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Luftreifen Die Erfindung betrifft Luftreifen und insbesondere die
hinteren, an landwirtschaftlichen Traktoren angewandten, die Bodenhaftung vermittelnden
Reifen Das Entwickeln eines derartigen Reifens, der sowohl eine gute Bodenhaftung
aufweichem Untergrund als auch eine glatte Fahrt und gute Abriebeigenschaften auf
harten Oberflächen aufweist, hat stets ein Problem für den einschlägigen Fachmann
dargestellt.
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Eine der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe besteht darin, ein Luftreifenprofil
zu schaffen, das eine gute Bodenhaftung auf weichem Untergrund und gleichzeitig
gute glatte Laufeigenschaften und lange Lebensdauer auf harten Oberflächen besitzt
Der Erfindungsgegenstand besteht somit in den Merkmalen der Bauart, der Kombination
der Blemente und Anordnung von Teilen, wie im folgenden erläutert.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt
und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 ist eine perspektivische
Ansicht eines erfindungsgemäß aufgebauten Reifens Fig. 2 eine Draufsicht auf einen
Abschnitt des Profils des Reifens nach der Figur 1; Fig. 3 eine Draufsicht auf eine
wahlweise erfindungsgemäße Ausführungsform des Reifenprofils; Fig.1teinexI Querschnitt
praktisch längs der Linien 4-4 nach der Fig. 2.
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Insbesondere unter Bezugnahme auf die Figur 4, weist ein erfindungsgemäßer
Traktorreifen 10 ein Profilteil 11 auf, das über einer Karkasse 12 liegt, welche
ihrerseits in Wülsten 13 an den inneren äußeren Enden derselben endet. Das Profilteil
weist eine Reihe tiefer Ansätze 14 auf, dioxan deren äußeren Enden in seitlichen
Kanten 15. und 16 des Profils 11 enden.
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Insbesondere unter Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 weist das die
Bodenhaftung vermittelnde Teil oder Profil des erfindungsgemäßen Reifens zwei Sätze
primärer Ansätze 19 und 20 und zwei Sätze sekundärer Ansätze 21 und 22 auf. Der
erste Satz der primären Ansätze 19 an der ersten Seite des Reifens ist allgemein
ähnlich der zweiten Reihe des primären Ansatzes 20 an der zweiten Seite des Reifens,
jedoch "opposite in hand". In ähnlicher Weise ist nieder Ansatz einer ersten Reibe
der sekundären Ansätze 21 an der ersten Seite des Reifens ähnlich bezüglich jedes
Ansatzes derzweiten Reihe der sekundären Ansätze 22 an der gegenüberliegenden Seite
des Reifens, jedoch "opposite in hand" hierzu.
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Unter Bezugnahme auf eine Seite des in den Figuren 1 und 2 gezeigten
Profils erstreckt sich ein erster Satz der primären Ansätze 19 winkelförmig zu und
von der seitlichen Kante 16 des Profils 11 aus. Jeder Ansatz bei jedem ersten Satz
der prImären Ansätze 19 weist einen äußeren Teil 24 auf, das sich von einer äußeren
Kante 16 des Profils allgemein seitlich zu dem Profil und angenähert hälftig über
die Strecke zu der sich mittig um den Umfang erstreckenden Mittellinie 18 des Profils
mit einem Winkel von angenähert 67° gegenüber der sich mittig um dem Umfang herum
erstreckenden Mittellinie 18 beläuft.
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Bezüglich der Brläuterung des Erfindungsgegenstandes ist hier unter
dem Begriff der sich mittig um den Umfang herum erstreckenden Mittellinie 18 ein
Kreis zu verstehen, der auf der mit dem Boden in Berührung konunenden Oberfläche
des Profils mittig zwischen den seitlichen Kanten 15 und 16 des Profils liegt und
in einer Ebene vorliegt, die senkrecht zu der Drehachse des Reifens verläuft. Jeder
Ansatz 19 besitzt ein inneres Teil 26, das sich winkelförmig zu und von dem inneren
Ende 25 des äußeren Teils 24 des Anshtzes, über die sich mittig um den Umfang erstreckende
Mittellinie 18 und mit einem Winkel von 320 gegenüber der sich mittig um den Umfang
her-in erstreckenden Mittellinie vorliegt. Jeder primäre Ansatz endet an sinem inneren
Ende 9 einem vergrößerten Teil 28, das allgemein in
der Fläche der
sich an den Umfang herum erstreckenden tdttellinie 18 liegt. Wie insbesondere in
der Figur 1 gezeigt,weist das äußere Ende 29 jedes primären und sekundären Ansatzes
eine V-förmige Konfiguration bei Betrachten'von der Seite des Reifens aus auf.
