DE220729C - - Google Patents

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DE220729C
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electric motor
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66CCRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
    • B66C3/00Load-engaging elements or devices attached to lifting or lowering gear of cranes or adapted for connection therewith and intended primarily for transmitting lifting forces to loose materials; Grabs
    • B66C3/14Grabs opened or closed by driving motors thereon
    • B66C3/18Grabs opened or closed by driving motors thereon by electric motors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manipulator (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 220729 KLASSE 35 δ. GRUPPE
OTTO KAMMERER in CHARLOTTENBURG.
Greifer mit eingebautem Motor. Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. September 1908 ab.
Bei den bisher in großer Zahl ausgeführten Greifern wird die Schließbewegung in der Regel durch das Hubseil bewirkt, wodurch eine Entlastung des Greifergewichtes und infolgedessen eine Beeinträchtigung der Greifwirkung herbeigeführt wird. Der Vorschlag, diesen Nachteil dadurch zu beseitigen, daß man einen Elektromotor für die Schließbewegung auf dem Greifer selbst anbringt, ist bereits gemacht worden; der praktischen Ausführung treten hierbei aber Schwierigkeiten entgegen. Es kommt zunächst darauf an, die Schaufeln des Greifers ganz genau bis in die Schließlage zu bringen, den Elektromotor also rechtzeitig anzuhalten. Wird der Motor zu früh angehalten, so bleibt eine kleine Lücke, durch die der Kohlengrus herausfällt; wird dagegen der Elektromotor auch nur um eine zehntel Sekunde zu spät angehalten, so entstehen infolge der Massenwirkung des Elektromotorankers große Kräfte, die den Greifer unter Umständen zerstören können. Diese Schwierigkeit wird noch durch den Umstand vermehrt, daß gerade gegen Schluß der Bewegung der größte Widerstand zu überwinden ist, weil die größten Kohlenstücke bzw. Erzstücke von den Schaufelkanten durchschnitten werden müssen. Selbsttätig wirkende Endausschalter wirken viel zu unsicher, um auf eine zehntel Sekunde genau die Ausschaltung zu bewirken.
Diese Schwierigkeit kann man vielmehr nur besiegen, wenn man ein Triebwerk verwendet, das eine zwangläufige Endbewegung herbeiführt. Als einfachstes Triebwerk dieser Art ist das Kurbeltriebwerk zu bezeichnen, das zwar für Maschinen der verschiedensten Art verwendet worden ist, das aber für Greifer bisher Anwendung nicht gefunden hat.
Eine zweite Schwierigkeit ergibt sich aus der großen Übersetzung, die man zwischen den mit etwa 600 Umdrehungen in der Minute laufenden Elektromotor und zwischen die mit etwa drei Umdrehungen in der Minute laufende Kurbelwelle einbauen muß. Würde man hierzu die üblichen Übersetzungsmittel — Schneckengetriebe oder Stirnräder — wählen, so würde ein sehr umständliches Triebwerk entstehen, das auf einem Greifer keinen Platz fände. Um die große Übersetzung, die ungefähr ι: 200 beträgt, mit einfachsten Mitteln zu bewirken, wird ein Gesperre, zweckmäßig ein Sperrad mit Klinkenhebel o. dgl., als Übersetzungsmittel gewählt. Die Elektromotorwelle oder eine Vorgelegewelle wird, wie die Zeichnung zeigt, mit einer Kurbel d oder einem Exzenter versehen, das eine Sperrklinke hin und her bewegt und dadurch ein Sperrad in Umdrehung versetzt. Die Sperradwelle oder eine Vorgelegewelle trägt die Kurbeln e, die an die inneren Enden der Greiferhälften c angeschlossen sind. Das Sperrad kann als Zahngesperre oder als Reibungsgesperre f, f ausgeführt sein. Die Verwendung des Kurbelgetriebes zum öffnen und Schließen des Greifers bringt den Vorteil mit sich, daß ein stets in derselben Richtung umfaufender Motor benutzt wird, der Greifermotor also nicht umgesteuert zu werden braucht; eine Drehung der Kurbelwelle b um i8o° schließt die Schaufeln, eine zweite Drehung um i8o° im gleichen Drehsinn öffnet die Schaufeln wieder.
40
45
55
60
70
Der Antrieb geschieht, wie beschrieben, am zweckmäßigsten durch einen Elektromotor a, jedoch kann auch ein anderer Motor, z. B. ein Druckluftmotor, Verwendung finden.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Greifer mit eingebautem Motor, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor mittels einer Übersetzung ein Kurbelgetriebe antreibt, dessen Kurbel durch Zugstangen oder Zugketten mit den beiden Greiferhälften verbunden ist.
  2. 2. Motorgreifer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß alsÜbersetzungsmittel zwischen Motorwelle und Kurbelgetriebe ein Gesperre (Zahngesperre oder Reibungsgesperre) dient.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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