DE94015C - - Google Patents

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DE94015C
DE94015C DENDAT94015D DE94015DA DE94015C DE 94015 C DE94015 C DE 94015C DE NDAT94015 D DENDAT94015 D DE NDAT94015D DE 94015D A DE94015D A DE 94015DA DE 94015 C DE94015 C DE 94015C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/22General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using vat dyestuffs including indigo
    • D06P1/228Indigo

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Juli 1896 ab.
Der Patentinhaber veröffentlichte im Jahre 1891 (Leipziger Färber-Zeitung 1891, S. 205) als der erste Untersuchungen über das Verhalten der mit Permanganaten behandelten Wollfaser in der Indigoküpe. Weitere Versuche, welche mit anderen Sauerstoffüberträgern behufs sogenannter Oxydation der Wollfaser und nachheriger Färbung in der Indigoküpe vorgenommen wurden, ergaben sä'mmtlich ein negatives Resultat; die vorher mit Chlorkalk, chlorsauren Salzen oder Vanadin- oder Cerverbindungen behandelte Wollfaser zeigte nach dem Färben in der Indigoküpe keine Mehraufnahme von Indigo und keine tiefere Farbschattirung.
Die mit Permanganaten behandelte Wollfaser dagegen zeigte eine tiefer blaue Färbung; diese verschwand aber beim nachträglichen Waschen mit Seife oder alkalischen Verbindungen , so dafs schliefslich kein Unterschied in der Färbung gegenüber ungebeizter Wollfaser festzustellen war. Die mit Permanganaten behandelte Wollfaser erlangt die tiefer blaue Farbe nicht durch Oxydation, sondern durch die entstandene braune Färbung des auf der Wolle entstandenen Lackes von Mangansuper-Oxydhydrat; wird letzterer zerstört, z.B. durch eine saure Bisulfitlösung, so zeigt die so behandelte Wollfaser keine Mehraufnahme von Indigoblau.
Wesentlich andere Resultate erhält man, wenn dem Oxydationsbade mit dem Permanganat gleichzeitig eine geeignete Beize zugesetzt wird. Die schwefligsauren Verbindungen der Thonerde und des Chroms erwiesen sich hierzu als die geeignetsten. So behandelte Wolle kann direct aus dem Oxydationsbade (Kaliumpermanganat und Chrom- oder Thonerdebisulfit) in die Indigoküpe gebraqht oder vom Permanganatbade in die Lösungen von schwefligsaurer Thonerde oder schwefligsaurem Chrom geführt und dann erst in der Indigoküpe geblaut werden. Je nach der Concentration der Salzlösungen erhält man entsprechend dunklere Färbungen in der Indigoküpe; die so gewonnene tiefer blaue Farbe ist vollkommen waschecht, selbst bei Behandlung mit concentrirter Sodalösung, und zeigt auch den charakteristischen Test der Salpetersäure.
Beim Passiren der mit Permanganat oxydirten Wollfaser in den Bädern von Thonerde- oder Chrombisulfit befestigt sich Thonerde oder Chromoxyd unlöslich auf derselben, ohne dafs hierbei höhere Hitzegrade erforderlich wären, und zwar erfolgt dies in einer bisher nicht bekannten Weise: die schweflige Säure aus dem Thonerde- oder Chrombisulfit entfernt hier den auf der oxydirten Wollfaser abgelagerten braunen Lack von Mangansuperoxydhydrat, während sich zu derselben Zeit die Thonerde oder das Chromoxyd unlöslich auf der Wollfaser fixirt. Diese Operation kann bei gewöhnlicher Temperatur (20 bis 220 C.) vorgenommen werden.
Eine Anwendung von Thonerde - oder Chromsalzen zur besseren Fixirung des Indigos beim Färben in der Indigoküpe ist bisher nicht bekannt. Das Ansieden von Indigofärbungen mit Alaun (vgl. Hummel-Knecht, Färberei, 2. Aufl., S. 228) hat mit der vorliegenden Erfindung nichts gemein.· Beim vorherigen Beizen der zu küpenden Wollfaser gemäfs
(2. Auflage; ausgegeben am 75. Oktober i8gy.)
Patentschrift Nr. 84974 (Klasse 8, W. Stephan in Guben) wird die von der Wollfaser aufgenommene Chromsäure erst in einem zweiten Bade zu Chromoxyd reducirt und die Beize wirkt lediglich als Beize für das nachfolgende Ausfärben mit Alizarinfarbstoffen, nicht aber als Beize für das in der Indigoküpe enthaltene Indigweifs.
Beispiel 1. Die gewaschenen Wollgarne werden mit einer Lösung von 5 pCt. übermangansaurem Kali, 1 pCt. schwefligsaurem Magnesium und 2 pCt. schwefligsaurer Thoneräe (auf das Gewicht der Wolle bezogen) bei 500 C. behandelt, gespült und in die warme Indigoküpe gebracht.
Beispiel' 2. Man behandelt die Wollgarne mit einer Lösung von 5 pCt. Übermangansaurem Kali, bringt die Garne hierauf in eine Lösung von 10 pCt. Chrombisulfit, behandelt 15 Minuten lang bei 250C, spült und bringt dann in eine warme oder eine Hyposulfitindigoküpe.

Claims (1)

  1. Pat ent-Anspruch:
    Verfahren zur Ersparnifs an Indigo beim Färben von Wolle, gekennzeichnet durch die vorherige Behandlung der Wolle mit einer Lösung von Alkalipermanganat und Aluminiumoder Chrombisulfit.
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