DE2256649B2 - Vorrichtung zum rechtzeitigen Erkennen von Lichtbogen - Google Patents
Vorrichtung zum rechtzeitigen Erkennen von LichtbogenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum rechtzeitigen Erkennen von Lichtbögen bei Funkenerosion
mittels Bestimmung der Zündverzögerungs^cit
jeder Entladung.
Beim Entfernen von Materialteilchen aus elektrisch leitenden Werkstücken durch Funkenzerspanung kann,
unter Bedingungen, unter denen der Durchfluß durch den Funkenspalt stark behindert ist, eine spontane
Bildung eines Lichtbogens auftreten. Ein derartiger Lichtbogen besteht aus einer Anzahl örtlich fixierter
Entladungen. Die Möglichkeit des Auftretens eines Lichtbogens ist namentlich dann groß, wenn die
Werkzeugelektrode aus Graphit besteht Durch den sich stets an derselben Stelle wiederzündenden Bogen wird
in das Werkstück ein tiefes Loch eingebrannt. Wenn solche ortsgebundenen Entladungen zu spät erkannt
werden, wird das Werkstück derart beschädigt, daß es oft als verloren zu betrachten ist Es ist daher von
großem wirtschaftlichem Interesse, Lichtbögen rechtzeitig erkennen zu können, um den Funkenzerspanung
optimal einstellen zu können.
Aus der französischen Offenlegungsschrift 20 10 484 ist eine Vorrichtung zum Erkennen von Lichtbögen
bekannt, in der gemessen wird, ob in einem bestimmten Zeitintervall die Spannung zwischen dem Werkstück
und der Werkzeugelektrode größer als ein Bezugswert gewesen ist. Die bekannte Vorrichtung benutzt die
Tatsache, daß einer guten Funkenentladung stets eine Spannung über dem Funkcnspali vorausgeht, die viel
größer ist als die Spannung während der Entladung und die bei einer Bogenentladung fehlt
In dem älteren Patent 2126 439 wird ein anderes Verfahren zum Unterdrücken von Lichtbögen vorgeschlagen.
Dabei wird für jede Entladung die Zündverzögerungszeit genau gemessen und die Dauer der auf
die Zündung folgenden Entladung dieser Zündverzögerungszeit angepaßt Unter »Zündverzögerungszeit« ist
die Zeit zu verstehen, die zwischen dem Zuführen einer
ίο Spannung mit einem genügend hohen Pegel zum
Bewirken einer Entladung, der sogenannten Leerlaufspannung, und dem Auftreten der Entladung vergeht
Die Dauer der nacheinander an den Arbeitsspalt angelegten Impulse ist nicht konstant
i> Aus der US-PS 34 74 216 ist eine Vorrichtung zur
Funkenerosion bekannt, die auf elektronischem Weg erkennt, wenn eine bestimmte Anzahl schlechter, d. h.
