DE188989C - - Google Patents

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DE188989C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01GWEIGHING
    • G01G3/00Weighing apparatus characterised by the use of elastically-deformable members, e.g. spring balances
    • G01G3/02Weighing apparatus characterised by the use of elastically-deformable members, e.g. spring balances wherein the weighing element is in the form of a helical spring
    • G01G3/04Weighing apparatus characterised by the use of elastically-deformable members, e.g. spring balances wherein the weighing element is in the form of a helical spring using a plurality of springs

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Control Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 188989 -KLASSE 42/. GRUPPE
Federwage mit einer Feder für verschiedene Wägeskalen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Dezember 1906 ab.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung an Zeigerwagen, namentlich Wirtschaftswagen, welche in erster Linie eine Vereinfachung der Herstellung solcher Wagen' für verschiedene Wägeskalen bezweckt und es ferner ermöglichen soll, eine Umschaltung behufs Wägung mit verschiedenen Wägeskalen (für Fein- und Grobgewichtwägungen) vorzunehmen. Das Kennzeichen der Erfindung besteht im wesentliehen darin, daß ein Hebel zur Verbindung der Wägefeder mit der Tragstange der Lastschale derart angeordnet ist, daß der Angriffspunkt der Wägefeder an verschiedenen Einhängestellen des Hebels angebracht werden kann, wodurch der Hebelarm vergrößert bezw. verkleinert wird. Diese Anordnung ermöglicht es, mit nur einer Feder zwei oder mehr Gewichtsskalen zu beherrschen. Bei den bekannten Zeigerwagen waren dagegen für genannten Zweck verschieden tarierte Wägefedern anzuwenden.
Faßt man zunächst die Bedingungen für die Herstellung ins Auge, so ist es am einfachsten, mehrere Löcher für die Federbefestigung vorzusehen, was dem Fabrikanten ermöglicht, mit denselben Konstruktionselementen Wagen mit verschiedener Wägeskala aufzubauen.
Natürlich ist es für den Zweck der Erfindung erforderlich, daß eine besondere Skala für jede Federanbringung dient. Um dies zu erreichen, kann entweder ein auswechselbares Zifferblatt vorgesehen werden, gegebenenfalls so, daß es mit einem Schlitz ausgestattet ist, der unter den Zeiger geschoben wird, oder es werden konzentrische Skalen auf einem Zifferblatt angeordnet.
Die Einrichtung gemäß der Erfindung umfaßt diejenige Anordnung, bei welcher eine Verstellungsmöglichkeit durch den Benutzer der Wage selbst geschaffen wird. Dies geschieht durch Herbeiführung der Verschiebbarkeit von außen her. ,
Auf der Zeichnung zeigt
Fig. ι eine Ausführungsform der neuen Federwage, während
Fig. 2. und 3 sich anf diejenige Ausführungsform derselben beziehen, bei welcher eine Umschaltung mittels Stellgriffs ermöglicht ist.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführuhgsform erhält die Tragstange α für die Wägeschale ihre Parallelführung in bekannter Weise dadurch, daß sie in den Punkten b und c gelenkig an das Wagengestell angeschlossen ist. Von ihr wird der um Punkt c drehbare Hebel d, zweckmäßig unter schneidenartigem Auflageangriff, beeinflußt. Die Wägefeder f ist bei e aufgehängt und für den Fall der veranschaulichten Einstellage in das rechte der durch den Schlitz i verbundenen Löcher h eingehängt. Für den Ruhezustand gilt dabei die durch die voll ausgezogenen Linien zur Darstellung gebrachte Lage. Die Stange a wirkt außerdem in bekannter Weise auf den um I drehbaren Zeiger m. Eine Belastung der Schale bringt Tragstange α, Hebel d und Feder f in die durch gestrichelte Linien dar-
gestellte Lage, in welcher der veränderte Ort der verschiedenen Angriffs- und Drehpunkte durch die Bezugzeichen g1, h1, k1 kenntlich gemacht ist. Das Resultat der Wägung wird auf dem inneren Felde ρ der zweiteiligen Skala abgelesen, welche Gewichte bis zu io kg anzeigt.
Soll die Wage nun für Wägungen bis zu einem größeren Höchstbetrage, im vorliegenden Falle bis 15 kg, eingestellt werden, so braucht in der Werkstatt nur das untere Federende aus dem Loche h ausgehängt und nach Verschieben längs des Führungsschlitzes i in das andere Loch k eingehängt zu werden.
