DE153146C - - Google Patents

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DE153146C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/12Reserving parts of the material before dyeing or printing ; Locally decreasing dye affinity by chemical means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es war bisher unmöglich, bei Verwendung von Farbstoffen, die in alkalischer Flotte gefärbt werden, z. B. den sogenannten Schwefelfarben, Weiß- und Bunteffekte zu erzeugen. Die Ursache lag darin, daß diese Farbstoffe keine genügende Ätzbarkeit besaßen. Auch der Aufdruck von Reserven führte nicht zum Ziel, da deren Beständigkeit in der stark alkalischen Flotte ungenügend war.
ίο Es wurde nun ein Verfahren gefunden, welches ermöglicht, diese Effekte bei Verwendung der genannten Farbstoffe zu erzielen. Dieses Verfahren besteht darin, daß man eine geeignete Reserve aufdruckt, welche Salze von Metallen, \vie Aluminium, Blei, Kupfer, Eisen, Chrom, Nickel, Kobalt, Zink oder Mangan, enthält, sodann trocknet, daraufhin mit Lösungen von kohlensauren Alkalien, Ätzalkalien oder anderen alkalisch wirkenden Salzen behandelt, alsdann scharf trocknet und schließlich in der üblichen Weise ausfärbt. Als Reserven kann man zweckmäßig verwenden ein Gemisch von löslichen Blei- und Kupfersalzen, welchen Pfeifenton, schwefelsaures Blei und ein Verdickungsmittel, wie Gummi usw., zugesetzt sind. Andere Salze, wie Zink- und Mangansalze, geben denselben Effekt wie die genannten Blei- und Kupfersalze. In allen Fällen ist es zur Erzielung einer widerstandsfähigen Reservage erforderlich, daß nach der Behandlung der genannten ' alkalischen Lösungen scharf getrocknet wird.
Wollte man die mit dem Reservepapp bedruckten Gewebe direkt in die stark alkalische Flotte einbringen, so würde der Aufdruck mehr oder weniger aufgeweicht und abgezogen, so daß es unmöglich wäre, gute Weißeffekte zu erzielen. Pflatscht man dagegen über die Reserven mit Alkali und trocknet hierauf, so ist der Aufdruck derartig verhärtet und widerstandsfähig geworden, daß er nunmehr von der stark alkalischen Lösung nicht mehr angegriffen wird. Die Behandlung mit Natronlauge läßt sich auch einseitig bewerkstelligen, in welchem Falle zugleich der in der Patentschrift 107916 beschriebene Effekt erreicht wird.
Nach demselben Verfahren werden Bunteffekte erzielt, wenn nach dem Ausfärben eine Passage durch Bichromatlösung erfolgt. In analoger Weise verfährt man, wenn nach dem Ausfärben mit Schwefelfarbe .mit Indigo übersetzt oder wenn umgekehrt auf einen Grund von Indigo mit Schwefelfarben überfärbt wird. Das Färben mit Indigo kann in diesen Fällen auf der Continueküpe vorgenommen werden.
Das Verfahren wird durch
spiel erläutert:
Die Baumwolle wird entweder auf der Perrotine oder Rouleauxdruckwalze mit folgender Reserve bedruckt: 20 kg schwefelsaures Blei in Teig, 7V2 kg Bleizucker, 12Y2 kg salpetersaures Blei, 3 kg Kupfersulfat, 6 1
folgendes Bei-
salpetersaures Kupfer 45 bis 500Be., 3 kg Alaun, 3 kg Leiogomme, 4 kg hell gebrannte Stärke, 8 kg Gummilösung 1:1, 1J2 kg Talg.
Geeignet ist u. a. auch folgende Reserve:
IO 1 klare Lösung von Kupferazetat 1 : 5, 100 g Kupfervitriol, 1000 g Weizenstärke,
1000 g dunkel gebrannte Stärke, 100 g Talg.
Die bedruckte Ware wird getrocknet und
überpflatscht mit z. B. einer konzentrierten wäßrigen Lösung von Pottasche,Vol. Gew. 1,54, hierauf abermals gut getrocknet und alsdann gefärbt mit der Foulardmaschine in einem Bad, welches pro 100 1 Färbeflotte enthält: 2 kg Immedialblau C R, 1 kg Schwefelnatrium, 7-2 kg Natronlauge 400 Be., 2 kg Kochsalz.
Die Färbung \vird alsdann, wenn nötig, gedämpft, g'ewaschen, gesäuert und getrocknet. Soll die Färbung mit Indigo übersetzt werden, so braucht vor dem Überfärben nicht gewaschen zu werden. Das Übersetzen kann direkt in der Hydrosulfitnatronküpe erfolgen. Erst hierauf wird gesäuert, gewaschen und getrocknet.
Auf diesem Wege werden Weiß-Reserven erhalten. Sind Bunt-Reserven beabsichtigt, z. B. Gelb oder Orange, so wird dieser Effekt durch eine nachträgliche Passage in einem Bad von Bichromat in bekannter Weise erreicht. Man kann auch der Pflatschdruckfarbe selbst die betreffenden Schwefelfarbstoffe ganz oder teilweise zusetzen. In diesem Falle pflatscht man z. B. mit: 100 1 Lösung von Pottasche 400 Be., S kg Melanogenblau B (Patent 114267), 5 1 Wasser, 2 kg dunkel gebrannter Stärke.
Darauf wird getrocknet und in üblicher Weise mit Schwefelfarbstoffen ausgefärbt oder auf der Hydrosulfitnatronküpe entwickelt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ' .
    Verfahren zur Erzeugung von Weiß- und Bunt-Reserven auf vegetabilischen Gespinsten oder Geweben für Farbstoffe (Indigo ausgeschlossen), welche in alkalischer Flotte gefärbt werden, besonders die sogenannten Schwefelfarben, darin bestehend, daß man auf den Stoff eine Reserve aufdruckt, welche Salze von Metallen, wie Aluminium, Blei, Kupfer, Eisen, Chrom, Nickel, Kobalt, Zink oder Mangan, enthält, sodann trocknet und mit Lösungen von kohlensauren bezw. kaustischen Alkalien oder anderen alkalisch wirkenden Salzen mit oder ohne Zusatz der betreffenden Farbstoffe pflatscht und dann in üblicher Weise nach gutem Trocknen ausfärbt.
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