DE217837C - - Google Patents

Info

Publication number
DE217837C
DE217837C DENDAT217837D DE217837DA DE217837C DE 217837 C DE217837 C DE 217837C DE NDAT217837 D DENDAT217837 D DE NDAT217837D DE 217837D A DE217837D A DE 217837DA DE 217837 C DE217837 C DE 217837C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dyes
under
drying
caustic soda
pattern
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT217837D
Other languages
English (en)
Publication of DE217837C publication Critical patent/DE217837C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/22General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using vat dyestuffs including indigo

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVe 217837.—.' KLASSE Sn. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31, August 1906 ab,
Die Farbstoffe, welche im Druck, in Form ihrer Leukoverbindungen fixiert und durch nachträgliche Oxydation entwickelt werden, wurden bisher u. a. in der Weise gedruckt, daß man die mit Natronlauge verdickten Farbstoffe mit' oder ohne Zusatz eines Reduktionsmittels auf die Faser druckte und die Gewebe nach dem Trocknen unter bestimmten Bedingungen dämpfte.
ίο Es wurde nun gefunden, daß man die Färbstoffe auch in der Weise fixieren kann, daß man die angeteigten Farbstoffe ohne Zusatz von Natronlauge mit oder ohne Reduktionsmittel auf die Faser druckt, nach dem Trocknen dann mit Natronlauge überflatscht oder überdruckt und hierauf nach weiterem Trocknen dämpft. ■
Gegenstand vorliegender Erfindung soll aber nicht die Fixierung eines jeden einzelnen Farbstoffes der eingangs gekennzeichneten Gattung für sich nach dem neuen Verfahren sein, sondern nur die Kombination unter sich oder mit solchen Farbstoffen, die bisher mit ihnen zusammen nicht aufgedruckt werden konnten.
Bei derartigen Kombinationen werden ganz besondere Fortschritte erzielt:
Zunächst sei diesbezüglich auf den sogenannten »Konversionsartikei« hingewiesen. Wohl war es bisher möglich, Anilinschwarz und Indanthren*) nebeneinander im »Rapport« zu
*) Das Indanthren kann durch einen beliebigen anderen Farbstoff ersetzt werden, der in Form seiner Leukoverbindung fixiert wird.
drucken; nach dem neuen Verfahren kann man aber schwarzblaue Muster in der Weise erzeugen, daß man ein Gemisch von Indanthren und Anilinschwarz mit der Musterwalze aufdruckt und die so erhaltenen Drucke dann mit Natronlauge mittels einer Streifen- oder anderen Walze überdruckt. Dabei erscheinen sowohl die schwarzen wie die anderen Farben in dem Muster in der gleichen Zeichnung, was im »Rapportdruck« bei einfachen Zeichr nungen nur sehr schwer und bei feinen Zeichnungen überhaupt nicht zu erzielen ist.
Ein weiterer Effekt besteht in folgendem: . Wollte man ein farbiges Muster (z. B. Schwefelschwarz) unter einem abweichend farbigen geflatschten Grund mittels der hier in Betracht kommenden Farbstoffe erzeugen (Thioindigorot, Indigo, Indanthrenfarben), so war dies nach dem früheren Verfahren deshalb nicht möglich, weil das alkalisch aufgedruckte Schwefelschwarz und die allkalische Uberflatschfarbe ineinanderflössen. Nach dem vorliegenden Verfahren, wobei der Farbstoff topisch ohne Alkali aufgedruckt und nur mit der alkalischen Farbe überflatscht wird, lassen sich sehr leicht reine, schöne und scharf stehende Schwarzmuster auf farbigem Grund erreichen.
Ein fernerer mit vorliegendem Verfahren verknüpfter Vorteil wird durch folgendes Beispiel erläutert:
Druckt man Indanthren neben Thioindigorot auf und entwickelt die Drucke durch eine Natronlaugepassage (vgl. Patentschrift Ϊ3240Ζ, Beispiel 2), so wird durch die Natronlauge»
passäge sehr viel von dem Thioindigorot abgezogen. Wird aber der Druck mit Natronlauge überflatscht, so erzielt man sehr schöne intensiv rotblaue Muster.
Beispiele. Zusammensetzung der Druckfarbe:
Reisstärke 100
Traganthschleim 200
Thioindigorot B Teig .... 100
Indigoteig 20 Prozent .... —
Indanthren S i. Teig.....
Flavanthren R i. Teig.... —
Thionblauschwarz B D ... —
Hydrosulfit N F cone 30
Wasser 570
2 3 . 4 5
100 100 100 80
200 200 200 200
100
50
550
100
600
100
600
100
620
1000 g 1000 g
ι. Man druckt auf den Stoff eine Thioindigorotdruckfarbe und eine Indanthrendruckfarbe, deren Zusammensetzung sich aus obiger Tabelle ergibt. Nach dem Trocknen wird der Druck überfiascht mit folgender Druckfarbe:
150 g British Gum pul ν.,
300 g Wasser und
550 g Natronlauge 45 ° Be.
1000 g. .
Nach dem Trocknen wird 3 Minuten bei 100 bis 106 ° gedämpft und dann in Wasser gespült, dem man zwecks besserer Entwicklung der Farbstoffe Bichromat und etwas Säure zusetzen kann.
Man erhält so ein blaurotes Muster in voller Intensität auf weißem Grund. In der gleichen Weise können andere oder mehrere Farbstoffe der hier in Betracht kommenden Gattung nebeneinander aufgedruckt werden.
2. Man druckt ein Muster mit einer Thionblausch warzdruckfarbe, deren Zusammen-Setzung oben angegeben worden ist. Nach dem Trocknen wird mit folgender alkalischen Druckfarbe überfiascht:
100 g Thioindigorot B Teig,
550 g Natronlauge 450Be.,
270 g British Gum 3/2,
30 g Hydrosulfit N F cone,
50 g Wasser
1000 g.
Die Fertigstellung erfolgt in der bekannten Weise. Selbstverständlich kann als Muster ein anderer Farbstoff benutzt werden und in der Übernatschfarbe das Thioindigorot durch andere Farbstoffe ersetzt werden.
1000 g
1000 g 1000 g
3. Man bedruckt den Farbstoff mit folgender Druckfarbe:
100 g Indanthren S Teig,
500 g Stärkeverdickung, 95 g Anilinsalz,
5 g Anilinöl,
25 g chlorsaures Natrium, 50 g Wasser, go
50 g gelbes Blutlaugensalz,
175 g Wasser
1000 g.
Nach dem Trocknen wird mit einer alkalischen Druckfarbe bedruckt, deren Zusammensetzung die gleiche sein kann wie bei 1. angegeben. Die Fertigstellung erfolgt in der bei 1. angegebenen Weise.
Auch in diesem Beispiele kann in der Druckfarbe das Indanthren durch andere Farbstoffe der hier in Betracht kommenden Gattung ersetzt werden.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zur Kombination derjenigen Farbstoffe im Druck, die in Form ihrer Leukoverbindungen fixiert und dann durch Oxydation entwickelt werden, darin bestehend, daß man solche Farbstoffe, z. B. Indigo, Farbstoffe der Indanthrengruppe, Schwefelfarbstoffe, Thioindigo, mit oder ohne Zusatz eines Reduktionsmittels, in geeigneter Weise auf die Faser druckt, hierauf mit Natronlauge überdruckt und nach dem Trocknen dämpft.
2. Eine Ausführungsform des unter 1. beanspruchten Verfahrens zur Erzielung von Konversionseffekten, darin bestehend, daß man ein Gemisch aus den üblichen Dampf- lao
anüinschwarzdruckfarben und den im Patentanspruch ι gekennzeichneten Farbstoffen aufdruckt, die so erhaltenen Drucke alsdann mit Natronlauge überdruckt und nach dem Trocknen dämpft.
3. Eine Ausführungsform des unter 1. beanspruchten Verfahrens zur Erzielung farbiger Muster unter einem abweichenden farbigen geflatschten Grunde, darin bestehend, daß man als Muster einen oder mehrere der im Patentanspruch 1 gekennzeichneten Farbstoffe nur mit neutraler Verdickung aufdruckt und die zum Überflatschen verwendete Natronlauge ebenfalls mit einem oder mehreren der unter 1. gekennzeichneten Farbstoffe versetzt.
Berlin. Gedruckt in der reichsdruckerei.
DENDAT217837D Active DE217837C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE217837C true DE217837C (de)

