DE216279C - - Google Patents
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- DE216279C DE216279C DENDAT216279D DE216279DA DE216279C DE 216279 C DE216279 C DE 216279C DE NDAT216279 D DENDAT216279 D DE NDAT216279D DE 216279D A DE216279D A DE 216279DA DE 216279 C DE216279 C DE 216279C
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01K—ELECTRIC INCANDESCENT LAMPS
- H01K1/00—Details
- H01K1/18—Mountings or supports for the incandescent body
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- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
- Electric Stoves And Ranges (AREA)
- Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 216279■-' KLASSE 21/. GRUPPE
Zusatz zum Patente 203708 vom 19. Februar 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Januar 1909 ab.
Längste Dauer: 18. Februar 1922.
Im D. R. P. Nr. 203708 ist eine Fadenabstützung für elektrische Glühlampen mit
Glühbügeln beschrieben, welche die Berührung der letzteren dadurch verhindert, daß in den
Glühbügeln absichtlich starke Stauchungen hervorgerufen werden, welche in einer vorher
zu bestimmenden, die Kurzschlußgefahr ausschließenden Richtung erfolgen.
Die in dem Hauptpatent Nr. 203708 geschilderte Ausführungsform eignet sich nur
für Lampen, welche vertikal nach abwärts hängend gebraucht werden sollen. Um solche
Lampen in jeder Lage brennen zu können, muß man noch nach Patent 210327 zusätzliche
Halterungen anbringen, damit auch die Buchten der Glühbügel in ihrer Lage verbleiben.
Bei den eben erwähnten Anordnungen gelangten bisher nur starre, nicht federnde Halter
zur Anwendung. Infolge der Unnachgiebigkeit dieser starren Halter, wie auch infolge der
Unmöglichkeit, die Längen der Glühbügel und der koordinierten senkrechten Entfernungen
der Halter von der ,Längsachse der Lampen bei der Massenfabrikation stets mathematisch
genau gleichgroß herstellen zu können, ergeben sich aber auf diese Weise oft fehlerhafte
Lampen, welche besonders beim Brennen in aufrechter Lage in ihren oberen Teilen zu
starke Durchhängungen aufweisen. Es kommen hier und da auch solche Lampen vor, bei
welchen dies nur bei. einzelnen Fäden der Fall ist. Nach längerem Brennen weisen dann die
verschiedenen Fäden ungleich starke Verkrümmungen
auf, wodurch eine unsymmetrische, auf das Auge.außerordentlich störend
wirkende Lichtfigur entsteht und hier und da auch ein Berühren der Fäden, besonders bei
stärkeren Erschütterungen der Lampe eintritt. Diese Nachteile treten deshalb hauptsächlich
in demjenigen Schenkelteil auf, welcher der Bucht der Fäden zunächst liegt, weil derselbe
nicht wie die andere Schenkelhälfte am. Stromzuführungsdraht unverrückbar befestigt, sondern
durchwegs nur lose gehaltert und deshalb dem Verkrümmen mehr ausgesetzt ist.
Gemäß vorliegender Erfindung ,kann man diese Übelstände vermeiden, wenn man die Zusatzhalterungen,
welche den Lampen des Hauptpatentes hinzugefügt werden müssen, damit letztere in jeder Lage brennen können,
federnd ausbildet.
Durch den Zug der federnden Halter werden nämlich die ungleichen Krümmungen verringert
und gleichförmiger gestaltet. Es ist allerdings bekannt, daß federnde Halter bewirken,
die ungleichen Krümmungen von Metallfäden beim Glühen zu" verringern und
gleichförmiger zu gestalten. Bei der Anwendung federnder Halter Unter gleichzeitiger
Anordnung· der P'adenstützung nach D. R. P.
203708 kommen jedoch bisher unbekannte Verhältnisse in Betracht, weil die Faden-
Stützung nach D. R. P. 203708 eine besondere, von sonst bekannten Arten von Fadenstützen
verschiedene Art der Stützung darstellt.
Die federnden Halter können nämlich im
.5 vorliegenden Falle auf eine neue von der bisherigen verschiedenen Art und Weise verwendet
und zur Hervorbringung eigenartiger Wirkungen benutzt werden.
Dies soll an nachfolgenden Beispielen klargestellt werden.
