DE89590C - - Google Patents

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DE89590C
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Germany
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/15Locally discharging the dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Während die nicht sulfalen Safraninazofarbstoffe (z. B. Safranin -azo- ß-Naphtol, Safraninazo-Phenol) in Substanz eine Behandlung mit Alkali sehr wohl aushalten, werden dieselben Farbstoffe auf der vegetabilischen Faser, mögen sie in Form der Tanninverbindung oder direct fixirt sein, durch Aufdrucken alkalisch wirkender Mittel, wie Soda, Aetznatron, Wasserglas und dergl., und nachträgliches Dämpfen in ihre Componenten zerlegt. Man erhält auf diese Weise blaurothe Muster auf blauem Grunde, indem an den bedruckten Stellen die Farbe eines rothen Safraninderivats mehr oder weniger erscheint.
Derselbe Effect wird auch erzielt, wenn die alkalische Druckfarbe zuerst auf der Faser fixirt und alsdann mit den Safraninazofarbstoffen überdruckt und gedämpft wird.
Werden der alkalischen Druckfarbe Primulin, Albuminfarben, Alizarine oder solche substantive Farbstoffe zugesetzt, welche durch ein Dämpfen in Gegenwart von Alkali keine Veränderung erleiden, so erhält man verschiedene, den beigemengten Farbstoffen entsprechende Nuancen auf blauem Grunde.
Besitzen die der Druckfarbe beigemengten Farbstoffe freie diazotirbare Amidogruppen, so lassen sich diese nach dem Dämpfen diazotiren und auf der Faser entwickeln.
Beispiele:
I. Baumwollstoff wird wie üblich mit
Tannin und Brechweinstein gebeizt und mit
ι pCt. des Farbstoffs aus Diazosafranin T und ß-Naphtol gefärbt.
Hierauf wird eine Farbe hergestellt, bestehend aus 250 g Soda (calcinirt) in 3 1 Wasser gelöst, und diese Lösung in 7 kg Britishgum-Verdickung eingerührt.
Mit dieser Druckfarbe wird das gefärbte Gewebe bedruckt, getrocknet, 20 Minuten gedämpft und hierauf gewaschen. Man erhält rothe Muster auf blauem Grunde, indem an den bedruckten Stellen die Farbe eines rothen Safraninderivates erscheint.
Die bei Verwendung anderer Safranin-Azofarbstoffe durch das gleiche Verfahren erzielten Effecte sind in folgender Tabelle zusammengestellt :
Farbstoff: Erzielte Färbung:
Diäthylsafraninazo-
ß-Naphtol
Rothviolette Muster auf
blauem Grunde
Safranin - T - azo-
Phenol
Rothe Muster auf braunem
Grunde
Diäthylsafraninazo-
Phenol
Violette Muster auf grauem
Grunde
Diäthylsafraninazo-
Dimethylanilin
Violette Muster auf grünem
Grunde.
II. Man bereitet die Druckfarbe in der Weise, dafs man 250 g Soda (calcinirt) in 1 1 Wasser löst, ferner 1J2 kg Chromin G in 3% 1 Wasser löst.
Lösung I und II werden vereinigt und in 5Y4 kg Britishgum-Verdickung eingerührt.
Man druckt auf blau vorgefärbtem Gewebe (wie in Beispiel I hergestellt), trocknet, dämpft Y2 Stunde und wäscht hierauf. Man erhält gelbrothe Muster auf blauem Grunde, indem an den bedruckten Stellen die Farbe eines rothen Safraninderivates und des gelben Chromins erscheint.
Wird Safranin-T-azo-Naphtol durch andere Safraninazoderivate ersetzt, so erhält man folgende Effecte:
Farbstoff: Erzielte Färbung:
Diäthylsafraninazo-
ß-Naphtol
Gelbes Muster auf blauem
Grunde
Safranin - T - äzo-
Phenol
Gelbrothes Muster auf
braunem Grunde
Diäthylsafraninazo-
Phenol
Gelbes Muster auf grauem
Grunde
Diäthylsafraninazo-
Dimethylanilin
Gelbes Muster auf grünem
Grunde.
III. Baumwollstoff wird wie üblich mit Tannin und Brechweinslein gebeizt und mit ι pCt. des Farbstoffs aus Diäthylsafranin und ß-Naphtol gefärbt.
Hierauf wird eine Farbe in folgender Weise hergestellt: 300 g Natronlauge von 400B. werden mit Y2 1 Wasser vermischt und mit der Lösung von 600 g Primulin in 2 1 Wasser versetzt. Diese Lösung wird in 7 kg Britishgum-Verdickung eingerührt.
Mit dieser Druckfarbe wird das gefärbte Gewebe bedruckt, getrocknet, 30 Minuten gedämpft, gewaschen und diazotirt, worauf durch eine Passage durch Naphtolnatriumlösung das Primulin entwickelt wird. Man erhält ein waschechtes Roth aus Primulin-azo-ß-Naphtol auf blauem Grunde.
Die bei Verwendung ähnlicher Safranin-Azofarbstoffe erhältlichen Farben sind in folgender Tabelle zusammengestellt.
Farbstoff: Erzielte Färbung:
Safranin - T - azo-
ß - Naphtol
Rothe Muster auf blauem
Grunde
Safranin - T - azo-
Phenol
Rothe Muster auf braunem
Grunde
Diäthylsafraninazo-
Phenol
Rothe Muster auf grauem
Grunde
Diäthylsafraninazo-
Dimethylanilin
Rothe Muster auf grünem
Grunde.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein Verfahren zum Aetzen von mit Safraninazofarbstoffen gefärbten Baumwollstoffen, bestehend im Bedrucken mit Alkali oder alkalisch wirkenden Mitteln, verbunden mit nachfolgender Dämpfung zur Entwicklung der dem Safranin eigenthümlichen Farbe. Die Vermischung der nach Anspruch 1 zu verwendenden Druckfarbe mit solchen Farbstoffen , die durch ein Dämpfen in Gegenwart von Alkali nicht verändert werden.
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