DE21628C - Vorrichtungen zum Entzinnen von Metallen - Google Patents

Vorrichtungen zum Entzinnen von Metallen

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DE21628C
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DENDAT21628D
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F. A. REINECKEN und L. POENSGEN in Düsseldorf
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B25/00Obtaining tin
    • C22B25/06Obtaining tin from scrap, especially tin scrap
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Das nachstehend beschriebene Verfahren bezweckt die En tzinnung von Metallen und Metallabfällen r aller Art durch eine Flüssigkeit, welche Zinn löst und wobei die zu behandelnden Gegenstände durch ein System von Trommeln gehen, derart, däfs sie automatisch von einer Trommel nach -der .anderen gelangen, um an Arbeitskräften zu sparen und gleichzeitig .eine möglichst vollkommene Entzinnung zu , bewirken.;
Als Lösungsflüssigkeit benutzen wir eine Lauge, bestehend aus Kali- oder Natronhydrat in Wasser gelöst, der Bleioxyd (Massicot) bis zum Ueberschufs zugesetzt wurde
Unter Berücksichtigung, dafs diese Lauge am besten wirkt, wenn sie siedend oder wenigstens nahezu siedend ist, und in Anbetracht, dafs zu einer rationellen Ausführung des Verfahrens im Grofsen verhältnifsmäfsig bedeutende Quantitäten Metalle oder Metallabfälle verarbeitet werden müssen, haben wir ein System von Trommeln construirt, welche neben oder hinter einander placirt sind und welche bis zur Hälfte in Kufen oder Gefäfse, Fig. 5, eintauchen, in denen sich die Lösungsflüssigkeit befindet.
Diese Kufen sind aus passendem Metall hergestellt und können durch Unterfeuerung beheizt werden; man kann jedoch die Lauge auch durch Dampfschlangen, welche direct in diese Kufen gelegt werden, oder durch einen Dampfmantel (wie auf der Zeichnung bei χ dargestellt) bis zum Siedepunkt erhitzen.
Es empfiehlt sich, den Mantel der Trommeln zum Waschen der zu bearbeitenden Metalle und Metallabfälle aus glattem Blech herzustellen, Fig. 2, während die Mäntel derjenigen Trommeln, welche in der Lösungsflüssigkeit rotiren, aus passend gelochtem Eisenblech angefertigt sind, Fig. 1 und 3·
Die Stirnseiten oder Böden dieser Trommeln sind ringförmig, d. h. in der Mitte je mit einem Ausschnitt versehen, und werden diese Ausschnitte zum Einbringen und Austragen der zu entzinnenden Metallabfälle benutzt.
Bei den Waschtrommeln, Fig. 2 und 6, sind diese Stirnseiten durchlöchert oder durchbrochen (bei a, Fig. 6), während es bei den übrigen Trommeln, Fig. 1, 3, 4 und 7, gleichgültig ist, ob diese Stirnseiten perforirt sind oder nicht.
In den Kufen zur Aufnahme der Lösungsflüssigkeit sind die Lagerungen für die Trommel befestigt. Sie bestehen aus je einem an der Stirnwand der Kufe befestigten Arm b, Fig. 1, 2, 3, 4 und 8, welcher auf die aus der Zeichnung ersichtliche Weise die Lager der Trommelwelle c trägt. .
Die Waschtrommeln, Fig. 2, tauchen nicht in Kufen, da durch dieselben fortwährend frisches Wasser strömt, sondern sind auf einfachen Böcken, Fig. 4 und 8, gelagert.
Zum Tragen des Cylindermantels dient ein Kreuz oder Stern d, welcher fest auf die Welle aufgekeilt ist, während sich die Stirnwand y der Trommeln gegen dieses Kreuz d etwas verstellen läfst, d. h. die Stirnwand hat lange Löcher v, durch welche Stellschrauben gehen, die fest in den schrägen Armen w sitzen, Fig. 1, 2, 3, .5 und 7.
In die Arme der Sterne oder Kreuze d oder der mit diesen fest verbundenen Stirnwand einerseits und die Stirnwände y andererseits sind Löcher gebohrt, durch welche Rundeisenstäbe/ gesteckt sind, Fig. i, 2, 3, 5, 6 und 7, so dafs sich im Innern der Trommel gitterförmige Flügel oder Schaufeln bilden.
Damit man nun den Transport des Materials, welcher durch diese Schaufeln bewirkt wird, ■reguliren kann, wird die Stirnwand y gegen das Kreuz d etwas verdreht.
Die Schaufeln p stellen sich hierdurch je nach Richtung der Drehung mehr oder weniger schraubenförmig und transportiren somit schneller oder langsamer.
Die in Fig. 1, 2, 3, 5 und 6 angedeuteten Schaufeln ο sollen nur dann gebraucht werden, wenn etwa die Gitterschaufeln p etwas zu früh abschütten, d. h. wenn die durch die Trommel gehenden Gegenstände nicht auf die zur folgenden Trommel führende Rinne R, sondern in jener verbleiben.