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Der Schnittpunkt der Schenkel des V ist das radial äußerste Teil des
V bezüglich der Drehachse des Reifens. Die vordere Kante des Ansatzes weist den
Schenkel 30 des V praktisch radial angeordnet bezüglich der Drehachse des Reifens
auf. Bezüglich der hier in Anwendung komr.lenden Betriffs "vorderen" ist ein Teil
des Profils gemeint, das zuerst mit dem Boden bezügich einer Reihe derartiger Teile
während des normalen Umlaufens des Reifens in Berührung kommt und der hier in Anwendung
kommende Begriff "hintere" bedeutet das Teil des Profils, das zuletzt mit dem Boden
bezüglich einer Reihe derartiger Teile in Berührung kommt. Es ist zu beachten, daß
der erfindungsgemäße Reifen ein vektorielles Profil dahingehend aufweist, daß es
eine normale oder bevorzugte Drehrichtung des Reifens für die beste Leistungsfähigkeit
desselben ergibt, wie vermittels des Pfeils in der Figur 1 angezeiqt. Der hintere
Schenkel 31 jedes Anatendes 29 ist bezüglich Radiusses von der Drehachse und weg
von der Drehrichtung geneigt. Hierdurch ergibt sich eine zusätzliche Abstützung
bezüglich des äußeren Endes der Ansätze, um so ein Biegen der Ansätze zu verhindern,
wenn der Reifen in guter Bodenhaftung vorliegt.
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An der gleichen Seite des Reifens, die die seitliche Kante 16 aufweist,
liegt ebenfalls eine erste Reihe sekundärer Ansätze 21 vor, die so angeordnet sind,
daß lediglich einer zwischen jedem nächsten benachbarten Paar der primären Ansätze
19 vorliegt. Jeder Ansatz dieses ersten Satzes der sekundären Ansätze 21 weist ein
äußeres Teil 38 auf, das sich von der äußeren Kante 16 aus allgemein seitlich zu
dem Profil und angenähert über ein Drittel der Strecke zu der mittig inUmfangsrichtung
verlaufenden Mittellinie 18 mit einem Winkel von angenähert 67 bezüglich dieser
Mittellinie 18 erstreckt. Jeder Ansatz 21 weist ein inneres Teil 34 auf, das sich
winkelförmig zu und von dem inneren Ende 37 des äußeren Teils 38 und angenähert
über 2/3 der Strecke von dein inneren Ende 37 gegenüber der mittig in Umfangsrichtung
verlaufenden Mittellinie l,lit einenlt7inkel von angenähert 45° 0bezüglich dieser
Mittellinie erstreckt. Das innere Ende jedes Ansatzes 21 weist ein vergrößertes,
mit
dem Erdboden in Berührung kommendes Teil 36 auf.
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Die zweite Reihe der primären Ansätze 20 und die zweite Reihe der
sekundären Ansätze 22 sind praktisch identisch zu der esten Reihe der primären Ansätze
19 bzw. der ersten Reihe der sekundären Ansätze 21 mit der Ausnahme ausgeführt,
daß dieselben "opposite in hand" vorliegen und sich winkelförmig zu und von der
gegenüberliegenden Seite oder seitichen Kante 15 des Profils 11 erstrecken. Die
erste Reihe 19 der Primrären Ansätze liegt in einem versetzten Verhältnis um den
Umfang des Reifens bezüglich der zeiten Reihe der primären Ansätze 20 vor. Ähnlich
gilt, daß die erste Reihe der sekundären Ansätze 21 in einem versetzten Verhältnis
um den Umfang des Reifens bezüglich der zweiten Reihe der sekundären Ansätze 22
vorliegt, oder mit anderen Worten, jeder primäre Ansatz 19 an einer Seite des Profils
liegt in Umfangsrichtung des Reifens versetzt bezüglich der nächstbenachbarten zwei
primären Ansätze 20 an der gegenüberliegneden Seite des Profils vor. In ähnlicher
Weise gilt, daß jeder sekundäre Ansatz 21 an einer Seite des Profils in Umfangsrichtung
des Reifens versetzt bezüglich der nächsten benachbarten zwei sekundären Ansätze
22 an der gegenüberliegenden Seite des Reifens des Profils vorliegt.
