DE2239740C3 - Verfahren zur Herstellung von Glykopeptid- Antibiotika - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Glykopeptid- AntibiotikaInfo
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- C07K—PEPTIDES
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Description
-CO-NH-CH7-CH-
CO—NH-
mit Kaliumferricyanid, Ferrichlorid. Quecksilber- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
acetat. Mangandioxid. Bleidioxid, Benzochinon zeichnet, daß die Behandlung bei O bis 50 C durch-
oder Sauerstoff behandelt wird. 25 geführt wird.
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Glyko- 30 besondere im saurem Milieu, so daß es schwierig
peptid-Antibiotika. ist, derartige Antibiotika in hoher Ausbeute zu erhal-
Aus »The Journa: of A äbiotics«. Vol.A9, S. 82 ten. Es wurden Antibiotika untersucht, die dem Phleo-
bis 85 (1956),, Vol. Λ12. S.lll (1959). V0I.AI2. mycin ähnlich und in saurem Milieu stabil sind. AuPer-
S. 285 bis 289, ist das Antibiotikum Phleomycin be- dem wurde das Bleomycin gefunden, vgl. The Journal
kannt. Dieses Antibiotikum ist jedoch instabil, ins- 35 of Antibiotics, Vol. A19, S. 200 bis 209 (1966).
Wie gefunden wurde, hat das Bleomycin die Partialstruktur
N-
-CO-NH-CH2-CH2-Jlx
CO—NH-
(II)
das Phleomycin jedoch die Partialstruktur
N— -CO-NH-CH2-CH2-I
CO—NH-
Diese Struktur (I) ist instabil und kann in die Fdruaisifükiur <!!}unicr Eüdung eines stabilen bioaktiven Glykopeptids
übergeführt werden.
Demgemäß ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren /ur Herstellung von stabilen Glykopeptid-Antibiotika
aus instabilen Glykopeptid-Antibiotika zu entwickeln.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein Phleomycin oder das Bleomycin-Phleomycin-Antibiotikum
YA-56 mit der Partialstruktur
N tr- CO—NH-
—CO—NH-CH.
mit Kaliumferricyanid, Ferrichlorid, Quecksilberacetat, Mangandioxid, Bleidioxid, Benzochinon oder
'Sauerstoff behandelt wird.
Das Bleomycin-Phleomycin-Antibiotikum YA-56,
das im Journal of Antibiotics, Vol.24, Nr. 10, S. 727 bis 731, beschrieben ist, gehört zu den instabilen
■/
Antibiotika. Es wurde aus der Kulturfiüssigkeit einer
Variante von Streptomyees humidus isolieruind durch
Fermentation während 5 bis 7 Tagen bei 27 C" in einem flüssigen Medium, enthaltend Glukose. Ghcerin.
Dextrin. Sojabohnenmehl. NaCl. CaCO, und CuSO4 gebildet.
Phieomycine werden unter anderem durch Kultivierung von Streptomyces flavoviridis gebildet. Sie
können aus der Fermentationsflüssigkeil in Kupferkomplexform
extrahiert werden. Es ist möglich, die Antibiotika mit Kupfer im Molekül als Ausgangsmaterial
zu verwenden. Es sind .ber auch Antibiotika geeignet, denen das Kup.'cr unter Verwendung von
Schwefelwasserstoff entzogen i.
Die Glykopeptid-Antibioiik · mt der Purlialstruk-
lur(I) und (II) haben ehc.^4.· ι istische Ultravioleti-Absorptionsspekiren.
Ci·· "■'<..'Bindungen mit der Par-.ialstruktur(I)
haben ' .. UV-Spektrum Absorpii<>nsmaxima
von F'\ i4d bis 160 bei 244 mu und
E,1"; 50 bis 60 bei .· «· nv*. Die Glykopeptid-Antibiolika
mit der Partialstruktur (II) haben Absorptionsmaxima
von EJ^ 150 bis 170 bei etwa 244 m:i und Ei^ 120 bis
135 bei eiwa 293 ma. Beide Antib.otika haben jeweils
zwei Absorptionsmaxjma. Das Verhältnis des Absorptionsmaximums
der kürzeren Wellenlänge /um Absorptionsmaximum der längeren Wellenlänge beträgt
etwa 2,8 für die ersteren Antibiotika und eiua 1.2 für die letzteren Antibiotika, so daß beide leicht
identifiziert werden können.