zur Bearbeitung ungeeigneter Entladungen nacheinander auftritt, und in diesem Fall beispielsweise die
Impulsquelle zeitweilig abschaltet Als Kriterium für gute bzw. schlechte Entladungen dient eine charakteristische
Zeitspanne beim Spannungsabfall nach Beginn der Entladung.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß bei einer Einleitung zu einem Lichtbogen nacheinander eine Reihe von Entladungen auftreten, deren Zündverzögerungszeiten nicht nur kleiner werden, sondern sich selbst einem Wert von 0 see. nähern. Um die Gefahr für das Auftreten von Lichtbögen zu erkennen, genügt es zu erkennen, ob für eine bestimmte
Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß bei einer Einleitung zu einem Lichtbogen nacheinander eine Reihe von Entladungen auftreten, deren Zündverzögerungszeiten nicht nur kleiner werden, sondern sich selbst einem Wert von 0 see. nähern. Um die Gefahr für das Auftreten von Lichtbögen zu erkennen, genügt es zu erkennen, ob für eine bestimmte
liegt
net durch eine elektronische Einrichtung zum Erkennen, ob die Zündverzögerungszeit kleiner als ein Bezugszeitintervall
ist, eine Zählschaltung zum Zählen der Anzahl nacheinander auftretender Entladungen mit Zündverzögerungszeiten
kürzer ab das Bezugszeitintervall, und eine Vergleichsschaltung zum Vergleichen dieser
Anzahl mit einer eingestellten Bezugsanzahl, wobei das Ausgangssignal der Vergleichsschaltung die Pulsspeisequelle
steuert.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der
♦5 Zeichnung beispielsweise näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 schematisch eine bekannte Pulsspeisequelle für eine Funkenerosionsvorrichtung,
Fig.2 die von dieser Speisequelle gelieferten Impulse,
so Fig.3 eine bevorzugte Ausführungsform einer
Lichtbogenerkennungsvorrichtung nach der Erfindung, und
Fig.4 die an verschiedenen Stellen in dieser
Vorrichtung auftretenden Signale.
In der Vorrichtung nach F i g. 1 ist ein Werkstück 2
über einen Schalttransistor 4 und eine Impedanz 6 mit
der positiven Klemme und eine Werkzeugelektrode 1 mit der negativen Klemme einer Stromquelle 3
verbunden. Es ist auch möglich, die Werkzeugelektrode mit der positiven und das Werkstück mit der negativen
Klemme der Stromquelle zu verbinden. Das Vorhandensein eines elektrischen Stromes in dem
Funkenkreis wird mit Hilfe eines Stromdiskriminators 7 erkannt. Mit 8 und 9 sind zwei monostabile Multivibra-
<>5 toren bezeichnet, die Impulse konstanter Impulsdauer
T\ bzw. 7*o abgeben und die Dauer der Entladung bzw. der Impulspause steuern. Ein Verstärker 10 leitet diese
Impulse an den Schalttransistor 4 in dem Funkenkreis
weiter.
In Fig.2 ist der Verlauf der Spannung Ue zwischen
dem Werkstück und der Werkzeugelektrode als Funktion der Zeit t dargestellt. Dabei ist die
Leerlaufspannung U0 , die z. B. 80 V beträgt, die ·>
maximale Spannung, die über einem Funkenspalt auftreten kann. Nach einem Zeitintervall, das als die
Zündverzögerungszeit Td bezeichnet wird, nachdem die Spannung Ik über dem Funkenspalt erschienen ist, tritt
eine Entladung im Funkenspalt auf. Dabei sinkt die ι ο Spannung zwischen dem Werkstück und der Werkzeugelektrode
auf die sogenannte Betriebsspannung U3 herab, die z. B. 20 V beträgt
Obwohl die Zündverzögerungszeit keine konstante, sondern eine sich mit Prozeßbedingungen ändernde is
Größe ist, weist sie stets einen meßbaren Wert auf. Diese Verzögerungszeil kann z. B. von ca. 0,1 \issc bis
zu 500|isec. variieren. Bei einer Einleitung zu einem
ortsgebundenen Lichtbogen sinkt jedoch die Zündverzögerungszeit stets auf einen sehr niedrigen Wert
(Td<0,\ usec)herab.
Diese Eigenschaft kann nach der Erfindung zu einer zuverlässigen und schnellen Lichtbogenerksnnung benutzt
werden. Zu diesem Zweck wird die Zündverzögerungszeit für jede Entladung gemessen, und die
Entladungen, bei denen diese Verzögerungszeit einen bestimmten Wert, z. B. 1 bis 2 usec. überschreitet,
werden als gut, die Entladungen mit kürzeren Verzögerungszeiten dagegen als fehlerhaft ei kannt
Es hat sich nun herausgestellt, daß bei einer Einleitung Jo
zu einem Lichtbogen eine Reihe von Entladungen nacheinander auftritt, bei denen sich die Zündverzögerungszeit
einem Wert von 0 see. nähen, mit anderen Worten, einen Grenzwert unterschreitet. Daher ist die
Vorrichtung nach der Erfindung derart eingerichtet, daß ^5
nur dann, wenn eine Reihe von Entladungen mit einer verschwindend kurzen Verzögerungszeit auftritt, die
Gefahr von Lichtbögen angezeigt wird.
