DE225110C - - Google Patents

Info

Publication number
DE225110C
DE225110C DENDAT225110D DE225110DA DE225110C DE 225110 C DE225110 C DE 225110C DE NDAT225110 D DENDAT225110 D DE NDAT225110D DE 225110D A DE225110D A DE 225110DA DE 225110 C DE225110 C DE 225110C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trough
blind
goods
rods
rails
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT225110D
Other languages
English (en)
Publication of DE225110C publication Critical patent/DE225110C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D17/00Constructional parts, or assemblies thereof, of cells for electrolytic coating
    • C25D17/16Apparatus for electrolytic coating of small objects in bulk

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Jigging Conveyors (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 225110 .-*- KLASSE 48a. GRUPPE
Dr. KARL OCHS in MANNHEIM.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1910 ab.
Zur elektrischen oder mechanischen Behandlung von Massenartikeln behufs Galvanisierung, elektrischer Entfettung oder Reinigung mittels Sandstrahlgebläses usw. hat man Apparate gebaut, durch welche die Waren beständig oder in Zeitintervallen umgewälzt werden, so daß stets neue Flächen der Behandlung zugängig werden. Die gebräuchlichsten Apparate sind rotierende Trommeln oder Schaukelapparate oder kontinuierlich bewegte endlose Bänder.
Gemäß vorliegender Erfindung wird eben-, falls ein breites endloses Band, zweckmäßig mit jalousieartiger Gliederung, benutzt und dieses über zwei oder zweckmäßig drei Rollenachsen so geführt, daß das Band oberhalb eine Mulde zur Aufnahme der Ware bildet und unterhalb der Mulde zurückläuft. Hierdurch wird erreicht, daß man die Ware stets bequem besichtigen und vor allem, daß man sie durch Kippen der Mulde selbsttätig herausbefördern kann.
Hiernach gestaltet sich die Ausführung eines Apparates zur Massengalvanisierung
(Fig-ι und 2) folgendermäßen: Über drei Achsen α b c, von denen die Achse α länger als b und c und auf dem Rand des Bottichs d fest gelagert ist, bewegt sich fortlaufend ein endloses, jalousieartig gegliedertes Band e, das oberhalb, wie ersichtlich, eine etwa einen drittel Kreisbogen umfassende Mulde bildet, in der die zu galvanisierenden Gegenstände / bei der fortschreitenden Bewegung def Muldenfläche eineUmwälzung erfahren, genait wie dies in einer vollständigen Trommel geschehen würde.
Die negative Stromzuführung geschieht durch die Achse α zum Band und der Ware, die positive durch die Anode g.
Die Jalousie für vorliegenden Zweck ist in ihren Einzelteilen aus Fig. 3 ersichtlich. Auf zwei oder mehreren G al 1 sehen Ketten sind entsprechend der Gliederzahl h (Fig.3) Jalousiestäbe befestigt. Ein Einzelstab besteht aus einem abgesetzt gebogenen Blechstreifen i (s. Fig. 3) und dem Isolierstreifen k aus Holz, Celluloid ο. dgl. Dieser Isolierstreifen, der nicht unbedingt erforderlich ist, hat den Zweck, zu verhindern, daß zu viel Stromlinien von der Jalousie abgefangen werden: Die Überdeckung der Einzeljalousiestreifen durch die jeweiligen Blechstreifen i hat den Zweck, zu verhindern, daß bei besonders klein gestalteter Ware, z. B. Nadeln, Drahtgebilde usw., sich solche in den Spalten der Jalousiestäbe festsetzen 'oder gar durchfallen. Die Vorwärtsbewegung der Jalousie findet durch der GaIl sehen Kette entsprechende Zahnräder, die auf der rotierenden Achse α sitzen, statt. Die Achsen b und c, die zweckmäßig gewöhnliehe Holzrolleh sind, können lose mitlaufen oder durch Gelenkketten mit der Achse a ge- , kuppelt sein.
Die durch die Jalousie gegebene Mulde ist seitlich durch feststehende Stirnwände χ χ' begrenzt. Diese sollen erstens das Heraus-
(2. Auflage, ausgegeben am S. Juli igirj
kollern der Ware nach der Seite zu verhindern, ferner dienen . sie als Achsenlager für die Rollen α b c und besitzen der Muldenform entsprechende (kreisförmig gebogene) U - Schie- mn mm' (Fig. 4) zur Führung der Jalousie. An Stelle dieser U-Schienen zur Führung der Jalousie können auch, um Reibung und demgemäß Abnutzung der Jalousie zu vermeiden, Kreisscheiben nn' (Fig. 1 und 2) als seitliche Abdichtungen dienen, die entsprechend der Vorwärtsbewegung der Jalousie sich mitdrehen. Um eine Durchbiegung der Jalousie nach unten zu vermeiden, sind jedoch kreisförmig gebogene Auflageschienen 0 0' erforderlich.
Bei Verwendung von Kreisscheiben zur Führung der Jalousie muß die Mulde ebenfalls der Kreisform entsprechen. Bei Verwendung einer U-Schiene kann die Mulde eine beliebige Kurve, z. B. eine elliptische, beschreiben. Im allgemeinen dürfte für die Muldenkurve die Kreisform die zweckmäßigste sein, auch wenn man von der Führung der Jalousie durch Kreisscheiberi absieht.