Die letztgenannten Rinnen R dienen zur automatischen Führung des Materials von einer Trommel in die andere, und ist deren oberes Ende s in Scharnier r beweglich, Fig. 1, 2 und 3. Wenn das Ende ί in die punktirt gezeichnete Lage gebracht ist, so kann, das in der einen Trommel enthaltene Material nicht in die nächstfolgende gelangen, was nur geschieht, wenn das Ende ί durch die Oeffnung in den Stirnseiten der Trommel in diese hineinragt, Fig. i, 2 und 3.
Zum automatischen Austragen des Bleischlammes, welcher sich naturgemäfs in den Kufen oder Gefäfsen, welche die Lösungsflüssigkeit enthalten, zu Boden setzt, sind an dieser Trommel (s. Querschnitt, Fig. 5) in Scharnier drehbare Kratzer oder Platten D angebracht, deren Wirkung aus der Zeichnung sich leicht ergiebt, wenn man die Trommel in der Pfeilrichtung gedreht denkt.
Die Drehung dieser Trommeln geschieht durch irgend eine maschinelle Kraft durch Ketten- oder Drahtseilübertragung; sie kann auch durch Zahnräder (wie gezeichnet) oder Frictionsrollen bewirkt werden. Im allgemeinen wenden wir sieben solcher Trommeln an, welche hinter einander auf die schon beschriebene Weise aufgestellt sind.
Man kann jedoch auch mehr oder weniger Trommeln benutzen, je nach Art und Menge der zu behandelnden Metalle oder Metallabfälle.
Die ganze Operation nimmt folgenden Verlauf:
Die zu entzinnenden Gegenstände gelangen zuerst durch einen Trichter in die Trommel, Fig. i. Hier werden mittelst erhitzter Natronlauge etwaige Unreinlichkeiten, welche denselben anhaften, als Lack, Fett, OeI, Farbe, abgebeizt.
Aus dieser Trommel gelangen die Gegenstände durch Vermittelung der Rinne R nach der Trommel Fig. 2, welche nur als Waschtrommel dient und in welcher der von den Gegenständen etwa noch mitgeführte Sand und die adhärirende Lauge abgespült wird.
Die in Fig. 3 dargestellte Trommel, ebenso die vierte und die fünfte (nicht gezeichnet), ist genau wie Fig. 1 construirt, und in diesen wird das Zinn der zu bearbeitenden Gegenstände aufgelöst, weil in deren Kufen die Lösungsflüssigkeit (Lösung von Kali- oder Natronhydrat in Wasser, bis zum Ueberschufs mit Bleioxyd gesättigt) befindlich ist.
Aus der fünften Trommel werden die Gegenstände nach der sechsten und siebenten Trommel (nicht gezeichnet) transportirt. Diese Trommeln sind jedoch genau so wie die in Fig. 2 dargestellte construirt und dienen ebenfalls nur als Waschtrommeln, um die entzinnten Gegenstände möglichst rein zu erhalten.
Nachdem letztere die siebente Trommel passirt haben, werden sie auf passende Weise je nach ihrer Beschaffenheit weiter verwendet.
Während der Auflösung des Zinnes lagert sich auf den zu entzinnenden Gegenständen ein krystallischer Bleischlamm ab, welcher sich leicht durch Reibung von denselben entfernen läfst. Um diesen Bleischlamm möglichst von den Abfällen zu entfernen, bringt man gleichzeitig mit den zu entzinnenden Gegenständen feine Eisenabfälle in die Trommeln, welche vermöge ihrer gröfseren Fallgeschwindigkeit über diese Gegenstände hinweggleiten und den sich bildenden Bleischlamm entfernen.
Der sich in den Kufen der Trommeln, welche die Lösungsflüssigkeit enthalten, zu Boden setzende Bleischlamm wird von den Kratzen D, Fig. 5, ausgetragen, gewaschen und vermittelst einer Schnecke langsam durch eine glühende eiserne Retorte geführt, wobei sich der Bleischlamm wieder in Bleioxyd verwandelt, welches sofort wieder benutzt werden kann.
Ist die in den Kufen oder Gefäfsen der Trommel, Fig. 3, der vierten und der fünften (nicht gezeichnet) befindliche Lösungsflüssigkeit mit Zinn hinreichend gesättigt, so läfst man dieselbe ab und klärt sie. Man kann nun entweder durch Einkochen der geklärten Lauge direct zinnsaures Natron gewinnen, oder man verdünnt dieselbe, leitet Kohlensäure ein und fällt auf diese Weise das Zinn als Oxyd aus, während kohlensaures Natron in Lösung bleibt und durch Centrifugiren und Auswaschen wiedergewonnen wird.
Das kohlensaure Natron wird endlich durch Kochen mit Kalkmilch Wieder in Aetznatronlauge umgewandelt und diese bei der Herstellung frischer Lösungsfiüssigkeit benutzt.
Von wesentlicher Bedeutung bei unserem Verfahren ist, dafs das Entzinnen fabrikmäfsig be-
trieben werden kann, weil die Apparate ein continuirliches Arbeiten gestatten und alle gebrauchten Chemikalien auf leichte Weise wiedergewonnen werden.

