DE2216705C3 - Verfahren und Vorrichtung zum Entgiften der Abgase einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Entgiften der Abgase einer BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entgiften
der Abgase einer Brennkraftmaschine, an deren Abgas-Sammelleitung in Reihenschaltung ein erster zur
Oxidation der Kohlenwasserstoffe und des Kohlenmonoxids dienender Reaktor und ein zweiter, zur Reduktion
der Stickoxide dienender Reaktor angeschlossen sind. Es ist schon ein derartiges Verfahren bekanntgeworden,
bei dem zwei katalytische Reaktoren verwendet werrten. 5m zweiten Reaktor vrjrd zusätzlich Ammoniak
zugeführt ur.i eine möglichst vollständige Reduktion
der Stickoxide zu erzielen. Dieses bekannte Verfahren ist mit seinen beiden katalytischen Reaktoren und dem
Ammoniak-Vorratsbehälter sehr aufwendig. Zusätzliche Schwierigkeiten ergeben sich während des Warmlaufes der Brennkraftmaschine und im Betrieb bei sehr
niedrigen Außentemperaturen. Die Katalysatoren müssen nämlich erst eine bestimmte Betriebstemperatur
erreichen, damit sie zur Abgasentgiftung wirksam werden.
Es wird ferner in der US-Patentschrift 30 86 353 eine
Einrichtung beschrieben, bei der dem Abgas in Abhängigkeit von Saugrohrunterdruck and Drehzahl
der Brennkraftmaschine Sekundärluft zugeführt wird
und bei der katalysatortemperaturabhängige Abschaltmittel
zur Unterbrechung der Sekundärluftzufuhr vorgesehen sind, um das Überhitzen des Katalysators zu
vermeiden. Es wird damit zwar immer eine ausreichen' de Umsatzmenge zur Nachoxidation der Abgasbestand- s
teile erzielt, um den Katalysator warm zu halten, doch kann wegen der nur ungenauen Mengensteuerung keine
genaue Abgaszusammensetzung entsprechend einer Luftzahl Lim engen Bereich unterhalb'des1 Wertes 1, wo
geringste Mengen aller schädlichen Abgasbestandteile
auftreten, erzielt werden.
Die Brennkraftmaschine arbeitet zudem ständig mit KraftstoffOberschuß und damit sehr unwirtschaftlich.
Bei einer anderen Einrichtung gemäß der US-Patentschrift 22 07 930 wird zur Erzielung einer ausreichenden
Temperatur des einzigen katalytischer! Reaktors ein zusätzliches Kraftstoff-Luft-Gemisch mit einer Zündeinrichtung
in einer Reaktionskammer gezündet und die resultierenden Abgase mit dem Abgas der Brennkraftmaschine
vor Eintritt in den Reaktor gemischt Mit einem Thermoschalter wird überprüft, ob das Zusatzgemisch
entzündet ist und die Zündeinrichtung gesteuert Auch diese sehr aufwendige Einrichtung benötigt einen
großen Zusatzkraftstoffanteil und arbeitet damit unwirtschaftlich. Ferner weist die Einrichtung keine Mittel
auf, mit denen das Verhältnis der Betriebsstoffe für eine optimale Abgasentgiftung genau eingehalten werden
kann.
Durch die DE-AS 1043 717 ist ferner ein Verfahren zur Entgiftung der Abgase bekannt, bei dem in
Abhängigkeit vom Nachreaktionsumfang eine Teilabgasmenge mit ungeregelt eingebrachter Luft die
Gemischbildung der Brennkraftmaschine durch Steuerung einer dem Betriebsgemisch zugeführten Sekundärluftmenge
beeinflußt wird. Dabei wird davon ausgegangen, daß ein für die Nachreaktion vorgesehener
Katalysator seine für eine sichere Funktion notwendige Temperatur bereits erreicht hat und das Abgas mit
konstant geregelter Temperatur eingeleitet wird und keine Anregung für irgendwelche Temperatursteuerungsmögüchkeiten
gegeben. Mit diesem Verfahren ist insbesondere während des Warmlaufs keine ausreichend
genaue Abgasentgiftung erzielbar.
Eine genauere Erfassung der Abgaszusammensetzung ist mit dem der US-Patentschrift 3514 377
entnehmbaren Meßverfahren möglich. Dort ist eine Abgassonde vorgesehen, die aus einem Zirkon-Festelektrolytröhrchen
besteht, das beiderseits mit porösem PLitin beschichtet ist und auf der einen Seite dem Abgas
und auf der anderen Seite einem Referenzmedium ausgesetzt ist. Durch unterschiedlichen Sauerstoffpartialdruck
entsteht an de.« Elektroden aus porösem Platin eine elektrische Spannung, die beim Obergang von
reduzierendem Abgas zu oxidierendem Abgas sich spningartig ändert Dieser Spannungssprung ist ein sehr
genaues Maß für eine neutrale Abgaszusammensetzung entsprechend einer Luftzahl von etwa L=I. Durch
Messung der für die Neutralisation der Abgase notwendigen Sauerstoffmenge kann die wahre Abgaszusammensetzung
ermittelt werden, ίο
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, das eingangs genannte Verfahren so zu verbessern, daß mit
geringem Aufwand die Betriebstemperatur der Reaktoren im Wannlauf schnell erreicht und auch bei niedriger
Außentemperatur sicher gehalten wird und daß in den übrigen Betriebsbereichen die Kraftstoifanteile von
dem in die Brennräume der Brennkraftmaschine eingebrachten Betriebsgemisch möglichst gering gehalten
werden unter Einhaltung einer für eine Nachreaktion der Abgase optimalen resultierenden Abgaszusammensetzung,
um möglichst schadstoffarme Abgase zu erzielen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß mit Hilfe eines ersten Regelkreises, der als
Meßglied einen Temperaturfühler enthält, die Temperatur der Reaktoren durch Zugabe von Zusatzluft geregelt
wird und daß mit Hilfe eines zweiten Regelkreises, der
als Meßglied einen Sauerstoff-Meßfühler enthält, das
'Massenverhältnis von Luft zu Kraftstoff (Luftzahl L)
über ein Gemischdosierungssystem geregelt wird. Da die beiden Regelkreise über die Brennkraftmaschine
miteinander verknüpft sind, beeinflußt der erste Regelkreis auch die Luftzahl L Während des Warmlaufes
der Brennkraftmaschine meldet der Temperaturfühler zunächst eine zu niedrige Temperatur, so daß
Zusatzluft zugeführt wird. Der Sauerstoff-Meßfühler des zweiten Regelkreises meldet dann ein zu mageres
Gemisch, und der erste Regelkreises stellt ein fetteres Gemisch ein. Die Brennkraftmaschine emittiert demzufolge
während des Warmlaufes sehr viel unverbrannte Kohlenwasserstoffe, durch deren Oxidation der erste
Reaktor schnell aufgeheizt wird. Ebenso wird bei sehr niedrigen Außentemperaturen ein zu fettes Gemisch
eingestellt um die beiden Reaktoren auf ihrer Betriebstemperatur zu halten.
Bei einer ersten Durchführungsform des erfindungsgemäßen
Ves ahrens wird die Zusatzluft wenigstens einem Teil der den einzelnen Zylindern der Brennkraftmaschine
zugeordneten Abgasleitungen zugeführt In diesem Fall wird die Lufizahl L durch das Gemischdosierungssystem
für alle Zylinder der Bt ennkraftmaschine gemeinsam geregelt Bei einer zweiten Durchführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Zusatzluft einem Teil der zu den einzelnen Zylindern der
Brennkraftmaschine führenden Ansaugleitungen zugeführt Dabei wird während des Warmlaufes ein Teil der
Zylinder mit zu fettem Gemisch und die übrigen Zylinder mit zu magerem Gemisch betrieben. Die mit
fettem Gemisch betriebenen Zylinder liefern dann für den ersten Reaktor die unverbrannten Kohlenwasserstoffe,
während die mit magerem Gemisch betriebenen Zylinder die Zusatzluft liefern.
Weitere Einzelheiten des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie zweckmäßige Ausgestaltungen von Vorrichtungen
zur Durchführung des Verfahrens werden nachstehend an Hand von vier in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben und erläutert Es zeigt
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Vorrir1·-
tung zur Durchführung des Verfahrens in schematischer Darstellung;
Fig.2 und 3 den elektrischen Schaltplan des ersten
Ausführungsbeispiels nach F i g. \,
Fig.4a eine schematische Darstellung eines Sauerstoff-Meßfühlers,
F i g. 4b ein Diagramm zur Erläuterung der Wirkungsweise
des Sauerstoff-Meßfühlers,
Fig.5 ein zweites Ausführungsbetspiel in schematischer
Darstellung,
Fig.6 ein drittes Ausführungsbeispiel in schematischer
Darstellung,
Fig.7 einen Teil des elektrischen Schaltplanes des
dritten Ausführungsbeispiels,
Fig.8 ein viertes Ausführungsbeispiel in schematischer
Darstellung,
Fig.9 den teilweise als Blockschaltbild aasgeführten
elektrischen Schaltplan des vierten Ausführungsbeispiels,
Fig. 10 ein fünftes Ausführungsbeispiel in schematischer
Darstellung und
F i g. 11 Diagramme zur Erläuterung des Verfahrens.