Die Ware läßt sich während der Galvanisierung bequem beobachten, besonders wenn man mit Hilfe der Kurbel p und der Seile q die Mulde um ihre Achse α so weit dreht, daß die Ware dicht an der Oberfläche des Elektrolyten umkollert. Behufs Herausschaffens der fertigen Ware dreht man an der Kurbel p noch weiter, bis die Mulde die punktierte Lage einnimmt. Die Ware wird dann (bei ständiger Weiterbewegung der Jalousie) von selbst auf das Sieb r befördert, die Mulde also automatisch entleert.
Behufs elektrischer Entfettung kann dieselbe Apparatur wie für Galvanisierung verwendet werden. Zweckmäßig verlegt man
4.0 nach Schema Fig. 4 dieAntriebsachse a' in den Bottich unter die Oberfläche des Entfettungselektrolyten (Kalilauge oder Schwefelsäure), ferner ordnet man noch, wie bekannt ist, eine Wand s an, die den oberen Teil des Bottichs in zwei Abteilungen teilt. In der vorderen Abteilung über der Mulde sammelt sich das Fett auf der Oberfläche an, während die Oberfläche der zweiten Abteilung fettfrei bleibt. Die Entfernung der entfetteten Ware erfolgt, indem man die Mulde nach unten dreht (punktiert gezeichnet) und die Jalousie mit Hilfe der GaIl sehen Antriebskette t rückwärts dreht (Fig. 5), wodurch die Ware auf das Sieb u fällt, mittels dessen sie durch die zweite Abteilung des Bottichs (mit der fettfreien Oberfläche) herausgehoben wird. Die Kippung der Mulde kann auch um die Achse V stattfinden (Fig. 5).
Die Apparatur für Sandstrahlgebläse ist im Grunde die gleiche wie vörbeschrieben. Jedoch ist erforderlich, daß die Jalousiestäbe nicht ganz dicht zusammen sind, damit der durch die Düse ν (Fig· 6) geschleuderte Sand hindurchfallen kann. Am zweckmäßigsten gestaltet man die Jalousie nach Fig. 7. Die Einzelstäbe sind Rundeisenstangen, die durch die Kettenglieder w w' miteinander zu einem Band vereinigt sind. Das Ganze ist eigentlich eine in die Breite gezogene GaIl sehe Kette, die durch entsprechende, auf der Achse a" oder b" oder c" (Fig. 6) sitzende Zahnräder bewegt wird. Die Herausbeförderung der Ware erfolgt durch Kippen der Mulde um die-Achse b" oder c", wie schematisch Fig. 6 andeutet, bei steter Vorwärtsbewegung der Jalousie. Die seitliche Führung der Jalousiemulde erfolgt bei Sandstrahlgebläse zweckmäßig durch U-Schienen, da hierbei die Reibung infolge Verwendung eiserner Jalousiestäbe belanglos ist. Die U - Schienen und Stirnwände, die in dem Schema in Fig. 6 nicht gezeichnet sind, entsprechen den Stirnwänden und (J-Scliienen m m' der Fig. 4. Die Einfüllung der Ware findet durch eine Tür oben am Gehäuse des Sandstrahlgebläses statt, die Entleerung erfolgt nach heruntergelassener Jalousie von selbst durch eine unten am Gehäuse angebrachte Tür,.
In welcher Weise die Sandstrahldüse über der Ware hin und her bewegt wird, ist für das Wesen vorliegender Erfindung belanglos. Jede der in der Praxis üblichen Bewegungen der Sandstrahldüsen kann verwendet werden.
Fig. 8 zeigt noch schematisch die Jalousieführung über nur zwei Rollenachsen a!" und c'", wie sie speziell für Sandstrahlgebläse in Betracht kommt. Der oßere Teil der Jalousie, die Mulde, wird hierbei analog Fig. 4 in U-Schienen, die an den Stirnwänden befestigt sind, geführt, so daß die Mulde stets eine bestimmte Kurve (Kreisform) beschreibt. Der untere rückläufige Teil der Jalousie kann ohne Führung, frei hängend, eine seinerDurchbiegung entsprechende Kurve beschreiben. Zweckmäßig ist es bei dieser Bauart, die beiden Achsen zwangläufig miteinander zu kuppeln, was z. B. durch eine besondere GaIl sehe Kette oder durch drei Zahnräder geschehen kann. Als Antriebsachse dient aus konstruktiven Gründen zweckmäßig die feststehende Achse c'", um welche auch die Kippung der Mulde behufs Entleerung der Ware erfolgt. .
In der Praxis kommt es häufig vor, verschiedenartig gestaltete Waren gleichzeitig der elektrischen oder mechanischen Massenbehandlung zu unterziehen. Würde man diese Waren zusammen in die Mulde geben, so wäre nachträglich eine umständliche Sortierung erforderlich. Dies läßt sich bei der Konstruktion nach vorliegender Erfindung leicht dadurch vermeiden, daß man die Mulde ihrer Länge
nach in mehrere Abteilungen teilt, wodurch die Waren jeder Gattung bei der Umwälzung gesondert bleiben und auch gesondert herausbefördert werden. Bei dem Apparat nach Fig. ι und 2 würde man (außer den Endkreisscheiben η η') mehrere Kreisscheiben anwenden, die durch Verschieben auf der Achse verschiedene Abteilungen herzustellen ermöglichen.

