DE22586C - Bremse für Eisenbahnfahrzeuge - Google Patents

Bremse für Eisenbahnfahrzeuge

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DE22586C
DE22586C DENDAT22586D DE22586DA DE22586C DE 22586 C DE22586 C DE 22586C DE NDAT22586 D DENDAT22586 D DE NDAT22586D DE 22586D A DE22586D A DE 22586DA DE 22586 C DE22586 C DE 22586C
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DE
Germany
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brake
lever
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railway vehicles
fork
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Active
Application number
DENDAT22586D
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English (en)
Original Assignee
A. M. FRIEDRICH, Kgl. Maschinen - Inspektor in Dresden, Sedanstrafse 9 II
Publication of DE22586C publication Critical patent/DE22586C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H11/00Applications or arrangements of braking or retarding apparatus not otherwise provided for; Combinations of apparatus of different kinds or types
    • B61H11/14Combinations of different types of brakes, e.g. brake blocks acting on wheel-rim combined with disc brakes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. September 1882 ab.
Die in Fig. 1 dargestellte automatische Hebelschnellbremse ist in der Angriffsstellung gezeichnet, nämlich in der Stellung, bei welcher die Bremsklötze an den Rädern anliegen.
Die Wirkungsweise und Construction dieser Bremse ist folgende: . ■ .
Beim Niedergang des Hebels w w aus der Stellung ax c bis α c bewegt sich der Endpunkt A1 des Gabelhebels t oder Jix i kx in einem Kreisbogen, dessen Mittelpunkt in i liegt, bis h, während gleichzeitig kx nach k und der Endpunkt des Zuggestänges ζ von ^1 nach g gelangt, weil der Punkt kx bezw. k mit dem Arm r oder Ix qgx bezw. Iqg, dem sogen. Transporteur, durch das Stück ί oder kx Ix bezw. k I mittelst Bolzen verbunden ist.
Der Transporteur r besitzt bei g eine längliche und entsprechend gebogene Schlitzöffnung, welche (weil sich bei der gezeichneten Stellung der Coulissenhebel w über h noch weiter fortbewegen könnte, ohne den Gabelhebel h i k nun noch weiter mitzunehmen) gestattet, dafs der durch die Verhältnisse α c\b c und d e: ef ausgedrückte Hebelmechanismus bei f zum Angriff gelangt und das Zuggestänge ζ gehoben werden könnte, wenn inzwischen nicht die Bremsbacken zum Anliegen gelangt wären. Letzteres ist jedoch, wie oben schon bemerkt wurde, bei der dargestellten Lage des Coulissenhebels der Fall; es kann mithin zunächst weder ein weiteres Abwärtsgehen desselben, noch ein weiteres Heben des Endpunktes g erfolgen, sondern es mufs jetzt eine den angegebenen Hebelübersetzungsverhältnissen und dem Belastungsgewicht G entsprechende Spannung in dem Zuggestänge entstehen, die sich durch die starre Verbindung desselben mit den Bremsbacken in Bremsdruck verwandelt.
In dem Mafse, in welchem sich die Bremsbacken abschleifen, wird der Gewichtshebel unter die Stellung α c herabgehen, was bis a2 c möglich ist. Durch Drehen der zu diesem Bremsapparat gehörenden Regulirschraube er Ir1 er vermittelst des Schlüssels 5 läfst sich der Coulissenhebel wieder in die horizontale Stellung bringen.
Nach dem Vorstehenden tritt mithin der Zwischenmechanismus hiklqg, der das Anlegen und Abziehen der Bremsklötze bewirkt, in Bezug auf die Thätigkeit der Bremshebel abc und de/ in dem Moment sowohl bei h als auch bei g aufser Thätigkeit, in welchem der Coulissenhebel w w in die Lage α c gelangt ist. In dieser Stellung ist obigem gemäfs zwar ein Anheben, jedoch weder ein Links- noch Rechtsausweichen der Zuggabel ζ möglich, weil die starre Verbindung hikIr das Zurückgehen dieser Gabel, und der Drehzapfen e, gegen welchen sich ζ nun lehnt, was übrigens nicht unbedingt erforderlich ist, ein Weiterfortbewegen derselben hindert.
