DE217619C - - Google Patents

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DE217619C
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ammonium
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D7/00Carbonates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D7/10Preparation of bicarbonates from carbonates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-Ja 217619-KLASSE 12/. GRUPPE
DIMITRI PENIAKOFF in BRÜSSEL
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von Bicarbonat vermittels Durchleiten eines Stromes von gasförmiger Kohlensäure durch eine hinreichend konzentrierte Lösung von Natriumcarbonat. Der Zweck des Verfahrens ist es, diese Reaktion, die, wie bekannt, ziemlich langsam vor sich geht, zu beschleunigen. In der praktischen Ausführung wird die Reaktion noch weiter verlangsamt, wenn man verdünnte Kohlensäuregase, wie beispielsweise Kalkofengase, verwendet.
Das neue Verfahren beruht nun auf der Verwendung eines chemischen Agens, welches
als Übertragungssubstanz derartig wirkt, daß es die Kohlensäure zunächst absorbiert, dabei ein merklich leichter lösliches Salz als das Natriumbicarbonat bildet und in dem Verlauf des Verfahrens seine Kohlensäure durch sekundäre Umsetzung an das Monocarbonat abgibt und so wieder für neue Kohlensäureaufnahme frei wird.
Die Versuche des Erfinders haben gezeigt, daß der Zusatz ganz geringer Mengen von Ammoniak oder Ammoniumcarbonaten zu den konzentrierten Sodalösungen eine ganz wesentliche Beschleunigung der Reaktion mit der Kohlensäure und eine erheblich schnellere Bildung des Bicarbonates zur Folge hat. Diese Erscheinung der erleichterten Kohlensäureabsorption und der Übertragung der Säure auf das Monocarbonat macht sich schon deutlich bemerkbar bei einem Ammoniakgehalt der Sodalaugen von 0,5 Ammoniak auf 100 Teile wasserfreie Soda. Der technische Effekt, der nach dem vorliegenden Verfahren erzielt wird, also die schnellere Kohlensäure-40
absorption durch die Soda, ist auf die größere Verwandtschaft zwischen dem Ammoniak und der Kohlensäure zurückzuführen.
Überlegt man, daß im übrigen die Löslichkeit des Natriumbicarbonates ungefähr 21Z2 mal schlechter ist als die Löslichkeit des Ammoniumbicarbonates, so muß man annehmen, daß von dem Augenblicke an, wo die mit Kohlensäure zu behandelnde Sodalauge unter dem Einfluß der Kohlensäure mit Natriumbicarbonat gesättigt ist,, jedes Molekül des nun entstehenden Ammoniumbicarbonates mit dem Natriumcarbonat in einer doppelten Umsetzung reagiert unter Rückbildung von Ammoniumcarbonat und Ausfällung von Natriumbicarbonat, worauf die Bildung des Ammoniumbicarbonates durch die zugeleitete Kohlensäure wieder vor sich geht und damit die Reaktion von neuem anfängt. Die Wirkung des Ammoniaks bzw. des Ammoniumcarbonates wiederholt sich so immer, bis schließlich kein neutrales Natriumcarbonat mehr vorhanden ist. Es liegt also anscheinend eine Art katalytische Reaktion vor, insofern, als das Ammoniaksalz ohne Änderung seines Zustandes oder seiner Konzentration theoretisch genommen unbegrenzte Mengen Natriumcarbonat in schneller Reaktion in das Bicarbonat überführt.
Das Verfahren wird demnach derartig ausgeführt, daß den konzentrierten Sodalaugen ein kleines Quantum Ammoniak oder Ammoniumcarbonat zugesetzt wird und Kohlensäure beliebiger Herkunft eingeleitet wird. Das gefällte Natriumbicarbonat wird in bekannter Weise von den Laugen getrennt Und gewaschen.
. Man kann selbstverständlich auch das Am-
moniak in die Laugen einführen, indem man es mit der Kohlensäure in die Lauge einleitet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur beschleunigten Überführung von Natriumcarbonat in Natriumbicarbonat durch Einleiten von Kohlensäure in konzentrierte Sodalaugen, dadurch gekennzeichnet, daß die Einwirkung der Kohlensäure bei Gegenwart geringer Mengen von Ammoniak bzw. Ammoniumcarbonat erfolgt.
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