DE216038C - - Google Patents

Info

Publication number
DE216038C
DE216038C DENDAT216038D DE216038DA DE216038C DE 216038 C DE216038 C DE 216038C DE NDAT216038 D DENDAT216038 D DE NDAT216038D DE 216038D A DE216038D A DE 216038DA DE 216038 C DE216038 C DE 216038C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
casting
slide
letter
instrument
die
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT216038D
Other languages
English (en)
Publication of DE216038C publication Critical patent/DE216038C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B5/00Devices for making type or lines
    • B41B5/04Casting devices
    • B41B5/06Casting devices mechanically operated

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Komplettgießmaschine zum Gießen von Lettern. In neuerer Zeit ist man vielfach bestrebt, von den auf-den Matrizensetz- und Zeilengießmaschinen verwendeten Matrizen auf besonderen Schriftgießmaschinen auch Einzel- und Logotypen herzustellen, da bei der Verwendung von Zeilensatz häufig die Zwischenschaltung von Letternsatz nötig wird. Zu diesem
ίο Zweck mußten erst besondere Matrizen angefertigt werden, da die Setzmaschinenmatrizen auf den gewöhnlichen Schriftgießmaschinen nicht verwendet werden konnten. Die für diesen Zweck ausgebildeten Gießmaschinen müssen eine besondere Konstruktion erhalten, welche die eigenartige Ausführung der obengenannten Matrizen, die sich wesentlich von den allgemein in der Schriftgießerei verwendeten Matrizen unterscheiden, berücksichtigt.
Die dargestellte Komplettgießmaschine für die Schriftgießerei weist eine, besonders einfache und vorteilhafte Konstruktion auf. Das Instrument dieser Maschine ist im Gegensatz zu den bisher auf diesem Gebiete bekannten Einrichtungen so ausgebildet, daß die an den Zeilengießmaschinenmatrizen fehlenden Seitenbacken durch Anschläge ersetzt werden, welche an die entsprechenden Teile des Instrumentes angesetzt sind.
Ein weiterer Vorteil wird durch eine neue Lagerung des sogenannten Verschlußschiebers zu erreichen gesucht, welcher einen sicheren Schluß des Instrumentes während des Gusses gewährleistet. Gleichzeitig wird durch die eigenartige Gestaltung des Verschlußschiebers die Matrize von ihm fest gegen ihren Anschlag gepreßt, so daß ein immer gleichbleibender Stand der Matrize während des Arbeitens erreicht wird.
Die in Betracht kommenden Teile der Maschine sind in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt die Fig. 1 eine Vorderansicht, die Fig. 2 eine Aufsicht, die Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie A-B und die Fig 4 einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 1.
Das Gießinstrument der Komplettgießmaschine wird von der Grundplatte ά und der Deckplatte h gebildet, welche zur Beschleunigung des Arbeitsvorganges mit Wasserkühlung versehen werden kann. Zwischen den Platten a und b ist der Kernschieber c verschiebbar gelagert, der seitlich von den beiden Seitenwänden d und e geführt wird. Die linke Endstellung des Kernschiebers c wird durch die verstellbare Anschlagschraube f geregelt. Nach rechts wird das Gießinstrument durch den Verschlußschieber i, der sich mit seiner unteren Fläche k gegen die Grundplatte α und mit seiner linken Seitenfläche I gegen die Endfläche h der Deckplatte b legt, abgeschlossen. Der Verschlußschieber i ist so schräg nach oben gelagert, daß die Druckrichtung seines Bewegungsorganes durch den Schnittpunkt der beiden Auflageflachen k und I geht und man dadurch eine sichere Gewähr für einen guten Schluß des Instrumentes erreicht. Ein weiterer Vorteil dieser Einrichtung besteht darin, daß eine Abnutzung der beiden den Abschluß des Instrumentes bildenden Flächen und der Matrizenseitenflächen nicht eintreten kann, da sich diese Flächen nicht aufeinander verschieben.
Die vordere Seite der Form wird von der
Matrize gebildet, die zu entsprechenden Zeiten gegen die Form geführt oder von der gegossenen Letter entfernt wird. Auf der der Matrize gegenüberliegenden Seite wird das Instrument von dem Spritzblech η abgeschlossen, gegen das die Düse ο der Gießpumpe p gepreßt wird. Da die verwendeten Matrizen auf Weite justiert sind, so ist notwendig, die Seitenflächen g und I, an welchen sich die Seitenflächen der
ίο Matrizen anlegen, durch Anschläge so weit zu verlängern, daß ein sicherer Abschluß der Gießform erreicht wird. Bei der in der Zeichnung erläuterten Einrichtung wird dies durch die an dem Kernschieber c und dem Verschlußschieber % angesetzten Vorsprünge r und s erreicht. Der Vorsprung s, der mit der vorderen Kernfläche eine gerade Ebene bildet, wird durch die Anschlagschraube f so eingestellt, daß in gießfertiger Stellung des Instrumentes die Matrize von dem Vorsprunge r, der mit der vorderen Fläche des Verscldußschiebers i eine gerade Ebene bildet, an den Vorsprung s angepreßt wird. Die beiden Vorsprünge r und s ersetzen hiernach die. an den Matrizen fehlenden Seitenflächen und gewährleisten einen sicheren Abschluß der Gießform nach vorn.
Der Arbeitsvorgang der Maschine vollzieht sich in folgender Weise:
Nachdem der Kernschieber durch eine, Bewegungsvorrichtung fest an den Anschlag f angepreßt worden ist, wird die Matrize an die vordere Seite des Instrumentes angepreßt. Hierauf geht der Verschlußschieber i nach unten und legt sich mit seinen beiden Anlageflächen auf die beiden Platten α und b und mit dem Vorsprung r gegen die Matrize, schließlich wird durch die Gießpumpe das Metall in die Form eingespritzt. Nach dem erfolgten Abguß einer Letter wird die Matrize wieder vom Instrument abgezogen, der Verschlußschieber wird nach schräg oben bewegt und die gegossene Letter wird durch den Kernschieber aus dem Instrument heraus in die Fertigmachbahn hineingeschoben, die sich unmittelbar an das In- ■ strument anschließt. Sobald der Kernschieber die Letter weit genug in der Fertigmachbahn vorwärts bewegt hat, geht er wieder in seine linke Endstellung zurück, so daß ein neuer Arbeitsgang beginnen kann.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Komplettgießmaschine mit auf Weite justierten Matrizen, dadurch gekennzeichnet, daß die Matrize während des Gießens einer Letter zwischen zwei seitlich angreifenden Vorsprüngen (r, s) eingespannt ist, von denen der eine am Kernschieber (c) und der andere am Verschlußschieber (i) angeordnet ist.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschlußschieber (i) zur Letternbahn geneigt angeordnet und mit zwei wirksamen Flächen versehen ist, von denen während des Gießens einer Letter die eine eine Wand der Form bildet und die andere die Dichtung an der Grundplatte (a) bewirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT216038D Active DE216038C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE216038C true DE216038C (de)