Die Zugstange ζ ist gabelförmig .und besitzt die Backen η η, welche bewirken, dafs in keiner Stellung von ζ der Bremshebel ν aus der Gabel der Zugstange ζ herausgelangen kann. In dieser Gabel befindet sich bei g die Rolle 0, welche bei der Bewegung von ζ auf dem Rücken des Bremshebels ν läuft. In gleicher Weise wie die Form der Backen η η als wesentlich bezeichnet werden mufs, läfst sich dasselbe von der Form und Gestalt aller übrigen zum Mechanismus des Apparates gehörenden Theile
sagen; besonders gilt dies auch in Bezug auf die nasenartige Verlängerung des Stückes t über k hinaus. Diese Verlängerung erstreckt sich so weit, dafs t selbst in der äufsersten Stellung («2 in Fig. ι a) noch neben ζ zu liegen kommt. Mithin mufs auch bei der Bewegung t stets neben ζ bleiben. Beide Theile können somit sich gegenseitig nie verlieren oder einander stofsen, sondern müssen sich, wie gesagt, zwangläufig ■ neben einander bewegen, ohne dafs irgend welches Zwängen dabei stattfinden kann.
Auch das Zugeisen U umfafst, wie z, die Hebel ν und w gabelförmig. Die Anordnung des stark wirkenden Theiles des Apparates ist daher symmetrisch zu einer Mittelebene durch die kraftübertragenden Theile wuv οg und ζ u. s. w. Nur der zur Bewegung der Bremsklötze dienende Zwischenmechanismus, welcher nur das verhältnifsmäfsig geringe Gewicht des Zuggestänges anzuheben hat, ist seitlich angebracht.
Um die verschiedene Härte verschiedener Bremsklötze zu berücksichtigen, sind zu beiden Seiten von U, rechts und links neben b und d, in den Bremshebeln Stecklöcher angeordnet. Je härter das Material der Bremsbacken ist, um so näher kann, mit Rücksicht auf das solchenfalls weniger erforderliche Reguliren der Bremse, das Zugeisen U nach C hin angebracht werden. Der Apparat befindet sich in einem Gehäuse, aus welchem nur der Gewichtshebel w w und das Zuggestänge herausragt.
Die vorstehend beschriebene automatische Hebelschnellbremse wird an der Kopfschwelle oder einem sonst geeigneten Ort der Wagenstirnwand dergestalt angebracht, dafs die gewöhnliche Bremsspindel einer bereits vorhandenen Schraubenspindelbremse gleich als Regulirschraube des neuen Apparates dienen könnte, wenn die Bremsspindel entsprechend abgeändert wird, was sehr leicht möglich ist. Im übrigen aber kann alsdann die ganze, bereits an dem auszurüstenden Fahrzeug befindliche Bremseinrichtung, unverändert mit dem neuen Apparat verbunden, in Verwendung bleiben. Selbstverständlich liefse sich die neue Bremse auch an den Langseiten der Wagen placiren, wenn dies wünschenswerth erscheinen sollte.
Die Fig. ι a und ι b zeigen die Stellung der einzelnen Theile des Apparates, wenn der Bremshebel w sich in der Nähe seiner äufsersten Stellungen a2 c bezw. O1 c befindet. In Fig. 8, 9 und io ist sodann zur gröfseren Deutlichkeit noch der Transporteur r mit dem daran festgeschraubten und vernieteten Bolzen / in den drei Projectionen (Vorder- und Seitenansicht, sowie Grundrifs) speciell dargestellt. Die an dem Transporteur r befindliche Nase ηΛ ist in der Hauptsache nur eine Arbeitsleiste, welche sich bei der Bewegung des Gewichtshebels w in einer Aussparung der Wandplatte bewegt und dabei gegen die letztere anlehnt. Hierdurch wird ein Rückwärtsausweichen des Transporteurs r, an welchen ί einseitig angreift, verhindert.
Die Höhe der Nase »j ist so grofs bemessen, dafs in dem durch diese bestimmten freien Raum zwischen dem Transporteur und der Wandplatte der Kopf K des Bolzens g (siehe Fig. io) ausreichend Platz findet. Die in den Fig. ι, 2 und 3 sowie 1 a und 1 b angedeutete Aussparung in der Wandplatte mufs mithin aufser der Nase U1 auch dem bezeichneten Bolzenkopf K bei der Bewegung dieser Theile hinreichend freien Raum gewähren.