Bei der Oxidation des Glykopeplid-Antibiotikums
der Pariiaistruktur(I) wird das Antibiotikum in
Wasser oder Methanol gelöst, und das Oxidationsmittel wird zugegeben Bei Verwendung von Mangandioxid
wird dieses rjispergiert und bei 0 bis 5*0 C" 20 bis 240St'jnden zur Reaktion gebracht.
Das Reaktionsgemisch wird bei pielsweise /ur Abtrennung
des Produkts mil der Partialstruktur (II) in
Wasser gelöst und durch eine mit einem sauren Ionenaustauscher (f.in Carboxymethvlälherderivat von
Dextrangel) beladene Kolonne geleitel, die mit NjCI-Lösung
zur Absorption der Bestandteile vorbehandelt ist. Sodann werden die Bestandteile mit NaC'I-Lösung
eluiert. wobei das nicht reagierende Produkt zuerst eliiiert wird und dann das Antibiotikum mit der
Partialstruktur (II).
Die anfallende Lösung mit dem Antibiotikum der Partialstruktur (II) wird auf übliche Weise adsorbiert.
z. B durch eine mit Aktivkohle beladene Kolonne, worauf die Kolonne zur Entfernung der anorganischen
Salze mit Wasser gewaschen wird. Anschließend wird eine verdünnte HCI-Acetonmischung durchgeleitet,
um das Endprodukt zu eluieren. Ein basisches Anionenaustauscherharz wird zum Eluat zur Einstellung
auf pH 6.0 eeiiehen und Hh« Lösungsmittel
abdestilliert, wobei das Endprodukt als Hydrochlorid anfällt.
Die Glykopeptid-Antibiotika mit der Partialstruktur (I) sind instabil und schwer durch Extraktion zu
reinigen. Demgemäß ist es durchaus vorteilhaft, bei dem erfindungsgemäßen Verfahren Verunreinigungen
enthaltende Produkte in der Anfangsstufc des Extraktionsreinigungsprozesses
einzusetzen und in das stabile Produkt umzuwandeln. Beispielsweise wird erlindungsgemäS
Phleomycin im üblichen Tank-Fcrmentationsverfahien
gewonnen. Das f iltrat wird an ein saures Kationeru'ustauscherhar/(Methacryisäii repolymeresi
adsorbiert, das Produkt mit verdünnter HCI-Lösung cluicn. r.cutralisicrl und an Aktivkohle adsor-
biert, sodann mit Wasser zur Entfernung der anorganischen Salze gewaschen. Das Produkt wird mit verdünnter
HCl-Acetonmischung eluiert. worauf ein
Anionenaustauscherharz zur Einstellung auf pH 6,0 zugegeben und das Aceton abdestilliert wird, wobei
eine das rohe Phleomycin enthaltende wäßrige Lösung erhalten wird.
Das Phleomycin wurde auf chromatographischem Wege unter Verwendung von Aktivkohle, Aluminiumoxid
und einem Carboxymethylätherderivat von Dextrangei
gereinigt. Die gereinigte Phleomycinmischung wurde nochmals chrumatographisch mit einem Carboxymelhylätherderivat
von Dextrangel gereinigt.
Die Resultate sind in F i g. 1 gezeigt, in der die Absorption bei 280 ΐτίμ an der Ordinate und die
Zahl der Eluate an der Abszisse aufgezeichnet sind. Die punktierte Linie stellt die Konzentration von
Natriumchlorid im Eiuat dar. die Buchstaben an den Spitzen der Kurven sind die Namen der Phleomycin-Komponenten.
Die Phieomycine D1, E und G sind Glykopeptide
mit der Partialstruktur (I). Die Phieomycine D2. F und G' sind auf Grund des UV-Absorptionsspektrums
Glykopeptide mit der Partialstruklur (II). Auf Grund der physiko-chemischen Eigenschaften und Säurehydrolyseprodukte
der Phieomycine D2 unu F ist D2
das Bleomycin B2 und F das Bleomycin B4.