Family

ID=477483

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT216038D Active DE216038C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE216038C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE216038C (de)
DE171749C (de)
DE141284C (de)
DE455622C (de) Messeranordnung fuer Krempeln
DE231377C (de)
DE360379C (de) Typenhebelfuehrung
DE392144C (de) Landwirtschaftliches Handgeraet mit auswechselbarem Werkzeug
DE352971C (de) Maschine zum Lochen von Notenbaendern
DE293962C (de)
DE435858C (de) Giesseinrichtung zur beliebigen Herstellung von Metallstegen, Zierleisten o. dgl. in genau bestimmten und unbegrenzten Laengen
DE675234C (de) Vorrichtung zum Ausrichten und Befestigen der Typenkoerper auf den Typenhebeln von Schreibmaschinen u. dgl.
DE148004C (de)
DE514015C (de) Mit einem hin und her beweglichen Querteil zum Abschliessen der Giessformhoehlung versehene Giessform fuer Letterngiessmaschinen
DE49346C (de) Sperrhebel mit ausrückbarem Klemmrollengesperre
DE668690C (de) Dampfwasserableiter mit Schieber
AT19585B (de) Zeilenausschließmaschine.
DE271151C (de)
DE368984C (de) Antriebsorgan fuer nicht spanbildende Werkzeugmaschinen
AT112667B (de) Einstellvorrichtung für das Formblatt von Gießformen zur Herstellung von Linien u. dgl.
DE278392C (de)
AT82638B (de) Gießform für Typengießmaschinen.
AT65461B (de) Gießform für Letterngieß- und -setzmaschinen.
DE397352C (de) Duengerstreumaschine mit an einer hin und her bewegten Streuschiene befestigten Ruehrblechen
AT83011B (de) Typengießmaschine mit einer U-förmigen Gießform.
DE251339C (de)