In Fig. 1 ist mit U eine Brennkraftmaschine bezeichnet, die über ein Luftfilter 12 und ein Ansaugrohr
13 Luft ansaugt Das Ansaugrohr 13 verzweigt sich in einzelne £/->
augleitungen 14 bis 17, die zu den Zylindern der Brennkraftmaschine 11 führen. Im Ansaugrohr 13 ist
eine Drosselklappe 18 angeordnet Kraftstoff ,wird über
eine Kraftstoffleitung 20 und eine Kraftstoffdüie 19 in das Ansaugrohr 13 eingebracht Vor der Drosselklappe
18 jsveigt vom Ansaugrohr 13 ein Bypass 21 ab, der hinter der Drosselklappe 18 wieder in das Ansaugrohr
13 mündet Im Bypass 21 ist ein einstellbares Bypassventil 22 angeordnet Dieses ist beim ersten
Ausführungsbeispiel als Bypassklappe ausgebildet
An die Auslaßventile der einzelnen Zylinder der Brennkraftmaschine 11 schließen sich Abgasleitungen
24 bis 27 an, die sich zu einer Abgas-Sammelleitung 23 vereinigen. Die Abgas-Sammelleitung mündet in einen
als Thermoreaktor ausgebildeten ersten Reaktor 28, an den sich ein katalytischer zweiter Reaktor 29 anschließt
Der Ausgang des katalytischen Reaktors 29 mündet in ein Auspuffrohr 30, das die Abgase einer nicht
dargestellten Schalldämpferanlage zuführt
Von der Kurbelwelle 31 der Brennkraftmaschine U wird vorzugsweise über einen nicht dargestellten
Keilriemen eine Sekundärluftpumpe 32 angetrieben. Diese se igt über ein Sekundärluftfilter 33 Außenluft an
und fördert sie über ein 3/2-Wegeventil 35, eine veränderbare Drosselstelle 36 und ein Rückschlagventil
37 zu einer Druckleitung 34. Die Druckleitung 34 verzweigt sich weiter und mündet in unmittelbarer
Nähe der nicht dargestellten Auslaßventile in die einzelnen Abgasleitungen 24 bis 27.
Das 3/2-Wegeventil 35 gibt in seiner in F i g. 1 eingezeichneten Arbeitsstellung, in die es durch eine
Magnetwicklung 39 gezogen wird, den Weg für die Sekundärluft von der Sekundäiiuftpumpe 32 zur
veränderbaren Drosselstelle frei In der Ruhestellung des 3/2-Wegeventils 35 ist dieser Weg versperrt; die von
der Sekundärluftpumpe 32 angesaugte Luft entweicht dann über eine Ablaßleitung 38 ins Freie.
An der Innenseite der Wand des Thermoreaktors 28
ist ein Temperaturfühler 40 angebracht, während ein Sauerstoff-Meßfühler 41 am Eingang des katalytischen
Reaktors 29 vorgesehen ist Der elektrische Ausgang des Temperaturfühlers 40 ist mis einem ersten so
Regelverstärker 42 verbunden. Der Ausgang des ersten Regelverstärkers 42 ist an den Einging eines Schwellwertschalters
43 sowie an den elektrischen Eingang der veränderbaren Drosselstelle 36 angeschlossen. Vom
Ausgang des Schwellwertschalters 43 führt eine Leitung
zur Magnetwicklung 39 des 3/2-Wegeventils 35. Der elektrische Ausgang des Sauerstoff-Meßfühlers 41 ist
über eine Reihenschaltung aus einem Vorverstärker 44 und einem zweiten Regelverstlrker 45 mit dem
elektrischen Eingang der Bypassklappe 22 verbunden.
Die Fig.2 zeigt den Schaltplan des zweiten
Regelkreises mit dem Vorverstärker 44 und dem zweiten Regelverstärker 45. Der Sauerstoff-Meßfühler
ist wieder mit 41 bezeichnet Der Vorverstärker 44
enthält einen Operationsverstärker 440, dessen Ausgang Ober einen Widerstand 441 mit einer Plusleitung 49
und über einen Gegenkopplungswiderstand 442 mit dem invertierenden Eingang verbunden ist Der
invertierende Eingang des Operationsverstärkers 440 liegt weiterhin über einen Eingangswiderstand 443 am
Ausgang des Sauerstoff-Meßfühlers 41. Der nichtinvertierende Eingang des Operationsverstärkers 440 ist 'iber
einen Eingangswiderstand 444 an den Abgriff eines Spannungsteilers angeschlossen, der aus zwei Widerständen
445,446 besteht und zwischen der Plusleitung 49 und einer Minusleitung 48 liegt.
Im zweiten Regelverstärker 45 ist als aktives Bauelement ein Operationsverstärker 450 vorgesehen.
Dessen Ausgang liegt über einen Widerstand 4SI an der
Plusleitung 49 und über einen Integrierkondensator 452 am invertierenden Eingang. Der invertierende Eingang
des Operationsverstärkers 450 ist über einen Eingangswiderstand 453 mit dem Ausgang des Vorverstärkers 44
verbunden. Der nichtinvertierende Eingang des Operationsverstärkers 450 ist über einen Eingangswiderstand
454 mit dem Abgriff eines aus zwei Widerständen 455, 456 bestehenden Spannungsteilers und mit einem
Trimmwiderstand 457 verbunden. Dem Trimmwiderstand 457 kann über eine Klemme 4J8 eine Korrekturspannung
zugeführt werden.
An den zweiten Regelverstärker 45 schließt sich ein Leistungsverstärker 46 an, der eine zur Betätigung der
Bypassklappe 22 dienende Magnetwicklung 47 ansteuert
In F i g. 3 ist der Schaltplan des ersten Regelkreises
mit dem ersten Regelverstärker 42 und dem Schwellwertschalter 43 L gestellt Der Temperaturfühler ist als
Thermoelement ausgebildet Im ersten Regelverstärker 42 führt vom Ausgang eines Operationsverstärkers 420
ein Widerstand 421 zur Plusleitung 49 und eine Reihenschaltung eines Widerstands 422 und eines
Integrierkondensators 423 zum invertierenden Eingang, der über einen Widerstand 424 an den Ausgang des
Thermoelements 40 angeschlossen ist Der nichtinvertierende Eingang des Operationsverstärkers 420 liegt
über einen Eingangswiderstand 425 am Abgriff eines Spannungsteilers, der aus zwei Widerständen 425,427
besteht
Die Schaltung des Schwellwertschalters 43 nach Fi g. 3 ist sehr ähnlich aufgebaut wie die Schaltung des
Vorverstärkers 44 in Fig.2. Die Bezugszahlen der
einzelnen Bauelemente sind um 10 niedriger als beim Vorverstärker 44. Einzelheiten brauchen daher nicht
mehr beschrieben zu werden. Der Unterschied besteht darin, daß nicht wie beim Vorverstärker 44 ein
Gegenkopplungswiderstand 442, sondern ein Mitkopplungswiderstand
432 vorgesehen ist, der zwischen dem Ausgang und dem nichtinvertierenden Eingang des
Operationsverstärkers 430 liegt
An den Ausgang des ersten Regelverstärkers 42 schließt sich weiterhin ein Leistungsverstärker 50 an,
der ein? Magnetwicklung 51 ansteuert Die Magnetwicklung
51 dient zur Betätigung der veränderbaren Drosselstelle 36. An den Ausgang des Schwellwertschalters
43 ist ein Leistungsverstärker 52 angeschlossen, dessen Ausgang mit der Magnetwicklung 39 des
3/2-Wegeventils 35 verbunden ist
In Fig.4a ist der Aufbau des Sauerstoff-Meßfflhlers
41 schematisch dargestellt Der Meßfühler besteht aus einem einseitig verschlossenen Röhrchen 410, das aus
einem Festelektrolyten gesintert ist Der Festelektrolyt ist beiderseits mit mikroporösen Platinschichten 411
bedampft Die beiden Platinschichten 411 sind mit Kontakten versehen, welche zu elektrischen Anschlußklemmen
412, 4ΐ3 geführt sind Das Festelektrolyt-Röhrchen 410 wird durch eine Fassung 414 in der Wand
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eines Abgasrohres 415 gehalten. Die Fassung 414 weist det man bei kleinen Luftzahlen am Ausgang des
eine Bohrung 416 auf« durch weiche Außenluft in den katalytischen Reaktors 29 praktisch keine Stickoxide
umströmt S reduzierend nach oxidierend, d. h, es ist mehr Sauerstoff
In Fig.4b ist der Verlauf der Ausgangsspannung U
im Abgas enthalten. Damit können die Stickstoffoxide
des Sauerstoff-Meßfühlers 41 über der Luftzahl L
NOx im katalytischen Reaktor 29 nicht mehr reduziert
aufgetragen. Die I jftzahl L ist als das Verhältnis der werden, so daß für große Luftzahlen die beiden Kurven
einem stöchiometrischen Luft-Kräftstoff-Gemisch den io Für das Verständnis der Funktionsweise des ersten
demnach die Brennkraftmaschine mit magerem Ge- zweiten Regelkreis mit dem Sauerstoff-Meßfühler 41,
misch betrieben. dem Vorverstärker 44, dem zweiten Regelverstärker 45
Der Festelektrolyt des Sauerstoff-Meßfühlers 41 ist und dem Bypassventil 22 zu beschreiben,
bei höheren Temperaturen, wie sie im Abgasstrom 15 Das der Brennkraftmaschine U zugeführte Luftherrschen, sauerstofHonenleitend. Als Festelektrolyt Kraftstoff-Gemisch ist um so magerer, je weiter das
kann z. B. Zirkondioxid verwendet werden. Wenn der Bypassventil 22 geöffnet ist Der Bypass 21 mit dem
Sauerstoffpartialdruck des Abgases vom Sauerstoffpar- Bypassventil 22 ist so dimensioniert -aß in einer
tialdruck der Außenluft abweicht, dann tritt zwischen mittleren Stellung des Bypassventils 22 der Vergaser mit
den beiden Anschlußklemmen 412, 413 eine Potential- 20 der Kraftstoffdüse 19 und der Drosselklappe 18 ein
differenz auf, deren Verlauf über der Luftzahl L durch Gemisch einstellt dessen Luftzahl L näherungsweise
eine Kurve 52 in F ig. 4b wiedergegeben wird. Diese gleich 1,0 ist Dieses Gemisch wird in der Brennkraftma-Potentialdifferenz hängt logarithmisch vom Quotienten schine 11 verbrannt und die Abgase strömen über die
