DE214440C - - Google Patents

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DE214440C
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DENDAT214440D
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Publication of DE214440C publication Critical patent/DE214440C/de
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/20Changing bobbins, cops or other loom components carried by the shuttle

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei dem bekannten Northrop-Webstuhl findet die Eindringung frischer Schußspulen in den Schützen in der Weise statt, daß der leere Fadenträger aus dem Schützen ausgeworfen und von einem Vorratsbehälter aus eine frische Spule in den Schützen eingeführt wird. Hierbei ist es von größter Wichtigkeit, daß der Schützen in bezug auf den Vorratsbehälter sehr genau eingestellt. ist in dem Augenblick, wo die Ein-· führung der frischen Spule vor sich geht. Zur Sicherung der richtigen Einstellung hat man bei den in Gebrauch befindlichen Webstühlen zwei Hilfsmittel benutzt: Steht der Schützen der Mitte des Webstuhls allzu nah, wenn die Einführung der frischen Spule vor sich gehen soll, so wird die Einbringung durch einen Schützenwächter verhindert, der mit dem falsch stehenden Schützen in Berührung kommt und die Zubringungsvorrichtung außer Wirkung setzt. Befindet sich dagegen der Schützen zu weit vom Mittelpunkt des Webstuhls entfernt, so findet die Einbringung der frischen Spule statt, und man muß sich dann auf die Einrichtung des Schützens verlassen, der mit Spulenführungsbacken in der Weise versehen ist, daß der Spulenträger mit Hilfe von vorstehenden Rippen erfaßt und geführt wird und die Auswechslung des leeren Spulenträgers gegen den vollen ordnungsmäßig vor sich geht. Diese An-Ordnung erfordert, daß der Spulenträger in dem Schützen ganz genau gelagert ist, damit die Backen den eintretenden Spulenträger ergreifen und festhalten können. Der Schützen besitzt in der Nähe der Backen eine geneigte Brücke, auf welche das dicke Ende des frischen Spuienträgers sich stützt,' während es einge-40
bracht wird, und dadurch wird der Spulenträger zu den Greifbacken geleitet, wenn der Schützen zu weit von der Mitte des Webstuhls absteht. .
Es ist ferner bekannt, Schützeneinstellvorrichtungen zu verwenden, bei welchen von einem bewegten Teil der Auswechselvorrichtung aus ein Gestänge o. dgl., welches den Schützen in die richtige Lage bringt, angetrieben wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Anordnung so getroffen, daß der Schußspulenvorratsbehälter schwingbar gelagert ist und zur Einstellung mit dem Schützen gebracht wird, wenn dieser zu weit von der Mitte entfernt stehenbleibt. Diese Einstellung des Vorratsbehälters im Verhältnis zum Schützen findet statt, wenn die Zubringungsvorrichtung für die Vorratsspulen in Tätigkeit tritt und bevor die eintretende und der austretende Spulenträger sowie der erstere und die Führungsbacken des Schützens (oder irgendein anderer Teil des Schützens) miteinander in Berührung getreten sind. Der Schützenwächter wird so angeordnet, daß die Zubringungsvorrichtung außer Tätigkeit tritt,· wenn der Schützen zu nahe an der Mitte des Webstuhls steht. Bleibt der Schützen indessen zu weit von seiner richtigen Stelle entfernt stehen, so wird der Spulenvorratsbehälter selbst nach auswärts geschwungen, bis er sich in der richtigen Lage zum Schützen befindet, und alsdann geht die Auswechslung der Spule vor sich.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist auf den beiliegenden Zeichnungen dargestellt. In diesen zeigt Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch die Lade, die Zubringungsvorrichtung
und einen Teil des Vorratsbehälters. Das gewählte Ausführungsbeispiel entspricht der modernen Form des Northropschen Webstuhls. Die neue Vorrichtung ist in dem Augenblick dargestellt, in dem eine frische Spule in den Schützen eingesetzt wird, kurz bevor die frische Spule mit dem leeren Spulenträger in Berührung kommt. Fig. 2 ist ein Längsschnitt nach der Ebene 2-2 in Fig. 1, durch den Schützen und den Vorratsbehälter. Die einzelnen Teile sind in dem Augenblick nach der Ausschwingung des Vorratsbehälters dargestellt, der dadurch in bezug auf den Schützen, richtig eingestellt worden ist. Fig. 3 ist ein ähnlicher Schnitt wie Fig. 2, zeigt aber in vergrößertem Maßstab nur einen Teil des Vorratsbehälters, und zwar in dessen normaler Stellung.
