DE216013C - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08C—TRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
- G08C21/00—Systems for transmitting the position of an object with respect to a predetermined reference system, e.g. tele-autographic system
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 a. GRUPPE
JAC. MAY in BERLIN.
der Senderschreibbewegung verändert werden.
Zusatz zum Patente 203719 vom 2. November 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. September 1908 ab.
Längste Dauer: !.November 1922.
Mit der in Patentschrift 203719 beschriebenen Ausführungsform eines Fernschreibers werden
die Wirkungen infolge der großen magnetischen Streuung sehr abgeschwächt. Um dies zu vermeiden, sind in nachfolgender,
prinzipiell gleicher Ausführung die Anker beider Systeme fast vollständig von den zugehörigen
Magneten umgeben, wobei die Anordnung derart getroffen ist, daß auch zwei gleichartige Ströme für die Übertragung verwendet
werden können. Für kurze Entfernungen, z. "B. zwischen Konstruktionsbureau
und Werkstatt oder innerhalb größerer kaufmännischer Etablissements, kann dies, obschon
es eine Leitung mehr erfordert, eine Vereinfachung bedeuten.
Ältere Apparate, welche zwei gleichartige Ströme für die Übertragung benutzen, haben
den Nachteil, daß sie die resultierende Schrift nicht direkt, sondern durch vermittelnde Zwischenglieder,
wie Zahnräder, Rollen, Schnüre, Hebel usw., wiedergeben. Derartige Anordnungen erschweren natürlich den Betrieb und
verlangen unnütz hohe Ströme, die man zu vermeiden sucht. Eine große Empfindlichkeit,
auch mit kleinen Strömen, setzt bei einem guten und sicheren Arbeiten eines Fernschreibers
die einfachste Anordnung voraus. Eine Ausführungsform für einen mechanischen Fernschreiber,
welcher diese Ziele verfolgt, soll an Hand eines Schaltungsschemas (Fig. 12) erläutert
werden. Der Strom einer Batterie 39, der sich bekanntlich entsprechend der Stellung
des Geberschreibstiftes 22 ändert, fließt für die eine Schreibkomponente durch eine Leitung
40, einen veränderlichen Widerstand 41, durch die Fernleitung 42, nach dem Empfänger und
kehrt, nachdem er die Wicklung eines Magneten 8, 9 durchflossen, durch die Rückleitung
43 zum negativen Pol der Batterie 39 zurück. Der Strom der anderen Komponente fließt
durch eine Schiene 44, einen veränderlichen Widerstand 45, durch die Fernleitung 46 nach
dem Empfänger und kehrt, nachdem er die Wicklung 7 eines zweiten Magnetsystems 5, 6
durchflossen, durch die Rückleitung 43 zum negativen Pol der Batterie 39 zurück. Entsprechend
den Stromstärken werden die Anker 2 und ι der beiden Magnetsysteme 8, 9
und 5, 6 gedreht, nämlich 2 um eine Achse 3, 4 und ι um eine Achse 10, 11. Es führt
dann der an der Achse des Ankers 1 befestigte Schreibhalter 12 mit dem Schreibstift 13 eine
resultierende Bewegung aus, weil der um die Achse 10, 11 sich drehende Anker 1 die Bewegungen
des Ankers 2 um die Achse 3, 4 gleichzeitig mitmacht.
Die den Geberkomponenten entsprechenden Drehungen im Empfänger geben also in der
Resultierenden die Originalschreibbewegung
wieder. Hierbei erfolgt die Wiedergabe der Schrift oder Skizze auf einer Hohlkugelfläche,
für die ein besonders gepreßtes Papier erforderlich ist. Diesem Nachteile kann man
am einfachsten durch nachfolgende Anordnung am Halter 12 (Fig. 12) begegnen. Ein Draht
47 zwischen zwei Röllchen 48 ruht vermöge seines Schwergewichts mit dem Schreibstift 13
in jeder Lage des Halters 12 auf der Schreibfläche. Die Röllchen bezwecken, den seitlichen
Spielraum des Drahtes und seine Reibung beim Zurückgehen in die Mittellage möglichst
einzuschränken. Zur Unterbrechung der Schrift an beliebiger Stelle wird der Geber-
15· Schreibstift 22 aufgehoben und durch einen Kontakt 49 ein Stromkreis geschlossen. Dann
fließt ein Strom von der Batterie 39 über den Kontakt 49 nach dem Empfänger um den
Magnet 50 und kehrt über die gemeinsame Rückleitung nach dem negativen Pol zurück.