der Sauerstoff-Partialdrücke zu beiden Seiten des Abgas-Sammelleitung 23 und den Thermoreaktor 28
Festelektrolyten ab. Deshalb ändert sich die Ausgangs- 25 zum katalytischen Reaktor 29. Der Sauerstoff-Meßfühspannung des Sauerstoff-Meßfühlers in der Umgebung fer 41 mißt nach Kurve 52 in Fig.4b die tatsächlich
der Luftzahl L= !,0 sprungartig. Der Sauerstoff-Meß- erreichte Luftzahl L Seine Ausgangsspannung wird im
fühler -ch Fig.4a läßt sich außerordentlich gut zur Vorverstärker 44 verstärkt, der als Umkehrverstärker
Ansteuv., ung des zweiten Regelverstärkers 45 verwen- wirkt, weil der invertierende Eingang des Operationsden, weil die Ausgangsspannung so stark von der 30 Verstärkers 440 angesteuert wird. Die Ausgangsspan-Luftzahl L abhängt Insbesondere lassen sich Luftzahlen nung des Vorverstärkers 44 steigt also mit zunehmender
L in der Umgebung von 1,0 sehr gut einregeln. LuftzahL
der Abgase als Funktion der Luftzahl L dargestellt Eine läßt sich mit Hilfe des Trimmwiderstands 437 oder
oxid (CO). Unterhalb von L = 1,0 nimmt der CO-Wert 455, 456 einstellen. Die Einstellung über den Trimm-
mit steigender Luftzahl stetig ab. Oberhalb von L = 1,0 widerstand 457 hat den Vorteil, daß man über die
ist der CO-Wert im wesentlichen konstant und sehr 40 Klemme 458 eine Spannung zuführen kann, die von
klein. Eine Kurve 97 für den Gehalt der Abgase an einem weiteren Betriebsparameter der Brennkraftma-
unverbrannten Kohlenwasserstoffen (CH) zeigt bis zu L
schine, z. B. der Kühlwassertemperatur, abhängt
= 13 ungefähr den gleichen Vorlauf wie die Kurve 96. Zur Beschreibung eines speziellen Regelvorganges
unverbrannten Kohlenwasserstoffen sprunghaft zu, weil 45 Gemisch mit einer etwas zu großen Luftzahl liefert
die Abgaszusammensetzung dann durch eine zuneh- Infolge der abnehmenden Ausgangsspannung des
mende Zahl von Verbrennungsaussetzern beeinflußt Sauerstoff-Meßfühlers 41 steigt die Ausgangsspannung
wird. Diese Verbrennungsaussetzer sind eine Folge des des Vorverstärkers 44 über den am Spannungsteiler 455,
sehr mageren Gemisches. 456 eingestellten Sollwert an. Der zweite Regelverstär-
der beiden Kurven 96,97. Sie weist einen Maximalwert niedriger wird. Der Leistungsverstärker 46 muß so
auf, der ungefähr bei L= 1,05 liegt Zu großen und zu dimensioniert werden, daß er keine Signalumkehr
kleinen Luftzahlwerten hin fällt die Kurve 98 steil ab. bewirkt und in diesem Fall das Bypassventil 22 immer
tür erreicht aber ihren Maximalwert ungefähr bei zweite Regelverstärker 45 integriert demzufolge in
stochiometrischem Gemisch. Während die Kurve 98 für positiver Richtung und öffnet das Bypassventil 22
die Zusammensetzung des Gemisches in der Abgas- 60 wieder allmählich.
anderen Verlauf, der durch eine gestrichelt gezeichnete Amplitude um den eingestellten Sollwert Es hat sich als
ihensetzung, d. h. bei kleinen Luftzahlen, reagieren die 65 0,9^ einzustellen. Dadurch wird sichergestellt, daß dsr
unverbrannten Kohlenwasserstoffen CH. Deshalb fin- Die Schwierigkeit besteht nun darin, daS der
Thermorez1: tor 281 Ine Betriebstemperatur von 800 bis
1000°C en eichen muß, und daß auch im kataly tischen
Reaktor 29 die Betriebstemperatur noch über 60O0C liegen muß. Infolge der Luftzahlregelung mit Hilfe des
zv siten Regelkreises ist die Grundemission von $
kohlenwasserstoffen und Kohlenmonoxid schon so niedrig, daß der Thermoreaktor 28 während des
Warmlaufes der Brennkraftmaschine 11 seine Betriebstemperatur
nur sehr langsam erreicht Die gleiche Schwierigkeit ergibt sich bei niedrigen AuSentempcratüren,
da die Wärmeabstrahlung des Thermoreaktors 28 proportional zur vierten Potenz der Temperaturdifferenz
zwischen Reaktorwand und Außenluft ist. Wenn nur der zweite Regelkreis vorgesehen wäre, könnte es
im Winter vorkommen, daß die Betriebstemperatur des Thermoreaktor» 28 unter 6000C bleibt und daß
demnach die Kohlenwasserstoffe und das Kohlenmonoxid nur ungenügend nachverbrannt würden.
Zur Behebung dieser genannten Schwierigkeiten ist der erste Regelkreis mit dem Temperaturfühler 40 und
dem ersten Regelverstärker 42 vorgesehen. Die Ausgangsspannu'ig des Thermoelements 40 stpigt mit
wachsender Temperatur. Der erste Regelverstärker 42 ist mit dem Widerstand 422 und dem Integrierkondensator
423 als PI-Regler geschaltet und in Fig. 1 auch so bezeichnet
Diese Bezeichnung weist darauf hin, daß die Regelcharakteristik des ersten Regelverstärkers 42
einen Proportional- und einen Integralanteil aufweist Da beim Operationsverstärker 4Λ) der invertierende
Eingang angesteuert wird, nimmt die Ausgangsspannung des ersten Regelverstärkers 42 mit steigender
Temperatur ab. Die Schaltschwelle des Schwellwertschalters 43 wird mit Hilfe des Spannungsteilers 435,436
festgelegt *
Überschreitet die Reaktortemperatur den eingestellten Betriebsspannungs-Sollwert von z. B. 9000C, dann
unterschreitet die Ausgangsspannung des Operationsverstärkers 420 die Abgriffsspannung des Spannungsteilers
435, 436, und der Ausgang des Operationsverstär- ^0
kers 430 springt auf Pluspotential. Der Leistungsverstärker 52 muß so beschaltet werden, daß er eine
Signalumkehr bewirkt und in diesem Fall die Magnetwicklung 39 des 3/2-Wegeventils 35 nicht mehr weiter
erregt Die von der Sekundärluftpumpe 32 geförderte Luft strömt dann durch die Ablaßleitung 38 ins Freie,
und die Regelschaltung funktioniert so, wie es oben schon beschrieben worden ist Es ist dann also nur der
zweite Regelkreis mit Vorverstärker 44 und zweiten Regel verstärker 45 in Betrieb.
Liegt dagegen die Reaktortemperatur unter dem eingestellten Sollwert, dann liegt der Ausgang des
Operationsverstärkers 430 auf Minuspotential und die Magnetwicklung 39 ist erregt Die Sekundärluftpumpe
32 fördert jetzt über die Druckleitung 34 Sekundärluft in die Abgasleitungen 24 bis 27.
Die zugeführte Sekundärluft täuscht nun für den Sauerstoff-Meßfühler 41 eine zu hohe Luftzahl L vor, so
daß dieser über den zweiten Regelkreis 44, 45, 22 ein
fetteres Gemisch einstellt Das fettere Gemisch führt gemäß Fig. 10 zu einer höheren Emission an Kohlenmonoxid
und Kohlenwasserstoffen, die nun zusammen mit der Sekundärluft im Thermoreaktor 28 verbrannt
werden und diesen dadurch aufheizen.
Es ist dabei sichergestellt, daß die Verbrennung eingeleitet wird, weil nämlich die Druckleitung 34
unmittelbar nach den Auslaßventilen in die Abgasleitungen 24 bis 27 einmündet Bis zu dieser Stelle dringen
nach dem öffnen der Auslaßventile auf jeden Fall noch Flammen.
Die Verbrennungswärme der Kohlenwasserstoffe und des Kohlenmonoxids heizt den Thermoreaktor 28
und den katalytischen Reaktor 29 auf. Durch den Sauerstoff-Meßfühler 41 wird sichergestellt, daß das
Gemisch im Vergaser 18,19 genau so weit angereichert
wird, daß die emittierten Kohlenwasserstoffe und das Kohlenmonoxid im Thermoreaktor 28 vollständig
verbrannt Werden können. Zur Veranschaulichung dieser Tatsache kann man eine Luftzahl Lt für das
Ansaugrohr 13 und eine Luftzahl L 2 für die Abgas-Sammelleitung 23 definieren. Im Ansaugrohr 13
wird während der Warmlaufphase der Brennkraftmaschine 11 eine Luftzahl L von z. B. 0,8 eingestellt Den
Abgasleitungen 24 bis 27 muß soviel Sekundärluft zugeführt werden, daß in der Abgas-Sammelleitung 23
eine resultierende Luftzahl L => 0,98 erreicht wird. Bei
dieser Sekundär'uftmenge würde in der Abgas-Sammelleitung 23 die Luftzahl LI = 1,18 erreicht, wenn der
Brennkraftmaschine auf der Ansaugseite eine nahezu stöchiometrisches Gemisch mit Ll= 0,98 zugeführt
würde. Die Luftzahl L 2 ist also nur von theoretischem Interesse. Bei den Ausführungsbeispielen nach Fig.8
und 10, die weiter unten beschrieben sind, werden dagegen tatsächlich zwei verschiedene Luftzahlen L1
und L 2 eingestellt
Da die Regelcharakteristik des ersten Regelverstärkers 42 einen Proportionalanteil aufweist, weichen die
beiden Luftzahlen L1 und L 2 um so stärker von ihrem
arithmetischen Mittelwert, d. h. von der resultierenden Luftzahl L = 0,98 ab, je niedriger die Reaktortemperatur
ist Bei niedriger Reaktortemperatur ist nämlich die Ausgangsspannung des ersten Regelverstärkers 42
relativ hoch, und die veränderbare Drosselstelle 36 wird über den Leistungsverstärker 50 und die Magnetwicklung
51 weit geöffnet Über die Sekundärluft wird eine große Luftzahl L 2 eingestellt, und der zweite
Regelkreis mit den Bauelementen 41, 44, 45, 22 muß dementsprechend eine sehr niedrige Luftzahl L1
einregeln.
