DE213822C - - Google Patents

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DE213822C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES^
Zum Zünden und Löschen von Gasbrennern mit einer Zündflamme sind Druckstoßfernzünder vorgeschlagen worden, bei denen durch den Druckstoß ein das Öffnen und Schließen des Brennerventils bewirkendes Spannwerk ausgelöst wird. Gegenstand der Erfindung ist ein solcher Fernzünder, der sich jedoch von den bekannten Zündvorrichtungen dadurch unterscheidet, daß er nicht bei der Maximaldruckhöhe des Druckstoßes, sondern erst bei dem Nachlassen des Druckstoßes in Gang kommt. Zu diesem Zweck ist außer dem üblichen Gesperre für das Federwerk eine Hemmung vorgesehen, welche bei. dem Ausschalten des Gesperres unter der Wirkung des Druckstoßes gleichzeitig in das Räderwerk eingreift und dieses erst dann wieder freigibt, wenn die Druckerhöhung um ein gewisses Maß nachgelassen hat. Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht der Vorrichtung. Fig. 2 ist eine Vorderansicht und ein teil-. weiser Schnitt zwecks Veranschaulichung des ■bei dem Druckstoß sich dehnenden Körpers und des Spannwerkes, wobei die eine Seite des Gehäuses abgenommen ist.
Fig. 3 ist eine Ansicht des Gehäuses, bei der das Gestänge zum Umschalten des Gashahnes sich in der zweiten Endlage (gegenüber Fig. 1) befindet.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht von Fig. 3 nach Entfernung einiger Teile.
Fig. 5 ist die Vorderansicht einer abgeänderten ■■■■■■ Ausführungsform der Vorrichtung, bei der der Dehnungskörper senkrecht arbeitet.
In dem Gehäuse 1 ist an dem zum Brenner 3 führenden Rohr 2 ein Feder werk angebracht, das in seiner Bauart der Schlageinrichtung einer gewöhnlichen Uhr ähnelt.. Der Dehnungskörper 4 besteht aus einem an einen Stutzen 5 der Leitung 2 angeschlossenen festen Teil 4a und einem beweglichen Teil 4*. Beide Teile 4a und 4b sind durch einen Lederring 4C (Fig. 2) luftdicht miteinander verbunden.
Das Zahnrad 6 des Spannwerkes (Fig. 2 und 4) sitzt auf der durch eine Feder 6* angetriebenen Achse 6a auf und setzt ein zweites Zahnrad 7 in Drehung, das auf der aus dem Gehäuse heraustretenden Welle. 8 angebracht ist. Auf der Welle 8 ist eine Kurbel 9 befestigt, deren Zapfen in einer Kulisse 10 verschiebbar ist. Die Kulisse 10 ist an einer Stange 11 ber festigt, welche das Öffnen und Schließen des Hahnes 12 des Brenners 3 bewirkt. Das Spannwerk weist ferner Zahnräder 13 und 14, eine Unruhe 15 und eine Hemmung 16 auf, deren Welle i6a in dem Gehäuse 1 des Uhrwerkes gelagert ist. Der eine Arm 17 der Hemmung kann in Aussparangen 18 des Umfanges einer auf der Hauptachse 6a drehbaren Scheibe 19 eingreifen. Die Scheibe 19 wird durch einen Trieb 8a in Drehung, versetzt, der in Eingriff mit dem Rade iga steht. Ein zweiter Arm 20 wirkt auf eine Scheibe 21 ein, die mit Aussparungen oder Schlitzen 21Λ versehen und auf der Welle 22 des Zahnrades 13 befestigt ist. Ein dritter Arm 23 legt sich gegen Stifte 24, die an dem Zahnrade 14 befestigt. sind, und bringt hierdurch das Räderwerk zum Stillstand, wenn der erste Arm 17 in eine der Aussparungen 18 ein-
fällt. Auf einer an dem Gehäuse ι des Spannwerkes gelagerten Welle 26 ist die Hemmungsplatte 25 befestigt. Die Welle trägt ferner einen Arm 27, der sich gegen die Stifte 24 des Zahnrades 14 anlegt. Die Platte 25 hat den Zweck, die Hemmung 16 mittels eines Armes 28 zu beeinflussen. Die Hemmungsplatte 25 wird durch einen Stift 4d des Dehnungskörpers 4 gedreht, wenn dieser, wie in punktierten Linien in Fig. 2 dargestellt ist, durch den Gasüberdruck ausgedehnt wird. Der Hahn 12 des Brenners 3 ist pit einer für Glühlichtbrenner üblichen Zündflamme versehen, so daß bei der einen Stellung des Hahnes der Zündbrenner 3a und bei der anderen Stellung der Hauptbrenner Gaszufuhr erhalten. Das Ende der von der Kurbel 9 angetriebenen Stange 11 ist an einer am Hahn 12 befestigten Kurbel 29 angelenkt.
