelheiten. Der Grundaufbau der Maschine
entspricht
den üblichen Maschinen zum selbsttätigen Zusammenpressen
von Absätzen.
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Im Maschinengestell i ist ein Preßtisch 2 senkrecht verschiebbar,
der durch Kniehebel 11, 12, eine Lenkstange io und eine durch Zahnrad 8 gedrehte
Kurbelwelle 9 auf und ah bewegt wird. Der Preßtisch trägt eine fünfteilige Preßform,
bestehend aus dem am Gestell festen Oberstempel 23, 25, dem Bodenstempel 40, dem
Frontstempel 21 und den beiden Seitenstempeln 22. Letztere beiden sind an Schiebern
3o angebracht, die von kniehebelartig wirkenden Gelenkstangen 17, die sich gegen
Zapfen 18 stützen; beim Hochgehen des Preßtisches gegeneinander geführt werden und
durch Keilangriff den Frontstempel nach innen drücken. Der Bodenstempel 4o besitzt
einen nach. unten vorspringenden Stiel ¢i, mittels dessen nach Vollendung der Pressung
der Absatz in die in Abb. i dargestellte Lage gehoben wird, in welcher er selbsttätig
ein- und abgeführt werden kann.
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Die Einführung geschieht durch Klemmfinger 31 (siehe Abb. 6), die
an einem in wagerechter Führung beweglichen Schieber angebracht sind und durch einen
Hebel 371 bewegt werden, der an einem mit dem Preßtisch auf und nieder gehenden
Gestell 3 5 angelenkt ist und durch einen Hebelarm am Gestell hin und her geschoben
wird. Nach dem Einschieben des Absatzes werden die Finger 31 durch ein Druckstück
39 geöffnet, welches auf eine Verlängerung 43 eines der durch. Zahnbögen verbundenen
Finger einwirkt. Insofern entspricht die Maschine den bekannten Ausführungen.
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Die Vorrichtung, welche den gepreßten Absatz aus der Preßform herausstößt,
hat folgende Einrichtung In Führungsnuten 32 der Schieber 3o sind Blöcke 34 verschiebbar,
an denen Arme 36 durch. Zapfen 38 angebracht sind. Die Enden 37 dieser Arme kommen
mit den Seiten des Absatzes in Berührung, während Schultern 5o gegen die Frontfläche
des Absatzes treffen. Durch ein Zwischenstück 42 und senkrecht zueinander stehende
Zapfen 44, 48 sind die Arme 36 mit Lenkern 46 verbunden, deren anderes Ende durch.
Zapfen 58 mit einem Gelenkstück 6o verbunden ist. Dieses Drehstück ist in einem
Hebelarm 62 drehbar,; durch dessen Hin- und Herbewegung die Arme 36 geöffnet und
geschlossen und quer zur Preßform bewegt werden. In. den Verbindungsstücken 42 sind
einstellbare Schrauben 54 angebracht, welche gegen. die äußeren Enden der Arme 36
treffen, wenn die Arme eine bestimmte Bewegung im Sinne des Schließens gemacht haben,
so daß die Schlußbewegung entsprechend der Absatzbreite eingestellt werden und der
Absatz nicht seitlich dadurch verschoben werden kann, daß einer der Arme eher mit
dem Absatz zusammentrifft als der andere. Eine in eine Nut des Gelenkstückes 6o
eintretende Schraube 661 (siehe Abb.6) verhindert eine Längsbewegung des Gelenkstückes,
ohne die Drehung zu hemmen.
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Die Nabe 63 (siehe Abb.2) des Hebels 62 ist um Zapfen 64 drehbar,
der in dem festen Rahmen 66 angeordnet ist, und trägt einen zweiten Arm 68. Der
Arm 68 besitzt einen Schlitz 70, in welchen ein Gleitstück 72 verschiebbar eingesetzt
ist. Die Verschiebung erfolgt mittels einer Schraube 76, die in eine Zunge 74 am
Block 72 eingreift und in ein Gewindeloch des Armes 68 eingesetzt ist. In eine Bohrung
des Blockes 72 ist der Zapfen eines Auges lose drehbar eingesetzt und wird durch.