Mit zunehmender Reaktortemperatur wi/d die veränderbare Drosselstelle 36 immer weiter geschlossen,
bis schließlich beim Erreichen des Sollwertes der Reaktortemperatur das 3/2-Wegeventil 35 in si ne
Ruhestellung zurückgestellt wird und der Sekundärluftstrom dadurch vollständig abreißt Wenn das 3/2-Wegeventil
35 nicht vorgesehen wäre, dann würde die Sekundärluftpumpe 32 ständig Leistung aus der
Brennkraftmaschine 11 aufnehmen. Sobald dagegen die Sekundärluft über die Ablaßleitung 38 ins Freie
abströmen kann, nimmt die Sekundärluftpumpe 32 praktisch keine Leistung mehr auf, so daß Kraftstoff
gespart wird.
Man kann beim ersten Ausführungsbesspiel nach Fig. 1 die veränderbare Drosselstelle 36 auch ganz
einsparen und somit die kontinuierliche Regelung im ersten Regelkreis mit den Bauelementen 42 und 43
durch eine Zweipunktregelung ersetzen. Man erzielt dabei sogar eine besonders schnelle Aufheizung des
Thermoreaktors 28, weil während der ganzen Zeit bis zum Ansprechen des Schwellwertschalters 43 die volle
Menge an Sekundärluft über die Druckleitung 34 geführt wird. Die Brennkraftmaschine wird daher
während des Warmlaufes dauernd mit maximaler Unsymmetrie der beiden Luftzahlen LX und L2
betrieben. Diese vereinfachte Ausführung hat jedoch Nachteile beim Betrieb der Brennkraftmaschine in
13 14
kalter Umgebung, weil dann nur entweder mit gleichen Abgase über die Druckleitung 34 in die Sekundärluft-
Luftzahka L1 und LZ oder mit maximaler Unsysnme- pumpe 32 gepreßt werden.
trie gefahren werden kann. Der unsymmetrische Betrieb Beim dritten Ausfuhrungsbeispiel nach Fig.6 sind
bringt jedoch eine gewisse LeistungsembuSe der wieder Bauteile, die gleich wie bei den beiden ersten
Brennkraftmaschine mit sich. Dauer spürt man beim 5 Ausführungsbeispielen sind, niit gleichen Bezugszahlen
Umschalten der Zweipunktregelung z. B. einen Ruck, bezeichnet und werden nicht mehr eigens beschrieben,
wenn dieser Unixhaltvorgang gerade in einer Be- Im Gegensatz zu den beiden ersten Ausführungsbeispie-
schleunigungsphase stattfindet Ien weist das dritte Ausführungsbeispiel an Stelle eines
Besn ersten Aasf&hrang&eispiel lsi der zweite Vergasers eine Einsprifzeinrichiung auf, die von einer
Regelverstärker 45 als Integralregler ausgebildet Dies io Transistorsohalteinrichtung 57 gestellt wird. Im
Regelverstärker 45 als Integralregler ausgebildet Dies io Transistorsohalteinrichtung 57 gestellt wird. Im
hat sich bei praktischen Versuchen als zweckmäßig Ansaugrohr 13 ist ein Luftmengenmesser 58 angeord-
erwiesen. Es werden nämlich dadurch erstens altercrags- net, dessen elektrischer Ausgang mit einem Eingang A
bedingte Änderungen des Ausgangssignals des Sauer- der Transistorschalteinrichtung 57 verbunden ist Mit |
Stoff-Meßfühlers 41 ausgeregelt, und zweitens werden einem «."weiten Eingang B der Transistorschalteinrich- S
Regelschwingungen sicher unterdrückt, die bei Verwen- 15 Ging 57 ist der Ausgang des zweiten Regelverstärksrs §
dung eines Proportionalreglers dadurch entstehen 45 verbunden. Anden Ausgang der Transistorschaitein- §
könnlen, daß das Bypassventil 22 infolge der großen richtung 57 ist der elektrische Eingang (die Magnet- ί
Steilheit rter Kurve 52 (s. Fig.4b) in rascher Folge wicklung) eines Einspritzventils 59 angeschlossen, das S
geöffnet und geschlossen wird. Beim ersten Regelkreis Kraftstoff in die vierte Ansaugleitung 17 einspritzt Das |
mit dem ersten Regelverstärker 42 ist die Gefahr der 20 Einspritzventil 59 wird von einer Kraftstoffdruckleitung §
AufschaukeSung von Regelschwingungen nicht so groß. 60 mit Kraftstoff versorgt Auch den anderen drei U
Trotzdem hat es sich als zweckmäßig erwiesen, den Ansaugleitungen 14 bis 16 ist je ein Einspritzventil J|
ersten Regefrerstärker 42 als Proportional-Integral- zugeordnet doch sind diese weiteren Einspritzventfle ψ
Regler auszubilden. Er kann in speziellen Fällen auch als aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht in Fig.6 ij
Proportional- oder als Integralregler ausgebildet 25 eingezeichnet g
werden, ohne daß sich die grundsätzliche Wirkungswei- Die Schaltung de* ersten Regelkreises mit den Ij
se des ersten Ausführungsbeispiels ändern würde. Bauelementen 40, 42, 43 ist gleich wie beim ersten fj
Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach Fig.5 sind Ausfühningsbeispiel nach Fig. I. An den Ausgang des H
gleiche Bauteile mit den gleichen Bezugszahlen wie Schwellwertschalters 43 ist der elektrische Eingang |j
beim ersten Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 bezeichnet 30 einer elektromagnetisch betätigbaren Kupplung 61 p
and werden nicht mehr besonders beschrieben. Abwei- angeschlossen, die zwischen der Kurbelwelle 31 und der g
chend vom ersten Ausfühningsbeispiel ist im Vergaser Antriebswelle der Sekundärluftpumpe 32 angeordnet ψ
kein Bypass 21 vorgesehen. Zur Einstellung der Luftzahl ist Die Sekundärluftpumpe 32 saugt die Luft direkt über fs
L dient beim zweiten Ausführungsbeispiel eine ver- eine Abzweigleitung 62 aus dem Saugrohr 13 an, und |i
änderbare Drosselstelle 53, die zwischen der Kraftstoff- 35 zwar aus dem Raum zwischen dem Luftmengenmesser %
leitung 20 und der Kraftstoffdüse 19 angeordnet ist Die 58 und der Drosselklappe 18. Dadurch wird die !>■
Sekvndärluftpumpe 32 wird von einem Elektromotor 55 Sekundärluft vom Luftmengenmesser 58 mitgemessen. (}
über eine Welle 56 angetrieben. Per Ausgang der Beim zweiten Regelkreis ist die Schaltungsanordnung ψ
Sekundärluftpumpe 32 ist direkt übei das Rückschlag- des Vorverstärkers 44 und des zweiten Regelverstär- fi
ventil 37 an die Druckleitung 34 angeschlossen. An den 40 kers 45 gleich wie beim ersten Ausführungsbeispiel nach )
Temperaturfühler 40 ist ein erster Regelverstärker 54 F i g. 2. Der Schaltplan der Transistorschalteinrichtung fc
angeschlossen, der zur Ansteuerung des Elektromotors 57 ist in F i g. 7 dargestellt ν
55 dient Der zweite Regelverstärker 45 steuert die Die Transistorschalteinrichtung 57 nach Fig.7 L
veränderbare Drosselstelle 53 an. enthält eingangsseitig eine Schaltstufe 63, die beispiels- jf-
Beim zweiten Ausführungsbeispiel kann für den 45 weise als monostabile Kippstufe ausgebildet sein kann. 1
ziehen Regelkreis mit Vorverstärker 44 uiid Regciver- Die monostabik: Kippstufe S3 wird von einem \
stärker 45 ebenfalls die Schaltung nach F i g. 2 Impulsgeber angesteuert, der als ein von einem Nocken I
verwendet werden. Lediglich der Leistungsverstärker 70 betätigter Schalter ausgebildet ist Der Schalter wird \
46 muß anders beschaltet werden, nämlich so, daß er synchron zur Kurbelwellendrehzahl so oft geschlossen, j
eine Signalumkehr bewirkt und die veränderbare so daß jedem Einspritzventil 59 bei jeder zweiten jj
Drosselstelle 53 um so weiter öffnet, je größer die mit Kurbelwellenumdrehung ein Einspritzimpuls zugeführt \
dem Sauerstoff-Meßfühler 41 gemessene L-uitzahJ LUt wird Ober den Korrektureingang A wird die Impuls- L
Im ersten Regelkreis kann für den ersten Regelverstar- dauer der monostabilen Kippstufe 63 in Abhängigkeit V
ker 54 ebenfalls ein Proportional-Integral-Regler nach von der gemessenen Luftmenge geändert so daß bei j j
Fig.3 verwendet werden. Der Leistungsteil des ersten 55 großer Luftmenge auch mehr Kraftstoff eingespritzt SJ
Regelverstärkers 54 muß aber so beschaltet werden, wird und die Luftzahl konstant gehalten werden kann. ß,
Aza sr -^.- α -^teiisruT" eine; E!ekircmc!er: £5 Λ" den .\··—ζ~" der rncncsisbäe:: K.i~~"'"'s £3 ic'. ;H
geeignet ist Er kann z. B. eine Impulssteuerschaltung eine Impulsverlängerungsstufe 64 angeschlossen, die |
enthalten, wie sie zur Speisung eines Elektromotors aus einen Speicherkondensator 640 enthält Der Speicher- |
einer Batterie gebräuchlich ist 60 kondensator 640 ist mit einer seiner Elektroden an den f
Der Elektromotor 55 treibt die Sekundäriuftpumpe Kollektor eines Transistors 641 angeschlossen, dessen |
32 mit um so größerer Drehzahl an, je höher seine Emitter fiber einen Widerstand 642 mit der Plusleitung
Betriebsspannung ist, d. h, je niedriger die Reaktortem- 49 und dessen Basis mit dem Ausgang der monostabilen
peratur 28 ist Die veränderbare DrosseSsteüe 36 des Kippstufe 63 verbunden ist Die Basis des Transistors
ersten Ausführungsbeispiels kann daher eingespart 65 641 ist weiterhin mit der Eingangsklemme B und Ober
werden. Das Rückschlagventil 37 verhindert wie beim einen Widerstand €43 mit der Minusleitung verbunden,
ersten Ausführungsbeispiel, daß oberhalb der Reaktor- Der zweite Anschluß dss Speicherkondensators 640
Betriebstemperatur bei stiHstehendem Elektromotor 55 ist mit dem Kollektor eines Entladetransistors 644
verbunden. Der Entladetransistor 644 liegt mit seiner
Basis am Abgriff eines aus einem Widerstand 648 und einem veränderlichen Widerstand 649 bestehenden
Spannungsteilers. Der Emitter des Entladetransistors
644 ist über einen Widerstand 645 mit der Plusleitimg 49 s verbunden. Weiterhin liegt zwischen dem Kollektor des
Entladetransistors 644 und der Basis eines Umkehrtransistors 650 eine Diode 646, die so gepolt ist daB sie den
Koilektorstrom des Enliadetransistors 644 durchläßt.