Aus den Zeichnungen sind die notwendigen Teile, des bekannten Northrop-Webstuhls . ersichtlich. A ist die Lade, B der Schützen mit den Greifbacken α für den Spulenträger. C ist der Vorratsbehälter für die frischen Schußspulen, D ein Teil des festen Rahmens, an dem der Vorratsbehälter angebracht ist. E, E sind Schußspulen, deren Träger an ihrem dickeren . Ende mit ringförmigen Rippen b, b versehen sind. F ist der schwingend angebrachte Zubringer, G der Zubringeranschlag, der, wenn eine frische Spule in den Schützen eingebracht werden soll, nach aufwärts in diejenige Stellung gebracht wird, in der er durch den Anschlag c getroffen wird. H endlich ist der Schützenwächter, der das Inwirkungtreten des Zubringers verhindert, wenn der Schützen in dem Augenblick, wo die Spule ersetzt werden soll, zu nahe an der Mitte des Webstuhls steht. Der Schützenwächter ist in den Fig. 2 und 3 nur im Querschnitt gezeichnet, da seine Wirkungsweise in Verbindung mit dem Zubringer so allgemein bekannt ist, daß eine eingehende Beschreibung nicht notwendig erscheint. Alle diese Teile arbeiten in derselben Weise wie bei dem jetzt gebräuchlichen Northrop-Webstuhl. Um gemäß der Erfindung die Einstellung des Vorratsbehälters entsprechend der Lage des Schützens zu ermöglichen, ist der Vorratsbehälter nicht wie sonst fest an dem Rahmen D gelagert, sondern an einem Zwischenrahmen I, der seinerseits bei / an den Rahmen D angelenkt ist. Die oberen Enden des Ständers D und des schwingenden Rahmens I ragen über. den Vorratsbehälter hinaus, so daß die.Achse, um welche der Rahmen schwingt, sich erheblich über dem Schwerpunkt des Vorratsbehälters befindet. Die Schwingungsachse liegt in einer Ebene, die senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schützens steht. Wenn daher der Rahmen nach auswärts schwingt, von dem Ständer D weg, so wird die zur Einführungen den Schützen bereite Vorratsspule nach auswärts in der Längsrichtung des Schützens gegen diesen verschoben.
In der Ruhestellung hängt der Rahmen / senkrecht, wie in Fig. 3 dargestellt, und stützt den Zubringer F. Der schwingende Rahmen I ist an seinem unteren Ende mit einem drehbar gelagerten Anschlag K versehen, der in der Ruhestellung durch eine Feder d nach aufwärts gedrückt wird. In der Ruhestellung befindet sich der Anschlag K unmittelbar unter dem dicken, Ende derj enigen Ersatzspule im Vorratsbehälter, die sich in der Einführungsstellung ■ befindet, unter dem Zubringer F.
Der Schützen ist in der Kammer und nahe an dem dicken Ende des Spulenträgers (demgemäß auch dicht neben den Backen et) mit einer Schulter L versehen.
Wenn durch den Zubringer F eine frische Spule aus dem Vorratsbehälter herausgedrückt wird, um sie in den Schützen zu befördern, so wird der Anschlag K gegen den Druck der Feder d um seinen Drehzapfen herum nach abwärts geschwungen (vgl. Fig. 3) und trifft dabei auf die Schulter L am Schützen auf. Steht nun der Schützen zu weit von der Mitte des Webstuhls entfernt, so drückt die herausgehende Spule auf die vordere Fläche des Anschlags. Da dieser aber an der Schulter L des Schützens eine Stütze findet, so wird bewirkt, daß der schwingende Rahmen / aus seiner senkrechten Normalstellung heraus nach vorwärts schwingt go und sich.schräg einstellt (vgl. Fig. 2). Dadurch kommt der Vorratsbehälter in die genau richtige Stellung zum Schützen, und die Spule gelangt in der richtigen Lage in die Kammer desselben. .
Die Schulter L kann so bemessen werden, daß auf die beschriebene Weise die richtige. Einstellung des Vorratsbehälters für alle in der Praxis vorkommenden falschen Einstellungen des Schützens zu weit aus der Mitte des Webstuhls gesichert ist. Steht der Schützen indessen zu weit nach einwärts, der Mitte des Webstuhls zu nah, so trifft er auf den Schützenwächter, und dadurch wird dann · wie bei den jetzt in Gebrauch befindlichen Webstühlen die Einführung einer neuen Spule verhindert.
Die Einstellung des Vorratsbehälters entsprechend der Stellung des Schützens ist als eine gegenseitige aufzufassen. Je nachdem nämlich der Treiber auf den Schützen in der Büchse mit größerer oder geringerer Kraft einwirkt, bietet die Schulter L ein festes oder ein verrückbares Widerlager für den Anschlag K. Steht der Schützen sehr fest, so wird die Einstellung ausschließlich durch eine Vorschwingu'ng des Vorratsbehälters bewirkt. Ist der auf den Schützen wirkende Druck geringer, so wird durch den Druck des Anschlags K auf die Schulter auch eine Vorschiebung des Schützens selbst hervorgebracht. Das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
bewegt sich zum Zweck der Einstellung der ganze Vorratsbehälter nach auswärts. Das ist jedoch nicht wesentlich. Es würde genügen, daß nur derjenige Teil des Behälters nach vorwärts geschwungen wird, der unmittelbar die in der Einiührungsstellung befindliche Spule trägt. In gewissen Fällen würde eine solche Ausführungsform vorzuziehen sein.
Der nach auswärts schwingbare Vorratsbehält er und der Schützenwächter beseitigen die Nachteile, die bei dem Ersatz der leeren Spulenträger durch frische infolge einer unrichtigen Einstellung des Schützens im Kasten eintreten. Der Anschlag K und die Schulter L werden so bemessen, daß die gegenseitige Einstellung des Vorratsbehälters und des Schützens stets bewirkt wird, bevor der Spulenträger in Berührung mit irgendeinem Teil des Schützens oder des leeren Spulen trägers kommt. Es finden also keinerlei Längsverschiebungen zwischen den beiden Spulenträgern statt, während der leere Spulenträger aus dem Schützen herausgedrückt und die frische Spule eingeführt wird. Die Schulter L liegt ganz innerhalb des Schützens B, so daß die gebräuchliche äußere Form desselben nicht geändert zu werden braucht. Außerdem gleicht die Breite der Schulter innerhalb der Schützenkammer die Bewegung der Lade während der Einbringung einer frischen Spule aus.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Spulenauswerfvorrichtung für Webstühle, dadurch gekennzeichnet, daß der die Ersatzspulen enthaltende Vorratsbehälter schwingbar in der Weise gelagert ist, daß er beim Auswechseln der Spulen in der Längsrichtung des Schützens gegen diesen verstellt werden kann.
2. Spulenauswechselvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die selbsttätige Verstellung des Spulenbehälters gegen den Schützen durch einen drehbar am Vorratsbehälter gelagerten Anschlag (K) bewirkt wird, der durch die in den Schützen zu befördernde frische Spule herabgedrückt wird und sich gegen eine am Schützen angebrächte Schulter (L) legt, so daß unter dem fortdauernden Druck der frischen Spule auf den Anschlag der Vorratsbehälter nach vorwärts geschwungen bzw. der Schützen zurückgedrückt wird, bis der Vorratsbehälter gegenüber dsm Schützen in die zur Auswechslung der Spulenträger geeignete Lage gekommen ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT214440D Active DE214440C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6588745B2 (en) 2001-01-24 2003-07-08 Ferag Ag Method and device for changing the hold of flat articles being conveyed held by grippers

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US6588745B2 (en) 2001-01-24 2003-07-08 Ferag Ag Method and device for changing the hold of flat articles being conveyed held by grippers

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