DE2265620C2 - Mittel zur passiven Immunisierung gegen die toxischen Effekte von Infektionen durch Elastase bildende Bakterien und Verfahren zur Herstellung desselben - Google Patents
Mittel zur passiven Immunisierung gegen die toxischen Effekte von Infektionen durch Elastase bildende Bakterien und Verfahren zur Herstellung desselbenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Mittel zur passiven Immunisierung gegen die toxischen Wirkungen von
Infektionen durch Elastase bildende Bakterien und Verfahren zur Herstellung desselben.
Die Bedeutung von Elastase bildenden Bakterien als Pathogen bei einer Vielzahl von Infektionen ist im Laufe
der Jahre erheblich gestiegen. Besondere Bedeutung hat das zunehmende Auftreten von Pseudomonas-Infektion
bei Leukämie-Patienten oder im Anschluß an schwere Verletzungen oder Verbrennungen, wobei der natürliche Schutzmechanismus gegen bakterielle Infektion
gestört ist Pseudomonas-Infektion ist in solchen Fällen eine schwere Komplikation, da sie einen durch ihre
Elastase indzierten nekrotisierenden Effekt auf Gefäß- und Bindegewebe hat
Im Ganzen gesehen sind Antibiotika gegen manifeste Pseudomonas-Infektion unwirksam. Vaccine sind hergestellt worden, jedoch infolge ihrer Ableitung von
somatischen Antigenen von geringem Wert gegen
andere Stämme des gleichen Organismus. Außerdem
enthalten solche Vaccine äußerliches Zellmaterial, welches allergenische Reaktionen induzieren kann, und
Proteasen vom Organismus können die Abwehrmechanismen des Empfängers zerstören, falls sie nicht
neutralisiert sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, verbesserte Immunseren zur passiven Immunisierung gegen die
toxischen Wirkungen einer Infektion durch elastasebil
dende Bakterien sowie Verfahren zu deren Herstellung
zu schaffen.
Es wurde gefunden, daß die toxischen Wirkungen einer Infektion durch elastasebildende Bakterien, wie
Pseudomonas, durch Immunisieren geeigneter Tiere
gegen bakterielle Elastase unter Verwendung von
bakterieller Elastase als Antigen auf ein Mindestmaß verringert werden können.
Die gestellte Aufgabe wird daher gelöst durch ein Mittel zur parenteralen passiven Immunisierung gegen
die toxischen Wirkungen einer Infektion durch elastasebildende Bakterien, das erfindungsgemäß dadurch
gekennzeichnet ist, daß es als eine Immunserumzubereitung Antikörper gegen Bakterienelastase gegebenenfalls mit einem Adiuvans, enthält
Ein Verfahren zur Herstellung desselben ist Gegenstand der Unteransprüche 2 und 3.
Das erfindungsgemäße Mittel wird hergestellt, indem man einem geeigneten Tier eine gereinigte Bakterienelastase als Antigen in einer genügenden Menge
parenteral verabreicht, um im Tier Antikörperbildung hervorzurufen, und das diese Antikörper enthaltende
Immunserum gewinnt
Zur passiven Immunisierung zur Verringerung der toxischen Wirkungen einer Infektion durch elastasebil
dende Bakterien wird das erfindungsgemäße Mittel,
nämlich Antikörper gegen Bakterienelastase enthaltendes Immunsenjm, parenteral den geeigneten tierischen
Lebewesen verabreicht
Die Erfindung wird erläutert durch die folgende
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen. Die
Beschreibung bezieht sich besonders auf Pseudomonas-Organismen, jedoch dienen die erfindungsgemäßen
Mittel auch zur Immunisierung geeigneter Tiere gegen die toxischen Wirkungen von Infektionen durch andere
elastasebildende Organismen.
Die meisten, wenn nicht alle virulenten Stämme von Pseudomonas aeruginosa bilden eine Protease, die
elastolytische Aktivität zeigt Das als Elastase bezeichnete Enzym ist spezifisch und von Stamm zu Stamm
so sehr wenig verschieden. Zwar treten geringere Species-Unterschiede bei der Elastase auf, jedoch findet sich im
Genus Kreuz-Antigenität als gemeinsames Band.