Die Basis des Umkehrtransistors 650 ist über einen ία
Widerstand 647 mit der Minusleitung verbunden. Zwischen dem Kollektor des Umkehrtransistors 650
und der Plusleitung 49 liegt ein Koilektorwidersland 651.
Der Ausgang der monoslabilen Kippstufe 63 und der
Kollektor des Umkehrtransistors 650 sind mit zwei Bngängcn eines ODER-Gatters 66 verbunden, das
einem leistungsverstärker 67 vorgeschaltet ist. Der Leistungsverstärker 67 steuert eine Magnetwicklung 68
an. die zur Betätigung des Einspritzventils 59 dienL Die Magnetwicklungen der anderen Einspritzventile können
zur Magnetwicklung 68 parallelgeschaltet sein.
Die Funktionsweise der Transistorschalteinrichtung 57 nach F i g. 7 ist von anderen elektronisch gesteuerten
Benzincinspritzungsanlagen her bekannt, z. B. aus der
DT-AS 15 26 506. Sie wird daher nur noch kurz
beschrieben. Die Dauer der Ausgangsimpulse der monostabilcn Kippstufe 63 ist — wie schon oben
erwähnt — abhängig von der Luftmenge. Der Ausgangsimpuls der monostabilen Kippstufe 63 wird
über das ODER-Gatter 66 direkt dem Leistungsverstärker 6V zugeführt. An diesen Ausgangsimpuls schließt
sich ein Verlängerungsimpuls an, der in der Impulsverlängeningsslufe
64 gebildet wird.
Die Da.ier des Verlängerungsimpulses ist proportional
zur Dauer des Ausgangsimpulses der monostabilen Kippstufe 63 Weiterhin wird die Dauer des Verlängerungsimpulses
durch den veränderlichen Widerstand 649 beeinflußt, der z. B. als NTC-Widerstand ausgebildet
sein kann und dann zur Messung der Motortemperatur dient. Schließlich IaBi sich die Dauer de«- Verlängerungsimpulses noch durch die am Hing? ig B anliegende
Spannung beeinflussen.
Die am Eingang B anliegende Spannung beeinflußt über den Transistor f>41 den Aufladcstrom des 4s
Kondensators 640 während der Impulsdauer der monostabilen Kippstufe 63. Damit beeinflußt sie auch
die Höhe des Spannungssprungs, der am linde des Ausgangsimpulses der monoslabilen Kippstufe 63 über
den Kondensator 640 übertragen wird. Dagegen y> beeinflußt eine Veränderung des Widerstand.. 649 den
EniiadesifOm des Kondensators 640 und damit den
Zeitpunkt, /u dem nach einer anfanglichen Sperrung der
Umkehrtransistor 650 wieder leitend wird.
Im folgenden werden die in der digitalen Sehaltungs- ss
tcchnik gebräuchlichen Begriffe L-Signal und O-Signal
verwendet, wenn an einem Punkt ein L-Signal liegt,
dann bedeutet das. daß dieser Punkt wenigstens näherungsweisc auf dem Potential der Pluslcitung 49
liegt. (Jmgckehrt gibt ein Punkt ein O-Signal ab. wenn er («>
wenigstens nähcningswci.sc auf dem Potential der
Minuslcilung liegt.
Der Umkehriraiisislor 650 ist im stationären Zustand
der Schaltung leitend. Der I Jmkehrtransistor 650 kann
gesperrt werden, wenn vom .Speicherkondensator 640 <
><■ am linde des Aiisgangsimputscs der monoslabilen
Kippstufe 6) ein negativer Impuls übertragen wird. Das
Niilzsigmil »111 Kollektor des IJmkehrtransistors 650 ist
daher ebenso wie das Ausgangssignal der monostabilen Kippstufe 63 ein L-SignaL Das ODER-Gatter 66 gibt an
seinem Ausgang ein L-Signal ab, wenn wenigstens an einem seiner Eingänge ein L-Signal liegt. Daher wird
der Ausgangsimpuls der Impulsverlängerungsstufe zeitlich an den Ausgangsimpuls der monostabüen
Kippstufe 63 angefügt
Zur Beschreibung eines speziellen Regelvorganges sei nun wieder wie beim ersten Ausführungsbeispiel
angenommen, daß die Transistorschalteinrichtung 57 momentan einen zu kurzen Einspritzimpuls erzeugt so
daß die Luftzahl L zu groß ist Der Sauerstoff-Meßfühler 41 gibt demzufolge eine niedrige Ausgangsspannung ab
und der zweite Regeiverslärker 45 (s. F i g. 2) integriert in negativer Richtung. Da der Eingang B der
Impulsverlängerungsstufe 64 (s. Fig.7) mit dem
Ausgang des Operationsverstärkers 450 im zweiten Regelverstärker 45 verbunden ist wird 'f j\ der
Aufladeslrom durch den Transistor 64! sehr groß. Der
Verlängerungsimpuls, der über das ODER-Gatter 66 dem Einspritzventil zugeführt wird, ist demzufolge lang,
und die Luftzahl L nimmt ab. Sobald die Luftzahl L den mit dem Spannungsteiler 455.456 eingestellten Sollwert
unterschreitet nimmt die Ausgangsspannung des Sauerstoff-Meßfühlers 41 wieder rasch zu, und der
zweite Regeiverslärker 45 integriert in positiver Richtung. Dadurch werden die Verlängerungsimpulse
wieder kürzer; dieses Spiel wiederholt sich periodisch.
Der beschriebenen Luftzahlregelung mit Hilfe einer Einspritzanlage wird jetzt wieder wie beim ersten
Ausführungsbeispiel eine Temperaturregelung mit dem ersten Regelkreis 42. 43 überlagert Ein erster
Unterschied gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel besteht darin, daß beim Erreichen der Reaktor-Betriebstemperatur
durch den Schwellwertschalter 43 die Kupplung 61 ausgerückt wird, so daß die Sekundärluftpumpe
32 keine weitere Antriebsleistung aufnehmen kann. Durch die Kupplung 61 wird also das 3/2-Wegeventil
35 ersetzt Der zweite Unterschied gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel ist wesentlicher: Die
Sekundärluft wird nicht über ein besonderes Sekundärluftfilter
33. sondern direkt aus dem Ansaugrohr 13 angcsaugi. Dadurch wird erstens das Sekundärluftfilter
33 eingespart und zweitens sprich· der zweite Regelkreis 44.45. 57 schneller auf Temperaturänderungen
an. Beim ersten Ausführungsbeispiel muß nämlich nach einer Änderung der Sekundärluftmenge durch den
ersten Regelkreis erst das ganze Abgas im Thermoreaktor durchgemischt werden und dann am Sauerstoff-Meßfühler
vorbeiströmen, bis dieser überhaupt anspricht.
Beim dritten Ausführungsbeispiel wird dagegen eine änderung der Sekundärluftmenge unverzögert
vom Luftmengenmesser 58 mitgemessen, so daß über die Transistorschalteinrichtung die Einspritzimpulse so
verlängert werden, wie wenn auch die Sekundärluftmenge den Einlaßventilen zugeführt würde.
Der /weite Vorteil des dritten Ausführungsbeispiels,
nämlich die Verminderung der Verzögerungszeit des zweiten Regelkreises 44.45.57 im Zusammenwirken mit
dem ersten Regelkreises 42,43, kann allerdings nur dann
ai/sgenüt/t werden, wenn als Gcmischdosierungssysfem
eine l-'insprit/.anlagc verwendet wirdfdercn Einspriizdaiier
von einem Luftmengenmesser ^■gesteuert wird.
Der Einsaiz des dritten Ausführungsbeispiels kann
irol/.dciii auch bei anderen Gcnüschdosicrungssyste
inen sinnvoll sein, weil nämlich der Wegfall des
Sckuiidärluftfiliers U den mechanischen Aufbau wesentlich
vereinfacht.
«(13623/193
Beim vierten Ausfuhrungsbeispiel nach Fig.8 sind
wieder Bauteile, die gleich wie bei den drei ersten Ausführungsbeispielen sind, mit den dort verwendeten
Bezugszahlen bezeichnet. Sie werden nicht mehr besonders beschrieben. Der bei den ersten drei ·*
Ausführungsbeispielen verwendete Thermoreaktor 28 fällt beim vierten Ausführungsbeispiel weg. Als
Thermoreaktor dienen beim vierten Ausführungsbeispiel die Abgas-Sammelleitung 23 sowie die einzelnen
Abgasleitungen 24 bis 27, weiche mit einer thermisch isolierten Wand 71 versehen sind. Der Temperaturfühler
40 ist an der Innenseite der isolierten Wand 71 angebracht Als Gemischdosierungssystem ist wieder
wie beim dritten Ausführungsbeispiel eine Einspritzanlage mit einem Luftmengenmesser 58 vorgesehen. Jeder ι ς
Ansaugleitung 14 bis 17 ist ein Einspritzventil zugeordnet. Davon sind in Fig.8 aus Gründen der
Ubersicntlichkeit nur zwei Einspritzventile 73, 74 eingezeichnet, die Kraftstoff in die erste bzw. in die
vierte Ansaugleitung 14, 17 einspritzen. Weiterhin sind a·
in F i g. 8 zwei AnschluBleitungen 75, 76 eingezeichnet,
die von der Kraftstoff-Druckleitung 60 zu den beiden nicht eingezeichneten Einspritzventilen führen.
