DE21764C - Neuerung an Flaschen zur Aufbewahrung kohlensäurehaltiger Flüssigkeiten - Google Patents

Neuerung an Flaschen zur Aufbewahrung kohlensäurehaltiger Flüssigkeiten

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DE21764C
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H. codd in London und D. rylands in Barnsley, Grafschaft York, England
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D23/00Details of bottles or jars not otherwise provided for

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgerathschaften.
(Grafschaft York, England).
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 5. September 188a ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf Flaschen, welche innere Stöpsel haben, die durch den Druck des Gases an die Mündung der Flaschen gedrückt werden sollen, um diese zu schließen, und ermöglichen, dafs solche Flaschen geöffnet werden können, ohne die Stöpsel irgendwie berühren zu müssen.
Zu diesem Zwecke wird in der Seite des Flaschenhalses ein kleines Loch gebildet, welches durch ein kleines Ventil an der Innenseite geschlossen wird. Der Stiel des Ventiles ragt durch das Loch nach aufsen, und an dessen äufserem Ende wird ein kleiner Kopf befestigt, auf den man blos zu drücken braucht, um das Ventil zu öffnen.
Das Loch im Hals der Flasche wird unmittelbar nach dem gewöhnlichen Blasen der letzteren in einer Form, während sie noch heifs ist, und unmittelbar nach ihrer Entfernung aus der Form gebildet.
Wenn die Flasche von der Form entfernt worden ist, wird von innen aus eine kleine Punze durch den Hals getrieben, und zwar gerade unterhalb der Stelle, wo der Kopf nachher gebildet werden soll. Bei fertigen Flaschen kann das Loch mittelst Sandgebläse oder auf andere Weise angebracht werden.
Das Ventil ist vorzugsweise aus einer kleinen Scheibe gebildet, aus deren Mitte an der einen Seite ein Stiel vorragt.
Eine kleine, nietenförmige Unterlagscheibe aus elastischem Material mit einem Loch in der Mitte wird auf den Stiel geschoben. Der Stiel wird dann von innen aus durch das Loch im Flaschenhalse hindurchgesteckt und an dessen äufserem Ende der kleine Kopf angeschraubt oder auf andere Weise befestigt.
Wenn die Flasche mit kohlensäurehaltiger Flüssigkeit gefüllt ist, prefst der Druck innerhalb der Flasche das Ventil gegen die Innenseite des Halses und hält das Loch geschlossen.
Wenn die Flasche geöffnet werden soll, wird der Kopf des Ventiles angedrückt, um das Ventil zu öffnen und das Entweichen von Gas aus dem Innern der Flasche zu gestatten; die dadurch hervorgebrachte Verringerung des Druckes innerhalb der Flasche veranlafst den Stöpsel, infolge seines eigenen Gewichtes von der Mündung der Flasche abzufallen, worauf der Inhalt der Flasche ausgeleert werden kann.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine Flasche dargestellt, welche zu obigem Zweck mit einem kleinen Ventil im Halse ausgestattet ist.
Fig. ι zeigt den Flaschenhals; er hat einen inneren, kugelförmigen Stöpsel aus Glas, welcher sich gegen einen Ring aus vulcanisirtem Kautschuk legt, der in einer im Innern des Halses gebildeten Rinne gehalten wird.
Fig. 2, 3 und 4 zeigen den Apparat, welcher angewendet wird, um das Loch im Halse ■ der Flasche zu bilden.
A ist eine dicke Platte aus Metall, welche vertical am rückwärtigen Rande des Tisches oder der Bank zu befestigen ist, auf welcher der Glasbläser-Gehülfe die Flaschen stellt, sobald sie von der Form entfernt werden. CD sind zwei Hebel, welche von Zapfen ge-
tragen werden, die in der Platte A befestigt sind. E ist ein dritter Hebel, dessen Achse in derselben Platte A gelagert ist. Auf demselben befindet sich eine Curvenscheibe E1, deren eines Ende (und zwar das von der Platte A entferntere) gegen den oberen Hebel C und deren anderes Ende gegen den Hebel D wirkt. Die beiden Hebel CD werden an ihren hinteren Enden durch eine Feder F zusammengezogen und so stets mit der Curvenscheibe E1 in Berührung gehalten.
Das Vorderende des Hebels D trägt eine kleine Punze, welche durch ein kleines Loch im Vordertheil B der Platte A tritt. Das Vorderende des Hebels C trägt eine Platte, welche sich gegen die Aufsenseite des Flaschenhalses legt, und die ein kleines Loch hat, welches vertical durch dieselbe hindurchgeht und sich gerade oberhalb der vom anderen Arm getragenen Punze befindet. Wenn die Flasche von der Form, in welcher sie geblasen, entfernt und das überflüssige Glas vom Ende des Halses abgeschnitten worden ist, wird die Flasche durch den Arbeiter mittelst eines sogenannten Hafteisens aufgenommen und der Hals derselben über die Vorragung B des Durchschlagapparates gebracht. Der Hebel E wird dann in die in Fig. 4 gezeigte Stellung gedreht, wodurch die Punze E1 durch den Hals der Flasche gedrückt wird. ,,
Sobald die Flasche mit einem Kopf versehen und abgekühlt ist, wird ein kleines Ventil G von oben beschriebener Construction dem Loche angepafst.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Die Anbringung eines Nebenventiles an dem Halse solcher Flaschen, welche durch innere Stöpsel geschlossen werden.
2. Die Anbringung des Loches im Flaschenhalse mittelst des gezeichneten Durchschlagapparates, während sich die Flasche in heifsem Zustande befindet, wie sie von der Form kommt.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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