Hierdurch wird der Magnet 50 und damit der Empfängerschreibstift 13 gehoben.
Dieser Schreibhalter kann für die praktische Ausführungsform des Empfängers, die in den
Fig. ι bis 6 und 9 wiedergegeben ist, und mit dem Empfängerschema der Fig. 12 prinzipiell
übereinstimmt, ohne weiteres verwendet werden.
Um die beiden magnetischen Felder, welche quadratisch mit der Stromstärke wachsen,
linear zunehmen zu lassen — denn dies ist ja erforderlich, um einen der Widerstandsveränderung
des Gebers proportionalen Ausschlag zu erhalten' —, wirkt an je einer der beiden
Achsen des Empfängers an einem veränderlichen Hebelarm ein Gewicht. Z. B. wirkt an dem
kleinen Anker mittels eines über eine Kurve 21 (Fig. 5) geführten Fadens 19 ein Gewicht
20 (Fig. 2), welches die bei der Zunahme des Stromes entstehende überschüssige Kraftwirkung
im Felde infolge des wachsenden Hebelarmes 21 vernichtet, da in jedem Moment
Kraft mal Hebelarm die geleistete Arbeit darstellt. Die Kurve 21 kann empirisch aufgenommen
werden, so daß auch die Reibungskonstanten des Apparates darin enthalten sind. Dort, wo man nicht skizzieren, sondern nur
schreiben will, wird man, nachdem eine Reihe geschrieben ist, das Empfängerpapier 51 in
der in Fig. 13 dargestellten Anordnung verschieben. Dies geschieht, indem man mit der
Empfängerfeder 12 einen lokalen Stromkreis bei 52 schließt, wodurch eine Sperrklinke magnetisch
ausgelöst und das Papier selbsttätig weitergeschoben wird. Das Telegramm kann hiernach beliebig lang werden, ohne daß eine
Bedienung erforderlich wäre. Man vermeidet bei dieser Anordnung auch das Gewicht für
den zweiten Anker, da das quadratische Zunehmen des zweiten Magnetfeldes bei einem
geringen Ausschlag, wie er für die Schrifthöhe in Betracht kommt, vernachlässigt werden
kann.
Der in Fig. 11 perspektivisch dargestellte
Geber unterscheidet sich von den bisherigen durch größte Einfachheit in der Ausführung
und durch bequeme Bedienung. Man sieht in Halbkreisform zwei Widerstände 23 und 24
(entsprechend 41 und 45 im Schema Fig. 12),
von denen jeder in einen besonderen Stromkreis eingeschaltet ist. Bei einer Schreibbewegung
des Halters 22 werden die beiden Widerstände verändert, und zwar 23 entsprechend
der Horizontalkomponente durch einen Kontakt am Ende des Halters 22 bei jeder Bewegung um die Achse 25, und 24 entsprechend
der Vertikalkomponente durch einen Kontakt 26 bei jeder Bewegung um die Achse 27, 28.
Im Halter 22 ist unten ein leicht beweglicher Schreibstift angebracht, um ein Schreiben
in der Ebene zu ermöglichen. Eine einmalige Eichung des Empfängers mit dem Geber ermöglicht
eine Wiedergabe der Schrift mit mathematischer Genauigkeit. Die Schrift mit dem Halter 12 des Empfängers (Fig. 12) ist
mit Kopierstift gedacht. Bei Verwendung von Tinte, könnte man eine Anordnung nach Fig. 10
treffen. Die Schreibspitze 13 ist in einem Gelenk 14 beweglich angebracht und berührt
infolge ihrer Schwerkraft die Ebene, solange sie nicht von einem Magneten 15, der wie
Magnet 50 betätigt wird, zur Schriftunterbrechung angezogen wird. Eine Feder bei 14
schwächt das Auffallen der Schreibspitze nach der Schriftunterbrechung ab.