Die Phleomycinmischung wird mit Mangandioxid oxidiert, und die Produkte werden chromatographisch
unter Verwendung von einem Carboxymethylätherderivat von Dextrangel bei den gieichen Bedingungen
getrennt Die Resultate sind in Fig. 2 dargestellt, wobei die Peaks der Phieomycine D,, E und G erniedrigt
sind, während die Peaks der Phieomycine D2. Γ
und CV erhöh', sind.
Nach einem Vergleichstest mit den Säurehydrolyseprodukten der Bestandteile haben gemäß F1 g. 2 die
Umwandlungen D, —► D2. E —» F und G —»■ C-' stattgefunden.
500 mgRohphleomycinmischung bzw. das mi; Mangandioxid
oxidierte Produkt werden chrumatographisch mit einem Carboxymethylätherderivat von
Dextrangel getrennt. Die Substanzmenger. beim nicht
oxidierten und beim oxidierten Phleomycin sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.
Bcslandleil
| Nicht oxidiertes | Oxidiertes PhI |
| Phleomycin | 17 mg |
| 39 mg | 40 mg |
| 22 mg | 56 mg |
| 114 mg | 69 mg |
| ft mo —σ |
43 mg |
| 96 mg | 45 mg |
| 17 mg | |
D1
D2
E
F
E
F
ss G
G'
Im folgenden soll die Erfindung an Hand von Beispielen
näher erläutert werden:
Phleomycin (Cu enthaltendes Hydrochlorid) mit einem Absorptionsmaximum von Ej^1 147 bei 244 πΐμ
un·'. EJ* bei 300ιτίμ und Endabsorption im UV-Absorptionsspektrum
in Methanol wurde verwendet.
20 mg pulverförmiges Phleomycin D1 wurden in
i cm3 Wasser gelöst und 20 mg Mangandioxid in
der Lösung suspendiert. Die Lösung wurde bei Raumtemperatur 40 Stunden unter Rühren behandelt.
Anschließend wurde filtriert und das Filtrat durch eine mit einem Carboxymethylätherderivat von Dextrangel
beladene Kolonne geleitet. Der Ionenaustauscher war vorher zur Absorption des Reaktionsproduktes mit einer 0,05-rii NaCI-Lösung behandelt.
Sodann wurde die Konzentration der NaClaLösung
linear von 0.05-m bis l-m für die Elution des Reaktionsprodukte gesteigert Dabei wurde das nicht
reagierte Phleomycin D, in der Fraktion mit 0.40-m NaCI eluiert. das Reaktionsprodukt Bleomycin B2 in
der Fraktion mit 0.44-m NaCI Letztere Fraktion wurde durch eine mit 1 ecm Aktivkohle beladcnc
Kolonne zur Adsorption des Bleomycin B2 geschickt und anschließend mit Wasser zur Entfernung der
anorganischen Salze gewaschen Ein F.luat von O.02n-H('l-Aceton (1 I) wurde hindurchgclcilet. wobei
eine blaue Lösung, enthaltend Bleomycin B, (Cu-haltiges Hydrochlorid) erhalten wurde.
Anionenaustauscherhar/ (Reaktioiisprodukl von
Epichlorhydrin und Ammoniak) (OH-Typj wurde /um Eluat zur Einstellung auf pH 6.0 zugegeben, das
Eluat filtriert, das Lösungsmittel entfernt und das Produkt getrocknet.
Ausbeute: 12mg pulverförmiger blaues Bleomycin
B, tCu-haltiges Hydrochlorid).
Das Produkt hatte das spezifische UV-Absorptionsspektrum,
das charakteristisch für Glykopepiidc mit der Partialstrukturill) ist und ein Absorptionsmaximum
von EJX 159 bei 244 mu und FJX 127 bei
293 mu und Endabsorption in Methanol.