Die meisten Bakterienvaccine, einschließlich polyvalenter Vaccine, sind von somatischen Antigenen
abgeleitet und daher von geringem Wert gegen Stämme des Organismus, die nicht in die Vaccinherstellung
eingeschlossen wurden. Im Gegensatz zu den bisher üblichen Vaccinen ist das beim erfindungsgemäßen
Verfahren erzeugte Antigen von stamm- und species
spezifischen somatischen Antigenen frei und unabhän
gig. Durch Anwendung der erfindungsgemäßen Mittel können also darauf ansprechende Tiere nicht nur gegen
bestimmte elastasebildende Bakterien sondern gegen die toxischen Wirkungen der Elastase eis solche
immunisiert werden. P. aeruginosa-Elastase kann nach der Methode von Morihara u. a. Journal of Biological
Chemistry, Band 240, Seite 3295 (1965) hergestellt und gereinigt werden. Wie von Johnson u. a. in Canadian
Journal of Microbiology, Band 13, Seite 711 (1967)
berichtet, werden bessere Ausbeuten an Elastase erhalten, wenn der Orgunismus auf einem Agarmedium
kultiviert und die Elastase aus dem Agar extrahiert wird. Es kann nicht stark genug betont werden, daß die für
Zwecke der Erfindung benutzte Elastase sorgfältig gereinigt sein muß.
Nach Prüfung zahlreicher Abwandlungen ist die beste erfindungsgemäße Methode zur Isolation und Reinigung
von Elastase die Folgende: Impfkulturen von bekannten Elastase erzeugenden Stämmen von Pseudomonas
aeruginosa werden 12 Stunden in Rindei bouillon
oder einem anderen flüssigen Nährmedium gezüchtet, und diese Kulturen werden zum Impfen von fester
Tryptase (Trypticase) benutzt Nach 18 bis 24 Stunden
Brüten bei 300C werden die an der Oberfläche gewachsenen Zellen geerntet, in 0,15M KCl suspendiert,
mit Glasperlen geschüttelt, und die Zellreste werden abzentrifugiert Die rohe Elastase wirü durch Zugabe
von vier Volumen kaltem Ethanol gefällt Nach 12 Stunden Aufbewahrung unter Kühlung auf 50C wird das
gefällte Material durch Zentrifugieren bei hoher Geschwindigkeit abgetrennt und in einem Volumen
Wasser gleich einem Zehntel des ursprünglichen Zellextrakvolumens gelöst. Das lösliche Material wird
gegen 0,002 M Phosphatpuffer von pH 7,5 dialysiert und dann auf zuvor mit dem gleichen Puffer ins Gleichgewicht
gesetzte Säulen von Diethylaminoethylcellulose aufgebracht. Die Säulen werden bei 5° C mit linearen
Salzgradienten entwickelt, die aus dem obigen Gleichgewichtspuffer und einem gleichen Volumnen von
0,03 M Phosphatpuffer ebenfalls von pH 7,5 hergestellt sind. Die unter Verwendung dieses Ionenaustausch-Chromatografieverfahrsns
erhaltene Elastase erfüllt gewöhnlich die immunochemischen und physiochemischen Reinheitsbedingungen. Das Verfahren kann
wiederholt werden, falls erforderlich.
Die gereinigte Elastase wird in physiologischer oder gepufferter Salzlösung in einer Konzentration von etwa
1 mg Elastase pro ml Salzlösung suspendiert Die Suspension hat eine spektrophotometrische optische
Dichte von 2,8 bei 420 mu. Die Vorratslösung wid dann
in einer Verdünnungsreihe auf die gewünschten Testkonzentrationen verdünnt
Ein Milliliter der verdünnten Suspension, welche Freund's vollständige Adjuvans enthält, wird intraperitoneal
in einer Dosis oder wiederholten Dosen Laboratoriumsmäusen, die etwa 13 bis 15 g wiegen,
verabreicht 11 oder 12 Tage später werden die dann etwa 22 bis 25 g wiegenden Mäuse durch intraperitonea-Ie
Verabreichung einer einen virulenten Stamm von P. aeruginosa enthaltenden Suspension infiziert (challenged),
der durch Züchten des Organismus in einer RinderbouiJJon-Nährlösung während etwa 4 bis 5
Stunden und Verdünnen in einer Verdünnungsreihe mit 4% Magenschleim (gastric mucin) hergestellt wurde.
Wenn der Ύοή eintritt, ist das gewöhnlich innerhalb 48
Stunden nach der Infektion der Fall, und es wird gezeigt, daß er durch die Infektion mit dem infizierenden
Organismus verursacht ist.
Wie zu erwarten wird die Immunität durch Verabreichung wiederholter Dosen der Antigen enthaltenden
Suspension erhöht. Die Ergebnisse, die bei Tests des Schutzes von Mäusen durch aktive Immunisierung am 4.
