DE220169C - - Google Patents
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- DE220169C DE220169C DENDAT220169D DE220169DA DE220169C DE 220169 C DE220169 C DE 220169C DE NDAT220169 D DENDAT220169 D DE NDAT220169D DE 220169D A DE220169D A DE 220169DA DE 220169 C DE220169 C DE 220169C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
- D06P1/00—General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
- D06P1/30—General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using sulfur dyes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 220169 -KLASSE Sm. GRUPPE
FERNAND DUPETIT in AMIENS, Frankr.
und ähnlichen Fasern.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nachbehandlung von Färbungen
mit Schwefelfarbstoffen auf Baumwolle und ähnlichen Fasern.
Die große Schwierigkeit beim Gebrauch besonders der blauen und schwarzen Schwefelfarbstoffe
liegt in der schnellen Oxydation, welche leicht zu ungleichen Färbungen führt.
Dieser Fehler, der in den Stücken, besonders
ίο an den Kanten und auf den Strähnen als Bronzierung auftritt, ist besonders bedingt
durch die Einwirkung der Luft während des Färbens und Spülens. Es sind auch schon
verschiedene Versuche gemacht worden, diese Fehler zu vermeiden; die erhaltenen Resultate
sind aber nicht tadellos.
Das Verfahren, das Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, vermeidet die vorerwähnten
Übelstände vollkommen und gibt vollständig gleichmäßige Färbungen. Es ist für alle Schwefelfarbstoffe anwendbar.
Durch das vorliegende Verfahren wird die Oxydation der Farbstoffe dadurch verhindert,
daß man durch Anwendung eines Säurebades auf dem Carbonate und Sulfide aus der Flotte
enthaltenden Gewebe eine dünne Schicht eines Gases, das ohne Wirkung auf das Gewebe
ist, erzeugt und so den Zutritt der Luft verhindert.
Bei Verwendung des reduzierend wirkenden Schwefelwasserstoffes als Gas wird außerdem
eine. Egalisierung der Färbung erzielt.
Es ist bereits bekannt, Baumwolle mit Schwefelfarbstoffflotten zu färben, die neben
Schwefelnatrium Alkalicarbonate enthalten, und nach der Färbung durch Essigsäure zu
passieren. Es wird aber dabei nach dem Färben gründlich mit Wasser gespült, und die ' *
letzte Spülung mit Säure hat nur den Zweck, die Alkalien und Schwefelalkalien, die etwa
noch vorhanden sein sollten, zu neutralisieren bzw. zu entfernen. Es ist auch schon so gearbeitet
worden, daß man Säure bzw. saure Salze direkt dem Färbebade zugesetzt hat, aber nur in ganz bestimmter Menge, zu dem
Zweck, das im Bade vorhandene freie Alkali zu neutralisieren.
Vorliegendes Verfahren geht dagegen in folgender Weise vor sich:
Man bereitet das Färbebad auf gewöhnliche Weise aus Schwefelfarbstoff, Schwefelnatrium
und Soda und fügt noch Natriumbicarbonat, Natriumsulfat oder Kochsalz hinzu.
Die Bäder können beispielsweise folgendermaßen zusammengesetzt sein:
Erstes Beispiel der Färbung auf dem Jigger: Kochendes Wasser 200 1, kalziniertes Schwefelnatrium
250 g, Solvaysoda 500 g, Katigenindigo RL extra Friedr. Bayer & Co. 200 g, kalziniertes
Schwefelnatrium 200 g, Natriumbicarbonat 5 kg, Natriumsulfat 10 kg.
Zweites Beispiel der Färbung auf dem Jigger: Kochendes Wasser 2001, kalziniertes Schwefelnatrium
250 g, Solvaysoda 500 g, 750 g Katigenindigo CL extra Friedr. Bayer & Co., 750 g
kalziniertes Schwefelnatrium, 5 kg Natriumbicarbonat, Natriumsulfat 5 kg.
In einem der so vorbereiteten Färbebäder
(2. Auflage, ausgegeben am 14. Januar igri.)
färbt man auf gewöhnliche Weise auf dem Jigger an freier Luft. Man gibt acht bis
zehn Durchzüge, dann geht man gleich nach dem letzten Durchzug in ein stark saures kaltes
Bad, ohne vorher auszupressen, auszuspülen oder zu oxydieren.
Man kann im Säurebad arbeiten, z. B. während 20 Minuten auf dem Jigger.
Das Säurebad kann z, B. folgende Zusammensetzung haben: Kaltes Wasser 700 1, Essigsäure
10 1.
In dem Säurebad entwickelt sich, da die Färbeflotte Carbonate und Sulfide enthält,
Kohlensäure und Schwefelwasserstoff, die auf dem Gewebe selbst entstehen und von denen
das eine die Färbung vor der Oxydation bewahrt und das andere, indem es die oxydierten
Teile reduziert, die Färbung egalisiert.
Nach dem Durchgang durch das Säurebad wäscht man mit fließendem Wasser, um die letzten Spuren der Säure zu entfernen, und läßt das Stück sich von selbst oder im Oxydationsbad oxydieren. Man bemerkt im Verlauf dieses letzten Auswaschens, daß die Farbe sich allmälich entwickelt in dem Maße, als die Säure verdünnter wird.
Nach dem Durchgang durch das Säurebad wäscht man mit fließendem Wasser, um die letzten Spuren der Säure zu entfernen, und läßt das Stück sich von selbst oder im Oxydationsbad oxydieren. Man bemerkt im Verlauf dieses letzten Auswaschens, daß die Farbe sich allmälich entwickelt in dem Maße, als die Säure verdünnter wird.
Man kann die Fixierung der Farbe. vervollständigen
durch einen Durchgang der Ware durch ein oxydierendes Bad, das Bichromat oder Wasserstoffsuperoxyd oder ein anderes
gleichwirkendes Mittel enthält. Man kann auch in gewissen Fällen das Ausspülen nach
dem Säurebad weglassen und mit Hilfe eines oxydierenden Mittels fixieren.
Als Beispiel eines oxydierend wirkenden Bades kann man folgendes geben: Kaltes
Wasser 700 1, Kaliumbichromat 500 g, Natriumbisulfit von 40 ° Be. 5 1 20 Minuten behandeln
und waschen.
Die Essigsäure wie das Natriumbicarbonat können durch gleichwirkende andere Mittel
ersetzt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Nachbehandlung von Färbungen mit Schwefelfarbstoffen auf Baumwolle und ähnlichen Fasern, dadurch gekennzeichnet, daß die aus dem Sulfide und Carbonate enthaltenden Färbebade kommende Ware unmittelbar, ohne zu spülen, in ein Säurebad gebracht wird.Berlin. Gedruckt in der Reichs druckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE220169C true DE220169C (de) |
Family
ID=481242
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT220169D Active DE220169C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE220169C (de) |
-
0
- DE DENDAT220169D patent/DE220169C/de active Active
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