Zur Ansteuerung der Einspritzventile 73,74 dient eine
Zweikanal-Transistorschalteinrichtung 72, die drei Eingänge
A, C. D aufweist An den ersten Eingang A ist der Ausgang des Luftmengenmessers 58 angeschlossen,
während mit dem zweiten Eingang C der Ausgang des ersten Regelverstärkers 42 verbunden ist. Schließlich
liegt der Ausgang des zweiten Regelverstärkers 45 am dritten Eingang D. Die vier Einspritzventile der
Vierzylinder-Brennkraftmaschine 11 sind in zwei Zweiergruppen aufgeteilt, die abwechselnd ausgelöst
werden. Das Einspritzventil 74 gehört zur ersten Zweiergruppe und ist mit seinem ele." .rischen Eingang
an einen ersten Ausgang E der Zwr 'kanal-Transistorschalteinrichtung
72 angeschlossen. Das Einspritzventil
73 gehört zur zweiten Zweiergruppe und liegt an einem zweiten Ausgang F.
Der Schaltplan der Zweikanal-Transistorschalteinrichtung 72 ist in Fig. 9 dargestellt. Gleich wie bei der
Transistorschalteinrichtung 57 nach F i g. 7 ist die Reihenschaltung aus dem Impulsgeber 69, der monostabilen
Kippstufe 63. der Impulsverlängerungsstufe 64 und dem ODER-Gatter 66 vorgesehen. An den Impulsgeber
69 ist weiterhin der Takteingang einer bistabilen Kippstufe 77 angeschlossen. Die bistabile Kippstufe 77
ist als JK-Flipflop ausgebildet, dessen beide Vorbereitungseingänge
/, K an eine Kler me 78 angeschlossen sind. Das JK-Flipflop 77 weist zwei zueinander
komplementäre Ausgänge Qi, Q 2 auf.
Zur Ansteuerung der ersten Zweiergruppe von Einspritzventiien, deren Magnetwicklungen mit 83, 84
bezeichnet sind, dient eine Reihenschaltung aus einem
UND-Gatter 79 und einem Leistungsverstärker 81. Der Ausgang des Leistungsverstärkers 81 bildet den ersten
Ausgang E der Zweikanal-TransistorschaltcinrichtunE
72. In gleicher Weise ist zur Ansteuerung der zweiten
Zweiergruppe von Einspritzventilen mit Magnetwicklungen 85. 86 eine Reihenschaltung aus einem
UND-Gatter 80 und einem Leistungsverstärker 82 vorgesehen.
Die beiden Eingänge des ersten UND-Gatters 79 sind
mit dem ersten Ausgang Q i des JK-FIipflöps 77 und mit
dem Ausgang des ODER-Gatters 66 verbunden. Die Eingärige des zweiten UND-Gatters 80 liegen am
zweiten Ausgang <?2 und am Ausgang des ODER-Gatters
66.
Mit dem Korrektureingang B der Impulsverlängerungsstufe 64 ist ein Trimmwiderstand 95 verbunden,
dessen anderer Anschluß mit drei Addierwiderständen 92,93, 94 in Verbindung steht. Der erste Addierwiderstand
92 bildet dabei zugleich den dritten Eingang D der Zweikanal-Transistorschalteinrichtung 72 und ist deshalb
mit dem Ausgang des zweiten Regelverstärkers 45 verbundea Der dritte Addierwiderstand. 94 ist über die
Kollektor-Emitter-Strecke eines Schalttransistors 89 an
den zweiten Eingang Cder Zweikanal-Transistorschalteinrichtung 72 und damit an den Ausgang des e-sten
Regelverstärkers 42 angeschlossen. Der zweite Addierwiderstand
93 liegt über die Kollektor-Emitter-Strecke eines Schalttransistors 88 am Ausgang eines Umkehrverstärkers
87, dessen Eingang ebenfalls mit dem Ausgang des ersten Regel Verstärkers 42 verbunden ist.
Die Basis des Schalttransistors 88 ist über einen Widerstand 90 mit dem zweiten Ausgang Q 2 des
JK-Flipflops 77 verbunden. In gleicher Weise liegt die
Basis des Schalttransistors 89 über einen Widerstand SJ
am ersten Ausgang Q1.
Die Impulsverlängerungsstufe 64 ist in ihrer Schaltung genau gleich aufgebaut wie es in Fi g. 7 dargestellt
ist Die Funktionsweise eines JK-Flipflops, wie es als bistabile Kippstufe 77 verwendet wird, ist aus der
digitalen Schaltungstechnik bekannt Es wird hier z. B. auf Dokter — Steinhauer: Digitale Elektronik
(Philips Fachbücher 1969) Band 1. S. 164 bis 167 verwiesen. Wenn an die Klemme 78 ein L-Signal gelegt
wird, dann arbeitet das JK-Flipflop 77 als Frequenzteiler, d. h, die beiden Ausgänge aus Q1 und Q 2 wechseln
bei jeden am Takteingang eintreffenden Taktimpuls ihr Vorzeichen von O auf L oder umgekehrt. Da die beiden
Ausgänge Q1 und Q 2 zueinander komplementär sind,
geben sie immer entgegengesetzte Signale ab.
Das bedeutet, daß der Ausgangsimpuls des ODER-Gatters
66. der die Einspritzdauer bestimmt, bei einem ersten Taktimpuls, bei dem der erste Ausgang Q1 ein
L-Signal abgibt, über das erste UND-Gatter 79 zum ersten Leistungsverstärker 81 geleitet wird. Beim
nächstfolgenden Taktimpuls gibt der iweite Ausgang <?2 ein L-Signal ab, und der Ausgangsimpuls des
ODER-Gatters 66 wird über das UND-Gatter 30 auf den zweiten Leistungsverstä-ker 82 geleitet. Die beiden
Gruppen von Einspritzventilen 83. 84 bzw. 85, 86 -werden also abwechselnd ausgelöst. Da das JK-Flipflop
77 als Frequenzteiler wirkt, muß die Drehzahl des Nockens 70 doppelt so hoch sein wie beim dritten
Ausführungsbeispiel nach Fig.7, wo nur eine Gruppe
von Einspritzventilen vorgesehen ist.
Der Umkehrverstärker 87 ist gleich beschaltet wie der Vorverstärker 44 nach F i g. 2. Da der Umkehrverstärker
87 genau die Verstärkung ν = — 1 aufweisen soli, müssen in diesem Fall der Gegenkopplungswiderstand
442 und der Eingangswiderstand 443 genau den gleichen Widerstandswert aufweisen.
Aus Gründen der Vereinfachung sei nun für die Beschreibung eines speziellen Regelvorganges zunächst
angenommen, daß die P 1 riebstemperatur des Thermoreaktors
(thermisch isoherte Abgas-Sammelleitung 23)
erreicht ist, und daß deshalb infolge der hohen Temperatur am Ausgang des Operationsverstärkers 420
im ersten Regelverstärker 42 eine niedrige Spannung liegt, deren Höhe durch die Dimensionierung des
Spannungsteilers 426,427 bestimmt ist. Diese Spannung muß genau so hoch sein wie die Ausgangsspannung des
zweiten Regelverstärkers 45 beim Erreichen des Sollwertes der Luitzahl L Dann kann über die beiden
Addierwiderstände 93.94 kein zusätzlicher Strom in den
Korrektureingang B fließen, so daß der Korrektureingang B allein von der Ausgangsspannung des zweiten
Regelverstärkers 45 beeinflußt wird. Weiterhin muß man durch geeignete Bemessung der Gegenkopplung
im ersten Regelverstärker dafür sorgen, daß diese beim Erreichen der Reaktor-Betriebstemperatur abgegebene
Spannung zugleich die untere Grenzspannung des Operationsverstärkerausganges 420 ist Eine niedrigere
Spannung darf nicht auftreten
In diesem speziellen Fall funktioniert das vierte Ausführungsbeispiel nach F i g. 9 genau gleich wie das
dritte Ausführungsbeispiel nach Fig.7: Bei zu hoher
I.uftzahl wird über den Rege'verstirker 45, den
Addierwiderstand 92, den Trimmwiderstand "·' und den
Korrektureingang B die Impulsdauer der !..«uuisverlängerungsstufe
64 vergrößert, so t)r-ß s**. dir i.uftzahl
L in negativer Richtung verändern
Während des Warmlaufes der Br"--«i"rartrnaschine ist
aber die Betriebstemperatur des Tr.eTi!oreaktors noch
nicht erreicht, so daß der en. <- P~gelverstärker 42 eine
positivere Ausgangsspannung a.i den zweiten Eingang C der Zweikanal-Transistorschalteinrichtung 72 abgibt.
Wenn die erste Gruppe 83, 84 von Einspritzventilen betätigt wird, gibt der erste Ausgang Q1 ein L-Signal
ab. das über den Widerstand 91 den Schalttransistor 89
leitend macht. Die erhöhte Ausgangsspannung des ersten Regelverstärkers 42 liegt dann über den dritten
Addierwiderstand 94 am Korrektureingang B. Dadurch wird der Aufladestrom des Speicherkondensators 640
kleiner als er es infolge des Ausgangssignals des Sauerstoff-Meßfühlers 41 allein sein müßte. Die
Impulsdauer der Impulsverlängerungsstufe 64 wird kleiner, und das Gemisch, das den zur ersten
Ventilgruppe 83, 84 zugeordneten Zylindern zugeführt wird, wird magerer. Die Luftzahl L1 der ersten
Zylindergruppe ist also größer als 1,0.