Tag nach der Infektion erhalten wurden, sind in der folgenden Tabelle angegeben.
| Tag der | Tag der | Verdün | Überlebensrate bei Injektion | 10"' | ΙΟ"7 | Überlebensraten nicht i | mmunisierter | ΙΟ"7 | ΙΟ"8 | ΙΟ"9 |
| Immuni | Infektion | nung des | von Kulturverdünnungen | 8/10 | 7/10 | Kontrolltiere bei Injektion von | 5/10 | 3/10 | 7/10 | |
| sierung | Immuno | 7/10 | 9/10 | Kulturverdünnungen | ||||||
| gens | ΙΟ"5 | 7/10 | 10/10 | 10"' | ||||||
| 1 | 11 | io~2 | 6/10 | 10/10 | 10/10 | 0/10 | ||||
| 10"4 | 5/10 | 10/10 | 10/10 | 3/10 | 3/10 | 1/10 | ||||
| 10"' | 6/10 | 9/10 | 8/9 | |||||||
| 10"8 | 9/10 | 10/10 | 9/10 | |||||||
| 1&8 | 18 | io-2 | 10/10 | 10/10 | 10/10 | 1/10 | ||||
| 10"4 | 8/10 | 6/10 | 9/10 | 0/10 | 0/10 | 0/10 | ||||
| IO"6 | 7/10 | 8/10 | 8/10 | |||||||
| io-s | 9/10 | 6/10 | 7/10 | |||||||
| 1&8 | 20 | 10-3 | 8/9 | 6/10 | 6/10 | 0/10 | ||||
| 10"' | 4/10 | 9/10 | 8/10 | 2/10 | 7/10 | 7/10 | ||||
| ΙΟ"» | 7/10 | 6/10 | 4/10 | |||||||
| 10"12 | 2/10 | 9/10 | 7/10 | |||||||
| 1 | 11 | 10"' | 6/9 | 9/10 | 10/10 | 2/10 | 3/10 | 0/10 | 6/10 | |
| 10-3 | 2/10 | 8/10 | 9/10 | |||||||
| 10-5 | 6/10 | 8/10 | 10/10 | |||||||
| 1&8 | 12 | IO"6 | 9/10 | 10/10 | 10/10 | 1/10 | ||||
| 10~8 | 8/9 | |||||||||
| lo-io | 6/10 | |||||||||
| IO12 | 7/10 | |||||||||
| 5 | 22 65 | 620 | 10"* | 1 | 10"7 | 6 | |
| 5/10 | 7/10 | ||||||
| Fortsetzung | Verdün | 8/10 | 7/10 | Uberlebensralen nicht immunisierter | |||
| Tag der Tag der | nung des | Überlebensrate bei Injektion | 2/10 | 8/10 | Konlrolltiere bei Injektion von | ||
| lmmuni- Infektion | Immunn- | von Kulturverdünnunger | 5/9 | 6/10 | Kulturverdünnungen | ||
| sierung | gens | 6/10 | 10/10 | 10"'' |{Γ7 Hl"8 ίο" | |||
| ίο-3 | 10"5 | 10/10 | 9/9 | 0/9 0/9 0/10 3/10 | |||
| 1&8 10 | ίο-* | 6/9 | 10/10 | 10/10 | |||
| ΙΟ"9 | 5/9 | 9/9 | 10/10 | ||||
| ΙΟ"12 | 2/9 | ||||||
| 10"3 | 2/10 | 0/10 5/10 0/10 4/10 | |||||
| 1&7 11 | 10"6 | 7/10 | |||||
| ΙΟ"9 | 6/10 | ||||||
| ΙΟ"12 | 7/10 | ||||||
| 8/10 | |||||||
In allen Versuchsreihen, außer der zuletzt aufgeführten, war die Ekstase erhalten von P. aeruginosa
Hab's-Typ 0 :6-Stamm 332—1369. In der letzten Reihe war die Elastase erhalten von Hab's-Typ 0 :10-Stamm
B 319. Der Infektionsorganismus war in der ersten, zweiten, dritten und letzten Reihe der homologe Stamm
332, in der vierten und fünften Reihe war der Infektionsorganismus Hab's Typ 0 :10-Stamm 319, in
der vorletzten Reihe war der Infektionsorganismus Hab's-Typ 0 :2-Stamm 112. Die beiden letzten Stämme
sind besonders virulente Stämme, die kürzlich von schwerkranken Patienten isoliert wurden.
Immunserum wurde hergestellt, indem man Kaninchen intramuskulär 1 ml einer Adjuvans enthaltenden
1/1280 Verdünnung von Ekstase von P. aeruginosa Hab's-Typ O:6-Stamm 332—1369 injizierte. Diese
Dosis wurde 3 Wochen nach der ersten Impfung wiederholt, und Booster-Injektionen mit einer Verdünnung
von 1/2560 wurden jede Woche danach gegeben. Es wurden Blutproben entnommen und Serum hergestellt
und auf seine Wirkung bei der passiven Immunisierung von Mäusen gegen Infektion geprüft,
wie oben beschrieben.