Die beiliegende Zeichnung zeigt in schematischer Ausführung eine Lampe, bei welcher.,
gemäß der Erfindung des Hauptpatentes jeder Schenkel α eines Bügels einzeln durch eine
öse b lose gestützt ist, deren Abstand von der
Mittelachse der Lampe größer ist als der des Befestigungspunktes des' Schenkelendes am
Stromzuführungsdraht c. ' ' ■
Am buchtförmigen Ende des Glühbügels ist weiter eine federnde Stütze d mit hakenförmigem
e oder ösenartigem Ende / angebracht, deren senkrechter Abstand von der gezeichneten
gläsernen Mittelstütze beispielsweise kleiner ist als der entsprechende Abstand der
öse b und der Befestigungspunkte der Fäden bei c von derselben Stütze.
Während es nun bisher bei Metallfadenlam-
. pen nur bekannt und die Regel war, daß durch den Zug eines federnden Halters die .ganze
Fadenlänge in allen ihren Teilen durchwegs gleichmäßig angespannt werden kann, gelingt
es bei der Anwendung der Fadenabstützung nach D. R. P. Nr. 203708 durch bloße Hinzu-,
fügung eines federnden Halters d außerdem noch, die Wirkung der Federkraft auf einzelne
Teile ein und desselben Glühfadens zu beschränken, wie auch auf die einzelnen Teile ein
und desselben eine verschieden große Zugwirkung auszuüben.
Wird nämlich die Federkraft der zusätzlichen Fadenstütze d nur so schwach gewählt,
daß sie die Reibung, mit welcher der Faden auf b aufliegt, nicht überwinden kann, so erstreckt
sich ihre Wirkung zunächst nur auf den Teil des Glühbügels, welcher der federnden
Stütze zunächst liegt, und wird durch die Halterungen b, welche gemäß Hauptpatent
jeden einzelnen Schenkel stützen, begrenzt. Es werden also auf diese Weise nur die Durchhängungen,
welche zwischen b und d eintreten, beeinflußt.
Es rührt dies davon her, daß diese Halterung b in jedem Falle, ob sie nun eine größere
oder kleinere Entfernung von der Längsachse
55. der Lampe zeigt als die federnde Stütze, einem Hinüberziehen des Fadens gegen d zu eine
starke Reibung entgegensetzt, was nicht oder nur im belanglosen Maße der Fall ist, wenn
diese stegartige Anordnung, welche den Faden . 60 von vornherein zwingt, eine ziemlich scharfe
Umbiegung zu bilden, nicht bestehen würde,
d. h. wenn die Abstände der Befestigung c und die der Stützen b und d von der Mittelachse
einander gleich wären, wie dies bei einer der gebräuchlichen Stützenanordnungen, welche
die Glühbügel auch in der Mitte führen, der Fall ist.
Erst wenn man unter vorliegenden Umständen die Federkraft des Halters d stärker
wählt, wird auch die Reibung bei b überwunden
und auch der Teil des Glühbügels, welcher sich zwischen b und c befindet, beeinflußt.
Hierbei wird aber, wie ersichtlich, wieder nur derjenige Teil der Federkraft der Stütze d
zur Wirkung gelangen, welcher nicht gebraucht wird, um die Reibung bei b zu überwinden.
Die Folge davon ist, daß der Teil des Bügelschenkels, welcher sich zwischen b und c
befindet, einem geringeren Zuge unterworfen ist als der Teil, der sich zwischen b und d befindet,
obwohl beide Teile von ein und derselben Feder beeinflußt sind. Die Zugwirkung
kann so geregelt werden, daß sie zwischen b und c eine ganz geringfügige ist, so daß sie
eben erst wahrnehmbar wird. Sie kann aber 85 auch so verstärkt werden, daß sie in beliebigem
Maße zur Geltung gelangt. Durch eine weitere Verstärkung der Federkraft der
Stütze d kann endlich auch von vornherein die Wirkung erzielt werden, daß sich beide Sehenkelteile
sowohl in kaltem, wie auch in glühendem Zustande mehr oder weniger straff anspannen. Wie ersichtlich, gestattet demnach
die Anbringung eines federnden Zusatzhalters bei der Fadenabstützung nach D. R. P.
Nr. 203708 verschiedene unvorhergesehene neue und vorteilhafte Anordnungen, für die
Abstützung von Glühfäden, welche besonders bei der Erzeugung von Lampen, die zum
Brennen in allen Lagen geeignet sein sollen, von Wert sind.
Im vorstehenden wurde erwähnt, daß sich die Nachteile der starren Zusatzstützen am
stärksten in demjenigen Teile des Glühbügels zeigen, der sich der Fadenbucht zunächst befindet,
während der am Stromzuführungsdraht befestigte Schenkelteil davon weit weniger betroffen
wird.
