DE288522C - - Google Patents

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DE288522C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D9/00Crystallisation
    • B01D9/0004Crystallisation cooling by heat exchange
    • B01D9/0013Crystallisation cooling by heat exchange by indirect heat exchange

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 288522 KLASSE 12 c. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1914 ab.
Die Erfindung betrifft Apparate zur Kristallisation von Kali- und anderen Salzen durch Zuhilfenahme von Kühlflüssigkeiten unter Verwendung der Gegenstromzirkulation von Laugen und Kühlflüssigkeit, wobei die angesetzten Kristalle ständig abgeschabt und abgefördert werden.
Es ist an sich bereits bekannt, die Wandungen der Kristallisiergefäße durch Schnecken
ίο oder Schaufeln abzuschaben. Diese Einrichtungen haben dabei gleichzeitig den Zweck der Abförderung bzw. Bewegung der abgelösten Kristalle.
Eine wesentliche Vorbedingung für einen im Großbetrieb verwendbaren Kristallisierapparat ist die Möglichkeit der Erzeugung eines grobkörnigen Salzes. Um dieses zu erzielen, ist es nötig, daß die Wandungen der Kristallisierapparate während des Betriebes sich in einem Zustand möglichst vollkommener Ruhe befinden. Dieser Zustand der Ruhe kann bei Verwendung von Schnecken oder Schaufeln, die zugleich abschaben und abfördern, nicht erreicht werden, weil ihre Bewegung zum Zwecke des Schabens ohne schädliche Erschütterung der Behälterwände so langsam. vor sich gehen muß, daß eine Förderung des abgeschabten Gutes nicht mehr eintritt.
Gegenstand der Erfindung ist ein Kristallisierapparat, der aus etwa gleich großen benachbarten Zellen besteht, die in wechselnder Reihenfolge von Lauge und Kühlflüssigkeit durchflossen werden und von denen die für die Zirkulation der Kühlflüssigkeit bestimmten mit Rührflügeln versehen sind.
Diese Einrichtung hat den erheblichen Vorteil, daß als Kühlmittel die zum Lösen frischer Salzmengen dienende Lauge verwendet werden kann, wodurch der größte Teil der der auskristallisierenden Lauge entnommenen Wärme wieder nutzbar gemacht wird. Doch kann diese Wärme auch zur Vorwärmung von Speisewasser verwendet werden, indem z. B. ein Teil der Kühlzellen von diesem durchstömt wird. Eine besonders nutzbringende Abführung der verhältnismäßig großen Wärmemengen erfolgt gemäß der Erfindung durch die Zirkulation großer Mengen von Kühlflüssigkeit durch den Laugenzellen an' Größe etwa gleiche Zellen und durch eine intensive Bewegung der Kühlflüssigkeit durch die hierzu vorgesehenen Rührwerke.
Besonders vorteilhaft ist es, die erste Laugenzelle gemäß der vorliegenden Erfindung ohne Schaberwerk arbeiten zu lassen und als Schlammabsatzelle zu benutzen. Auf diese Weise werden die für gewöhnlich in der Kaliindustrie verwendeten Schlammabsatzkästen durch die Zelle ersetzt, und es wird der wesentliche Vorteil erreicht, daß man auch bei der Schlammausscheidung stetig arbeiten kann.
Um eine Abscheidung von Kristallen in dieser Zelle zu vermeiden, wird die Lauge nach Schluß der Arbeitsperiode durch einen Strahlapparat in die nächste Laugenzelle übergeführt.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, und zwar ist
Fig. ι ein Längsschnitt durch eine Laugenzelle.
Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch eine Kühlzelle,
Fig. 3 zeigt einen Grundriß der Einrichtung, während
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie L-M der Fig. 3 zur Darstellung bringt.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der Kristallisierapparat aus Laugenzellen α und Kühlzellen b, in denen beispielsweise Kühlwasser zirkuliert.· Lauge und Wasser zirkulieren nach dem Gegenstromprinzip. Die Kristalle, welche sich an den Zellenwänden absetzen, werden durch das Schaberwerk c entfernt und vermittels des Becherwerkes d aus der Zelle heraus nach einer weiteren Transportvorrichtung e gebracht. Die Kühlflüssigkeit wird durch Rührflügel f ununterbrochen mechanisch gemischt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Kristallisierapparat mit Gegenstrom-Zirkulation von Lauge und Kühlflüssigkeit sowie Vorrichtungen zum ständigen Abschaben und Abfördern der Kristalle, gekennzeichnet durch etwa gleich große benachbarte Zellen, die in wechselnder Reihenfolge von Lauge und Kühlflüssigkeit durchflossen werden und von denen die für die Zirkulation der Kühlflüssigkeit bestimmten mit Rührflügeln versehen sind.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die horizontal oder vertikal bewegbar angeordneten Schaberwerke in den Kristallisationszellen nur die Vertikalwände bearbeiten, während der Boden durch ein über diesen laufendes Becherwerk von den Kristallen befreit wird, das diese gleichzeitig aus der Zelle befördert.
  3. 3. Ausführungsform nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Laugenzelle ohne Schaberwerk arbeitet und mit einem Wasserstrahlapparat versehen ist, durch den der Inhalt der Zelle bei Schluß der Arbeitsperioden in die nächste Laugenzelle befördert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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