DE225110C - - Google Patents
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- DE225110C DE225110C DENDAT225110D DE225110DA DE225110C DE 225110 C DE225110 C DE 225110C DE NDAT225110 D DENDAT225110 D DE NDAT225110D DE 225110D A DE225110D A DE 225110DA DE 225110 C DE225110 C DE 225110C
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
- C25D17/00—Constructional parts, or assemblies thereof, of cells for electrolytic coating
- C25D17/16—Apparatus for electrolytic coating of small objects in bulk
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Electrochemistry (AREA)
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- Organic Chemistry (AREA)
- Jigging Conveyors (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 225110 .-*-
KLASSE 48a. GRUPPE
Dr. KARL OCHS in MANNHEIM.
Zur elektrischen oder mechanischen Behandlung von Massenartikeln behufs Galvanisierung,
elektrischer Entfettung oder Reinigung mittels Sandstrahlgebläses usw. hat man Apparate
gebaut, durch welche die Waren beständig oder in Zeitintervallen umgewälzt werden,
so daß stets neue Flächen der Behandlung zugängig werden. Die gebräuchlichsten Apparate
sind rotierende Trommeln oder Schaukelapparate oder kontinuierlich bewegte endlose
Bänder.
Gemäß vorliegender Erfindung wird eben-, falls ein breites endloses Band, zweckmäßig
mit jalousieartiger Gliederung, benutzt und dieses über zwei oder zweckmäßig drei Rollenachsen
so geführt, daß das Band oberhalb eine Mulde zur Aufnahme der Ware bildet und
unterhalb der Mulde zurückläuft. Hierdurch wird erreicht, daß man die Ware stets bequem
besichtigen und vor allem, daß man sie durch Kippen der Mulde selbsttätig herausbefördern
kann.
Hiernach gestaltet sich die Ausführung eines Apparates zur Massengalvanisierung
(Fig-ι und 2) folgendermäßen: Über drei
Achsen α b c, von denen die Achse α länger als
b und c und auf dem Rand des Bottichs d fest gelagert ist, bewegt sich fortlaufend ein endloses,
jalousieartig gegliedertes Band e, das oberhalb, wie ersichtlich, eine etwa einen
drittel Kreisbogen umfassende Mulde bildet, in der die zu galvanisierenden Gegenstände /
bei der fortschreitenden Bewegung def Muldenfläche eineUmwälzung erfahren, genait wie
dies in einer vollständigen Trommel geschehen würde.
Die negative Stromzuführung geschieht durch die Achse α zum Band und der Ware,
die positive durch die Anode g.
Die Jalousie für vorliegenden Zweck ist in ihren Einzelteilen aus Fig. 3 ersichtlich. Auf
zwei oder mehreren G al 1 sehen Ketten sind entsprechend der Gliederzahl h (Fig.3) Jalousiestäbe
befestigt. Ein Einzelstab besteht aus einem abgesetzt gebogenen Blechstreifen i
(s. Fig. 3) und dem Isolierstreifen k aus Holz, Celluloid ο. dgl. Dieser Isolierstreifen,
der nicht unbedingt erforderlich ist, hat den Zweck, zu verhindern, daß zu viel Stromlinien
von der Jalousie abgefangen werden: Die Überdeckung der Einzeljalousiestreifen durch
die jeweiligen Blechstreifen i hat den Zweck, zu verhindern, daß bei besonders klein gestalteter
Ware, z. B. Nadeln, Drahtgebilde usw., sich solche in den Spalten der Jalousiestäbe
festsetzen 'oder gar durchfallen. Die Vorwärtsbewegung
der Jalousie findet durch der GaIl sehen Kette entsprechende Zahnräder,
die auf der rotierenden Achse α sitzen, statt. Die Achsen b und c, die zweckmäßig gewöhnliehe
Holzrolleh sind, können lose mitlaufen oder durch Gelenkketten mit der Achse a ge- ,
kuppelt sein.
Die durch die Jalousie gegebene Mulde ist seitlich durch feststehende Stirnwände χ χ'
begrenzt. Diese sollen erstens das Heraus-
(2. Auflage, ausgegeben am S. Juli igirj
kollern der Ware nach der Seite zu verhindern, ferner dienen . sie als Achsenlager für die
Rollen α b c und besitzen der Muldenform entsprechende (kreisförmig gebogene) U - Schie-
mn mm' (Fig. 4) zur Führung der Jalousie. An Stelle dieser U-Schienen zur Führung der
Jalousie können auch, um Reibung und demgemäß Abnutzung der Jalousie zu vermeiden,
Kreisscheiben nn' (Fig. 1 und 2) als seitliche Abdichtungen dienen, die entsprechend der
Vorwärtsbewegung der Jalousie sich mitdrehen. Um eine Durchbiegung der Jalousie
nach unten zu vermeiden, sind jedoch kreisförmig gebogene Auflageschienen 0 0' erforderlich.