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Das innere Teil 26 jedes primären Ansatzes 19 und das innere Teil
34 jedes sekundären Ansatzes 21 an einer Seite des Reifens sind bezüglich des inneren
Teils 26 eines entsprechenden primären Ansatzes 20 an der gegenüberliegenden Seite
des Reifens dergesalt orientiert, daß sich bei einer Verlängerung der erstgenannten
Ansätze 19 und 21 ein Schneiden derselben mit dem inneren Teil 26 des entsprechenden
Ansatzes 20 an der gegenüberliegenden Seite des Reifens ergäbe.
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Die zuerst genannten inneren Teile 26 und 34 enden vor dem entsprechenden
primären Ansatz 20 mit einem Abstand angenähert gleich der Breite des Ansatzes.
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Jeder sekundäre Ansatz 21 oder 22 erstreckt sich eng benachbart bis
zu der mittig in Umfangsrichtung verlaufenden Mittellinie, und jeder primäre Ansatz
20 oder 19 kreuzt diese Mittellinie in einer ausreichenden Strecke -dergestalt,
daß das innere Ende jedes sekundären Ansatzes 21 oder 22 eine Ebene senkrecht zu
der Drehachse des Reifens berührt oder hindurchtritt, die bezüglich des inneren
Endes
des entsprechenden vorderen Ansatzes 20 oder 19 an der gegenüberliegenden Seite
des Profils tangential verläuft. Bei der hier beschriebenen speziellen Ausführungsform
ist das äußere Teil 24 der primären Ansätze 19 und 20 so beschrieben, daß sich dasselbe
mit einem Winkel von angenähert 67° gegenüber einem sich mittig in Unfangsrichtung
erstreckenden Kreis 18 erstreckt.Es ist bevorzugt, daß dieser Winkel sich auf 60
bis 75° beläuft, um beste Bodenhaftung zu erzielen. Die inneren Teile 26 der primären
Ansätze sind hier so beschrieben, daß dieselben mit einem Winkel von 320 gegenüber
der Mittellinie 18 verlaufen. Um beste Laufeigenschaften zu erzielen, sollte sich
dieser Winkel auf 15 bis 350 belaufen. In dem Fall der sekundären Ansätze sollten
sich die äußeren Teile 38 der Ansätze mit einem dinkel von 60 bis 750 gegenüber
der mittig zur Umfangsrichtung verlaufenden Mittellinie erstrecken. Die inneren
Teile 34 der sekunaäxen Ansätze 21 und 22 sollten mit einem Winkel von 40 bis 500
bezüglich der Mitellinie 18 vorliegen.
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Es ist weiterhin zu beachten, daß bei der in der Figur 2 gezeigten
Ausführungsform jedes erste Teil jedes sekundären Ansatzes 21 wider 22 an der seitlichen
Kante 16 oder 15 des Profils enger benachbart gegenüber dem nächsten benachbarten
vorderen Ansatz 19 oder 20 als dessen nächster benachbarter, hinterer Ansatz 19
oder 20 vorliegt. Dieser unregelmäßkge Abstand ist vorgesehen, damit der Abstand
zwischen den inneren Teilen 26 und 34 der primären und sekundären Ansätze einheitiicher
um den Umfang des Reifens herum vorliegt.
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Diese Einheitlichkeit sowie der geringe Winkel der Ansätze in dem
mittleren Teil des Profils dient dazu, daß eine praktisch kontinuierliche und einen
ruhigen Lauf ermöglichende Oberfläche dann vorliegt, wenn der Reifen auf harten
Oberflächen benutzt wird.
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;4ach einer wahlweisen erfindungsgemäßen Ausführungsform entsprechend
der Figur 3 sind die primären Ansätze 19 und 20 praktisch die gleichen wie weiter
oben beschrieben. Die sekundären Ansätze 21 und 22 sind ebenfalls gleich den weiter
oben beschriebenen mit der Ausnahme, daß jeder sekundäre Ansatz 21 oder 22 geradlinig
und mit einem Winkel von angenähert 670 gegenüber der sich mittig in Umfangsrichtung
erstreckenden Mittellinie über dessen gesamte Länge ist.