Dort wo der Apparat nur zum Schreiben benutzt werden soll, kann auch folgende,
durch Fig. 7 erläuterte Anordnung verwandt werden.
An dem Polgehäuse befindet sich ein Segment 16, auf dem eine Rolle 17 sich bewegt
(Abwicklung). Mit der Rolle, die ihrerseits den Bewegungen des Halters 12 folgt, ist ein
Hebel 18 starr verbunden. Der Endpunkt dieses Hebels, an dem ein Faden befestigt
ist, beschreibt bei der Bewegung der Rolle 17 über das Segment eine Epizykloide. Infolgedessen
beeinflußt der Faden, der von 18 durch den Halter 12 geht, die Bewegung der Spitze
13 derart, daß sie nicht der Kugelfläche folgt, sondern um annähernd das gleiche Stück sich
senkt, wie der jeweilige Punkt der Kugelfläche sich von der Ebene entfernt, so daß der
Schreibstift während des Schreibens stets die Ebene berührt.
Claims (5)
- Pate nt-An Sprüche:i. Vorrichtung zur elektrischen Fernübertragung graphischer Darstellungen jeder Art, bei welcher nach der Empfängerstation zwei Ströme gelangen, deren Stärkedurch Widerstände geregelt wird, die entsprechend der Änderung der beiden Komponenten der Senderschreibbewegung verändert werden, nach Patent 203719, dadurch gekennzeichnet, daß die von den beiden in der Empfängerstation ankommenden Strömen gesteuerten, zwei sich addierende Bewegungen ausführenden Teile die Glieder eines kardanischen Gelenkes bilden derart, daß der von dem einen Strom bewegte Teil (2, Fig. 9) den von dem anderen Strom eingestellten Teil (1) trägt, so daß der mit letzterem verbundene, somit kardanisch aufgehängte Schreibstift (12) die Resultierende aus verschiedenen Kräften in bekannter Weise wiedergibt.
- 2. Schreibhalter für eine Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schreibspitze (13) an einem am Ende (14) des kardanisch aufgehängten Halters (12) drehbar angeordneten Hebelarm befestigt ist, so daß der Schreibstift unter dem Einfluß des Eigengewichts an die Schreibfläche gedrückt und somit auch eine ebene Schreibfläche benutzt werden kann.
- 3. Anordnung für einen Fernschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Wiedergabe einer Schriftreihe auf einer ebenen anstatt auf einer Kugelfläche eine am Ende des Schreibstifthalters (12) sitzende Rolle (17) auf einem Kreissegment (16) sich abrollt, so daß das eine Ende eines mit der Rolle starr verbundenen Hebels (18), das durch einen Faden mit dem Schreibstift (13) verbunden ist, bei der Bewegung der Rolle eine Epizykloide beschreibt.
- 4. Anordnung zur Erreichung einer der Stromstärke proportionalen Ankerbewegung eines Fernschreibers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gewicht (20) mit je nach der Größe der Drehung verschiedenem Hebelarm dem Ausschlage des Ankers entgegenwirkt, derart, daß der Ausschlag in jeder Lage der Stromstärke proportional ist.
- 5. Geber zum Entsenden von Strömen für die Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch kardanische Aufhängung des Schreibhalters (22), wobei die Regelungswiderstände (23, 24) in Kreisbögen um die beiden Schwingungsachsen des kardanischen Gelenkes angeordnet sind und durch Bewegung des Schreibhalters unmittelbar eingeschaltet werden.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.Berlin, gedruckt in der reichsdhuckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE216013C true DE216013C (de) |
Family
ID=477458
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT216013D Active DE216013C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE216013C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2508592A (en) * | 1945-10-06 | 1950-05-23 | Honeywell Regulator Co | Recording instrument |
-
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- DE DENDAT216013D patent/DE216013C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2508592A (en) * | 1945-10-06 | 1950-05-23 | Honeywell Regulator Co | Recording instrument |
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