Das Endprodukt hatte einen Rf-Wert von 0.66
bei der Dünnschichichromatographie mit Silikagel
(CH1OH 10% CH1COONH4 10% NH4OH
- 10:9:It
- 10:9:It
und einen Rf-Wert von 0.56 bei der Diinnschichtchromatoqraphie
mn kristalliner Celluloss
In-C4HyOH : Pyridin : CH3COOH : W1 0
= 15:10:3:12)
= 15:10:3:12)
Die Werte sind die gleichen wie bei Bleomycin B2.
Die Hydrolysate des Produkts sind in Tabelle I
aufgeführt Sie sind identisch mit denjenigen von
Bleomycin B2:
Tabelle I
Hydrolysate
Hydrolysate
I CH3 - CH — CH — COOH
I I
OH NH2
NH2
J",
COOH NH2
II. CH,
> CH-CH2COOH
III. CH3—CH — CH — CH — COOH
NH2 OH
NH2 OH
V. N [r-CH — CH- COOH
/ OfI NH2
NH
NH
V. NH2-CH2-CH-COOH
NH2
N IT
N j K J
N j K J
COOH
Vl NH2(H, CH2
VII NH2 CH2 CH2 CW2 CH2 NH C NH2
NH
DieantimikrobiellcAfctivitäl gegen Mycobaklcrium
smcgmatis 607 nach der Bccherprobe betrug
2s -720 U mg. Bei Standard-Bleomycin-A2 in freier Base
beträgt der Wert KKX) I; mg.
Die Stabilität des erhaltenen BIcomycins H2 und
des Ausgangsmatcrials I Phleomycin D1) in saurem
Milieu wurden verglichen Je 1.0 mg Bleomycin B2
bzw. Phleomycin D, wurden in 10 ml '.,„,, n-HCI-Lösung
gelöst und die Lösungen 1 Stunde bei pH 2 und bei 27 C gehalten. Die verbleibende antimikrobielle
Aktivität gegen Mycobakterium smegmatis 607 wurde mit der Becherprobe gemessen. Die ursprüng-
3S liehe Aktivität erhält den Wert 100.
| I a belle II | /eil (Slundcnl | I | ή | 2 | 24 | 72 | |
| 102 20.S |
97 5.3 |
99 2.7 |
102 0 |
||||
| (I | Beispiel | ||||||
| Erhaltenes Bleomycin B, Phleomycin D, |
HX) HX) |
||||||
20 mg pulverförmiges Phleomycin E (Cu enthaltendes Hydrochlorid) mit Absorplionsmaximum
EiX 154 bei 244nw und EJX 57 bei 30Om-* und
Endabsorption des UV-Spektrums in Methanol wurden wie nach Beispiel I oxidiert. Das Produkt wurde
chromatographisch unter Verwendung von einem Carboxymethylätherderivat von Dextrangel enlspre-
chend Beispiel 1 getrennt. Das nicht reagierte Phleomycin E wurde in der Fraktion von QJO-R NaCi dajcri.
das erhaltene Bleomycin B4 in der Fraktion von
0.64-m NaCI. Entsprechend Beispiel 1 wurde die letztere Fraktion mit Aktivkohle behandelt, die Salze
entferr'.. die Lösung neutralisiert das Lösungsmittel
entfernt und das Produkt getrocknet.
Ausbeute: IOmg pulverförmiges blaues Bleomycin
B4 (Cu-haltiges Hydrochlorid).
Die erhaltene Verbindung hatte das UV-Absorp-
tionsspektrum der Glykopeptide mit der Partialstruktur(H)
und Absorptionsmaxima von EJX 162
bei 244 πΐμ und EJX 130 bei 293 πΐμ sowic™Endabsorption
in Methanol.
239 740
Die Verbindung hatte einen Rf-Wert von 0.5 bei
der Dünnschichlchromalographie mit Silikagel
(CH1OH : 10% CH1COONH4 : 10% NH4OH
= 10:9:1)
= 10:9:1)
und einen Rf-Wcrl von 0,54 bei Dünnschichtchromatographic
mit kristalliner Cellulose
(CHjCH2CH2OH : Pyridin : CH1COOH : H2O
= 15: Kr: 3:12)
= 15: Kr: 3:12)
Die antimikrobielic Aktivität gegenüber Mycobaktcrium
smcgmatis 607 nach dem Bechertest (Slandard-BIeomycin
A2. freie Base 1000 U mg) betrug 6354 U mg».