Die Feder f zieht jetzt an einem längeren Arme des Hebels d, bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel an einem I1Z2 mal so langen Hebelarm, sie wirkt daher mit entsprechend vergrößertem Drehmomente demjenigen der Tragstange α entgegen, so daß eine gleiche Belastung derselben wie im vorigen Falle diesmal einen in gleichem Maße verminderten Ausschlag des Zeigers m zur Folge hat. Es ergibt sich, daß eine volle Zeigerumdrehung bei dem veranschaulichten Ausführungsbeispiele einem Höchstgewichte von 1Y2 X 10 = 15 kg gegen 10 kg im ersten Falle entspricht, und danach ist das andere, äußere Feld q des zweiteiligen Zifferblattes graduiert. Statt zweier Löcher können natürlich auch mehr angeordnet sein; es wird dann immer zwei Löchern eine austauschbare Doppelskala entsprechen.
Die in Fig. 2 und 3 unter Fortlassung des Zifferblattes gezeichnete Ausführungsform ist
für den Fall bestimmt, wo die Verschiebung
• von der einen Einhängelage zur anderen vom Benutzer selbst vorgenommen werden soll.
Zu diesem Behufe ist ein besonderer, von außen zugänglicher Stellhebel s vorgesehen, der in der rechten Endstellung ■—■ für Messungen kleiner Belastungen — dargestellt ist. In dieser Lage greift ein an d befestigter Stift 0 in den mit \ bezeichneten Schlitz des Hebels s am linken Ende ic ein. Der Wägestellung für größere Belastung entspricht diesmal natürlich das rechte Schlitzende v, wobei ein zweiter Stift r als Anschlag dient. Eine gesicherte Führung bei der Verschiebung wird durch den kulissenärtigen Umgriff des Stellhebels s, dessen Griff mit t bezeichnet ist, um den festen Hebel d (bei w) erzielt. Die. äußerste Lage, in welche bei der Verschiebung die untere Befestigung η der Feder f (am Schlittenteil) gelangt, ist mit n1 bezeichnet.
Um bei mehr als zwei Einhängestellungen das Hinweggleiten der unteren Federbefestigung über die betreffende lochartige Ausbuchtung des Schlitzes zu verhüten, wird zweckmäßig eine Einschnappvorrichtung angeordnet.
Die beschriebene Federwage weist in sämtlichen Ausführungsformen die Vorteile auf, welche sonst nur derartigen Wagen mit zwei besonderen Federn zukommen. Unter anderem läßt sich bei sehr kleinen Belastungen unter Einstellung auf die weitgeteilte Skala eine sehr genaue Ablesung erzielen. Von den bekannten Wagen mit nur einer Feder unterscheidet sich die neue vorteilhaft auch dadurch, daß bei jenen die Feder stets die volle Tragkraft auf sich zu nehmen hat, während gemäß der Erfindung infolge des Hebelarmes die allein vorhandene Feder nur die Hälfte zu leisten hat, wenn kleine Belastungen gewogen werden, demgemäß also nicht mehr in Anspruch genommen wird als bei den bekannten marktgängigen Ausführungen, wo zwei Federn Verwendung finden.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Federwage mit einer Feder für verschiedene Wägeskalen, dadurch gekennzeichnet, daß der von der Tragstange (a) beeinflußte Hebel (d) mit dem Ende der Wägefeder (f) an einer von mehreren Einhängestellen verbunden werden kann.
2. Ausführungsform der Federwage nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erleichterung der Federumschaltung die Einhängelöcher (h, k) durch eine Schlitzführung (i) miteinander verbunden sind.
3. Ausführungsform der Federwage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebung der Feder von der einen Einhängelage zur anderen mittels eines Stellorgans bewerkstelligt werden kann.
4. Ausführungsform der Federwage nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (d) einen verschiebbaren Teil (s) besitzt, an welchem das Federende eingehängt ist und welcher mittels eines äußeren Griffes (t) verstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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DE (1) DE188989C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE953018C (de) * 1952-03-06 1956-11-22 Schenck Gmbh Carl Feder-Zeigerwaage
US7203997B2 (en) 2004-09-27 2007-04-17 William D. Morgan Hinge

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE953018C (de) * 1952-03-06 1956-11-22 Schenck Gmbh Carl Feder-Zeigerwaage
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