DE534983C - Verfahren zur Erzeugung eines Fluessigkeitsumlaufes in elektrolytischen Zellen - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung eines Fluessigkeitsumlaufes in elektrolytischen ZellenInfo
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
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Description
Bei jeder Elektrolyse tritt an den Elektroden eine gewisse Verarmung an Elektrolyten
ein. Es ist bekannt, daß dadurch, z. B. bei der Chloralkalielektrolyse einerseits die Leitfähigkeit
und damit die Stromaufnahme herabgesetzt, anderseits eine erhöhte Löslichkeit
des Chlors im Anolyten herbeigeführt wird, so daß unerwünschte Nebenreaktionen
mit dem Katholyten auftreten. Man kann die Konzentration, des Anolyten durch Zusatz
von festem Salz erhöhen, jedoch ist ein Ansammeln von Kristallen im Anodenraum oft
störend. Es ist bekannt, daß man durch einen Umlauf den Elektrolyten, im vorliegenden Falle
die Anolytlösung, durch eine Nachsättigungsvorrichtung
möglichst in der Nähe des Sättigungspunktes halten kann. Jedoch erfordert dies eitle aus beweglichen Teilen bestehende
Einrichtung, welche in Anbetracht der che-
ao mischen Beschaffenheit und der Temperatur des Anolyten erhebliche konstruktive und Betriebsschwierigkeiten
mit sich bringt und vor allem durch Anschaffung und Reparatur den Elektrolysierbetrieb verteuert.
Das Verfahren zum Flüssigkeitsumlauf in elektrolytischen Zellen besteht gemäß, der
Erfindung darin, daß der Überdruck der gesättigten, übersättigten oder aufgeschlämmte
Festsubstanz enthaltenden, den Zellen zugeführten Elektrolytlösung die Umwälzung des
Elektrolyten in den Zellen bewirkt. Besonders vorteilhaft hat sich gemäß der Erfindung
hierzu die Verwendung einer Wasserstrahlpumpe erwiesen. Der Anolyt wird vermittels
einer solchen durch die frische, unter Überdruck stehende Elektrolytlösung angesaugt,
mit dieser vermischt und wieder dem Anodenraum zugeführt. Die Verwendung einer derartigen Umlaufpumpe ist besonders
vorteilhaft, weil sie konstruktiv einfach gestaltet werden kann, leicht aus säurefestem
Material, z. B. Glas, Steinzeug, Edelmetall usw., herstellbar ist und keine mechanisch
bewegten Teile besitzt, die pfleglich behandelt werden müssen und der Abnutzung unterliegen.
Selbstverständlich muß. die Konstruktion der Wasserstrahlpumpe bezüglich Größe der Düse, Gestaltung des Ansaugeraumes
usw. den jeweils vorliegenden Druckverhältnissen angepaßt sein. Es können die bekannten
Ausführungsformen der gleichförmig wirkenden Wasserstrahlpumpe verwendet werden,
ferner auch die der stoßweise wirkenden bzw. der auf diesem Prinzip aufgebauten Vorrichtungen.
Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens mittels einer Wasserstrahlpumpe
ist in der Abbildung im Schnitt dargestellt.
Die elektrolytische ZeEe steht durch das Saugrohr 1 mit der Wasserstrahlpumpe in
Verbindung, deren Düse mit 5 bezeichnet ist.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Helmut Müller in Burghausen.
584983
Dieselbe wird gespeist durch die Elektrolytlösung, welche in der Hauptleitung 3 unter
Druck steht und durch das Abzweigrohr 4 mit der Wasserstrahlpumpe verbunden ist. An
S dieselbe ist die Rückleitung 6 angeschlossen, welche in der elektrolytischen Zelle mündet.
Die Gefäße 2 und 7 stellen gegebenenfalls eingeschaltete Nachsättigungsvomchitungen
dar.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Der konzentrierte, übersättigte oder mit aufgeschlämmter Festsubstanz vermischte
Elektrolyt strömt unter Überdruck von der Hauptleitung 3 durch das Zuführungsrohr 4
und Düse 5 der Wasserstrahlpumpe und saugt dabei durch das Rohr 1 den umzuwälzenden
Elektrolyten aus der Zelle an. Bei der Düse 5 vermischt sich die saugende Flüssigkeit mit
der angesaugten, und beide werden dann durch das Rohr 6 der elektrolytischen ZeEe
zugeführt.
Der Effekt der Aufkonzentrierung kann noch dadurch verbessert werden, daß' in den
Umlaufkreds, sei es in das Saug- oder in das Druckrohr (1 bzw. 6) oder in beide Gefäße,
welche Festsubstanz zur Nachsättigung enthalten, eingeschaltet werden.- Es ist auch
möglich, die Rohre 1 und 6 mit bekannten Heiz- oder Kühlvorrichtungen zu kombinieren.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung gelingt es, auf einfache Weise dauernd den
Elektrolyten in der Zelle auf höchster Konzentration zu erhalten, ohne etwa die Schieb.-tung
z. B. im Anodenraum zu stören.
Selbstverständlich können mit einer oder mehreren Zellen jeweils eine oder mehrere
Wasserstrahlpumpen verbunden werden, die, neben- oder hintereinandergesehaltet, den
Flüssigkeitsumlauf nach dein erfindungsgemäßen Verfahren bewirken.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Erzeugung eines Flüssigkeitsumlaufes in lelektroly tischen Zellen, dadurch gekennzeichnet, daß eine gesättigte, übersättigte oder aufgeschlämmte Festbestandtedle enthaltende Elektrolytlösung einer in den Umlauf eingeschalteten Wasserstrahlpumpe mit Überdruck zugeführt und diese Lösung nach Vereinigung mit dem durch die Pumpe angesaugten, verbrauchten Elektrolyten in die Zelle zurückgeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE534983T | 1930-02-06 |
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| DE534983C true DE534983C (de) | 1931-10-03 |
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ID=6556691
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|---|---|---|---|
| DE1930534983D Expired DE534983C (de) | 1930-02-06 | 1930-02-06 | Verfahren zur Erzeugung eines Fluessigkeitsumlaufes in elektrolytischen Zellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE534983C (de) |
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1930
- 1930-02-06 DE DE1930534983D patent/DE534983C/de not_active Expired
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