Fig.3 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
erkennungsvorrichtung, während in Fig.4
verdeutlicht wird, wie die Signale in der Vorrichtung nach F i g. 3 verarbeitet werden.
Beispielsweise sind in F i g. 4a vier aufeinanderfolgende Entladungen dargestellt, bei denen der Grenzwert
der Zündverzögerungszeit derart gewählt ist, daß die zweite Entladung als gut, die erste, die dritte und die
vierte Entladung dagegen als fehlerhaft erkannt werden. Fig.4b und 4c zeigen die zu diesen Zündungen
gehörigen Impulse P\ und fl>.
Wie in Fig.3 dargestellt ist, werden zwei Impuls- so
reihen Po und P\ an die Eingänge 31 und 32 der Vorrichtung angelegt In dem Kreis des Impulses P0 ist
ein Verzögerungselement 33 angeordnet, das den Impuls P0 verlängert, mit anderen Worten die Hinterflanke
des Impulses Po in bezug auf den Impuls Pt
verzögert Hinter dem Element 33 tritt ein Impuls Pod
auf (siehe F i g. 4d). Die Verzögerung des Elements 33 ist z. B. zwischen 0 und 2 usec. einstellbar Der Impuls PM
wird an einen Eingang eines logischen Gatters 34 angelegt, während der Impuls P\ dem anderen Eingang
dieses Gatters zugeführt wird. Am Ausgang dieses Gatters erscheint ein Zählimpuls, wenn an den beiden
Eingängen ein Signal auftritt, mit anderen Worten, wenn die Vorderflanke von Pi eher als die verzögerte
Hinterflanke des Impulses Pod erscheint. Die erhaltenen
Zählimpulse, die in Fig.4e dargestellt sind, werden einem elektronischen Zähler 38 zugeführt. Der Si?nd
dieses Zählers wird in einer Vergleichsschaltung 39 mit dem Stand eines Elements 40 verglichen, in dem die
Anzahl fehlerhafter Entladungen, die nacheinander auftreten müssen, bevor eingegriffen wird, angegeben
ist Das Element 40 kann z. B. zwischen 1 und 99 eingestellt werden.
Wenn die Anzahl Zählimpulse die eingestellte Anzahl überschreitet, gibt die Vergleichsschaltung 39 ein Signal
ab. Dieses Signal kann dazu verwendet werden, die Pulsspeisequelle derart zu steuern, daß die Lichtbögen
unterdrückt werden. Zu diesem Zweck kann z. B. mit dem Ausgangssignal der Vergleichsschaltung 39 ein
monostabiler Multivibrator 42, der einen verhältnismäßig langen Impuls liefert, der z. B. zwischen 1 und
99 usec. einstellbar ist, gesteuert werden. Dieser Impuls
Po kann dem monostabilen Multivibrator 9 (Fi g. 1) der
Pulsspeirequelle zugeführt werden, um dort den Impuls
Po zu überlappen, so daß ein in bezug auf das Zeitintervall To verlängertes Zeitiftie^vall To' erhallen
wird, in dem der Energiestrom unterbrochen ist Bei Vergrößerung des Abstandes zwischen dem Werkstück
und der Werkzeugelektrode wird dann eine Dessere Abfuhr der Abtragsprodukte ermöglicht Außerdem ist
dann eine zusätzliche Zeit für die Abkühlung der Störstelle verfügbar.