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Dieser sekundäre Ansatz 21 und 22 weist eine Länge von wenigstens
angenähert 4/5 der Strecke von der seitlichen Kante 15 oder 16 der
Mittellinie
18 aus auf. Um beste Bodenhaftung zu erzielen, sollte sich wiederum dieser Winkel
auf einen Wert von 60 bis 750 belaufen.
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Es ergibt sich somit, d die äußeren Teile 24 und 38 jeder der primären
und sekundären Ansätze der Ausfükrungsformen nach den Fig. 1 und 2 mit großen Winkel
relativ zu der Mittellinie 18 vorliegen. Dieser Teil des Ansatzes führt aufgrund
seines großen Winkels zu sehr guten, die Bodenhaftung vermittelnden Kräften auf
einem weichen oder schlammigen Untergrund. Es ergibt sich somit, daßdieses Teil
jedes Ansatzes recht starr ist. Diese Starrheit wird dadurch verbessert, daß das
innere Ende 25 des ersten Teils mit großem Winkel jedes primären Ansatzes mit dem
zweiten Teil mit kleinem Winkel jedes primären Ansatzes verbunden wirdt um so ein
Durchbiegen des Ansatzes während der Bodenhaftung zu verringern.
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Die V-förmige Konfiguration des Endteils 29 jedes Ansatzes dient weiterhin
dazu, das äußere Ende zu stabilisieren. Die gestützten Teile 24 mit kleinem Winkel
führen zu einer guten Bodenhaftung in weichem Untergrund, sind jedoch immer noch
ausreichend starr dergestalt, daß dieselben eine wesentlich geringere Neigung gegenüber
einem Biegen, Verbiegen und Kratzen zeigen bei Anwenden auf harten Oberflächen,
wodurch sich eine verlängerte Lebensdauer des Profils ergibt. Die Starrheit der
sekundären Ansätze 21 und 22 wird durch diesen gleichen Winkel in Ansätzen zwischen
den Enden derselben in dem Reifen nach den Figuren 2 und 4 verbessert. Die Starrheit
der sekundären Ansätze 21 und 22 in dem Reifen nach der Figur 3 wird durch das vergrößerte
innere Teil 36 verbessert.
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Jedes innere Teil oder Teil 26 kleinen Winkels eines primären Ansatzes
19 an einer Seite des Profils in Umfangsrichtung überlappt ein Teil des Teils 26
mit kleinem Winkel des nächst benachbarten vorderen und hinteren primären Ansatzes
20 an der gegenuberliegenden Seite des Profils, oder in anderen Worten ausgedrückt,
jede Linie, die querseitig über das Profil und senkrecht gegenüber der sich mittig
in Umfangsrichtung erstreckenden Mittellinie gezogen ist, wird wenigstens ein inneres
Teil 26 eines primären Ansatzes 19 oder 21 kreuzen. Wie weiter oben angegeben, führt
dieses Teil mit kleinem Winkel zu der Wirkung einer allgemein kontinuierlichen,
tragenden Oberfläche in Umfangsrichtung des Reifens, wodurch sich gute Laufeigenschaften
ergeben. Es ist weiterhin zu beahten, daß jedes innere Teil 26 eines primären Ansatzes
19 oder 20 ein entsprechendes inneres Teil 34 eines sekundären Ansatzes 21 oder
22
seitlich gegenüberliegend zu dem mittleren Teil des inneren Teils
26 und an der gegenüberliegenden Seite angeordnet aufweist. Die oben beschriebene
Anordnung der primären und sekundären Ansätze führt zueiner Verringerung und praktisch
vollständigem Ausschalten des Flatterns eines Reifens, der in üblicher Weise an
gegenüberliegenden Seiten versetzt angeordnete Ansätze aufweist.
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Die inneren Teile 26, 34 sind mit einem kleinen Winkel bezüglich der
in Umfangsrichtung verlaufenden Mittellinie angeordnet und dienen dazu, ein seitliches
Gleiten zu verhindern, wenn der Reifen auf einen Stein oder anderen harten Gegenstand
aufschlägt. Zusätzlich zu einer verbesserten STarrheit der inneren Enden der Ansätze
führen die vergrößerten inneren Enden derselben zu einer Vergrößerten Lauffläche,
wodurch sich zusätzlich eine Verbesserung der ruhigen Laufeigenschaften ergibt.