DE218652C - - Google Patents

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DE218652C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/12Keyboards; Keys

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Multimedia (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 218652 KLASSE 51 #. GRUPPE
der Tasten an Kurven liegen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Dezember 1908 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Klaviaturen für Klaviere, Orgeln u. dgl.. Musikinstrumente und bezweckt, eine derartige Ausbildung der Klaviatur herbeizuführen, bei welcher die Tasten bequemer als bei bisherigen Anordnungen unter den Fingern des Spielers liegen, so daß das Instrument mit großer Geschwindigkeit und Leichtigkeit gespielt werden kann. Die Verbesserungen sind auf gekrümmte KIaviaturen im allgemeinen anwendbar, aber am besten werden sie in Verbindung mit den in der Patentschrift 211650 beschriebenen Klaviaturen verwendet. Bei diesen sind die Köpfe der weißen Tasten nahe dem mittleren Teile der Klaviatur von größerer als der normalen Länge, d. h. die Ränder der schwarzen und der weißen Tasten bilden gekrümmte Linien, wobei die Krümmung der weißen Tasten am besten flacher verläuft als die der schwarzen Tasten.
Gemäß der Erfindung sind die Tasten nahe dem mittleren Teile der Klaviatur etwas schmaler als diejenigen nahe den Enden der Klaviatur.
Fig. ι zeigt im Umriß eine nach der Erfindung gebaute Klaviatur und läßt erkennen, welche Wirkung es hat, wenn die Tasten in dem mittleren Teile der Klaviatur schmaler sind als diejenigen nahe den Enden.
Fig. 2 ist eine Ansicht der Klaviatur von oben gesehen.
Fig. 3 zeigt einen Teil der in Fig. 2 gezeigten Klaviatur in vergrößertem Maßstabe.
Fig. 4, 5 und 6 zeigen andere Ausführungsarten.
In Fig. ι ist eine Klaviatur der in der Patentschrift 21165 ο dargestellten Art dargestellt. Die Linie abc gibt die Mitte der Klaviatur an. Die gekrümmten Linien ax aa1, b1 hl·1 und c1 cc1 stellen die vorderen Ränder der weißen Tasten, die vorderen Ränder der schwarzen Tasten und die hinteren Ränder der Tasten dar. Wie bei dem genannten älteren Patent wird die Linie, welche die Spitze des kleinen Fingers mit der des Daumens verbindet, wenn die Finger seitlich ausgestreckt sind, der Einfachheit halber als die »Grundlinie« der ausgestreckten Hand genannt werden.
Wenn die Hand in ihrer natürlichen Stellung, d. h. ohne Verdrehung des Handgelenkes, auf den mittleren Teil der Klaviatur aufgebracht wird, so wird die Grundlinie zu den Umrissen der Vorderenden der Tasten unter einem bestimmten Winkel stehen. Wenn sich jedoch die Hand in natürlicher Weise nahe dem Ende der Klaviatur auf dieser befindet, so wird die Grundlinie ungefähr parallel zu den Umrissen der vorderen Enden der Tasten sein.
Betrachtet man die Projektion der Grundlinie einer der in Fig. 1 gezeigten Hände auf einen der Umrisse, der Enden der Tasten, so wird, wenn die Tasten gleich breit sind, und
bei einer bestimmten Ausdehnung der Hand, ein größerer Zwischenraum gespielt werden können, wenn die Hand nahe dem Ende der Klaviatur sich befindet, als wenn sie nahe dem mittleren Teile derselben ist. Wenn daher die Tasten hinsichtlich ihrer Breite von der Mitte der Klaviatur nach den Enden derselben hin zunehmen, so kann die Hand in ihrer natürlichen normalen Stellung das gleiche Intervall an
ίο jedem Teile der Klaviatur bei derselben Ausdehnung der Finger spielen. Es kann daher eine normale Handstellung in allen Teilen der Klaviatur aufrecht erhalten werden.