Im übrigen aber kann die Form der genannten Aussparung, die auch von den Bolzen i und q begrenzt wird, ziemlich willkürlich ge-■ wählt werden. Diese Aussparung ist überhaupt nur angeordnet, um die Hauptbolzen c und e thunlichst kurz zu bemessen (s. Fig. 2). In Fig. 7 ist ferner noch der in die Wandplatte eingeschraubte und festgenietete Bolzen q gröfserer Deutlichkeit wegen speciell dargestellt, wobei auch gleichzeitig die zur Aufnahme der Nase nx und des Bolzenkopfes K bestimmte Aussparung der Wandplatte punktirt angedeutet ist.
Die Handhabung der hier fraglichen Schnellbremse erfolgt, insofern von Dampf kraft, Luftdruck oder einer sonstigen anderen Kraft abgesehen wird, auf der Strecke vermittelst der Leine Z und der Anhub- oder Rollenzugstangen Z1 oder Z2 (s. Fig. 1 a). Beim Rangiren und überhaupt auf den Stationen kann dagegen die Bremse auch vermittelst eines zweiarmigen Hebels a Ct1 (s. Fig. 1) von entsprechendem Armverhältnifs ab- und angestellt werden. Aus der nur schematischen Darstellung des Hebels α a.], der sich leicht mit einer einfachen Feststellvorrichtung ausstatten läfst und welcher neben dem Coulissenhebel liegt und von unten an diesen angreift, ist ersichtlich, dafs zum Lösen der Bremse ein Druck mit der Hand bei γ auf den Hebel α genügt, und dafs bei γ, wenn nöthig, auch eine Zugkette angebracht werden kann, mittelst welcher der Rangirer die Bremse bedient. Letztere läfst sich übrigens auch vom Schaffnersitz aus handhaben, was besonders wünschenswerth ist, wenn Wagen mit dieser Bremse in Zügen ohne Bremsleine laufen sollen, oder wie dies besonders auf den Stationen sonst wünschenswerth sein kann. Zu diesem Zweck ist die Anhubstange Z1, die, wie schon angedeutet wurde, auch in Z2 oder an einer sonst geeigneten Stelle des Hebels w angebracht sein kann, nach Mafsgabe der Fig. ia, 5 und 6 mit einem Handgriff versehen, an welchen der Bremser beim Handbetrieb die Anhubstange zwecks Bedienung der Bremse angreift. Die Aufhängung des hochgehobenen
Hebels w erfolgt solchenfalls durch einen gewöhnlichen Haken. Lx bezw. Z2 wird zweckmäfsigerweise aus einem Rohr hergestellt, damit diese Anhubstange bei verhältnifsmäfsig geringem Gewicht derselben für den Handbetrieb gleichzeitig auch als Druckstange dienen kann. Das Anziehen der Bremsleine L eines mit den automatischen Hebelschnellbremsen dieses Systems ausgerüsteten Eisenbahnzuges geschieht vermittelst einer gewöhnlichen Winde- mit Seil-, trommel, die in der Nähe des Regulator- öder des Steuerungshebels am Führerstand auf der Lokomotive befestigt ist. Dabei wird die Bremsleine (Hanfseil, Drahtseil etc.) nur insoweit gespannt, als erforderlich ist, um die Spannung in den einzelnen Bremsapparaten aufzuheben. Das Auseinanderlaufen der Wagen im Zuge hat sodann keinen weiteren Einflufs, als ein noch weiteres Anheben der Gewichtshebel der einzelnen Bremsapparate. Bei sehr langen Zügen können je nach Bedarf Spiralfedern in die Bremsleine eingefügt werden (s. Fig. 4), welche so stark sind, dafs sie sich beim Anheben der Gewichtshebel noch nicht oder nur wenig auseinanderziehen. Jeder Bremswagen besitzt eine Seilrolle senkrecht über der gleichen Rolle der Anhubstange Lx bezw. Z2.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Combination der Hebel w t ν des Transporteurs r und Zubehör mit dem Bremsgestänge ζ σ S derart, dafs beim gleichmäfsigen Sinken des Hebels w von ax bis α durch t sr ein schnelles Heben von ζ und ein Anlegen der Bremsklötze stattfindet, während bei der weiteren Bewegung von α nach a2 durch wuv ein langsames, aber kräftiges Heben von ζ erfolgt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT22586D Bremse für Eisenbahnfahrzeuge Active DE22586C (de)

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