DE222383C - - Google Patents

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DE222383C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G1/00Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vi 222383 KLASSE 42/. GRUPPE
MARTIN BAUER in KREUZNACH.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Mai 1909 ab.
Um bei selbstdruckenden Neigungswagen den ungleichmäßigen Ausschlag des Gewichtshebels derart auf die Druck- und Anzeigevorrichtung zu übertragen, daß die Einteilung der Drucktypen und der Anzeigeskala genau gleichmäßig wird, ist es bereits bekannt geworden, an dem Neigungsgewicht eine justierbare Kurvenfläche anzubringen, an die der Anzeigehebel herangeführt wird. Diese Einrichtung besitzt jedoch den Nachteil, daß wegen der Beweglichkeit der Kurvenfläche die Justierung der letzteren erschwert ist, daß eine Veränderung und Justierung der Kurvenfläche auch eine Veränderung des Gewichtsausschlages zur Folge hat, und daß der Anzeigehebel o. dgl., falls er dauernd mit der Kurvenfläche in Berührung bleibt, den Ausschlag des Gewichtes stark hemmt und in falscher Weise beeinflußt.
Alle diese Nachteile sind bei der vorliegenden Erfindung dadurch vermieden, daß die justierbare, gegebenenfalls kurvenförmige Bahn unbeweglich am Maschinengestell angeordnet ist und längs derselben ein auf ihr lose aufliegender und von dem Wägungsgetriebe lose geführter Taster entlangbewegt wird. Der Bewegung dieses Tasters auf der Bahn folgt ein federnder Stiel, der sich an den Taster sanft anlegt und das Druck- und Anzeigewerk in Bewegung setzt.
Das neue Getriebe, mittels dessen der ungleichmäßige Ausschlag des Gewichtshebels in eine genau gleichmäßige Bewegung des Druck- und Anzeigewerkes umgesetzt wird, ist in Fig. ι bis 3 der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Bei diesem Beispiel handelt es sich um eine selbstkassierende und selbstdruckende Personen wage, welche bei jeder Bewegung nach Einwurf der Münze selbsttätig das Gewicht anzeigt und außerdem eine Karte ausgibt, auf der sowohl das gewogene Gewicht als auch das Datum der Wägung aufgedruckt ist.
Das Gewicht der zu wiegenden Person wird mittels der Zugstange α auf den Gewichtshebel b übertragen, so daß dieser einen entsprechenden Ausschlag macht. Dieser Ausschlag kann durch eine Bremse m gedämpft werden. Am Gewichtshebel b, in der Zeichnung am Gewicht selbst, ist leicht drehbar eine Gelenkstange c gelagert, die an ihrem Ende den Taster, nämlich die Rolle d trägt. Diese Rolle d läuft beim Ausschlag des Wäguiigsgetriebes auf der entsprechend eingestellten Bahn e, welche am Maschinengestell feststeht und justierbar ist.
An der Rolle d liegt nun ständig der untere Stiel f des um den Zapfen f1 drehbar gelagerten Zahnbogens g an. Mit dem Zahnbogen ist das Zahnrad h in Eingriff, welches auf der Welle I der Typenscheibe i befestigt ist. Am Umfang dieser Typenscheibe sind die einzelnen Typen k radial beweglich angeordnet. Auf der gleichen Welle I ist ferner die die Gewichtsskala tragende Scheibe p befestigt (Fig. 2), deren Rand sich etwa vorder

Claims (1)

  1. Schauöffnung t vorbeibewegt. Die Typenscheibe i kann auch selbst als Gewichtsskala ausgestaltet sein (Fig. 3).
    • Das in dem Bremszylinder 0 sich bewegende Gewicht o1, welches durch das Zugorgan r auf die Welle I entsprechend einwirkt, sucht durch Vermittlung des Zahnrades h und des Zahnbogens g den Stiel f stets in Berührung mit der Rolle d zu halten. Wenn also der Wagebalken b seinen Ausschlag macht, so folgt der Stiel f und somit das Druck- und Anzeigewerk stets genau der sich längs der Bahn e bewegenden Rolle d. Diese Bahn kann nun derart gestaltet sein oder durch Nacharbeit (Ausfeilen) so justiert werden, daß der Drehungsausschlag der Typenscheibe i sowie der Skalenscheibe p stets genau proportional dem jeweiligen Gewicht ist, trotzdem der Gewichtshebel b nicht proportional zur gewogenen Last ausschlägt. Die einzelnen am Umfang der Typenscheibe angeordneten Typen k sowie die auf der Anzeigescheibe f angebrachten Skalenstriche können daher in genau gleichen Abständen aufeinander folgen, was für die Herstellung der Wage große Vorteile bietet und auch eine genaue Eichung der Wage zuläßt.
    Die. beiden Bremszylinder m und 0 sind mit einer Bremsflüssigkeit gefüllt, so daß ein ruhiges und gedämpftes Einstellen des Wagebalkens und der Typenscheibe stattfindet und die heftigen Ausschläge beim jedesmaligen Verlassen der Wage erheblich gemindert werden.
    Um ferner zu verhüten, daß bei plötzlicher Entlastung der Wage der schwere Gewichtshebel b, welcher mit großer Kraft in seine Ruhelage zurückzukehren sucht, auf die feine Zahnteilung des Bogens g und des Zahnrades h ' zerstörend einwirkt, wird zweckmäßig der Stiel f, welcher der Bewegung der Rolle d folgt, elastisch ausgeführt. Die Ausführung kann beispielsweise so geschehen, daß, wie die Zeichnung andeutet, der Stiel f aus mehreren gelenkig verbundenen, starren Gliedern zusammengesetzt wird, die durch Federn u in Strecklage gehalten werden. Infolge seiner elastischen Nachgiebigkeit nimmt der Stiel f die starken heftigen Stöße auf, ohne sie auf die feine Zahnteilung des Druck- und Anzeige-Werkes zu übertragen, besitzt aber gleichwohl genügende Steifheit, um immer wieder in seine gestreckte Lage zurückzukehren und bei der Wägung den Ausschlag des Wagebalkens genau zu übertragen.
    Nach der Einstellung des Druck- und Anzeigewerkes vollzieht sich der Druck der auszugebenden Karte nicht durch das Gewicht der zu wiegenden Person, sondern durch einen davon unabhängigen Mechanismus.
    . ■ Patent-Anspruch:
    Gewichtsanzeigende und druckende Neigungswage, bei der eine gleichmäßige Teilung der Skala mittels einer justierbaren Bahn erzielt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die justierbare Bahn (e) unbeweglich angeordnet ist und auf ihr, lose aufliegend, ein von dem Wagehebelwerk bewegter Taster (c, d) entlanggleitet, welchem ein das Drucktypen- und Anzeigewerk (i, k bzw. f) in Bewegung setzender federnder Stiel (f) nachfolgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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