Mutter und Gegenmutter 8o gehalten. Durch das Loch des Auges 78 ist eine Stange
82 hindurchgeführt, deren unteres Ende bei 84 am Preßkopf 2 angelenkt ist, so daß
die Stange auf und nieder geschoben wird. Die Stange trägt eine Feder 86, die sich
unten gegen eine einstellbare Mutter 87 stützt, und ist an dem über das Auge 78
hinausragenden Ende mit einer Mutter 88 versehen. Eine Stellschraube 9o, die in
eine feste Konsole 92 eingesetzt ist, kann mit einer Anschlagfläche 9 i des Hebels
62 zusammentreffen.
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Bei der Aufwärtsbewegung des Preßkopfes 2 aus der in Abb. i gezeichneten
Stellung verschiebt sich die Stange 82 nach oben, und nach einiger Zeit trifft das
obere Ende der Feder 86 gegen das Auge 78 und schwingt auf diese Weise den Hebel
62 nach links, bis seine Bewegung durch die Anschlagscl-Lraube 9o unterbrochen wird.
Die weitere Bewegung des Preßkopfes bewirkt das Zusammendrücken der Feder 86. Bei
der Abwärtsbewegung des Preßkopfes trifft die Mutter 88 gegen das Auge 78 und führt
den Hebel wieder in die gezeichnete Lage zurück. Durch diese Schwingung des Hebels
62 werden die Arme 36 aus der in. Abb. 6 gezeichneten Lage gegen die Preßform hin
geschoben, öffnen sich dabei und gehen an dem in der Preßform befindlichen Absatz
vorüber. Bei der Rückwärtsbewegung schließen sich die Arme so weit, daß die Enden
über die Seiten des Absatzes fassen und die Schultern 5o gegen die Frontfläche drücken,
Bei weiterer Bewegung schieben dann die Atme 36 den gepreßten Absatz aus der Form
heraus und überliefern ihn einer zweiten Vorrichtung, die ihn dann in die Beschneidlage
führt. Diese zweite Vorrichtung besteht aus einem Drehkopf io6, der vorn einer kurzen,
in einem festen@Tisch 52gelagerten Welle io4, getragen wird. An dem Drehkopf sind
um
Zapfen io8 drehbare Arme befestigt, die aus oberen Teilen i i
o und damit durch Schrauben verbundenen unteren Teilen i i i bestehen. Der Zwischenraum
zwischen den Tei'ez 110, 111 ist so groß, daß die Arme 36 dazwischentreten können.
Die Arme, i i i schleifen auf dem festen Tisch 52. Federn i 16
suchen die
Arme gegeneinanderzudrücken, bis ein Stift eines der Arme gegen eine Ortsfeste Anschlagschraube
114 trifft. Durch Zahnbögen sind die Arme 112 zu gemeinschaftlicher Bewegung in
entgegengesetzter Richtung verbunden. Der Drehkopf io6 wird schrittweise um je 9o'
gedreht und bringt die Klemmarme i r o, i i i nacheinander zu den vier Stationen
A, B, C, D. An der Station A
wird der gepreßte Absatz zwischen die
Arme i i o, i i i geschoben, und um dies zu ermöglichen, ist hier eine Vorrichtung
zum Öffnen der Backen gegen die Wirkung der Federn 116 angebracht. Diese Vorrichtung
besteht (vgl. Abb. 7 und i i) aus einer Keilplatte 51, die an einem der Schieber
3o durch Schrauben 55 einstellbar befestigt ist und mit einer schrägen Kante 53
gegen einen seitlichen Vorsprung 2o6 eines der Arme i io trifft. Wenn der Preßkopf
2 sich senkt, drückt das Keilstück 51 die Arme auseinander, so daß diese, wenn die
Ausstoßvorricbtung wirksam wird, den Absatz ungehindert eintreten lassen. Bei noch
weiterer Abwärtsbewegung des Preßkopfes kommt das Keilstück 51 unter den Vorsprung
2o6, und die Arme i io, i i i schließen sich und ergreifen mit ihren gezahnten Enden
den Absatz an der Seite.