Bei Verwendung von Kreisscheiben zur Führung der Jalousie muß die Mulde ebenfalls
der Kreisform entsprechen. Bei Verwendung einer U-Schiene kann die Mulde eine beliebige
Kurve, z. B. eine elliptische, beschreiben. Im allgemeinen dürfte für die Muldenkurve die
Kreisform die zweckmäßigste sein, auch wenn man von der Führung der Jalousie durch
Kreisscheiberi absieht.
Die Ware läßt sich während der Galvanisierung bequem beobachten, besonders wenn man
mit Hilfe der Kurbel p und der Seile q die Mulde um ihre Achse α so weit dreht, daß die
Ware dicht an der Oberfläche des Elektrolyten umkollert. Behufs Herausschaffens der fertigen
Ware dreht man an der Kurbel p noch weiter, bis die Mulde die punktierte Lage einnimmt.
Die Ware wird dann (bei ständiger Weiterbewegung der Jalousie) von selbst auf das Sieb r befördert, die Mulde also automatisch
entleert.
Behufs elektrischer Entfettung kann dieselbe Apparatur wie für Galvanisierung verwendet
werden. Zweckmäßig verlegt man
4.0 nach Schema Fig. 4 dieAntriebsachse a' in den
Bottich unter die Oberfläche des Entfettungselektrolyten (Kalilauge oder Schwefelsäure),
ferner ordnet man noch, wie bekannt ist, eine Wand s an, die den oberen Teil des Bottichs in
zwei Abteilungen teilt. In der vorderen Abteilung über der Mulde sammelt sich das Fett
auf der Oberfläche an, während die Oberfläche der zweiten Abteilung fettfrei bleibt.
Die Entfernung der entfetteten Ware erfolgt, indem man die Mulde nach unten dreht (punktiert
gezeichnet) und die Jalousie mit Hilfe der GaIl sehen Antriebskette t rückwärts
dreht (Fig. 5), wodurch die Ware auf das Sieb u fällt, mittels dessen sie durch die zweite
Abteilung des Bottichs (mit der fettfreien Oberfläche) herausgehoben wird. Die Kippung
der Mulde kann auch um die Achse V stattfinden (Fig. 5).
Die Apparatur für Sandstrahlgebläse ist im Grunde die gleiche wie vörbeschrieben. Jedoch
ist erforderlich, daß die Jalousiestäbe nicht ganz dicht zusammen sind, damit der
durch die Düse ν (Fig· 6) geschleuderte Sand hindurchfallen kann. Am zweckmäßigsten gestaltet
man die Jalousie nach Fig. 7. Die Einzelstäbe sind Rundeisenstangen, die durch die
Kettenglieder w w' miteinander zu einem Band vereinigt sind. Das Ganze ist eigentlich
eine in die Breite gezogene GaIl sehe Kette,
die durch entsprechende, auf der Achse a" oder b" oder c" (Fig. 6) sitzende Zahnräder
bewegt wird. Die Herausbeförderung der Ware erfolgt durch Kippen der Mulde um die-Achse
b" oder c", wie schematisch Fig. 6 andeutet, bei steter Vorwärtsbewegung der
Jalousie. Die seitliche Führung der Jalousiemulde erfolgt bei Sandstrahlgebläse zweckmäßig
durch U-Schienen, da hierbei die Reibung infolge Verwendung eiserner Jalousiestäbe
belanglos ist. Die U - Schienen und Stirnwände, die in dem Schema in Fig. 6 nicht
gezeichnet sind, entsprechen den Stirnwänden und (J-Scliienen m m' der Fig. 4. Die Einfüllung
der Ware findet durch eine Tür oben am Gehäuse des Sandstrahlgebläses statt, die
Entleerung erfolgt nach heruntergelassener Jalousie von selbst durch eine unten am Gehäuse
angebrachte Tür,.
In welcher Weise die Sandstrahldüse über der Ware hin und her bewegt wird, ist für das
Wesen vorliegender Erfindung belanglos. Jede der in der Praxis üblichen Bewegungen der
Sandstrahldüsen kann verwendet werden.
