DE220169C - - Google Patents

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DE220169C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/30General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using sulfur dyes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 220169 -KLASSE Sm. GRUPPE
FERNAND DUPETIT in AMIENS, Frankr.
und ähnlichen Fasern.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. April 1908 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nachbehandlung von Färbungen mit Schwefelfarbstoffen auf Baumwolle und ähnlichen Fasern.
Die große Schwierigkeit beim Gebrauch besonders der blauen und schwarzen Schwefelfarbstoffe liegt in der schnellen Oxydation, welche leicht zu ungleichen Färbungen führt. Dieser Fehler, der in den Stücken, besonders
ίο an den Kanten und auf den Strähnen als Bronzierung auftritt, ist besonders bedingt durch die Einwirkung der Luft während des Färbens und Spülens. Es sind auch schon verschiedene Versuche gemacht worden, diese Fehler zu vermeiden; die erhaltenen Resultate sind aber nicht tadellos.
Das Verfahren, das Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, vermeidet die vorerwähnten Übelstände vollkommen und gibt vollständig gleichmäßige Färbungen. Es ist für alle Schwefelfarbstoffe anwendbar.
Durch das vorliegende Verfahren wird die Oxydation der Farbstoffe dadurch verhindert, daß man durch Anwendung eines Säurebades auf dem Carbonate und Sulfide aus der Flotte enthaltenden Gewebe eine dünne Schicht eines Gases, das ohne Wirkung auf das Gewebe ist, erzeugt und so den Zutritt der Luft verhindert.
Bei Verwendung des reduzierend wirkenden Schwefelwasserstoffes als Gas wird außerdem eine. Egalisierung der Färbung erzielt.
Es ist bereits bekannt, Baumwolle mit Schwefelfarbstoffflotten zu färben, die neben Schwefelnatrium Alkalicarbonate enthalten, und nach der Färbung durch Essigsäure zu passieren. Es wird aber dabei nach dem Färben gründlich mit Wasser gespült, und die ' * letzte Spülung mit Säure hat nur den Zweck, die Alkalien und Schwefelalkalien, die etwa noch vorhanden sein sollten, zu neutralisieren bzw. zu entfernen. Es ist auch schon so gearbeitet worden, daß man Säure bzw. saure Salze direkt dem Färbebade zugesetzt hat, aber nur in ganz bestimmter Menge, zu dem Zweck, das im Bade vorhandene freie Alkali zu neutralisieren.
Vorliegendes Verfahren geht dagegen in folgender Weise vor sich:
Man bereitet das Färbebad auf gewöhnliche Weise aus Schwefelfarbstoff, Schwefelnatrium und Soda und fügt noch Natriumbicarbonat, Natriumsulfat oder Kochsalz hinzu.
Die Bäder können beispielsweise folgendermaßen zusammengesetzt sein:
Erstes Beispiel der Färbung auf dem Jigger: Kochendes Wasser 200 1, kalziniertes Schwefelnatrium 250 g, Solvaysoda 500 g, Katigenindigo RL extra Friedr. Bayer & Co. 200 g, kalziniertes Schwefelnatrium 200 g, Natriumbicarbonat 5 kg, Natriumsulfat 10 kg.
Zweites Beispiel der Färbung auf dem Jigger: Kochendes Wasser 2001, kalziniertes Schwefelnatrium 250 g, Solvaysoda 500 g, 750 g Katigenindigo CL extra Friedr. Bayer & Co., 750 g kalziniertes Schwefelnatrium, 5 kg Natriumbicarbonat, Natriumsulfat 5 kg.
In einem der so vorbereiteten Färbebäder
(2. Auflage, ausgegeben am 14. Januar igri.)
färbt man auf gewöhnliche Weise auf dem Jigger an freier Luft. Man gibt acht bis zehn Durchzüge, dann geht man gleich nach dem letzten Durchzug in ein stark saures kaltes Bad, ohne vorher auszupressen, auszuspülen oder zu oxydieren.
Man kann im Säurebad arbeiten, z. B. während 20 Minuten auf dem Jigger.
Das Säurebad kann z, B. folgende Zusammensetzung haben: Kaltes Wasser 700 1, Essigsäure 10 1.
In dem Säurebad entwickelt sich, da die Färbeflotte Carbonate und Sulfide enthält, Kohlensäure und Schwefelwasserstoff, die auf dem Gewebe selbst entstehen und von denen das eine die Färbung vor der Oxydation bewahrt und das andere, indem es die oxydierten Teile reduziert, die Färbung egalisiert.
Nach dem Durchgang durch das Säurebad wäscht man mit fließendem Wasser, um die letzten Spuren der Säure zu entfernen, und läßt das Stück sich von selbst oder im Oxydationsbad oxydieren. Man bemerkt im Verlauf dieses letzten Auswaschens, daß die Farbe sich allmälich entwickelt in dem Maße, als die Säure verdünnter wird.
Man kann die Fixierung der Farbe. vervollständigen durch einen Durchgang der Ware durch ein oxydierendes Bad, das Bichromat oder Wasserstoffsuperoxyd oder ein anderes gleichwirkendes Mittel enthält. Man kann auch in gewissen Fällen das Ausspülen nach dem Säurebad weglassen und mit Hilfe eines oxydierenden Mittels fixieren.
Als Beispiel eines oxydierend wirkenden Bades kann man folgendes geben: Kaltes Wasser 700 1, Kaliumbichromat 500 g, Natriumbisulfit von 40 ° Be. 5 1 20 Minuten behandeln und waschen.
Die Essigsäure wie das Natriumbicarbonat können durch gleichwirkende andere Mittel ersetzt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Nachbehandlung von Färbungen mit Schwefelfarbstoffen auf Baumwolle und ähnlichen Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Sulfide und Carbonate enthaltenden Färbebade kommende Ware unmittelbar, ohne zu spülen, in ein Säurebad gebracht wird.
    Berlin. Gedruckt in der Reichs druckerei.
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