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Damit der Absatz in richtiger Lage eingespannt wird, sind Anschläge
i 2o mit V-förmigem Ausschnitt vorgesehen, die die hintere Fläche des Absatzes erfassen
und in die, Mittelebene einstellen. Diese Anschläge i 2o sind in der Längsrichtung
des Absatzes einstellbar, und zwar alle vier gleichmäßig. Sie sind zu diesem Zweck
mit Stiften i i9.L versehen, die in spiralförmige Nuten i i9 eines Drehstückes 113
eingreifen, welches um die Achse io4 gedreht werden kann, und -zwar mittels eines
durch einen Kreisschlitz 117 hindurchragenden Handgriffes 115. Nach geschehener
Einstellung werden die Anschläge 120 mittels der Klemmschraube 122 gesichert.
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Die Welle 104 ist in einer Muffe 1 oo dre'h'bar, die in einer festen
Lagerung i o2 festgeklemmt werden kann. Die Drehung erfolgt durch ein Malteserhreuzgetriebe
134, 136 (siehe Abb.8) von einer Welle i23 aus, die durch Zahnräder 12q., i26, Welle
128 und Zahnräder 13o, 132 von der Welle 9 aus gedreht wird. Bei jeder Umdrehung
der Welle 123 wird die Welle 104 um 9o° gedreht und zwischen den Drehungen gesperrt.
Nachdem ein Absatz auf der Station A in die Übertragungsvorrichtung eingeschoben
ist, wird sie um 9o' rechtsherum gedreht ;,Abb. 7) und bringt den abgenommenen Absatz
über einen Schneidblock i6o an der Station B, der mit einem auf- und abwärts beweglichen
Schneidmesser 152 (siehe Abb.5) scherenartig zusammenwirkt. Der Schneidblock 16o
wird von Rippen 158 gehalten und ist durch Schrauben 162, 166 einstellbar und feststellbar.
Seine vordere Kante entspricht der gewünschten Form der Absatzfront.
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Das Messer 152 ist durch Schrauben 154, 156 mit einem Schieber 142
verbunden, der in einem festen Rahmen i 4o senkrecht geführt ist. Durch einen Zapfen
146 und eine einstellbare Gelenkstange 144 ist der Schieber 142 mit einem Kurvenzapfen
148 einer an der Welle 128 sitzenden Kurbel i 5o verbunden. Die C'bersetzung der
Zahnräder 124, 126 und des Maltesergetriebes ist so gewählt, daß der Absatz an der
Station B während einer und einer halben Umdrehung der `Welle 128 still stehenbleibt,
so -daß das Messer 152 zweimal auf den Absatzeinwirken kann. Während der ersten
Abwärtsbewegung wird der Absatz grob beschnitten, während der zweiten nachgeschnitten.
-Da der Absatz aus der Preßform heraus auf den Tisch 52 geschoben wird, während
der Preßkopf 2 und damit die Ausstoßvorrichtung 36 eine senkrechte Bewegung ausführen,
ist es notwendig, den Absatz fest auf den Tisch 52 aufzudrücken, damit er nicht
in schräger Stellung von den Armen i i o, i i i gefaßt wird. Zu diesem Zweck ist
ein Drücker 168. (siehe Abb. i und 3) vorgesehen, dessen schräg abgebogenes Ende
169 mit der Oberfläche des Absatzes in Berührung tritt. Der Drücker 168 ist in einer
festen Führung des Rahmens 66 beweglich und trägt eine einstellbare Muffe 187, die
die Aufwärtsbewegung begrenzt. Ein Arm 171 am Drücker ist mit einem drehbaren Auge
173 verbunden, welches auf einer Stange 1-5 gleitet. Diese Stange 175 ist
um den obenerwähnten Zapfen 84 drehbar und trägt zwischen dem Auge 173 und einem
Stellring 181 eine schwache Feder 183 und über dem Auge unterhalb eines Stellringes
177 eine stärkere Feder 179. Wenn der Preßkopf nach unten geht, wird durch die starke
Feder 179 der Drücker auf den Absatz aufgepreßt. Bei der Aufwärtsbewegung hebt die
schwache Feder 183 den Drücker ab und führt ihn nach oben, bis der Stellring 187
zur Anlage kommt. Die weitere Bewegung des Preßkopfes bringt dann eine Spannung
der Feder 183 hervor.
