DE22065C - Neuerungen an einem Geschwindigkeitsmesser für Lokomotiven - Google Patents
Neuerungen an einem Geschwindigkeitsmesser für LokomotivenInfo
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01P—MEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
- G01P3/00—Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
- G01P3/02—Devices characterised by the use of mechanical means
- G01P3/16—Devices characterised by the use of mechanical means by using centrifugal forces of solid masses
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Zusatz-Patent zu No. 3313 vom 26. Mai 1878.
Patentirt im Deutschen Reiche vom aa. Februar 188a ab. Längste Dauer: 35. Mai 1893.
Die Achse χ X1 trägt das astatische Körpersystem
nebst Spannfeder /. Diese Achse erhält ihre Bewegung von einer kalibrirten Mefsscheibe
p, welche auf einer die Achse schneidenden Welle y derart gelagert ist, dafs sie in
einer zur Achse χ X1 normalen Ebene etwas beweglich ist.
Die Bewegungsübertragung findet durch Zahnräder statt. Der Antrieb der kalibrirten Scheibep,
welche aus hartem Material (Hartgufs) hergestellt wird, erfolgt mittelst Reibung von der
Bandage aus.
Die Achse χ X1 trägt die beiden Zapfen ο ο
und das Lenkerscharnier g; in den Zapfen ο ist das astatische Körpersystem, bestehend aus
einem scheibenförmigen Hauptkörper S S, einer Transmissionsstange eil und einem Lenker eg
derart aufgehängt, dafs es zwischen der ausgezogenen und der punktirten Lage, Fig. 2,
schwingen kann; es ist von besonderer Wichtigkeit, die Winkel entsprechend zu wählen.
An · der Transmissionsstange / / ist in der Achsenrichtung χ X1 die Stopfbüchse h angebracht,
welche durch die Feder f, die mit den Schrauben m m an dem Ende der rotirenden
Achse χ befestigt ist, erfafst wird.
Rotirt die Achse χ X1, so entsteht durch die
in dem astatischen Körpersystem auftretende Centrifugalwirkung das Bestreben, die Feder/
um einen bestimmten Betrag zu spannen. Die hierbei erfolgende Bewegung wird durch ein
leichtes Stängchen z, welches sich nicht mehr drehen mufs, dorthin übertragen, wo abgelesen
und aufgeschrieben werden soll, gewöhnlich in die Höhe und Nähe des Lokomotivführers.
An diesem obersten Ende wird die Bewegung mit Zahnrädchen und Zahnstange durch den
Zeiger r auf einem Zifferblatt ersichtlich gemacht.
Das Stängchen i ist dort, wo der Schreibapparat
angesteckt wird (s. Fig. 3) durch ein Schlitzstück ί unterbrochen, welches ein Scheibchen
/ trägt. Dieses Scheibchen rollt in den Coulissen u U und führt somit an diesem Punkte
das Zeigerstängchen gerade.
In dem Schlitz des Stückes s wird der aus demRegistrirapparat vorstehende Winkelhebel φ φ,
welcher auf dem Stift B gelagert ist, mitgenommen; derselbe bewegt mittelst des Zapfens E1
den schwingenden Hebel η, welcher an einem Ende den Schreibstift γ trägt und am anderen
Ende durch das Lenkerchen £- so erfafst wird, dafs der Stift γ bei Bewegung des Hebels φ φ
eine gerade Linie beschreibt.
Diese Hebel sind insgesammt auf der Platte H gelagert, welche selbst um die Punkte ^1 S drehbar
ist und in eine Lage gebracht werden kann, bei welcher sich der Schreibstift γ von
der Rolle ß, welche den Papierstreifen unter. dem Schreibstift fortbewegt, entfernt, so dafs
die Rolle β frei wird. Für das Andrücken des Papierstreifens an die Rolle β sind noch die
Rollen ß1 ß2 vorhanden, und zwar sind dieselben
derart an der Platte H gelagert, dafs sie sich
elastisch mit Federdruck, an die Rolle β anlegen,
wenn die Platte H in ihre Normalstellung gebracht ist. Diese drei Rollen β ßj ß2
tragen übrigens an einem Ende entsprechende Zahnrädchen CpCp1Cp2, welche sich in der Normalstellung
in Eingriff befinden. Ebenfalls an der Platte H ist der Papierstreifen / in aufgewickeltem
Zustande gelagert. Es ist hiernach erkennbar, dafs nach Einlegen einer solchen Papierrolle in die aufgeklappte Platte H nur
das herunterhängende Ende des Papierstreifens ein wenig gehalten und die Platte H in die
Normallage zurückgeschlagen werden mufs, damit sich der Papierstreifen auf die Rolle β und
zwischen die Druckrollen ßl ß2 richtig einlegt.
Die Welle β wird sodann von der Uhr α bewegt und bewegt somit auch den auf ihr liegenden
Papierstreifen entsprechend proportional der Zeit; der Stift γ verzeichnet seinem Stande gemäfs
hierauf die jeweilige Geschwindigkeit, mit welcher gefahren wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An dem unter No. 3313 patentirten Geschwindigkeitsmesser das astatische Schwungkörpersystem S S1 e ί am Ende der freitragenden Achse χ X1 in Combination mit der durch Coulisse u und Scheibe t geführten Zeigerstange i und mit der auf der schwingenden Platte H gelagerten Hebelverbindung φ η ^ zur Bewegungsübertragung auf den Schreibstift r.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3313T | 1878-05-26 | ||
| DE22065T | 1882-02-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE22065C true DE22065C (de) | 1883-05-11 |
Family
ID=34888270
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188222065D Expired DE22065C (de) | 1878-05-26 | 1882-02-22 | Neuerungen an einem Geschwindigkeitsmesser für Lokomotiven |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE22065C (de) |
-
1882
- 1882-02-22 DE DE188222065D patent/DE22065C/de not_active Expired
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