Die Stabilität des erhaltenen Bleomycms B4 unü
des Ausgangsmaterials (Phleomycin D, I in saurem
Milieu wurde verglichen (Tabelle III)
/cn iSlundcnl
hrliallcncs Bleomycin B4
Phleomycin I
Phleomycin I
KXi
100
100
95
I.X
I.X
20 mg pulverförmiges Phleomycin I)1 (Cu-freics
Hydrochlond) mit UV-Absorplionsmaxima EjX 150
bei 244 m< und E|^m 56 bei 3(K) m-i sowie Endabsorplion
in Methanol wurde wie nach Beispiel I oxidiert und das erhaltene Produkt chromatographisch mit
einem Carboxytnelhylälherderivat von Dextrangel separiert. Das nicht reagierte Phleomycin D1 wurde
in der Fraktion von 0.42-m NaCl-Lluat eluicrt, das
erhaltene Bleomycin B2 in der Fraktion von 0.46-m NaCI-EIuat.
Wie nach Beispiel I wurde die letztere Fraktion
mit Aktivkohle behandelt, die Sai/e entfernt, die
Lösung neutralisiert, das Lösungsmittel entfernt und das Produkt getrocknet.
Ausbeute: 9mg pulverförmiges farbloses Bleomycin B2 (Cu-freies Hydrochlond).
Dic erhaltene Verbindung hatte das spezifische UV-Absorptionsspektrum, das für Glykopeptide mit
der Pariialsiruklur(Il) charakteristisch ist. Absorplionsmaxima:
i\\ 161 bei 244 ma und Ej^, 127 bei
293 πΐμ sowie Lndabsorption (in Methanol, enthaltend
CuSC)4)
Die erhaltene Verbindung hat einen Rf-Wcrt νυπ
0.6/ bei der Dünnschichtchromatographie mil Silikagel
(CH3OH : 10% CH3COONH4:: 10% NH4OH
= 10:9:1)
= 10:9:1)
und einen Rf-Wert von 0,48 bei der Dünnschichtchromatographie
mit kristalliner Cellulose
(CHjCH2CH2OH : Pyridin : CHxCOOH : H?O
" = 15'10:3:12)
" = 15'10:3:12)
Die antimikrobiell Aktivität gegen Mycobakterium
smcgmalis 607 nach dem Bechertest (Standard-BIeomycin
A2. freie Base 1000 U.'mg) betrug 2680 U/mg
20 mg pulverförmiges Phleomycin D1 (Cu enthaltendes
Hvdrochlorid) mit Absorptionsmaximum von EJ* 147 bei 244 ιτίμ und EJ^ von 54 bei 300 ΓΠμ und
Endabsorption des UV-Absorptionsspektrums in Methanol und 20 mg Kaliumferricyanid wurden in I ml
Wasser gelöst und bei Raumtemperatur 48 Stunden zur Reaktion gebracht.
Das Reaktionsgemisch wurde durch eine mit 30 ml eines Carboxymethylätherderivats von Dextrangel
beladerte. zuvor mit 0,05-m NaCl-Lösung behandelte Säule geschickt. Das Kaliumferricyanid und das Reaktionsprodukt
liefen durch, jedoch das Phleomycin und das Rcaktionsprodiikl wurden unter Bildung eines
blauen Bandes am oberen Ende der Kolonne absorbiert
Die Konzentration der NaCl-Lösung als Eluat wurde linear von 0.05-m bis 1.0-m bei der Elutionierung
des Reaktionsprodukts gesteigert. Das nicht reagierte Phleomycin D, wurde in der Fraktion von 0.40 NuCI-Eluat
cluicrt. das Reaktionsprodukt Bleomycin B2
in der Fraktion des 0.44-m NaCI-Eluats.