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Damit der Absatz während des Beschneidens stark an die Unterlage angepreßt
wird, ist durch einen Arm 178 und einen Reibungsklotz
176 eine
Stange 172 mit dem Schieber 142 verbunden. Diese Stange 172 ist durch eine feste
Muffe 174 geführt und trägt unten eine Preßplatte 17o. Bei der Abwärtsbewegung des
Messers wird die Stange 172 mitgenommen und drückt auf den Absatz, so daß
dieser sich nicht von der Unterlage abheben kann. Bei der Aufwärtsbewegung des Messers
wird sogleich das Druckstück abgehoben, so daß der Absatz frei wird.
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Mitunter kommt es vor, daß die Absatzfront nicht genau die richtige
Lage hat, so daß eine Verbesserung der Lage notwendig ist. Zu diesem Zweck ist ein
Einstellglied i 8o angewandt, dessen entsprechend der Frontlinie geformte Kante
mit der Absatzfront in Berührung tritt, ehe das Messer zur Einwirkung kommt. Das
Einstellglied ist an einem durch Zapfen 184 mit@dem festen Rahmen i4o verbundenen
Hebel 182 angebracht, der durch eine Feder 186 (vgl. Abb. 4) gegen den Absatz hin
gezogen wird. Diese Bewegung kann nur dann eintreten, wenn ein Sperrhebel 188, der
durch den Zapfen igo am Rahmen i4o angebracht ist, nach oben bewegt wird und einen
am Hebel 182 vorspringenden Zapfen 192 freigibt. Der Arm 188 ist durch eine Lenkstange
198 mit einem zweiten Arm 194 verbunden, der um den festen Zapfen 196 drehbar ist
und mit einer Rolle Zoo am Schieber 142 zusammentrifft. An dem Hebel 182 sind noch
zwei Keilplatten 202, 204 befestigt, die ebenfalls mit der Rolle Zoo zusammenwirken.
Wenn der Schieber 142 nach oben geht, so trifft die Rolle Zoo gegen den Arm 194
und hebt den Sperrarm 188 über den Zapfen 192. Bei der Abwärtsbewegung des Schiebers
bleibt der Sperrarm in dieser Lage, indem er durch Reibung gehalten wird. Damit
diese Reibung genügend groß ist, ist um die Zapfen igo, 196 ein federnder Ring 197
(siehe Abb.9 und io) herumgelegt, dessen Ende i99 gegen den Hebel 182 drückt. Wenn
der Schieber 142 so weit niedergegangen ist, daß die Rolle von der Keilplatte 2o2
freigegeben wird, so kann die Feder 186 den Hebel 182 nach rechts schwingen, so
daß das Glied 18o mit -der Absatzfront in Berührung tritt. Gleich darauf trifft
die Keilplatte 204 mit der Rolle Zoo zusammen, so daß der Hebel 182 wieder nach
links gedrückt wird. Dann trifft die Rolle Zoo auf den Sperrarm 188 und führt diesen
in die Sperrlage zurück, so daß bei der Aufwärtsbewegung des Messers das Stellglied
i8o stehenbleibt. Nachdem in der angegebenen Weise die Absatzfront beschnitten ist,
dreht sich der Kopf io6 weiter und führt den beschnittenen Absatz zur Station C,
während ein neuer Absatz zur Station B gelangt. Beim nächsten Arbeitsgang gelangt
der Absatz dann zur Station D, wo die Arme i io, i i i geöffnet werden, indem der
Vorsprung 2o6 gegen einen durch Feder 228 belasteten Anschlag 208 trifft.
Der Anschlag 208 wird von einem Schieber 2o9 getragen, der durch eine Feder
22:1 und einen Stift 222 an einem Schieber 216 angebracht ist, welcher durch Zapfen
22o und schräge Nuten mit dem Tisch 52 verbunden ist. Durch diesen in der angegebenen
Weise nachgiebigen Anschlag, wird die Klemmvorrichtung geöffnet, und der fertige
Absatz kann aus der Maschine herausfallen.