Da nur die nacheinander erscheinenden fehlerhaften Entladungen gezählt werden dürfen, muß der Zähler 38
auf Null gesetzt werden, sobald eine gute Entladung erfolgt ist Dies kann mit Hilfe eines zweiten logischen
Gatters 35 erreicht werden. Den Eingängen dieses Gatters werden die in Inverterschaltungen 36 und 37
invertierten Signale P\ und Pm der Impuls P\ und Pod
zugeführt Für eine gute Entladung, d. h. eine Entladung, bei der die Vorderflanke des Impulses Pt erst nach der
verzögerten Hinterflanke des Impulses Pad erscheint
tritt am Ausgang des Gatters 35 ein Impuls \·μ\ (siehe
Fig.4f). Dieser Rückstellimpuls wird dem Rückstelleingang
41 des Zählers 38 zugeführt wodurch der Zahler auf Null gesetzt wird. Der Zähler wird gleichfalls
auf Null gesetzt, wenn die Vergleichsschaltung 39 ein Signal abgibt, d.h.. wenn der Zähler eine Anzahl
fehlerhafter Entladungen gleich iax im Element 40 eingestellten Anzahl gezählt hat In den F i g. 4g und 4h
sind das Signal Pj der Vergleichsschaltung 39 und der
Rückstellimpuls P3 für den Fall dargestellt daß im
Element 40 eine 2 eingestellt ist
Die in Fig.3 gezeigte und oben beschriebene
Vorrichtung nach der Erfindung ist der Einfachheit halber nur blockschematisch dargestellt Die Wahl der
Elemente, die die Funktionen der in Fi g. 3 dargestellten Bit* ilre erfüllen können, wird dem Fachmann keine
Schwierigkeiten bereiten.
Die Lichtbog ;nerkennungsvorrichtuii£ nach der
Erfindung wird an Hand der speziellen Pulsspeisequelle nach F i g. 1 näher erläutert, weil die von den
Multivibratoren gelieferten Impulse Po und Pt direkt zur
Steuerung der Lichtbogenerkennungsvorrichtung verwendet werden können. Die Vorrichtung ist jedoch bei
jedem Funkenerosionsvorgang anwendbar, bsi dem die
Auftrittszeitpunkte der Leerlaufspannung und der Betriebsspannung und der Zeitpunkt, zu dem die
Energiezufuhr zu dem Funkenspalt aufhört, erfaßt werden können.
Claims (3)
- Patentansprüche:1, Vorrichtung zum rechtzeitigen Erkennen von Lichtbögen bei Funkenerosion mittels Bestimmung der Zündverzögerungszeil jeder Entladung, gekennzeichnet durch eine elektronische Einrichtung zum Erkennen, ob die Zündverzögerungszeit kleiner als ein Bezugszeitintervall ist, eine Zählschaltung zum Zählen der Anzahl nacheinander auftretender Entladungen mit Zündverzögerungszeiten kürzer als das Bezugszeitintervall, und eine Vergleichsschaltung zum Vergleichen dieser Anzahl mit einer eingestellten Bezugsanzahl, wobei das Ausgangssignal der Vergleichsschaltung die Pulsspeisequelle steuert
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Erkennen, ob die Zündverzögerungszeit kleiner als ein Bezugszeitintervall ist, enthält1) ein: Vterzögerungselement (33), dem eingangsseitig ein erstes Impulssignal (Po), dessen Impulsdauer der Pausendauer zwischen zwei von der Speisequelle gelieferten Arbeitsimpulsen entspricht: zugeführt wird,2) ein erstes logisches Gatter (34), dem eingangsseitig der Ausgang (Pod) des Verzögerungselements (33) bzw. ein zweites Impulssignal (Pi), dessen Impulsdauer der Dauer der Entladung im Arbeitsspalt entspricht, zugeführt wird, sowie
- 3) ein zweites logisches Gatter (35), dessen Eingänge über zwei iaverterschaltungen (36, 37) mit den Eingängen des ersten logischen Gatters (34) verbunden si d.
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