Die gekrümmte Tastatur in Fig. 2 ist gemäß der vorliegenden Erfindung ausgeführt. Die Umrißlinien a1 aa1, b1 bb1 und c1 cc1 sind, wie in der Patentschrift 211650 beschrieben, gesetzt. Die Linie ab c ist wieder die Mittellinie der Klaviatur. Die weißen Tasten werden so bemessen, daß sie von der Mitte der Klaviatur aus nach und nach an Breite zunehmen. Der Grad der Fächerung wird dadurch bestimmt, daß die Linien, welche benachbarte weiße Tasten trennen, senkrecht zu der Umrißlinie a1 aa1 angeordnet werden. Zieht man die Linie c1 d1 parallel zur Mittellinie abc und die Linie a1 d1 senkrecht zur Linie c1 d1, so beträgt die Entfernung a1 d1 beispielsweise 40 mm,
Ein Verfahren, die Tasten so zu bemessen, daß ein gleichmäßiger Zuwachs der schwarzen Tasten und der hinteren Teile der weißen Tasten erhalten wird, ist in Fig. 3 veranschaulicht, welche einen Teil der Klaviatur in vergrößertem Maßstabe zeigt. Die die Tasten E und F sowie H und C trennenden Linien sind nach rückwärts zu der Umrißlinie c1 cc1 verlängert.
Die einzelnen Gruppen sind dann wie folgt geteilt: Die Mittelnote D der kleinen Gruppe,
d. h. D, ist durch eine Linie α6 δ6 halbiert, und diese Linie erstreckt sich bis zu c6. Die Linien c4 ce, δ4 δ6 werden dann in fünf gleiche Teile geteilt und ebenso die Linien ce c3 und δ6 δ3, wodurch die Punkte c7 c8 ... c14 bzw. δ7 δ8 ...
δ14 bestimmt werden. Die Linien δ10 c10 und δ8 c8 bestimmen so die Grenzen der schwarzen Note Dis und die Linien δ11 c11 und δ13 c13 bestimmen die Grenzen der schwarzen Note Cis.
Die die Noten F bis H enthaltende Gruppe wird dann in ähnlicher Weise eingeteilt. Die die weißen Tasten G und A trennende Linie, beispielsweise α15 δ16, wird bis c15 verlängert. Die Linien c3 c15, δ3 δ15, c15 c2, δ15 δ2 werden dann je in sieben Teile geteilt, so daß der Raum zwischen den Umrißlinien δ1 δδ1 und c1 cc1 in vierzehn Teile geteilt wird, wovon jede Taste zwei einnimmt.
Fig. 4 zeigt ein anderes Verfahren, die KIaviatur auszuführen. Die Umrißlinien a1 ad1, b1 bb1, c1 cc1 werden zuerst, wie in der Patentschrift 211650 beschrieben, bestimmt, und die weißen Tasten werden dann von nach und nach zunehmender Breite von der Mitte nach auswärts zu ausgeführt. Die Teillinien α2 δ2 c2, a3 i)S C3 un(j ai foi ci usw_ werden durch von der Mitte der Umrißlinie a1 aa1 gezogene, verlängerte Radien bestimmt. Die Linien c3 c2, δ3 δ2 werden dann in sieben gleiche Teile geteilt, wodurch die schwarzen Tasten zwischen den Linien α2 δ2 c2 und az δ3 c3 bestimmt werden. Ferner werden die Linien c4 c3 und δ4 δ3 in fünf gleiche Teile geteilt, wodurch die schwarzen Tasten zwischen den Linien α4 δ4 c4 und as δ3 c3 bestimmt werden.
Bei der Anordnung nach Fig. 5 sind in jeder Oktave die weißen Tasten gleich breit, aber die Oktaven nahe den Enden der Klaviatur * haben weiße Tasten von größerer Breite als diejenigen der in der Mitte der Klaviatur gelegenen Oktaven.. Beispielsweise hat. die Oktave außerhalb der Teillinie α4 δ4 c4 weiße Tasten, die breiter sind als diejenigen der Oktave rechts von dieser Linie. Die schwarzen Tasten sind in derselben Weise, wie in bezug auf Fig. 2 beschrieben, angeordnet.