Family

ID=479118

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT217837D Active DE217837C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE217837C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE217837C (de)
DE519984C (de) Verfahren zur Erzeugung von Buntreserven mit Estersalzen von Leukokuepenfarbstoffen unter Kuepenfarbstoffen
DE539091C (de) Verfahren zur Erzeugung verschiedenfarbiger doppelseitiger Effekte auf Textilgeweben mittels Azofarbstoffen
DE2049154C3 (de) Verfahren zur Erzielung von scheinbar paBgenauen, gegebenenfalls rapportlosen, vielfarbigen Drucken auf Cellulosefasermaterial
DE525302C (de) Verfahren zur Erzeugung von echten Faerbungen und Drucken mit Estersalzen von Kuepenfarbstoffen
DE535249C (de) Verfahren zur Herstellung von echten Faerbungen und Drucken mit Estersalzen von Leukokuepenfarbstoffen auf Baumwolle
DE89590C (de)
AT62838B (de) Verfahren zum Drucken von Küpenfarbstoffen der Anthrachinonreihe.
DE70793C (de) Verfahren zum Drucken von Theerfarben auf Anilinschwarzgrund
DE420634C (de) Verfahren zur Erzeugung von Mischtoenen auf der pflanzlichen Faser
DE1929229C3 (de) Verfahren zur Herstellung rapportlos gemusterter Druckartikel auf textlien Flächengebilden aus nativen oder regenerierten Cellulosefasermaterialien
DE263419C (de)
DE551508C (de) Verfahren zur Herstellung von echten Buntreserven unter Anilinschwarz mit Estersalzen von Leukokuepenfarbstoffen
DE1810307C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Reserveeffekten unter Färbungen oder Drucken mit Dispersionsfarbstoffen auf textlien Flächengebilden aus Synthesefasern
DE337888C (de) Verfahren zum Reservieren von Dampfanilinschwarz mit Farbstoffen, welche durch Chromsalze fixiert werden
DE176426C (de)
DE1929231A1 (de) Verfahren zur Herstellung rapportlos gemusterter Druckartil el auf textilen Flaechengebilden
DE267408C (de)
DE588212C (de) Verfahren zur Herstellung von unloeslichen Azofarbstoffen auf der Faser
DE163276C (de)
DE578649C (de) Verfahren zur Herstellung von Vordruckreserven unter Oxydationsfarbstoffen, namentlich Anilinschwarz
AT33316B (de) Verfahren zur Herstellung von Ätzreserven unter Küpenfarbstoffen auf mittelst Hydrosulfiten ätzbaren Färbungen.
AT16824B (de) Verfahren zur Herstellung von weißen und farbigen Indigo-Reservage-Artikeln.
DE113238C (de)
DE153146C (de)