Beim nächsten Taktimpuls, der zum Takteingan;» des JK-Flipflops 77 gelangt, wird die zweite Ventilgruppe
85, 86 ausgelöst, weil der zweite Ausgang Q 2 ein L-Signal abgibt Jetzt ist der Schalttransistor 89 gesperrt
und der Schalttransistor 88 leitend, so daß das Ausgangssignal des Umkehrverstärkers 87 dem Korrektureingang
B der Impulsverlängerungsstufe 64 zugeführt wird. Die Eingangsspan nun? am Korrektureingang
#ist daher niedriger als es dein Ausgangssignal des Sauerstoff-Meßfühlers 41 entspräche. Im Gegensatz
zur ersten Ve-ntilgruppe wird daher !"ei der zweiten
Ventilgruppe 85,86 der Einspritzimpuls verlängert und die Luftzahl L 2 nimmt einen Wert an, der kleiner als 1.0
ist (fettes Gemisch). Die Abweichung der beiden Luftzahten L 1 und L 2 vom Mittelwert (Unsymmetrie)
ist dabei wie bei den drei ersten Ausführungsbeispielen
um so größer, <e niedriger die Reaktortemperatur ist.
Der Unterschied gegenüber den drei ersten Ausführungsbeispielen besieht also darin, daß bei diesen die
erste Luftzahl L 1 im gemeinsamen Ansaugrohr fi un/H
die zweite Luftzahl 1.2 in der Abgas-Sammelleitung 23 eingestellt wird, während beim vierten Ausführungsbeispiel
beide Luftzahlen in 7wei Gruppen von Ansaugleitungen 14, 15 bzw. 16, 17 eingestellt werden. Beim
vierten Ausführungsbeispiel liefern während des Warmlaufes die mit magerem Gemisch betriebenen Zylinder
die Zusatzluft in die Abgas-Sammelleitung 23, während von den mit fettem Gemisch betriebenen Zylindern die
unverbrannten Kohlenwasserstoffe und das Kohlenmonoxid kommen, weiche zusammen mit der Zusatzluft
in der thermisch isolierten Abgäs-Sämmelieiiung 23
verbrannt werden.
Beim fünften Ausführungsbeispiel nach Fi.g. 10 sind wieder Bauteile, die bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
auch verwendet werden, mit dc:n
S gleichen Bezugszahlen bezeichnet; sie werden nicht mehr gesondert beschrieben. Abweichend von den
anderen Ausführungsbeispielen sind beim fünften
Ausführangsbeispiel zwei getrennte Vergaser vorgesehen.
Ein erster Vergaser besteht aus einem Ansaugrohr
,o 133, einer Drosselklappe 18a und einer Kraftstoffdüse
19a Er führt den beiden Ansaugleitungen 14, 15 Ldft-KrafLstoff-Gemisch zu. Ein zweiter Vergaser mit
einer Drosselklappe 186, und einer Kraftstoffdüse 196.
die in einem Ansaugrohr 136 angeordnet sind, versorgt die beiden anderen Ansaugleitungen 16, 17. Jedem
Vergaser ist ein getrenntes Luftfilter 12a, 126 vorgeschaltet Zwischen der Kraftstoffleitung 20 und den
Kraftstoffdüsen 19a, 196 liegen zwei veränderbare Drosselstellen 53a. 536.
Zur Ansteuerung der beiden veränderbaren Drosselsteilen 53a. 536 dienen zwei Regelverstärker 45a, 456.
An den erstew Regelverstärker 42 ist wie beim vierten Ausführungsbeispiel der Umkehrvers -j-ker 87 angeschlossen.
Vom Ausgang des Vorverstärke, s 44 führen zwei Addierwiderstände ICO, 101 zu den Eingängen der
Regelverstärker 456. 45a. Ein weiterer Addierwiderstand ;02 liegt zwischen dem Ausgang des ersten
Regelvers-jrkers 42 und dem Eingang des Regelverstärkers
45a. Schließlich liegt noch ein weiterer Addierwiderstand 103 zwischen dem Ausgang des Umkehrverstärkers
87 und dem Eingang des Regelverstärkers 456.
Die Funktionsweise des fünften Ausführungsbeispiels nach Fig. 10 ähnelt sehr stark der Funktionsweise des
vierten Ausführungsbeispiels. Der Ausgang des Vorverstärkers
44 im zweiten Regelkreis steuert symmetrisch beide Regelverstärker 45a, 456 für die Kraftstoffzumessung
an. Mit Hilfe des zweiten Regelkreises wird also weiterhin die Luftzahl L auf den vorgewählten
Optimalwert eingeregelt Wenn die Reaktortemperatur
unter der gewünschten Betriebstemperatur liegt, dann gibt der erste Regelverstärker 42 ein Ausgangssignai ab,
das die beiden Regelverstärker 45a, 456 wegen des zwischengeschalteten Umkehrverstärkers 87 in entgegengesetztem
Sinne beeinflußt Es wird also z. B. im Regelverstärker 45a ein fettes und im Rege! .-erstärker
456 ein mageres Gemisch eingestellt Der erwünschte Grad der Unsymmetrie zwischen den beiden Luftzshlen
L 1 und L 2 in den beiden Vergasern läßt sich durch die Dimensionierung der Addierwiderstände 102, 103
einstellen. Wie beim vierten Ausführungsbeispiel ist die Unsymmetrie wieder um so größer, je niedriger die
Temperatur des Thermoreaktors 28 ist.
Es ist ohne weiteres möglich, an Stelle der veränderbaren Drosselsteüen 53a, 536 bei den beiden
Vergasern je einen Bypass mit einem Bypassventil
vorzusehen. Die Funktionsweise des fünften Ausführnnc7chpicnjplc vjirH ^oAttr-z^h nicht b2e!"f!"St.
Das zur Entgiftung der Abgase verwendete /erfahren ist bei allen fünf Ausführungsbeispielen grundsätz-Hch
gleich: Zunäch-t wird in einem zweiten Regelkreis die Luftzahl L des den Zylindern zugeführten Luft-Kraftstoff-Gemisches
geregelt. Bei zu niedriger Reaktortemperatur wird weiterhin mit Hilfe des ersten
Regelkreises wenigstens bei einem Teil der Zylinder das
Gemisch mit Kraftstoff angereichert, so daß sich eine erhöhte Grundemisüon an Kohlenwasserstoffen und
Kohlenmonoxid ergibt. Diese erhöhte Grundemission wird durch die Zugabe von Zusatzluft — wiederum mit
Hilfe des zweiten Regelkreises - genau kompensiert,
so daß im Thermorcaklor eine möglichst vollständige Nachverbrennung stattfinden kann.
Beim vierten und fünften Ausführungsbeispiel wird die Zusatzluft Ober einen Teil der Zylinder geführt; sic
ist daher beim Austritt aus den Zylindern schon sehr
stark erhitzt, und eine Zündung des Abgas-Zusatzluft-Gemisches ist auch schon weit unterhalb der Reaktor-Betriebstemperatur
sichergestellt. Diese Zündung dieses Abgas-Zusatzluft-Gemisches kann bei den ersten
drei Ausführungsbeispielen Schwierigkeiten bereiten, wenn die Brennkraftmaschine Ii in sehr kalter
Umgebung warmläuft und. wenn gleichzeitig aus konstruktiven Gründen die Druckleitung 34 nicht nahe
genug bei den Auslaßventilen in die Abgasleitüngen 24
bis 27 mündet Abhilfe kann in diesem Fall dadurch geschaffen werden, daß während des Warmlaufes der
Brennkraftmaschine — wie es schon anderweitig vorgeschlagen worden ist — der Zündzeitpunkt in
Abhängigkeit vom Ausgangssignal des ersten Regclverstärkers 42 in Richtung auf Spätzündung verschoben
wird. Bei Spätzündung schlagen nämlich nach dem Öffnen der Auslaßventile noch lange Flammen in die
Abgasleitungen 24 bis 27,
Schließlich sei noch ein weiterer gemeinsamer Vorteil
aller fünf Ausführuiigsbei.spiele erwähnt: Während des
Warmlaufes hat das den Zylindern zugeführte Gemisch nicht die optimale Luftzahl /, = 0,98, sondern eine stark
davon abweichende Lufizahl. Wie man aus I'ig. IO
sieht, wird dadurch die Grundemission an Slickoxiden wesentlich vermindert. Das ist sehr günstig, weil
zunächst auch der katalytische Reaktor 29 seine Betriebstemperatur von 600 bis 800"C noch nicht
erreicht hat und deshalb die Stickoxide noch nicht reduzieren kann. Die Kohlenwasserstoffe und das
Kohlenmonoxid werden auf jeden Fall auch schon während des Warmlaufes wesentlich besser nachverbrannt,
als es bei bekannten Verfahren möglich ist.
Es kann unter Umständen zweckmäßig sein, einzelne Baueinheiten der fünf beschriebenen Ausführungsbeispicle
auf andere Weise miteinander zu kombinieren als es bei den fünf Ausführungsbeispielen beschrieben ist.