Die Größen der einzelnen Triebe des Spannwerkes, . die Anzahl und die Stellungen der Umfangsschlitze der Scheiben 19 und 21 und die Stifte 24 an dem Zahnrade 14 sind so bemessen, daß, wenn die Hemmungsplatte 25 und dadurch die Hemmung 16 infolge der Dehnung des Kör-' 25 pers 4 in Teildrehung gesetzt sind und der Dehnungskörper sich wieder zusammengezogen hat, die Kurbel 9 um eine halbe Drehung bewegt und dann durch den Eingriff der Hemmungs-. arme in die entsprechenden Schlitze bzw. deren Anlegen gegen die Stifte angehalten wird. Bei halber Drehung der Kurbel 9 wird die Stange 11 um ein solches Stück verschoben, daß der Hahn 12 des Brenners 3 aus der vollständigen Offenstellung in eine Stellung gebracht wird, in der nur die Zündflamme brennt, oder umgekehrt.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform ist der Dehnungskörper 4 so angebracht, daß er in senkrechter Richtung arbeitet. Das Spannwerk ist dasselbe wie vorher, ist jedoch in rechtem Winkel zum Spannwerk von Fig. 1 gelagert. Der Dehnungskörper 4 ist mit verstellbaren Gewichten 33 so belastet, daß er bei gewöhnlichem Gasdruck (Tagesdruck) nicht genügend ausgedehnt wird, um die Hemmungsplatte 25 zu bewegen, sondern daß diese Wirkung erst durch die notwendige Erhöhung des Gasdruckes eintritt.
Es ist vorteilhaft, den Dehnungskörper so anzubringen, daß er in wagerechter Richtung arbeitet (Fig. i, 2 und 3). In diesem Falle trägt er keine Belastungsscheiben, sondern wird in unausgedehntem Zustande durch die Hemmungsplatte 25 gehalten, auf deren Welle 26 zu diesem Zwecke zwei verstellbare Gewichtshebel 34 und 35 angebracht sind. Der eine Hebel 34 ist auf der Welle befestigt, während der andere Hebel 35 lose darauf sitzt und mit einem Ansätze 36 der Buchse 37 sich gegen einen Stift "38 der Welle 26 der Hemmungsplatte legt. Eine um die Hemmung 16 gelegte Feder 40 (Fig. 2 und 4), deren eines Ende an dem Gehäuse 1 und deren anderes Ende an einem der Hemmungsarme befestigt ist, dient dazu, die Hemmungsarme in Eingriff mit den verschiedenen Schlitzen und Stiften zu bringen und sie in dieser Eingriffsstellung festzuhalten. Wird die Stange 11 durch die Kurbel 9 gehoben, so greift ein Stift 39 der Stange unter den losen Gewichtshebel 35 (Fig. 3) und befreit dadurch die Hemmungsplatte 25 und den Dehnungskörper 4 von einem Teil des Gewichts, so daß ein geringer Druck den Körper 4 ausdehnen kann. Dadurch wird eine selbsttätige Regelung in dem Maße herbeigeführt, daß das Auslöschen der Flammen des Morgens bei geringerem Drucke herbeigeführt werden, kann, als für das Anzünden des Abends erforderlich ist, Ein anderer Zweck besteht darin, das Ingangsetzen der Vorrichtung durch die infolge des Gasverbrauches oder aus anderen Ursachen eintretende Änderung zu verhüten. Es ist klar, daß die Gewichte 33 der Hebel 34 und 35 dem verschiedenen Gasdruck entsprechend eingestellt werden können. Beträgt beispielsweise der Tagesdruck 30 Zehntel (wenn der Gasdruck in Zehnteln von 25 mm Wassersäule über dem normalen atmosphärischen Druck gemessen wird), der Abenddruck 35 Zehntel und der Frühmorgendruck (etwa von 12 Uhr nachts bis zur Morgendämmerung) 15 Zehntel, so werden die Gewichte der Hebel 34 und 35 so eingestellt, daß sie zusammen einen Druck von etwa 40 Zehnteln auf den Dehnungskörper 4 und der lose Gewichtshebel 35 einen Druck von etwa 20 Zehnteln ausüben.
Angenommen, der Abenddruck soll angestellt und die Flammen sollen angezündet werden, und angenommen, der gerade herrschende Druck betrage 30 Zehntel, so wird der Druck gesteigert, bis er den Druck der Gewichtshebel auf den Dehnungskörper 4 (40 Zehntel) überwindet. Dieser wird daher ausgedehnt, die Hemmungsplatte 25 wird gedreht und die Hemmungsarme 17, 20 Und 23 werden aus den Schlitzen 18 und 2ia bzw. von den Stiften 24 abgehoben. Der Arm 27 stellt die Vorrichtung dadurch still, daß er mit einem der Stifte 24 in Eingriff kommt. Wenn nun der Gasdruck auf etwa 35 Zehntel oder weniger heruntergesetzt wird, so wird der Dehnungskörper 4 so weit durch die Hemmungsplatte 25 zusammengedrückt, daß der Arm 27 den Stift 24 freigibt und demgemäß das Uhrwerk die Stange 11 aufwärtsbewegen und den Gasbrenner öffnen kann.