Claims (2)

Paten t-An Sprüche:
1. Die Methode des Entzinnens von Metallen und Metallabfällen aller Art mit Hülfe einer Serie von rotirenden Trommeln beliebiger Construction, welche treppenförmig oder in einer horizontalen Ebene neben einander oder auch über einander angeordnet sein können und wobei man als Lösungsflüssigkeit die bekannte, aus Kali- oder Natronhydrat hergestellte Lauge, welche mit Bleioxyd bis zum Ueberschufs gesättigt ist, in heifsem Zustande benutzt.
2. Bei der unter i. genannten Methode die Einrichtung, dafs die zu behandelnden Gegenstände automatisch von einer Trommel in die nächste geführt werden, derart, dafs zuerst die den Gegenständen anhaftenden Schmutztheile, als Farbe, OeI, Fett, Lack, abgebeizt werden, die Gegenstände hierauf in die Waschtrommeln gelangen, dann eine Anzahl Trommeln passiren, in welchen vermittelst der unter i. genannten bekannten Lauge das Zinn gelöst wird und endlich nach nochmaliger Waschung die Apparate vollständig zinnfrei verlassen, Alles in continuirlicher Operation und zum Zweck, Abfälle von Weifsblech etc. im Grofsen und fabrikmäfsig von Zinn zu befreien.
Die für den unter i. genannten Zweck passende Construction der rotirenden Trommeln, und zwar die Anwendung eines fest auf der Welle sitzenden Drehkreuzes d und einer verstellbaren ringförmigen Stirnwand y, zum Zweck, die durch die Stäbe / gebildeten Schaufeln zum Transport des Materials beliebig schräg stellen zu können, um somit die Schnelligkeit der Weiterbeförderung zu vermehren oder zu vermindern.
Die Verwendung von Kufen oder Gefäfsen, welche mit der bekannten Zinn auflösenden Flüssigkeit gefüllt sind, in welche die unter 3. genannten rotirenden Trommeln bis ungefähr zur Hälfte eintauchen und wobei diese Lösungsflüssigkeit in den Kufen durch Unterfeuerung oder Dampf bis nahe zum Siedepunkt erhitzt wird.
Die Verwendung der Hülfsschaufeln o, Fig. 5 und 6, wenn event, das zu entzinnende Material durch die Schaufeln/ nicht genügend hochgehoben wird, um auf die Rinne R zu gelangen.
Die Construction der Rinne R mit beweglichem Ende s, zum Zweck, die continuirliche Operation, d. h. den Transport des Materials von einer Trommel in die andere willkürlich zu unterbrechen.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT21628D Vorrichtungen zum Entzinnen von Metallen Expired DE21628C (de)

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