DE21407C - Neuerung an Rettungskissen - Google Patents

Neuerung an Rettungskissen

Info

Publication number
DE21407C
DE21407C DENDAT21407D DE21407DA DE21407C DE 21407 C DE21407 C DE 21407C DE NDAT21407 D DENDAT21407 D DE NDAT21407D DE 21407D A DE21407D A DE 21407DA DE 21407 C DE21407 C DE 21407C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
frame
mattress
rescue
cushion
new
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT21407D
Other languages
English (en)
Original Assignee
M. H. HOLMES und J. R. STEINER in St. Paul, Staat Minnesota, Amerika
Publication of DE21407C publication Critical patent/DE21407C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63CLAUNCHING, HAULING-OUT, OR DRY-DOCKING OF VESSELS; LIFE-SAVING IN WATER; EQUIPMENT FOR DWELLING OR WORKING UNDER WATER; MEANS FOR SALVAGING OR SEARCHING FOR UNDERWATER OBJECTS
    • B63C9/00Life-saving in water
    • B63C9/28Adaptations of vessel parts or furnishings to life-saving purposes
    • B63C9/30Floatable furniture

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
Neuerung an Reüungskissen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1882 ab.
Diese Neuerung bezieht sich auf eine Geräthschaft für Schiffe, welche so construirt ist, dafs sie entweder als Bett, Rettungskissen oder auch als Rettungsboot oder Theil eines Flofses zur Rettung von Menschenleben benutzt werden kann.
Auf beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 die perspectivische Ansicht eines Schlafraumes auf einem Schiffe mit drei darin befindlichen neuen Rettimgskissen dar, nämlich unten zwei neben einander und eines oben darüber.
Fig. 2 ist die Ansicht einer Matratze des Rettimgskissens in ihrem Rahmen, von unten gesehen,
Fig. 3 die perspectivische Ansicht des Matratzenrahmens mit dem darin angebrachten Ruder,
Fig. 4 ein Querschnitt durch die Mitte der in ihrem Rahmen befindlichen Rettungsmatratze nach der Linie x-x der Fig. 2.
A ist die Matratze des Rettungsbettes, welche die Gestalt einer gewöhnlichen Matratze hat, aber in einem Rahmen B von Holz oder einem anderen Stoff von hinreichender Schwimmkraft eingepafst ist. Dieser Rahmen ist so gestaltet, dafs er wie eine Schublade auf den an . den Wänden des Schlafraumes befestigten Leisten C aus- und eingeschoben werden kann, damit im Nothfalle die Matratze mitsammt dem sie einschliefsenden Rahmen rasch herausgeschoben und als Rettungskissen gebraucht werden kann.
Die Matratze A ist am geeignetsten mit Kork in Schnitzeln oder gröfseren Stücken angefüllt oder mit irgend einem anderen Körper, welcher leichter als Wasser ist und hinreichende Schwimmkraft besitzt, um eine einzige Person von grofsem Körperumfang oder mehrere Personen von mittlerem Gewicht über dem Wasser zu halten. Ueber dem Kork kann sich eine Lage von irgend einem weichen Matratzenfüllmaterial, von Rofshaar, Seegras u. s. w., befinden.
Damit die Matratze nicht aus dem Rahmen herausfällt, wenn sie über Bord geworfen wird, sind die Riemen b b, Fig. 1, quer über dieselbe gespannt und an Knöpfen des Rahmens auf jeder Seite befestigt.
Auf den inneren Seitenwänden des Matratzenrahmens sind Ruder D, Fig. 3, so aufgehängt, dafs sie nicht verloren werden können; auch sind Aushöhlungen im Rahmen gemacht für die an den Rudern befestigten Ruderstützen. Dieser Theil der Neuerung ist so eingerichtet, dafs die beiden Ruder mit Leichtigkeit von den Seitenrahmen herausgezogen und die Ruderstützen in den Rahmen eingesteckt werden können, wodurch das Rettungskissen, auf dem Wasser schwimmend, wie ein Boot fortgerudert werden kann.
Am Rahmen sind aufsen Griffe d d angebracht, um das Bett auf den Leisten C herauszuziehen. Die Handhaben c c auf dem Obertheil der Matratze sind für die Person, welche, indem sie sich dieser Matratze als Rettungskissen bedient, mit derselben über Bord springt. In diesem Falle hat die betreffende Person die Matratze zuerst in die Mitte ihres Körpers zu bringen, indem sie mit den Füfsen durch das Loch e schlüpft. Dieses Loch ist gewöhnlich durch
eine cylindrische Ausfüllung E geschlossen, wenn die Matratze als. Bett dienen soll, und grofs genug, damit sich die untere Hälfte einer Person durchschieben kann. Hierbei müssen einige von den quer über den Boden des Rahmens B gespannten Schnüren/, Fig. 2, schon vorher losgemacht oder entfernt sein, um den menschlichen Körper durchpassiren zu lassen, welcher alsdann rittlings auf den unterhalb der Oeffnung e an den Querriegeln g g des Rahmens B befestigten Lederriemen G zu sitzen kommt. Dieser Riemen ist am besten hinreichend lang, damit er sich sackt.oder nach unten ausbiegt, und die rittlings darauf sitzende Person hat den oberen Theil des Körpers frei zum Gebrauch der Ruder, während das Rettungskissen nicht umschlagen kann. Die Oeffnung e mit dem ausfüllenden Kissen E kann von rundem, viereckigem, ovalem oder beliebigem Querschnitt sein. Auch kann der mittlere Theil der Matratze zum Herausnehmen sein und grofs genug, um einen menschlichen Körper durchzulassen.
Nach Art der älteren Betten ist die Matratze durch Schnüre und Stifte am Platze gehalten. Die Bauart ist leicht, zum Transport passend und bequem zum Anfassen. Da die Füllung aus Kork besteht, so wird die Schwimmkraft des Bettes durch das Eindringen des Wassers in dasselbe nicht vermindert.
Das neue Rettungskissen kann die Gröfse eines gewöhnlichen Schiffsbettes haben, und eine Anzahl derselben kann mit einander verbunden oder zusammengekuppelt werden, um ein geräumiges Flofs als Zufluchtsstätte für Weiber und Kinder zu bilden, wobei die Ruder zum Bewegen des Flofses benutzt werden können. An den schmalen Enden der Rahmen B sind Ringe k k eingelassen, welche zum Zusammenkuppeln von zwei oder mehr Rettungsbetten dienen, um ein Flofs daraus herzustellen. Auf dem Boden des Rahmens sind ferner die Riegel h angebracht, welche zum Feststellen dieser Rahmen auf den Leisten C dienen, wenn die Rettungskissen als Betten benutzt werden sollen.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Ein umrahmtes, schwimmendes Rettungskissen mit einem herausnehmbaren mittleren Theil, und so gebaut und ausgerüstet, dafs es leicht aus einem Bett in ein Boot oder Flofs verwandelt werden kann.
2. An Rettungskissen mit einer mittleren, mit herausnehmbarer Füllung E versehenen Oeffnung e der auf Leisten C gleitende Rahmen B in Verbindung mit den Riemen b und Handhaben c, den Griffen d, Schnüren/ und dem an den unteren Querriegeln g des Rahmens B befestigten Riemen G, wie durch die Fig. 1 bis 4 dargestellt. ;
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT21407D Neuerung an Rettungskissen Active DE21407C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE21407C true DE21407C (de)

Family

ID=298091

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT21407D Active DE21407C (de) Neuerung an Rettungskissen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE21407C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE429447C (de) Kopfstuetze, bestehend aus einem verhaeltnismaessig dicken, z. B. aufblasbaren Kissen oder Polster
DE69919039T2 (de) Rettungs- und sicherheitsvorrichtung für wasserumgebungen
DE21407C (de) Neuerung an Rettungskissen
DE1256938B (de) Zusammenlegbares Behaeltnis fuer Haustiere
DE11668C (de) Neuerungen an schwingenden Schiffsbetten
DE44965C (de) Matratze als Rettungsvorrichtung bei Schiffbrüchen verwendbar
DE590841C (de) Sitz mit Rueckenlehne, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE24808C (de) Neuerung an Rettungs- und anderen Matratzen, Kissen, Polstern und ähnlichen Gegenständen
DE714254C (de) Schlauchboot mit im Querschnitt annaehernd runden Schlaeuchen
DE111190C (de)
DE157477C (de)
DE339890C (de) Haengesitz
DE683513C (de) Als Schwimmweste benutzbares Reisegeraet
DE353667C (de) Stuhlsitz oder Lehne
AT141371B (de) Elastisches Gestell für Stühle oder andere Sitzgelegenheiten.
DE2718838A1 (de) Rettungsfloss
DE86597C (de)
DE560516C (de) Kanu
DE7622200U1 (de) Schwimmgeraet
DE60024226T2 (de) Segelbootvorrichtung für unterricht und behinderte personen
DE68641C (de) Boot, dessen Wandungen aus sich selbsttragenden Polstern mit Haar-, Kork- oder dergl. Füllung bestehen
DE7008059U (de) Wasserfahrzeug mit aufblasbaren schwimmern.
DE123120C (de)
DE31019C (de) Eine nach dem menschlichen Körper geformte Ruhematte
DE240278C (de)