Entsprechend Beispiel I wurde die letztere Fraktion mit Aktivkohle behandelt, die Salze wurden entfernt,
die Lösung neutralisiert, das Lösungsmittel entfernt
und das Produkt getrocknet.
Ausbeutet mg pulverförmiges blaues Bleomycin B2
(Cu enthaltendes Hydrochloride
Die erhaltene Verbindung hatte das spezifische UV-Absorptionsspektrum, das für Glykopeptide mit
der Partialstruktur(II) charakteristisch ist. mit AbsorpiHinsmaxima
von EJ^n, 156 bei 244 ΐτίμ und E[^, 124
bei - * ma sowie Endabsorption in Methanol.
Die erhaltene Verbindung hatte einen Rf-Wert von 0.66 bei der Dünnschichtchromatographie mit
Silikagel
(CH3OH 10% Ch3COONH4: 10% NH4OK
- 10.9:1)
- 10.9:1)
und einen Rf-Wert von 0,56 bei der Dünnsehieht-Chromatographie
mit kristalliner Cellulose
(CH1CH2CH2OH Pvridin CH1COi)H H2O
15:10:3.12)
15:10:3.12)
B e i s ρ i e 1 5
lOOmgBlcomycin-Phleomyein-AntibiotikumYA-Sf»
(Cu enthaltendes Hydrochloride bestehend zu 70 mg aus der X-Komponente mit Absorptionsmaxima
EJ". 126.6 bei 246.5 m-i und EJ^ 45.6 bei 3(K) bis
303 mu sowie Endabsorption und 30 mg der Y-Komponente mit Absorptionsmaxima von EJ^n, 134 bei
245.5 mu und Ej". 47 bei 302 mu sowie Endabsorplion
in Methanol wurden in dest. Wasser gelöst und durch Zugabe von 1 n-Natriumbicarbonat auf pH 7.5
eingestelli.
20 mg pulverförmiges Mangandioxid wurden zur Lösung gegeben, und diese wurde bei 5 bis 8 C
9 Tage lang gerührt und dann zur Entfernung des Mangandioxids abfiltriert. Das Filtrat wnrdc unter
Vakuum konzentriert und dann getrocknet: 96 mu Rohprodukt
Das Produkt wurde in 0.05 n-HCl gelöst, bei
RauitiicfnpcfäiUf i& Stünden gcharicn. durch Zugabe
von NaOH-Lösung auf pH 6.0 eingestellt, sodann in einer mit 100 ml eines Carboxymethylätherderivats
von Dextrangel (Na + -Typ) beladenen Kolonne absorbiert.
Die Konzentration der NaCi-Lösung wurde linear von 005-m bis 1.0-m bei der Elusion des Rraktionsprodukis
gesteigert unter Verwendung von 11 NaCI-Lösung.
Die Dehydro-Komponenle des YA-56 wurde in
der Fraktion von 0.32-m NaCl-Eluat eluicrl. die
409 642/212
Dehydro-X-Komponenle des YA-56 in der Fraktion
von 0,38-m NaCI-Eluat. Die nicht reagierte ΥΛ-56Υ-Komponente
wurde in der Fraktion von 6.44-m NaCI-Eluat eluiert, die nicht reagierte YA-56X-Komponcnle
in der Fraktion von 0,48-m NaCI-Eluat.
Entspiechend Beispiel I wurde das erhaltene Produkt
mit Aktivkohle behandelt, die Salze entfernt, die Lösung neutralisiert, das Lösungsmittel entfernt
und das Produkt getrocknet. Ausbeute: 32 mg violettblaues Pulver der Dehydro-X-Komponcnte und 12 mg
Dehydro-Y-Komponente des YA-56.
Die Dehydro-X-Kompi>nente des YA-56 hatte im UV-Spektrum Absorptionsmaxima von E!|°„ 153 bei
243 ιτίμ und EjI 116 bei 293 πΐμ in Methanol. Die
Dehydro-Y-Komponente des YA-56 hatte Absorptionsmaxima von Ej^, 152 bei 242mu und EJ *m 117
bei 292 νημ.
