DE21392C - Neuerungen an den durch das Patent Nr. 13639 geschützten Vorrichtungen für Hebezeuge - Google Patents

Neuerungen an den durch das Patent Nr. 13639 geschützten Vorrichtungen für Hebezeuge

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DE21392C
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Germany
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shaft
rollers
wheel
ratchet wheel
load
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Active
Application number
DENDAT21392D
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English (en)
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TH. H. WARD in Tipton, Grafsch. Staflford (England)
Publication of DE21392C publication Critical patent/DE21392C/de
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66DCAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
    • B66D5/00Braking or detent devices characterised by application to lifting or hoisting gear, e.g. for controlling the lowering of loads
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66DCAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
    • B66D2700/00Capstans, winches or hoists
    • B66D2700/03Mechanisms with latches or braking devices in general for capstans, hoists or similar devices as well as braking devices actuated electrically or by fluid under pressure

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 35: Hebezeuge.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. März 1882 ab.
In Fig. ι sind α und b zwei Rollen, welche in einem Stück gegossen oder sicher mit einander verschraubt sind. Die Rolle b hat im Vergleich mit α einen solchen Durchmesser, dafs die Last nicht selbsthemmend, sondern vielmehr die Wirkung der Last an der Kette um ein Gewisses gröfser als die Reibung ist. Die Welle c der Rollen, welche in dem mit Haken e versehenen Gehänge d lagert, ist mit einem Bund/ und aufserdem mit einem Schraubengewinde c1 von starker Steigung versehen, dessen Muttergewinde sich in den Kettenrollen befindet. Zwischen dem Bund/ und der Rolle α ist das Sperrrad g auf der Welle c lose aufgesteckt und so angeordnet, dafs es sich wohl beim Heben der Last drehen kann, dagegen beim Niederlassen von der bei Λ2 aufgehängten Sperrklinke h am Drehen verhindert wird. Gegen Verschiebung in der Achsenrichtung ist die Welle c durch den Ring c3 oder eine Mutter geschützt, und auf dem diesem Ringe entgegengesetzten Ende trägt sie das festgekeilte Seilrad i zur Aufnahme der Zugkette.
Die Welle c ist somit eine Schraube, deren Kopf durch den Bund/ und deren Mutter durch die, Rollen α und b gebildet wird. Dreht man diese Schraube mit Hülfe des Seilrades i in der Richtung der Förderung der Last, so prefst sich die Mutter α b fest gegen das Sperrrad g und dreht sich mit diesem und der Achse c nach derselben Richtung. Dabei bildet in jedem Augenblick das Sperrrad die Selbsthemmung, denn sobald die Drehung aufhört, fällt die Klinke h ein und verhütet den Rücklauf. Wird aber das Seilrad i nach der entgegengesetzten Richtung gedreht, so schraubt sich die Welle aus dem Muttergewinde der Rollen α und b heraus, und letztere bewegen sich von dem Sperrrade ab, so dafs sie frei umlaufen können. Wenn man dann mit dem Rückwärtsdrehen des. Seilrades innehält, so schrauben sich die Rollen α und b sogleich wieder gegen das Sperrrad fest. Um die Last zu senken, mufs man also das Seilrad i fortwährend in der Richtung des Losschraubens herumdrehen, und zwar mit einer Geschwindigkeit, welche das Bestreben der Rollen, sich festzuschrauben, aufhebt.
Das Muttergewinde für die Schraube läfst sich anstatt in der Nabe der Rollen auch in dem Seilrade anordnen. Letzteres dient dann als die Mutter, mittelst welcher die Rollen und das Sperrrad auf der Achse c gegen den Bund/ geprefst werden, Fig. 2. Das Seilrad i sitzt hier direct neben der Rolle b und greift unter Reibung mit seiner Nabe in eine kegelförmige Bohrung derselben ein. Die Wirkung ist ähnlich derjenigen in Fig. 1, nur dafs nach Losschrauben der Mutter, d. i. des Seilrades i, die Last abzulaufen fortfährt, bis die Mutter wieder fest gegen die Rollen α b geschraubt wird und dieselben sowie das Sperrrad g zwischen sich und dem Bund/ sicher einklemmt.
Die in Fig. 3 angegebene Anordnung entspricht der vorigen, Fig. 2, insofern, als das Seilrad i wieder das Muttergewinde enthält. Abweichend von Fig. 2 aber ist die Einrichtung, dafs das Seilrad nur das Sperrrad g zwischen sich und dem Bund/ festklemmt. Die kettenrollen α und b sind auf der Welle c festgekeilt, und diese wird, wenn das Rad i in der Richtung der Förderung der Last gedreht wird, infolge des Andrückens des Sperrrades an den Bund/ mitgenommen.
Man kann die Rollen α und b auch gesondert anordnen, Fig. 4. Hier sind dieselben je. auf einem Ende der Welle festgekeilt, während sich
das mit Muttergewinde versehene Seilrad i, das Sperrrad g und der Bund/ in der Mitte befinden. Diese Anordnung gestattet, die Kettenrollen aufserhalb des Gehänges d, das Seilrad dagegen innerhalb desselben senkrecht über der Last anzubringen, so dafs die Kraft an dem Zugseil möglichst in der Mittellinie zur Wirkung kommt.
Für gröfsere Lasten wird eine Vorgelegewelle benutzt, welche durch Räderwerk die an dem Zugseil ausgeübte Kraft-auf die Welle c überträgt, Fig. 5. Diese Construction kommt bezüglich der allgemeinen Anordnung der Fig. 4 am nächsten, aber das Muttergewinde befindet sich in der Nabe eines Stirnrades /, welches die in Fig. 4 angegebene Stelle des Seilrades i einnimmt. Das Seilrad seinerseits sitzt auf der Vorgelegewelle /, die durch Vermittelung des Getriebes k das Stirnrad / antreibt und dadurch die beschriebene Wirkung des Flaschenzuges herbeiführt.
In Fig. 6 sind beispielsweise die Kettenrollen α b mit dem Stirnrade / in einem Stück gegossen und das Sperrrad g sowie das dem früheren <;2 entsprechende Schraubengewinde/2 auf der Vorgelegewelle / angeordnet, und das Muttergewinde befindet sich in der Nabe des Getriebes Die Wirkungsweise ist dieselbe wie vorher.
In der durch Fig. 7 dargestellten Abänderung sind die Kettenrollen α und b wieder gesondert von einander je auf einem Ende der Welle c festgekeilt, und zwischen denselben befindet sich ein Schneckenrad m, welches durch eine Schnecke» von der Vorgelegewelle/ angetrieben wird. Die Schnecke η enthält das Muttergewinde und entspricht dem Getriebe k der Fig. 6, indem sie auch zur Mitnahme des ebenfalls auf/ angeordneten (in Fig. 7 nicht angegebenen) Sperrrades dient.
Bei den drei zuletzt beschriebenen Construc-■tionen kommt die Kraft in der Mitte der Welle c zur Wirkung, so dafs die Flasche sich in vollkommenem Gleichgewicht befindet.
Die erläuterte Hemmvorrichtung kann auch mit den Rollen im unteren Kloben in Verbindung gebracht werden, vorausgesetzt dafs die oberen, die Differentialrollen, derart abgemessen werden, dafs die Last die Reibung überwiegt und nicht selbsthemmend wirkt.
Anstatt des Schraubengewindes und des Sperrrades kann man auch eine Bremse, bestehend entweder in einem Bremsband oder einem Bremshebel, anordnen. Das Bremsband oder der Bremshebel wirkt auf eine Bremsscheibe, welche sich auf der Welle c der festgekeilten Zwillingsrollen α b oder auf der Welle des unteren Klobens vorfindet und die Hemmung der Last vermittelt bezw. das selbsttätige Niedergehen derselben verhütet. Dabei geschieht diese Hemmung ohne wesentliche Beanspruchung der Bremse, da ja nur einem kleinen Theil der Last, nämlich demjenigen, welcher nicht durch die Reibung im Flaschenzuge selbst aufgehoben wird, entgegenzuwirken ist.
Die Neuerungen lassen sich auch auf andere Hebezeuge übertragen. Die Anordnung nach Fig. 4 eignet sich insbesondere für einen Kran, während Fig. 3 durch Anbringung der Lager der Welle c in passenden Ständern zu einer Winde benutzt werden kann.

Claims (3)

P ATENT-Ansprüche:
1. Der durch Fig. 1 veranschaulichte Flaschenzug, welcher gekennzeichnet ist durch die Verbindung der mit Schraubengewinde c2 und einem Bund/ versehenen Welle emit dem ein Muttergewinde enthaltenden Rollenpaar α b und dem lose aufgesteckten Sperrrad £·, das Ganze in der Weise angeordnet, dafs bei Drehung der Welle mit Hülfe des Seilrades i, einer Kurbel oder einer sonstigen Vorrichtung in der Richtung des Förderns der Last das Rollenpaar sich auf der Welle festschraubt und dabei das Sperrrad zwischen sich und dem Bund/ festklemmt, so dafs Welle, Rollenpaar und Sperrrad^· mit einander umlaufen und letzteres beim Loslassen des Zugseiles in Verbindung mit der Sperrklinke h das selbsttätige Ablaufen der Last verhütet, während es zum Senken der Last nur des Drehens der Welle in der Richtung des Losschraubens des Rollenpaares bedarf.
2. Die in Fig. 2, 3 und 4 dargestellten Abänderungen eines Flaschenzuges, welche sich aus Fig. ι herleiten lassen und sich von der in dieser Figur vorgeführten Construction nur durch Anbringung des Muttergewindes in dem Seilrade i statt in den Rollen a b, sowie bezw. durch veränderte Reihenfolge der auf der Welle c sitzenden Theile, des Sperrrades g, der Rollen α b und des Seilrades i, unterscheidet.
3. Die in Fig. 5, 6 und 7 veranschaulichten Constructionen, bei welchen aufser der
■ Welle c noch eine Vorgelegewelle/ .sur Anwendung gelangt ,ist und die durch das Seilrad i herbeigeführte Drehung dieser Welle/ durch Stirnräder oder Schnecke und ' Schneckenrad oder sonstiges !Räderwerk auf die Welle c übertragen wird, während die Festklemmung des Sperrrades g infolge entsprechender Anordnung des Muttergewindes durch den einen oder anderen Theil des neu hinzugekommenen Räderwerkes geschieht.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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