Eine nach obigem Grundsatze ausgeführte besonders praktische Anordnung ist wie folgt:
Von den 26 weißen Tasten auf jeder Seite ! der Mittellinie der Klaviatur erhalten zwei der Mittellinie zunächst liegende weiße Tasten vorn die Breite 54/64 englische Linien. Diese zwei Tasten oder, zu beiden Seiten der Mittellinie genommen, vier Tasten sind parallel zur Mittellinie der Klaviatur begrenzt. Dies vermindert den Betrag der Fächerung und ist praktisch und bequem. Die folgenden zwölf weißen Tasten an der Seite der oben erwähnten zwei weißen Tasten werden vorn 55/64 Linien breit ausgeführt. Die übrigen zwölf weißen Tasten erhalten eine vordere Breite von 56/64 Linien.
Bei einer solchen Bemessung kann der Fächerungsbetrag ungefähr derselbe sein wie bei der in Verbindung mit Fig. 2 beschriebenen Ausführungsart, d. h. die Entfernung a1, d1 wird gleich oder etwas kleiner als 40 mm genommen.
Bei gekrümmten Klaviaturen mit Tasten verschiedener Breite kann man die Anordnung auch so treffen, daß die Entfernung zwischen Cis und Dis und Fis und Gis für jede Oktave gleich gemacht werden kann.
In Fig. 6 ist ein solches Verfahren veranschaulicht worden. Die Teillinien α2 δ2 c2 und α1 δ4 c* werden gemäß der Größe der Klaviatur entsprechend bestimmt. Die Linien c4 c2 und δ4 δ2 werden in je zwölf Teile geteilt, wodurch die schwarzen Tasten bestimmt werden. Die weißen Tasten werden dann durch Teilung iao
der Linien α2 as und ~b% b3 in vier nach und nach zunehmende Teile bestimmt. Für die Oktave links von der Linie c4 54 al wird die Einteilung in genau derselben Weise ausgeführt. Die Breite der weißen sowohl wie der schwarzen Tasten ist jedoch größer als in der soeben betrachteten Oktave.
Anstatt in jeder Oktave die weißen Tasten (Fig. 6) von nach und nach zunehmender
ίο Breite zu machen, können die weißen Tasten der Noten C, D, E gleich breit gemacht werden und ebenso die der Noten F, G, A, H.
Ein Vorteil einer gemäß der Erfindung gebauten Klaviatur besteht darin, daß sie wegen der geringeren Breite der nahe der Mitte gelegenen Tasten verhältnismäßig kürzer ausfällt.
Die Fächerung der Tasten mag sich an verschiedenen Stellen der Klaviatur ändern. Jedoch ist es, wie in dem älteren Patent hervorgehoben wurde, nicht wünschenswert, die Fächerung zu weit zu treiben. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, wird ein bequemer Grad von Fächerung dadurch erreicht, daß die Grenzlinien an beiden Enden der Klaviatur mit Radien der vorderen Begrenzungslinie der weißen Tasten in Linie liegen. Wenn eine zu große Krümmung ausgeführt wird, so ist eine nach vorliegendem Grundsatze gebildete »Fächerung« nicht bequem.

Claims (4)

Pate nt-A N Sprüche:
1. Klaviatur für Orgeln, Klaviere u. dgl. Musikinstrumente, bei welchen die Köpfe der Tasten an Kurven liegen, dadurch gekennzeichnet, daß die nahe den Enden der Klaviatur liegenden Tasten breiter sind als die nahe der Mitte liegenden.
2. Klaviatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Tasten von der Mitte nach den Enden der Klaviatur zu allmählich zunimmt.
3. Klaviatur nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Gruppen von weißen Tasten, welche in jede dieser Gruppen gleich breit sind, und wobei die Breite der weißen Tasten in jeder Gruppe um so größer ist,
' je weiter die Gruppe von der Mitte der Klaviatur entfernt ist.
4. Klaviatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der weißen Tasten der zwei mittleren Oktaven gleich, aber schmaler ist als die Breite der weißen Tasten der anderen Oktaven, wobei die letzteren weißen Tasten ebenfalls gleich breit sein können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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