Die Rf-Werte der Dünnschichtchromatographic mit Silikagel
(CH3OH : 10% CH3COONH4:10% NH4OH
- 10:9:1)
- 10:9:1)
betrugen 0,68 für die Dehydro-X-Komponcntc und 0,71 für die Dehydro-Y-Komponente des YA-56
Die Rf-Werte bei Dünnschichtchromatographie mit kristalliner Cellulose
(CH3CHZH2OH : Pyridin : CHjCOOH : H2O
= 15:10:3:12)
betrugen 0.56 für die Dehydro-X-Komponcntc und 0.66 für die Deh>dro-Y-Komponente des YA-56
Die antimikrobiell Aktivitäten gegen Mycobukterium
smegmatis 607 nach dem Bechertest (Slandard-Bleomycin A2. freie Base 10(X) U/mg) betrugen
266511mg für die Dehydro-X-Komponente und
1848 U rng Fur die Dehydro-Y-Komponente des YA-56
Im sauren Hydrolysat der Dchydro-X- und -Y-Komponcntcn
des YA-56 wurde die Aminosäure Nr. IV der Tabelle I gefunden, die für YA-56 charakterislisehe
Ninhydrinpr^be bei der zweidimensionalen Papierchromatographie
fiel positiv aus.
Die Stabilität der Verbindungen wurde wie nach Beispiel I gemessen (Tabelle IV):
Zimmertemperatur während 48 Stunden unter Rühren
umgesetzt. Nach der Reaktion wird die Lösung abfiltrierl.
Das F'illral wird durch Absorption und Eluierung
chromatographisch gereinigt. Das nicht umgesetzte Phleomycin wird in der Fraktion von 0.28-m
Natriumchlorid eluierl. und das angestrebte Produkt 3 - S.S - Dimclhylmercaptopropylamino - bleomycin
(Bleomycin A1. Cu-haltiges Hydrochlorid) wird in der
Fraktion von 0.33-m Natriumchlorid eluiert. Die
ίο Lösung des Blcomycins A2 in letzterem Elu.it wird
gemiiß Beispiel 1 aufgearbeitet, wobei 40mg eines blauen pulverförmigen Bleomycin*A, (Cu-haltigcs
Hydrochlorid) erhallen werden Das Produkt hat ein Absorptionsmaximum von F[^, - !61 bei 244mu
undein weiteres Absorptionsmaximum von Ei"^ = 130
bei 293 mu sowie Endabsorption im UV-Absorptionsspektrum in Methanol Dieses Spektrum ist
charakteristisch für Glykopeptidc der Formel II Die Rf-Wcrte des Produkts wurden gemiiß Beispiel I
gemessen Die Werte sind 0.44 und 0.48. und sie einsprechen
dem bekannten Bleomycin A, Die Aktivität gegen Mycnbakteriiim Mnegmatis 607 betragt
925 U mg.
■Z5
Erhaltene Dehydro-X-Komponente
des YA-56
Erhaltene Dehydro-Y-Komponente des YA-56
YA-56X
YA-56Y
/cit !Stunden I
100
100
100
100
100
100
96
94
4.5
4.5
3.8
»eis pier ο K)O mg pulvriges l-Morphcihiio-propylamini'phleumyein
(Cu-haltigcs Hydrochlorid) mit einem Absorptionsmaximum von ¥.l\ - 150 bei 244 nvz und mit
einem weiteren Absorplionsmaximum von F.|X - 54
bei 3(X) mn und mit F.ndabsorption im UV-Absorptionsspektrum
in Methanol sowie mit einer Aktivität gegen Mycobakterium smegmatis 607 von 474 U mg
werden in 5 ml Wasser aufgelöst, und 50 mg Mangandioxid
werden suspendiert, und das Ganze wird wah rend 48 Stunden unter Rühren bei Zimmertemperatur
umgesetzt. Nach der Reaktion wird die Lösung abnitrier!,
und das Filtrat wird absorbiert und eluiert und auf diese Weise chromatographisch gereinigt
Das nicht umgesetzte Phleomycin wird in der Fraktion von 0.29-m Natriumchlorid eluiert. und das
angestrebte Produkt 3-Morphofinopropylamino-bleomyein
{Cu-haltiges Hydrochlorid) wird in der Fraktion von 0.34-m Natriumchlorid eluiert. Die Lösung des
3-Morpholinopropylamino-bleomycin* (Cu-halligcs
Hydrochloridl der letzteren Fraktion wird gemäß Beispiel 1 aufgearbeitet, und man erhält 50 mg blaues
pulvriges 3-Morpholinopropylamino-bIeomycin. Das
Produkt hat Absorplionsmaxima von Ej^ = !59 bei
244 mu und von EJ* = 128 bei 293 mu sowie Endabsorption
im UV-Absorptionsspektrum in Methanol. Dieses Spektrum ist charakteristisch Tür Glykopeptide
mit der Formel II.