Hat die Stange 11 ihren Hub fast vollendet, so legt sich der an ihr befestigte Stift 39 gegen den losen Gewichtshebel 35 und hebt ihn hoch. Dadurch wird der Dehnungskörper 4 um 20 Zehntel entlastet, so daß nunmehr 35 Zehntel Gasdruck ausdehnend auf den Körper 4 einwirken und die Hemmungsplatte 25 drehen.
Das Federwerk kommt durch den gegen einen der Stifte 24 des Zahnrades 14 sich legenden Arm 27 zum Stillstand.
Wird um Mitternacht der Gasdruck auf 15 Zehntel herabgemindert, so übersteigt der aufJden Körper 4 infolge des festen Gewichtshebels 34 einwirkende Druck (nämlich 20 Zehntel) den Gasdruck und bewirkt das Zusammenziehen des Dehnungskörpers 4. Dadurch kommt der Arm 27 außer Eingriff mit Stift 24, und das Federwerk vollendet den Hub der Stange 11, . wobei die Gasleitung zum Hauptbrenner vollständig geöffnet bleibt.
Ist der Tagesdruck von 30 Zehnteln eingestellt und wird wird er dann wieder auf ungefähr 15 Zehntel herabgesetzt, so tritt das Spannwerk wieder in Tätigkeit, die Stange 11 wird herabgezogen, der auf dem Stift 39 ruhende lose Gewichtshebel dreht sich ebenfalls nach unten und der Ansatz 36 der. Buchse 37 dieses Hebels legt sich gegen den Stift 38 der Welle 26 der Hemmungsplatte, auf welche nunmehr das volle Gewicht zur Einwirkung kommt. Das Federwerk bleibt im Gange, bis die Stange 11 ihren Hub vollendet, worauf es durch Eingreifen der Hemmungsarme, wie vorher beschrieben, zum Stillstand kommt, und es sich in einer Stellung befindet, in der es den vorher beschriebenen Kreislauf wiederholen kann. Der Gasdruck muß demgemäß wieder auf ungefähr 40 Zehntel erhöht werden, bevor der Apparat wieder in Tätigkeit gesetzt werden kann.
Die Vorrichtung wird an jedem anzuzündenden und auszulöschenden Brenner angebracht,
35. und die Gewichte werden den in den verschiedenen Leitungsnetzen vorhandenen Drucken entsprechend eingestellt.
Die Vorrichtung wird durch ein staubsicheres Gehäuse. 41 (Fig. 5 in punktierten Linien) umschlossen, welches mit einer Durchbohrung 42 zum Hindurchführen der Stange 11 versehen ist. Das Gehäuse 41 kann mit einem Filz- oder einem sonstigen nichtleitenden Überzuge versehen sein.
An Stelle des dargestellten Dehnungskörpers kann auch ein (nicht dargestellter) Körper verwendet werden, welcher aus zwei becherartigen Teilen besteht, deren einer genau in den anderen paßt, so daß bei' Verwendung eines Schmiermittels Ausdehnung und Zusammenziehung ohne Gefahr des Entweichens von Gas erfolgen kann. :

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Druckstoßgasfernzünder mit Spannwerk zum Öffnen und Schließen des Brennerventils an mit Zündflammen versehenen Gaslampen, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem Gesperre für das Spannwerk eine Hemmung vorgesehen ist, die bei dem Ausschalten des Gesperres unter der Wirkung eines Druckstoßes in das Räderwerk eingreift und dieses erst bei dem Nachlassen des Druckstoßes freigibt.
2. Ausführungsform des Gasfernzünders nach Anspruch 1 mit einer an dem Blähkörper anliegenden schwingbaren Klappe, die das Gesperre des Spannwerks beeinflußt, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Zapfen (26) der Klappe (25) ein Winkelhebel (27) sitzt, der bei dem Ausheben der Sperrarme (17, 20, 23) mit Stiften (24) eines Triebrades (14) in Eingriff kommt.
3. Ausführungsform des Gasfernzünders nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (25) unter der Einwirkungzweier Belastungshebel steht, von .denen der eine (34) auf dem Zapfen (26) fest sitzt und so jede Bewegung der Klappe mitmacht, während der andere (35) auf dem 'Zapfen (26) lose sitzt und nur dann zur Wirkung kommt, wenn ein Ansatz (36) seine Buchse (37) mit einem Stift (38) am Zapfen (26) in Eingriff kommt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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