Claims (6)

  1. Patent-A NSPR te η ic:
    I. Einrichtung zum stetigen Umwälzen von Massenartikeln mittels endlosen Bandes behufs elektrischer oder mechanischer Behandlung, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (Jalousie) über mindestens zwei, zweckmäßig drei Rollenachsen stetig und im gleichen Sinne derart hinweggeführt ist, daß oberhalb eine Mulde zur Aufnähme der Ware entsteht, zum Zweck, einerseits den \7organg beaufsichtigen, andererseits durch Drehung oder Kippen der Mulde um eine ihrer Achsen die Waren selbsttätig herausbefördern zu können.
  2. 2. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (nach Fig. 3) jalousieartig gegliedert ist, indem die einzelnen Stäbe auf mehreren GaIlschen Ketten, die die Vorwärtsbewegung besorgen, angeordnet sind.
  3. 3. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzeljalousiestäbe (nach Fig. 3) aus zweimal rechteckig abgesetzten, sich bei der Lagerung im Band überdeckenden Metallblechen (i) bestehen.
  4. 4. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß (nach Fig. 7) das Band aus runden Metallstäben mit Zuhilfenahme von Kettengliedern nach Art einer verbreiterten GaIl sehen Kette zu-. sammengesetzt ist, hauptsächlich zum Zwecke der Behandlung von Waren mit Sandstrahlgebläse.
  5. 5. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenform der Jalousiemulde durch an den Stirnwänden angebrachte Führungsschienen (U-Schienen mm', Fig. 4) oder durch mitrotierende Kreisscheiben (nn', Fig. 1) bestimmt wird.
  6. 6. Einrichtung gemäß Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß behufs gleichzeitiger, aber getrennter Behandlung verschiedenartiger Ware die Jalousiemulde in ihrer ganzen Länge durch der Kurvenform der Mulde entsprechende feststehende Zwischenwände oder mitrotierende Kreisscheiben in mehrere parallele Abteilungen zerlegt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT225110D Active DE225110C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE225110C true DE225110C (de)