Die Rf-Werte des Produkts wurden gemäß Beispiel 1 gemessen und betragen 0,74 und 0,58 und sind
identisch mit denjenigen von dem bekannten 3-Morpholinopropylamino-bleomycin
(Cu-haltiges Hydrochlorid). Die Aktivität gegen Mycobakterium smegmatis 607 beträgt 587 U/mg.
100 mg pulveriges S-S.S-Dimethylmercaptopropylamino-phleomycin
(Cu-haltiges Hydrochlorid) mit
einem Absorptionsmaximum bei 244 mfi (Ej^, = 158)
und mit einem Absorptionsmaximum bei 5'x)mu
(Ε'"» = 55) und mit Endabsorption im UV-Absorptionsspektrum (in Methanol) sowie mit einer Aktivität
Ecaen Mycobakterium smegmatis 607 von 865 U mg
werden in 5 ml Wasser aufgelöst, und 50 mg Mangandioxid werden in der Lösung suspendiert und bei
100 mg pulvriges 3-N,N-DimethyIaminopropylamino-phleomycin
(Cu-haltiges Hydrochlorid) mit einem Absorptionsmaximum von E{^ = 149 bei
244 ηΐμ und mit einem weiterem Absorptionsmaximum
von EJi = 53 bei 300 ma sowie mit Endabsorption im
UV-Absorptionsspektrum in Methanol sowie mit einer Aktivität gegen Mycobakterium smegmatis 607
von (>48 U mg werden in 5 ml Wasser aufgelöst, und
50 mg Mangandioxid werden in der Lösung suspendiert und unter Rühren bei /immcrieniperalur während
48 Stunden umgesel/l. Nach der Reaktion wird die Lösung abiiltriert. Das Filtrat wird chromaiographisch
durch Absorption und nitrierung gereinigt. Das nicht umgesetzte Phleomycin wird in der Fraktion
von 0,28-m Natriumchlorid cluiert, und das-angestrebte
3- N.N- Dimcthylaminopropylamino- bleomj ein
(Cu-haltigcs Hydrochloridi wird in 0.33-m Natriumehlorid
eluiert.
Die Lösung des cluiertcn Produkts (let/tere Fraktion)
wird gemäß Heispiel I aufgearbeitet, und man
erhält 65 mg eines blauen pulvrigen 3-N,N-Dimethylaminopropylamino-bleomycin
(Cu-haltiges Hydrochlorid).
Das Produkt hat ein Absorptionsmaximum von E\?„ = 162 bei 244 ιτίμ und ein Absorptionsmaximum
von E[]"m — 134 bei 293 ma sowie Endabsorption im
UV-Absorptionsspektrum in Methanol. Dieses Spektrum ist charakteristisch für Glykopeptide mit der
Formel II. Die Rf-Wertc des Produkts werden gemäß Beispiel 1 gemessen und betragen 0,44 bzw 0,55 und
sind gleich denjenigen des bekannten 3-N,N-Dimethylaminopropylamino-bleomycins.
Die Aktivität gegen Mycobakterium smegmatis 607 beträgt P20 U/mg.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Glykopeptid-Antibiotika mit der PartialstrukturN n— CO—NH-—CO—NH-CH,-CH,dadurchgekennzeichnet, daß ein Phleomycin oder das Bleoipycin-Phleomycin-Antibiotikum YA-56 mit der Partiaistruktur
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |