DE214099C - - Google Patents

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DE214099C
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piston
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/16Control arrangements for fluid-driven presses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

X cfiiat bet Six be»
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 214099 -KLASSE 58 ff. GRUPPE
FRANCOIS CHAILLY in NEW-YORK.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Januar 1907 ab.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine selbsttätige Steuerung für eine hydraulische Zwillingspresse, welche zur Herstellung von Mauersteinen, Kohlenbriketts u. dgl. sowie auch zum Prägen, Lochen, Stanzen usw. benutzt werden kann. Die Presse wirkt vollkommen selbsttätig, so daß der Bedienungsmann nur das Preßgut zuzuführen oder die Trichter für die Formen zu füllen hat,
Die hier beschriebene und in den Zeichnungen als Ausführungsbeispiel dargestellte Presse besteht aus zwei Zylindern mit zwei Preßformen, welche abwechselnd arbeiten, d. h. während das Preßgut in einer Form zusammengepreßt wird, öffnet sich die andere selbsttätig und stößt dabei den Preßling aus. Hiernach schließt sich diese zweite Form von selbst und nimmt eine angemessene Menge des Preßgutes auf, welches . nun der Druckwirkung ausgesetzt wird, wäh-
ao rend die erste Form sich öffnet und den Preßling ausstößt usw.
. · Die Ventile und Rohrleitungen sind so eingerichtet, daß die Pressung nach Wunsch geregelt werden kann und das Preßgut immer die gleiche Stärke des Drucks erhält, für welche die Presse eingestellt ist. Dabei gehen die hydraulischen Kolben unabhängig von der Hubgröße des Nachbarkolbens stets völlig in die Grundstellung zurück. Der vor dem Preßkolben in der Preßform freigelegte Raum ist somit immer der gleiche, und es können auch stets die gleichen Mengen Preßgut in die Formen fallen, so daß die Preßlinge stets die gleiche Dichtigkeit erhalten. Die Presse kann außer durch Druckwasser auch durch Dampf oder Preßluft betrieben werden.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigt:
Fig. ι die Presse im Grundriß,
Fig. 2 in einer Seitenansicht,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen der hydraulischen Hilfszylinder zur Betätigung der Formen,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch einen der Hauptzylinder und durch eine vor demselben angeordnete Preßform nebst Druckwiderlager,
Fig. 5 im Durchschnitt die Einrichtung der Hauptsteuerung,
Fig. 6 einen Schnitt durch eine Steuerung für die Hilfszylinder,
Fig. 7 schematisch die Anordnung der Ventile und Rohrverbindungen der ganzen Presse.
Auf der gemeinsamen Grundplatte 1 sind die beiden Hauptzylinder 2 und 3 befestigt, welche 'durch ihre verlängerten Kolbenstangen die Preßformen 5 und 6 für pulverartiges Gut unmittelbar antreiben sollen.
Die Anordnung, wonach zwei Kolben abwechselnd in zwei Zylindern arbeiten und bei beiden der Preßdruck hinten gegeben wird, bietet bekanntlich den Vorteil, daß das Wasser vor den Kolben ohne Verlust von einem Zylinder nach dem anderen hin und her geführt werden und dabei die Rückführung der Kolben auf das Einfachste bewirkt werden kann. Damit die Rückführung in die Grundstellung sicher und vollständig erfolge, werden die Vorderenden der Zylinder zweckmäßig mit einem Windkessel 4 oder einem offenen Standrohr in bekannter Weise verbunden.
Es sollen hier der Vollständigkeit halber als Beispiel geeignete Formen sowie deren Betätigung durch die Presse beschrieben werden,
indessen sollen sie als nicht zur Erfindung gehörend gelten.
Um die geteilten Formen 5 und 6 zu öffnen und zu schließen, sind Sperrstücke 7 auf den Wellen 8 aufgekeilt (Fig. i, 2 und 4) und so angeordnet, daß sie in einer Stellung sich gegen die beweglichen Kopf teile 9 und 10 der Formen einerseits und gegen eine starke Platte 11 andererseits anlehnen, die mit den Lagern der
ίο Welle 8 fest verbunden ist.
Diese Sperrstücke haben in der Seitenansicht annähernd die Form eines länglichen Rechteckes (Fig. 4), welches in der Horizontalscellung den gesammten Preßdruck auf die Platte 11 und weiterhin auf das Widerlager 12 an der Grundplatte 1 überträgt. Beim Verdrehen in die senkrechte Stellung greifen die Sperrstücke 7 an eine Nase 13 des beweglichen Kopfteiles 9 oder 10 an und verschieben letzteres auf Führungsstangen 14 (Fig. 1 und 2), so daß die Form sich öffnet.
Außer den Verstärkungsrippen 12' sind Seitenwangen 12" mit den Widerlagern 12 vergossen, so daß eine Art Kasten entsteht, der geeignet ist, Keilstücke 15 und 16 aufzunehmen, um den Preßdruck ohne Spielraum auf das Widerlager übertragen zu können (Fig. 1). Die Führungsstangen 14 sind an einem Ende mit den unbeweglichen Teilen der Formen 5 und 6 fest verbunden, während die anderen Enden in den Platten 11 verschiebbar gelagert sind. Die festen Formteile tragen oben Einfülltrichter 17 und sind konachsial zu den Zylindern 2 und 3 ausgebohrt, so daß die Köpfe 18 der Kolbenstangen in den Bohrungen arbeiten können.
Die beweglichen Kopfstücke 9 und 10 der Formen entsprechen in der Ausbohrung den festen Formteilen.
Fig. 4 zeigt, wie an dem Boden der Kopfstücke 9 und 10 ein schwacher Kolben 19 mit bis nahe an die Lagerwelle 8 herausragender Kolbenstange 20 lose angeordnet ist. Wenn also die Form sich öffnet, so wird zugleich der Preßling durch den Kolben 19 infolge des An-Stoßens seiner Stange 20 gegen die Welle 8 aus dem Kopfteil hinausgedrückt und fällt dann durch ein Loch in der Grundplatte hinab.
Die Wellen 8 mit den Sperrstücken 7 werden durch hydraulische Hilfszylinder 21 und 22· mit Steuerungen 23 und 24 verdreht (Fig. i, 2 und 7).
Die Kolbenstange 22' dieser Zylinder ist je durch eine Pleuelstange 25 mit einer Kurbel 26 (Fig. 2) am äußeren Ende jeder Welle 8 ver-
bunden. Eine, Kette 27 schließt sich an die Kolbenstange an, läuft über eine feste Rolle 28 und trägt am freien Ende ein schweres Gewicht 29, welches dazu dient, den Kolben im Zylinder 21 oder 22 nach dem öffnen der
Formen wieder in die Grundstellung zurückzuführen. Ein Arm 30 zweigt sich senkrecht von dem Ende der Kolbenstange 22' ab und dient dazu, gegen die beiden Stangen 64 und 65 anzuschlagen, welche aus jedem Steuerungsgehäuse 23 oder 24 heraustreten und so die hierin befindlichen Steuerorgane (Fig. 6) verstellen.
Das Druckmittel wird von der Hauptleitung 31 (Fig. i, 2, 5 und 7) in das Hauptsteuergehäuse 32 eingelassen, in welchem ein hohler Kolbenschieber 39 arbeitet. Durch eine öffnung 33 und die Rohre 34 tritt bei der in Fig. 5 gezeichneten Stellung des Kolbenschiebers 39 das Wasser in den Zylinder 3 hinter den Kolben und treibt ihn vorwärts. Das Wasser vor diesem Kolben, welches sich unter verhältnismäßig geringem Druck befindet, wird in den Windkessel 4 getrieben und treibt weiterhin den Kolben in dem Zylinder 2 in seine Änfangsstellung zurück, da das Wasser von der anderen Kolbenseite durch die Rohre 37 und 36 frei nach dem Ventil 32 zurückgehen kann, indem es durch die öffnung 38 eintritt und durch die "■ Höhlung des Kolbenschiebers 39, der vorn öffnungen hat, nach dem Auslaß 40 entweicht.
Während der Kolben im Zylinder 3 vorwärts geht, wird das Gut in der jetzt .geschlossenen Form 6 zusammengepreßt (Fig. 4). Zuerst, wenn die von dem Fülltrichter 17 in den Hohlraum der Form eingeführte Masse noch lose ist und dem Kolben 18 wenig Widerstand bietet, wird der Druck in dem Preßzylinder 3 zunächst bedeutend geringer sein als der verfügbare Preßdruck, der z. B. auf 30 kg pro Quadratzentimeter geregelt sein kann. Wenn dann der Kolben die Masse in der Form fester zusammenpreßt, steigert sich der Druck im Preßzylinder allmählich bis zum Höchstwert. Der Hochdruck in den Rohren 34 und 35 (Fig. 1 und 7) teilt sich auch einer Abzweigung 41 mit, welche :
mit einem selbsttätigen Regelungsventil 42 bekannter Art versehen ist.
Sobald der Druck im Zylinder 3 den auf eine gewisse Höhe eingestellten Druck des Regelungsventiles 42 überschreitet, öffnet sich dieses, das Druckwasser strömt durch die Leitung 4t.aach »05 \ einem Steuergehäuse 43 und treibt hier einen Kolbenschieber 43' in die Stellung der Fig. 5. Das Gehäuse 43 ist durch ein Rohr 44, 45 mit j
der Hauptleitung 31 dauernd verbunden, öffnungen 47 und 48 sind durch sich überkreuzende Rohre mit öffnungen 47' und 48' eines kleinen Zylinders 49 verbunden, welcher dem Kolbenschieber 32 vorgeschaltet ist und eine seitliche Auslaßöffnung 50 hat. Das Gehäuse 43 hat außerdem eine Auslaßöffnung 51. Bei der Stellung des Kolbenschiebers 43' nach Fig. 5 kann das durch die Leitung 44 eintretende Druckwasser durch die Leitung 47, 47' auf die rechte Seite des Kolbens des Zylinders 49 gelangen, so daß der Kolbenschieber 39 nach iao ;' links verschoben, die öffnung 33 nach dem Zylinder 3 zu abgeschlossen und die öffnung 38
für den Zylinder 2 freigelegt wird. Die Druckwirkung wird somit umgekehrt, und das von der Hauptleitung 31 herkommende Druckmittel arbeitet nun in dem Zylinder 2 ebenso, wie
S für den Zylinder 3 beschrieben worden ist. Wenn der Druck in dem Zylinder 2 den Höchstwert erreicht und das Regelungsventil 42 in der Zweigleitung auf dieser Seite sich öffnet, kann das Druckwasser von der entgegengesetz-. ίο ten Seite durch die Zweigleitung 52 in das Steuergehause 43 eintreten. Mithin wird der Kolbenschieber 43' in Fig. ;> nach rechts verschoben, und es erfolgt Umsteuerung des Hauptsteuerkolbens 39, da nun das durch die Leitung 44 eintretende Druckwasser durch die Leitung 48, 48' auf die linke Seite des Kolbens des Zylinders 49 treten kann.
Bevor dies geschieht und während der Kolbenschieber 43' noch in der Stellung Fig. 5 ist, hat
ao der Kolben in dem Zylinder 49 das vor ihm befindliche Wasser durch die Leitung 48', 48 und den Auslaß 51 ausgetrieben und der Druck in der Leitung 41 ist vermindert worden, indem das Wasser nach dem Auslaß 51 zu freien Abas gang findet. Es ist zu diesem Zwecke der Kolbenschieber 43' außer mit der breiten Ringnut, welche abwechselnd die öffnungen 47,48 mit der Leitung 44 in Verbindung setzt, mit einer zweiten breiten Ringnut versehen, welche durch Schlitzöffnungen 55 mit dem inneren Hohlraum des Kolbenschiebers in Verbindung steht, und in dem Kolbenschieber 43' ist ferner eine verschiebbare Stange 53 mit Ventiltellern 54 an . jedem Ende vorgesehen, welche in den dafür vorgesehenen Ventilsitzenabwechselnd die Enden des hohlen Kolbenschiebers 43' abschließen können.
In. der Steuerstellung nach Fig. 5 kann also das Druckwasser von der Leitung 41, nachdem es den Schieber 43' in die gezeigte Stellung gebracht hat, nach dem Auslaß 51 frei entweichen, da der eine Kopf 54 dmch Anstoßen der Stange
~ 53 am gegenüberliegenden Ende die öffnung nach der Höhlung des Schiebers 43' freigelegt hat.
Ist dagegen-der Druck in der Leitung 52 zur Wirkung gekommen und der Kolbenschieber 43' nach rechts verschoben worden, so schließt der Ventilteller 54 am rechtsseitigen Ende der Stange 53 durch Anschlagen gegen die Gehäusewand den Hohlraum des Schiebers 43' ab und das linksseitige Ende desselben wird geöffnet. Das Druckwasser der Leitung 52 kann somit nach Eintreten in den Hohlraum des Schiebers 43' durch die Schlitze 55 nach dem Auslaß 51 entweichen, während das Wasser rechts vom Kolben im Zylinder 49 durch die Leitung 47', 47 und durch Löcher 56 des Kolbenschiebers in dessen Inneres tritt und sich hier mit dem zum Auslaß 51 abziehenden Druckwasser mischt. Das Druckwasser in der Leitung 48 und 48' verschiebt nun den Kolbenschieber 39 nach rechts in die Stellung Fig. 5, so daß ein Wechsel in der Druckwasserleitung eintritt und der Kolben im Zylinder 3 wieder vorwärts getrieben wird. Das Gewicht 29 hat indessen die zugehörige Preßform selbsttätig geschlossen und deren Antriebsmechanismus in die Stellung Fig. 2 und 4 gebracht.
Die Teile der Steuerung 24 nehmen die Stellung Fig. 6 ein, sobald das IJegelungsventil 42 sich öffnet, indem Druckwasser vom Rohr 41 durch eine Abzweigung 57 (Fig. 1 und 7) eintritt und den hohlen Kolbenschieber 58 (Fig. 6) nach vorn verschiebt. Dieser ist mit zwei breiten Ringnuten 59 und 60 versehen, von denen die letztere durch eine Anzahl von Längsschlitzen 61 mit seinem inneren Hohlraum in Verbindung steht. Die Nut 59 steht immer mit der Hauptleitung 31 durch die Zweigleitungen 45, 46 und 46' in Verbindung. Mithin wird nach Vollendung einer Pressung, wenn der Kolbenschieber 58 die Stellung gemäß Fig. 6 eingenommen hat, Wasser unter Hochdruck durch die öffnung 62 in den Hilfszylinder 22 eintreten und dessen einfach wirkenden Kolben unter Anheben des Gewichtes 29 zurückschieben, während die Preßform, wie oben beschrieben, sich öffnet und der fertige Preßling ausgeworfen wird. .
Eine kleine öffnung 63 kann am Hinterende des Zylinders 22 vorgesehen werden (Fig. 3), damit die hier befindliche Luft frei entweichen kann. Sie kann auch durch ein geeignetes Rohr mit dem Windkessel 4 verbunden werden oder einen besonderen Windkessel (nicht dargestellt) erhalten. Im letzteren Fall kann das Gewicht 29 zum Schließen der Preßformen fortbleiben, da die im Windkessel aufgespeicherte Spannung ausreichen würde, den Kolben im Zylinder 21 odeY 22 zurückzutreiben und die Sperrstücke in die Horizontalstellung zum Schließen der Preßformen zu drehen.
Wenn der Kolben im Hilfszylinder 22 (Fig. 3) sich dem Ende seines Hubes nach links nähert, schlägt der Arm 30 seiner Stange 22' gegen die Ventilstangen 64 und 65 (Fig. 1, 2, 6 und 7) an, wie bereits erwähnt wurde. Zunächst wird die Stange 64 getroffen, welche etwas weiter heraussteht als die Stange 65. Es wird also zunächst der Kolbenschieber 58 (Fig. 6) nach links geschoben, wobei das Tr'eibwasser von dem Zylinder 22 abgesperrt wird und der rechtsseitige Ventilteller 66 der Stange 64 den inneren Hohlraum des Schiebers 58 abschließt; während der linksseitige Ventilteller 66 von seinem Sitz abgehoben wird, so daß das in dem Rohr 57 befindliche Druckwasser nach dem Hohlraum des Schiebers 58 und durch die Schlitze 61 nach dem Auslaß 67 entweichen kann.
Auf seiner weiteren Bahn schlägt nun der Arm 30 gegen die Stange 65 an und hebt dadurch
ein Ventil 68 von seinem Sitz, so daß Druckwasser durch eine Querbohrung 69 vor den rechtsseitigen Ventilteller 66 treten kann, was dazu beitrügt, die vollständige Verschiebung des Kolbcnschiebers 58 mit Sicherheit zu bewirken und den freien Durchgang an seinem linken Ende zu gestatten. Das Wasser im Zylinder 22, welches den Kolben bis ans Ende seines Hubes getrieben hat und durch Anschlagen des Armes 30 die Verstellung des Ventils bewirkt hat, kann nunmehr ebenfalls frei durch den Auslaß 67 entweichen, da die mit Schlitzen 61 versehene Nut 60 die öffnungen 62 und 67 überbrückt.
Das Gewicht 29 kann mithin die Form wieder schließen, den Kolben im Zylinder 22 vorziehen und das verbrauchte Treibwasser durch die öffnungen 62 und 67 austreiben; der Arm 30 gibt dabei den Ventilstift 65 wieder frei, so
ao daß das Ventil 68 den Einlaß nach dem Querkanal 69 zu wieder absperrt, nachdem schon vorher der Druck in der Leitung 57 aufgehoben war.
Der Kolbenschieber 58 dagegen bleibt, wenn der Arm 30 dessen Stange 64 verlassen hat, vorläufig noch in der linken Stellung, so daß das sämtliche verbrauchte Wasser aus dem Hilfszylinder 22, wie beschrieben, entweichen kann. Erst wenn das Regelungsventil 42 sich wiederum hebt und Druckwasser in das Rohr 57 einläßt, wird der Schieber 58 in die in Fig. 6 gezeigte Lage zurückgeschoben und Druckwasser aus den Zweigleitungen 46,46' dem Hilfszylinder 22 zugeführt, so daß die Form sich von'neuem öffnet. Die Steuerung des Hilfszylinders 2I ist genau dieselbe wie die des Zylinders 22.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Selbsttätige Steuerung für hydraulische Zwillingspressen mit gegenläufigen Kolben und mit zweiteiligen, unmittelbar vor den Kolbenstangen gelagerten Preßformen, worin das Preßgut stets demselben Druck ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in Zweigleitungen von den die Preßzylinder (2, 3) speisenden Druckrohren (35,37) auf beliebigen Druck einstellbare selbsttätige Regelungsventile (42) angeordnet sind, welche beim Erreichen des jeweilig eingestellten· Preßdruckes sich öffnen und unabhängig von der Preßhubgröße Druckwasser einerseits durch die Abzweigleitungen (41, 52) nach der Steuervorrichtung (43, 49,
    32) für die Preßzylinder (2, 3) und andererseits durch die Abzweigleitungen (57) nach den Steuervorrichtungen (23, 24) für die zur Bewegung der zweiteiligen Formen (5, 6) angeordneten hydraulischen Hilfszylinder (21, 22) gelangen lassen, so daß zugleich die Umsteuerung der Preßzylinder sowie das öffnen der einen und das Schließen der anderen Form selbsttätig vollzogen wird.
  2. 2. Ausführungsform der selbsttätigen Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das von den Kegelungsventilen (42) durch die Abzweigleitungen (41, 52) nach der Steuervorrichtung für die Preßzylinder abströmende Druckwasser einen hohlen Hilfskolbenschieber (43^ verstellt, welcher abwechselnd das Druckwasser vor und hinter den mit dem Hauptsteuerschieber (39) fest verbundenen und in einem besonderen, diesem vorgeschalteten Zylinder (49) angeordneten Kolben gelangen läßt.
  3. 3. Ausführungsform der selbsttätigen Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das von den selbsttätigen Regelungsventilen (42) durch die Abzweigleitungen (57) nach den Steuervorrichtungen für die zur Bewegung der Formen dienenden Hilfszylinder (21,22) abströmende Druckwasser je einen hohlen Steuerkolben (58) vorschiebt, wodurch aus der Haup'tdruckleitung (31, 45, 46, 46*) Treibwässer in den zugehörigen Hilfszylinder (22) eingelassen und dessen die Formen öffnender Kolben zurückgeschoben wird, bis ein an der Kolbenstange (22') sitzender Anschlag (30) durch Verschieben der Spindel (64) eines im hohlen Steuerkolben (58) angeordneten Doppelventiles (66, 66) das Druckwasser aus der Abzweigleitung (57) nach dem Auslaß (67) gelangen läßt und den Treibwassereinlaß (62) des Hilfszylinders (22) abzusperren beginnt, aber noch vor Beendigung dieser Absperrung durch Verschieben der Spindel (65) eines Hilfsventiles (68) Treibwasser hinter-"<len hohlen Steuerkolben (58) .eintreten und so dessen vollständigen Rückschub bewirken läßt, infolgedessen das verbrauchte Treibwasser nach dem Auslaß (67) aus dem Hilfszylinder (22) entweichen und der Kolben des letzteren unter Einwirkung seiner ständigen einseitigen Belastung (29) zurückgehen kann, während das Hilfsventil (68) sich wieder schließt und der hohle Steuerkolben {58) in seiner Lage verbleibt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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