So läßt sich z. B. der vereinfachte Thermoreaktor des
vierten Ausführungsbeispiels auch bei den anderen Ausführungsbeispielen einsetzen. Auch die Antriebe für
die Sekundärluftpumpe 32 sind beliebig gegeneinander austauschbar. So ist es möglich, das beschriebene
Verfahren bei sehr vcrschiederten Arten von Brennkraftmaschinen
und Gemischdosierungssystemen einzusetzen.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
_ ■—_£" —2*
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Verfahren zum Entgiften der Abgase einer Brennkraftmaschine, an deren Abgas-Sammellei- S hing in Reihenschaltung ein erster, zur Oxidation der Kohlenwasserstoffe und dss Kohlenmonoxids dienender Reaktor und ein zweiter, zur Reduktion der Stickoxide dienender Reaktor angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe eines ersten Regelkreises (40,42), der als Meßglied einen Temperaturfühler (40) enthält, die Temperatur der Reaktoren (28,29 bzw. 23,29) durch Zugabe von Zusatzluft geregelt wird und daß mit Hilfe eines zweiten Regelkreises (41, 44, 45) der als Meßglied einen Sauerstoff-Meßfühler (41) enthält, das Massenverhältnis von Luft zu Kraffstoff (Luftzahl L) über ein Gemischdosierungssystem (18, 22 bzw. 18, 53 bzw. 57 bzw. 72) geregelt wird.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzluft wenigstens einem Teil der den einzelnen Zylindern der Brennkraftmaschine (11) zugeordneten Abgasleitungen (24 bis 27) zugeführt wird.3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzluft einem Teil der zu den einzelnen Zylindern der Brennkraftmaschine (11) führenden Ansaugleitungen (14 bis 17) zugeführt wird.4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sekun.'irluftpumpe (32) vorgesehen ist, welche über ein Rückschlagventil (37) und eine Druckleitung (34) mit den Abj-asleitir £en (24 bis 27) verbunden ist5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sekundärluftpumpe (32) ein Sekundärluftfilter (33) vorgeschaltet ist6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärluftpumpe (32) eingangs- seitig über eine Abzweigleitung (62) mit einem Ansaugrohr (13) der Brennkraftmaschine (11) verbunden ist7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärluftpumpe (32) von der Kurbelwelle (31) der Brennkraftmaschine (11) ständig zwangiäufig antreibbar ist8. Vorrichtung nach einem de· Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwanglauf zwischen der Kurbelwelle (31) und der Sekundärluft- pumpe (32) durch eine elektromagnetisch betätigbare Kupplung (öl) unterbrechbar ist9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Regelkreis eine Reihenschaltung aus dem Temperaturfühler (40) einem ersten Regelverstärker (42) und einem Schwellwertschalter (43) enthält und daß der Ausgang des Schweliwertschalters (43) mit dem elektrischen Eingang der Kupplung (61) verbunden ist10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Regelkreis eine Reihenschaltung aus dem Temperaturfühler (40), einem ersten Regelverstärker (42) und einem Schwellwertschalter (43) enthält, daß zwischen der Sekundärluftpumpe (32) und der Druckleitung (34) ein durch eine Magnetwicklung (39) betätigbares 3/2-Wegeventil (35) angeordnet ist und daß die Magnetwicklung (39) an den Ausgang des Schwe.'I-wertschalters (43) angeschlossen ist1 i. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Sekundärluftpumpe (32) und der Druckleitung (34) eine veränderbare Drosselstelle (36) vorgesehen ist, deren elektrischer Eingang mit dem Ausgang des ersten Regelverstärkers (42) verbunden ist12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Sekundärluftpumpe (32) durch einen Elektromotor (55) antreibbar rt, daß der erste Regelkreis eine Reihenschaltung aus dem Temperaturfühler (40) und einen Regelverstärker (54) enthält und daß die Drehzahl des Elektromotors (55) vom Regelverstärker (54) regelbar ist13. Vorrichtung nach einem der Anspräche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Regelkreis eine Reihenschaltung aus dem Sauerstoff-Meßfühler (41), einem Vorverstärker (44) und einem zweiten Regelverstärker (45) enthält14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemischdosierungssystem einen Vergaser mit einer Drosselklappe (18), einer Kraftstoffdüse (19). einem Bypass (21) und einem Bypassventil (22) enthält und daß der elektrische Eingang des elektromagnetisch betätigbaren Bypassventils (22) an den Ausgang des zweiten Regelverstärkers (45) abgeschlossen ist15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemischdosierungssystem einen Vergaser mit einer Drosselklappe (18), einer Kraftstoffdüse (19) und einer der Kraftstoffdüse (19) vorgeschalteten veränderbaren Drosselstelle (53) enthält und daß der elektrische Eingang der elektromagnetisch betätigbaren veränderbaren Drosselstelle (53) an den Ausgang des zweiten Regelverstärkers (45) angeschlossen ist16. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemischdosierungssystem eine Einspritzanlage enthält, die aus wenigstens einer Einspritzdüse (59), einer Fransistorschalteinrichtung (57) und einer Drosselklappe (18) besteht und daß ein die Impulsdauer der Transistorschalteinrichtung (57) beeinflussender Korrektureingang (B) mit dem Ausgang des zweiten Regelverstärkers (45) verbunden ist17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß im Ansaugrohr (13) vor der Drosselklappe (18) ein Luftmengenmesser (58) vorgesehen ist, dessen elektrischer Ausgang an einen die Impulsdauer der Transistorschalteir.richtung (57) beeinflussenden Eingang (AJ angeschlossen isu18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß die TransistorschaH-einriohtune (57) aus der Reihenschaltung eines synchron zur Kurbelwellendrehzahl auslösbaren Impulsgebers (69), eir r Schaltstufe (63) und einer Impulsverlängerungsstufe (64) besteht19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstufe (63) als monostabüe Kippstufe ausgebildet ist, deren Impulsdauer über den Eingang (A) beeinflußbar ist20. Vorrichtung nach Anspruch 18 cder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der Schaltstufe (62) und der Impulsverlängerungsstufe (54) mit einem ODER-Gatter (65) verbunden sind und daß die Einspritzventile (59) vom Ausgang desODER-Gatters (66) über einen Leistungsverstärker (67) ansteuerbar sind.21. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Ansprach 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gemischdosierungssystem eine Einspritzan- S Jage mit einer Zweikanal-Transistorschalteinrichtung (72) und zwei abwechselnd auslösbaren Gruppen von Einspritzventilen (73, 74) enthält, daß die elektrischen Eingänge der beiden Ventflgruppen (73, 74) mit z^ei Ausgängen (E, F) der Zweikanal-Transistorschalteinrichtung (72) verbunden sind und daß ein die Impulsdauer beeinflussender Eingang (D) der Zweikanal-Transistorschalteinrich'jng (72) an den Ausgang des zweiten Regelvef3tärfc-r>s (45) angeschlossen ist22. Vorrichtung nach Anspruch 21. „jurch gekennzeichnet, daß im Ansa'Sgrchr .;5) ein Luftmengenmesser (58) vorgeseh^ i iit, dessen elektrischer Ausgang mit einem uie Impulsdauer beeinflussenden Eingang (A 'er Zweikanal-Transistorschalteinrichtung (72) ver&. ien ist23. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Zweikanal-Transistorschalteinrichtung eine Reihenschaltung aus einem synchron zur Kurbelwellendrehzahl auslösbaren Impulsgeber (69), einer vorzugsweise als monostabile Kippstufe ausgebildete Schaltstufe (63) und einer Impulsverlängerungsstufe (64) enthält und daß die Ausgänge der Schaltstufe (63) und der Impulsverlängerungsstufe (64) mit Eingängen eines ODER-Gatters (66) verbanden sind.24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß an den Impulsgeber (69) eine als Frequenzteiler dienende bistabile Kippstufe (77) mit zwei zueinander komplementären Ausgängen (Qi, Q 2) angeschlossen ist, daß die beiden Ausgänge (Qi, Q2) mit je einem Eingang eines UND-Gatters (79) und eines UND-Gatters (80) verbunden sind und daß der Ausgang des ODER-Gatters (66) mit je einem Eingang der UND-Gatter (79,80) verbunden ist25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die ers*e Gruppe von Einspritzventilen (83,84) über einen leistungsverstärker (81) vom UND-Gatter (79) ansteuerbar isl and daß die zweite Gruppe von Einspritzventilen (85, 86) über einen Leistungsverstärker (82) vom UND-Gatter (80) ansteuerbar ist26. Vorrichtung nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet daß der zweite Regelkreis 5< > eine Reihenschaltung aus dem Sauerstoff-Meßfühler (4i), einem Vorverstärker (44) und einem zweiten Regelverstärker (45) enthält und daß der Ausgang des zweiten kegelverstärkers (45) über einen ersten Addierwiderstano (92) an einen die Impulsdauer beeinflussenden Korrektureingang (B) der Impulsverlängerungsstufe (64) angeschlossen ist27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Regelkreis eine Reihenschaltung aus dem Temperaturfüh- ler (40) und einem ersten Regelverstärker (42) enthält, daß dar erste Regelverstärker (42) über einen vom Ausgang (Q 1) angesteuerten Schalttransistor (89) und einen dritten Addierwiderstand (94) mit dem Korrektureingang (B) verbindbar ist und daß der Ausgang des ersten Regelverstärkers (42) über eine Reihenschaltung aus einem Umkehrverstärker (87), sinem vom Ausgang (Q 2) angesteuer ten Schalttransistor (88) und einem zweiten Addierwiderstand (93) mit dsm Korrektureingang (B) verbindbar ist28. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Gemischdosierungssystem zwei Vergaser (18a, 19a bzw. i9b, i9b) vorgesehen sind, die jeweils die Häifte der Zylinder der Brennkraftmaschine (11) mit Luft-Kraftstoff-Gemisch versorgen, daß zur Regelung der Luftzahlen (Li, L2) für jeden der Vergaser ein zum zweiten Regelkreis gehörender Regelverstärker (45a, 45b) vorgesehen ist und daß der erste Regelkreis eine Reihenschaltung aus dem Temperaturfühler (40), einem ersten Regelverstärker (42) und einem Umkehrverstärker (87) enthält29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorverstärker (44) über je einen Addierwiderstand (100,101) an die Eingänge der Regelverstärker (45a. 45AJ angeschlossen ist daß der erste Regelverstärker (42) über einen Addierwiderstand (102) mit dem Eingang des einen zum zweiten Regelkreis gehörenden Rcf ;Iverstärkers [4Sa) verbunden ist und daß der Umkehrverstärker (87) über einen Addierwiderstarid (103) am Eingang des anderen zum zweiten Regelkreis gehörenden Regelverstärkers (456/Iiegt30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 29, dadurch gekennzeichnet daß der erste Reaktor (28) als Thermoreaktor und der zweite Reaktor (29) als katalytischer Reaktor ausgebildet ist31. Vorrichtung nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet daß die Abgasieitungen (24, 25,26, 27) und die Abgas-Sammelleitung (23) mit einer thermisch isolierten Wand (71) versehen und als Thermoreaktor vorgesehen sind.32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet daß eine mit der Saugseite der Sekundärluftpumpe (32) verbundene Abzweigleitung (62) zwischen dem Luftmengenmesser (58) und der Drosselklappe (18) an dis Ansaugrohr (13) angeschlossen ist
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