Nach vorliegender Erfindung kann, wie aus dem vorstehenden erhellt, diesem komplizierten
Übelstande auf höchst einfache Weise abgeholfen werden, da die federnde Zusatzstütze
automatisch gerade an den der Bucht benachbarten Fadenteilen also, gerade dort ihre
stärkere Wirkung entfaltet, wo dies nötig ist, während sie denjenigen Fadenteil, an welchem
dies weniger nötig ist, auch automatisch weniger beeinflußt.
Die zusätzliche Stütze nach vorliegender Erfindung kann auch in dem Falle mit großem
Vorteil zur Anwendung gelangen, wenn zwei oder mehrere Bügelenden gemeinschaftlich in
einer Befestigungsstelle vereint sind oder an einem gemeinschaftlichen Stromzuführungsdraht
an verschiedenen Stellen befestigt sind. In der Bucht kann eine einzige federnde Halterung
angebracht sein, oder der Glühbügel kann auch zweifach und je nach der Form seiner
Bucht, z. B. wenn diese eckig ist, sogar mehrfach federnd gehaltert sein.
Unter den oben beschriebenen Möglichkeiten, die Fäden zu stützen, hat sich die nachstehende
Ausführungsform besonders vorteilhaft bewährt.
Bei dieser wählt man die Spannkraft der federnden Halterung d so, daß vor dem
Brennen der Lampen nur der der Fadenbucht zunächst' liegende Teil der Bügel gespannt
wird, während der Schenkelteil, welcher sich der Befestigungsstelle am Stromzuführungsdraht
zunächst befindet, von der Feder noch nicht oder nur wenig beeinflußt ist und daher
noch mehr oder weniger durchhängt oder verkrümmt bleibt. In diesem Falle kompensiert
diese bleibende Durchliängung des einen Teiles der Bügelschenkel, die beim längeren Brennen
der Lampe ganz allmählich auftretende Kontraktion des Fadens. Dies geschieht in diesem
Fall ebenso allmählich, wie die Kontraktion des Fadens auftritt, so daß ein Reißen desselben
vermieden wird. Dadurch tritt nach kurzer Brenndauer selbsttätig eine schöne gleichmäßige geradlinige Anspannung aller
Fadenabschnitte ein, welche verhindert, daß sich dieselben berühren oder verschweißen,
selbst wenn dieselben ziemlich heftigen Erschütterungen
ausgesetzt werden.
Diese Lampeneinrichtung bietet demnach gegenüber den bisher üblichen Konstruktionen
besonders bei Hochvoltlampen, welche mit vielen, nahe beisammenliegenden und langen
Fäden ausgestattet werden müssen, bei welchen eine Berührung und Verschweißung nur
allzuleiclit stattfindet, außerordentlich wichtige wirtschaftliche Vorteile.
Die zusätzlichen federnden Abstützungen können in der verschiedenartigsten Weise ausgeführt
sein. Sie können einfach aus federnden Drähten gebogene Haken oder Ösen sein;
sie können aber auch aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein oder biegsame Gelenke
enthalten. Sie können sowohl aus Metall wie auch Kohle, Quarz sowie aus anderen schwer
schmelzbaren oder unschmelzbaren Stoffen bestehen.
Claims (2)
- Patent-A N Sprüche:. i. Gestützte Metallfadenglühlampe mit hufeisenförmigen Fäden nach Patent Nr. 203708, dadurch gekennzeichnet, daß an der Bucht jedes Glühbügels eine federnde Haltevorrichtung' angebracht ist, deren Wirkung je nach Größe der Spannkraft, infolge der stegartig wirkenden Mittelstützen entweder in beiden, durch diese Stützen ideell getrennt gedachten Teilen jedes Glühbügelschenkels gleichzeitig und mit verschiedener Stärke oder nur jeweils an dem einen der federnden Halterung zunächst liegenden Teil des Bügels allein zur Geltung kommt.
- 2. Abstützung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärke der federnden Halterungen so bemessen wird, daß nur die Verkrümmungen und Durchhängungen an den der Bucht des Glühbügels nächstliegenden Schenkelteil verhindert werden, nicht aber auch die an demjenigen Teil der dem Stromzuführungsdraht benachbart ist, damit diese letzteren sich erst allmählich beim Brennen der Lampe ausgleichen und so die im Laufe der Zeit auftretende Kontraktion des Glühfadens kompensieren.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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