Fig. 8 zeigt noch schematisch die Jalousieführung über nur zwei Rollenachsen a!"
und c'", wie sie speziell für Sandstrahlgebläse in Betracht kommt. Der oßere Teil der
Jalousie, die Mulde, wird hierbei analog Fig. 4 in U-Schienen, die an den Stirnwänden befestigt
sind, geführt, so daß die Mulde stets eine bestimmte Kurve (Kreisform) beschreibt.
Der untere rückläufige Teil der Jalousie kann ohne Führung, frei hängend,
eine seinerDurchbiegung entsprechende Kurve beschreiben. Zweckmäßig ist es bei dieser
Bauart, die beiden Achsen zwangläufig miteinander zu kuppeln, was z. B. durch eine besondere
GaIl sehe Kette oder durch drei
Zahnräder geschehen kann. Als Antriebsachse dient aus konstruktiven Gründen zweckmäßig
die feststehende Achse c'", um welche auch die Kippung der Mulde behufs Entleerung der
Ware erfolgt. .
In der Praxis kommt es häufig vor, verschiedenartig gestaltete Waren gleichzeitig
der elektrischen oder mechanischen Massenbehandlung zu unterziehen. Würde man diese
Waren zusammen in die Mulde geben, so wäre nachträglich eine umständliche Sortierung erforderlich.
Dies läßt sich bei der Konstruktion nach vorliegender Erfindung leicht dadurch vermeiden, daß man die Mulde ihrer Länge
nach in mehrere Abteilungen teilt, wodurch die Waren jeder Gattung bei der Umwälzung
gesondert bleiben und auch gesondert herausbefördert werden. Bei dem Apparat nach
Fig. ι und 2 würde man (außer den Endkreisscheiben η η') mehrere Kreisscheiben anwenden,
die durch Verschieben auf der Achse verschiedene Abteilungen herzustellen ermöglichen.
Claims (6)
- Patent-A NSPR te η ic:I. Einrichtung zum stetigen Umwälzen von Massenartikeln mittels endlosen Bandes behufs elektrischer oder mechanischer Behandlung, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (Jalousie) über mindestens zwei, zweckmäßig drei Rollenachsen stetig und im gleichen Sinne derart hinweggeführt ist, daß oberhalb eine Mulde zur Aufnähme der Ware entsteht, zum Zweck, einerseits den \7organg beaufsichtigen, andererseits durch Drehung oder Kippen der Mulde um eine ihrer Achsen die Waren selbsttätig herausbefördern zu können.
- 2. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (nach Fig. 3) jalousieartig gegliedert ist, indem die einzelnen Stäbe auf mehreren GaIlschen Ketten, die die Vorwärtsbewegung besorgen, angeordnet sind.
- 3. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzeljalousiestäbe (nach Fig. 3) aus zweimal rechteckig abgesetzten, sich bei der Lagerung im Band überdeckenden Metallblechen (i) bestehen.
- 4. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß (nach Fig. 7) das Band aus runden Metallstäben mit Zuhilfenahme von Kettengliedern nach Art einer verbreiterten GaIl sehen Kette zu-. sammengesetzt ist, hauptsächlich zum Zwecke der Behandlung von Waren mit Sandstrahlgebläse.
- 5. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenform der Jalousiemulde durch an den Stirnwänden angebrachte Führungsschienen (U-Schienen mm', Fig. 4) oder durch mitrotierende Kreisscheiben (nn', Fig. 1) bestimmt wird.
- 6. Einrichtung gemäß Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß behufs gleichzeitiger, aber getrennter Behandlung verschiedenartiger Ware die Jalousiemulde in ihrer ganzen Länge durch der Kurvenform der Mulde entsprechende feststehende Zwischenwände oder mitrotierende Kreisscheiben in mehrere parallele Abteilungen zerlegt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE225110C true DE225110C (de) |
Family
ID=485785
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT225110D Active DE225110C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE225110C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2812559A1 (de) * | 1978-03-20 | 1979-10-04 | Schering Ag | Vorrichtung fuer die behandlung von schuettfaehigem massengut |
| FR2673955A1 (fr) * | 1991-03-12 | 1992-09-18 | Rava Robert | Dispositif pour le traitement de surface de pieces en vrac dans un bain. |
-
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- DE DENDAT225110D patent/DE225110C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2812559A1 (de) * | 1978-03-20 | 1979-10-04 | Schering Ag | Vorrichtung fuer die behandlung von schuettfaehigem massengut |
| FR2420580A1 (fr) * | 1978-03-20 | 1979-10-19 | Schering Ag | Appareil pour le traitement d'articles en vrac |
| FR2673955A1 (fr) * | 1991-03-12 | 1992-09-18 | Rava Robert | Dispositif pour le traitement de surface de pieces en vrac dans un bain. |
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