Bei 18 Stunden Infektion mit dem homologen Stamm schützen 0,5 ml des Kaninchenserums bei einer Verdünnung
von 1/320 die infizierten Mäuse gegen 100 χ Minimum-Lethaldosis.
Die gleiche Menge Serum mit einer Verdünnung von 1/80 schützte die infizierten Mäuse
gegen 1000 χ Minimum-Lethaldosis. Bei Infektion mit einem Stamm von heterologem Serumtyp, schützten
0,5 ml des Kaninchenserums bei einer Verdünnung von 1/20 die infizierten Mäuse gegen eine 100 χ Minimum
Lethaldosis. Die gleiche Menge von 1/40 verdünntem Serum bot Schutz gegen eine 10 χ Mindestiethaldosis
des infizierenden Organismus.
Die Immunogen enthaltende Suspension muß dem als Quelle für Immunserum eingesetzten Tier parenteral
verabreicht werden. Die Suspension enthält gewöhnlich ein übliches Adjuvans, wie Freund's vollständiges
Adjuvans, um die Antikörperbildung zu fördern. Die Anwendung in der Praxis würde wahrscheinlich durch
subkutane oder intramuskuläre Injektion erfolgen.
Claims (3)
1. Mittel zur parenteralen passiven Immunisierung
von tierischen Lebewesen gegen die toxischen Wirkungen einer Infektion mit Elastase bildenden
Bakterien, dadurch gekennzeichnet, daß es als eine Immunserumzubereitung Antikörper
gegen Bakterienelastase gegebenenfalls mit einem Adjuvans, enthält
2. Verfahren zur Herstellung eines Mittels nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einem
tierischen Spender gereinigte Bakterienelastase parenteral verabreicht und das Immunserum vom
Tier gewonnen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Herstellen der Bakterienelastase
Impfkulturen von Elastase erzeugenden Stämmen von Pseudomonas 12 Stunden in einem flüssigen
Nährmedium gezüchtet werden und mit diesen Kulturen feste Tryptase geimpft wird, nach 18 bis 24
Stunden Brüten bei 300C die oberflächlich gewachsenen Zellen geerntet, in 0,15 M KCl suspendiert, mit
Glasperlen geschüttelt und die Zellreste abzentrifugiert werden, rohe Elastase durch Zugabe des
vierfachen Volumens von kaltem Ethanol ausgefällt wird, nach 12 Stunden Aufbewahren unter Kühlung
auf 5° C das gefällte Material durch Zentrifugieren bei hoher Geschwindigkeit abgetrennt und in einem
Volumen Wasser gleich einem Zehntel des ursprünglichen Zellextraktvolumens gelöst und diese Lösung
gegen 0,002 M Phosphatpuffer von pH 7,5 dialysiert und dann auf zuvor mit dem gleichen Puffer ins
Gleichgewicht gesetzte Diethylaminoethylcellulosesäulen aufgebracht wird und die Säulen bei 5° C mit
linearen Salzgradienten, die aus dem erwähnten Gleichgewichtspuffer und einem gleichen Volumen
von 0,03 M Phosphatpuffer von pH 7,5 hergestellt sind, entwickelt und die Elastase dadurch, gegebenenfalls nach Wiederholung des Reinigungsverfahrens, rein gewonnen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722265620 DE2265620C2 (de) | 1972-04-24 | 1972-04-24 | Mittel zur passiven Immunisierung gegen die toxischen Effekte von Infektionen durch Elastase bildende Bakterien und Verfahren zur Herstellung desselben |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DE19722220053 DE2220053C3 (de) | 1972-04-24 | 1972-04-24 | Mittel zur aktiven und passiven Immunisierung gegen die toxischen Effekte von Infektionen durch Elastase bildende Bakterien und Verfahren zur Herstellung derselben |
| DE19722265620 DE2265620C2 (de) | 1972-04-24 | 1972-04-24 | Mittel zur passiven Immunisierung gegen die toxischen Effekte von Infektionen durch Elastase bildende Bakterien und Verfahren zur Herstellung desselben |
Publications (1)
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|---|---|
| DE2265620C2 true DE2265620C2 (de) | 1982-07-29 |
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ID=25763146
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19722265620 Expired DE2265620C2 (de) | 1972-04-24 | 1972-04-24 | Mittel zur passiven Immunisierung gegen die toxischen Effekte von Infektionen durch Elastase bildende Bakterien und Verfahren zur Herstellung desselben |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2265620C2 (de) |
-
1972
- 1972-04-24 DE DE19722265620 patent/DE2265620C2/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| NICHTS-ERMITTELT * |
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