Family

ID=485785

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT225110D Active DE225110C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE225110C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2812559A1 (de) * 1978-03-20 1979-10-04 Schering Ag Vorrichtung fuer die behandlung von schuettfaehigem massengut
FR2673955A1 (fr) * 1991-03-12 1992-09-18 Rava Robert Dispositif pour le traitement de surface de pieces en vrac dans un bain.

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2812559A1 (de) * 1978-03-20 1979-10-04 Schering Ag Vorrichtung fuer die behandlung von schuettfaehigem massengut
FR2420580A1 (fr) * 1978-03-20 1979-10-19 Schering Ag Appareil pour le traitement d'articles en vrac
FR2673955A1 (fr) * 1991-03-12 1992-09-18 Rava Robert Dispositif pour le traitement de surface de pieces en vrac dans un bain.

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0187908A2 (de) Vorrichtung zur Verlagerung von Gegenständen oder Personen
DE1199109B (de) Siebboden
DE2614659A1 (de) Kreuzfoermige foerdereinrichtung, insbesondere geeignet fuer das foerdern und die sortierung von tageszeitungen, zeitschriften und anderen aus aufeinanderliegenden blaettern bestehenden erzeugnissen
DE225110C (de)
DE2153078A1 (de) Senkrechtfoerderer
DE653448C (de) Elektrolytische AEtzeinrichtung fuer flache Metallplatten, insbesondere Druckplatten
DE1052314B (de) Foerdereinrichtung fuer Tragrahmen, insbesondere fuer Teigwarentrockner, mit mehreren uebereinander angeordneten Stockwerken
DE1610909B2 (de) Vorrichtung zum behandeln von textilguetern
DE2063942A1 (de) Querfördervorrichtung, insbesondere Kühlbett für Stabmaterial oder Bleche
DE313546C (de)
DE580243C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Galvanisieren von Feinketten o. dgl.
DE1262725B (de) Vorrichtung zur Oberflaechenbehandlung von Besteckteilen in galvanischen Baedern
DE1805782U (de) Drehfach-regal.
AT53274B (de) Kartoffelreinigungs- und Sortiermaschine mit Siebtrommel.
DE484698C (de) Elektrisch beheizter Brutapparat mit bewegten Heizkoerpern und kastenfoermigem Eiertraeger
DE423760C (de) Straehngarn-Faerbevorrichtung zum selbsttaetigen Anheben und Umziehen der Straehne
DE6378C (de) Neuerungen an Krempeln
DE883396C (de) Beschickungsvorrichtung fuer Pressen von Faserstoffplatten
DE25133C (de) Galvanische Schalen - Batterie
DE962383C (de) Rollboden fuer Stalldungstreuer
DE595185C (de) Regelvorrichtung fuer den Bergeaustrag an Setzmaschinen
DE362691C (de) Vorrichtung zum Massengalvanisieren
AT150983B (de) Verfahren und Vorrichtung zum elektrolytischen Ätzen der Oberfläche einer flachen Metallplatte.
DE3528125A1 (de) Tauch- und wendegeraet fuer laugenbackwaren
DE560794C (de) Verfahren und Maschine zum Waschen und Walken von Geweben in Strangform