DE252148C - - Google Patents

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DE252148C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 252148 KLASSE 4d. GRUPPE
GEORGE ROBSON in LONDON.
Zusatz zum Patent 213822 vom 9. Mai 1908.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Juni 1910 ab. Längste Dauer: 8. Mai 1923.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Druckstoßgasfernziinder mit Spannwerk zum Öffnen und Schließen des Brennerventils an mit Zündflammen versehenen Gaslampen nach. Patent 213822. Gemäß diesem ist geschützt, daß von zwei auf einer Welle sitzenden Gewichtshebeln der eine fest, der andere lose so angebracht, und dann zur Wirkung kommt, wenn er durch einen Ansatz auf der Welle mitgenommen wird. Bei dieser Anordnung erfolgt die Mitnahme des lose angebrachten Gewichtshebels erst nach einer bestimmten Winkeldrehung der Welle. Um nun die Mitnahme des losen Gewichtshebels sofort, das Abheben aber nach beliebiger Winkeldrehung der Welle bewirken zu können und dadurch einen größeren Spielraum für den Unterschied zwischen den Drucken zum Anzünden und zum Setzen des Gangwerkes zu erlangen, ist gemäß der Erfindung der auf der Welle fest angebrachte Gewichtshebel mit einer Stange oder Klinke versehen, welche einen das Spannwerk beeinflussenden Sperrhebel ausläßt, während der andere lose auf derselben AVelle sitzende Gewichtshebel mit einem Arm versehen ist, welcher unter dem Einfluß einer auf der Antriebswelle sitzenden Kammscheibe steht.
Auf den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen der Erfindung veranschaulicht, und es ist;
Fig. ι die geschnittene Seitenansicht einer Ausführungsform,
Fig. 2 ein Schnitt, nach der Linie A-A der Fig. i,
Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie B-B der
Fig- ι, Fig. 2 a eine äußere Endansicht des hinteren Rahmenteiles, wobei das Gehäuse entfernt ist, '
Fig. 4 die Einzelheit einer abgeänderten Ausführungsform des Gesperres, ,
Fig. 5 eine Vorderansicht des Kammes zur Betätigung des Gashahnes,
Fig. 6 eine Draufsicht der Fig. 5,
Fig. 7 die geschnittene Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform des Fernzünders, Fig. 8 eine Aufsicht der Fig. 7,
Fig. 9 die Einzelansicht eines Mechanismus für das Gesperre des in Fig. 7 und 8 veranschaulichten Fernzünders,
Fig. 9 a die Ansicht einer abgeänderten Aus führ ungs form des in Verbindung mit dem ■vorgenannten Mechanismus zur Anwendung gelangenden Winkelhebels, während
Fig. 10 bis 15 Seiten- und Vorderansichten von abgeänderten Ausführungsformen des zur Betätigung des Gasventils dienenden Kammes darstellen.
Bei dem in den Fig. 1, 2 und 3 veranschaulichten Ausführungsbeispiei ist in einem abnehmbaren Gehäuse β ein Spannwerk ange-
bracht, welches vermittels einer innerhalb der Trommel b gelagerten Feder getrieben wird. Ein Zahnrad c der Trommel steht mit einem Treibrad d einer Welle e in Eingriff, an deren Ende eine mit zwei einstufigen Kämmen/ versehene Scheibe angeordnet ist. Außerdem trägt die Welle e ein Zahnrad g, welches mit einem auf einer Welle k sitzenden Rad h in Eingriff steht. Auf letzterer Welle ist ein
ίο Schneckenrad I angeordnet, das mit einer auf einer Schneckenwelle m befestigten Schnecke kämmt. Diese Welle ist nahezu lotrecht angeordnet; ihr unteres Ende ruht in einem Fußlager n, während das obere Ende mit der bekannten Ankerhemmung und einem Stift 0 versehen ist, welcher sich zu gegebener Zeit gegen einen Haltestift p eines um r drehbar gelagerten, mit einem kugelförmigen Ansatz 12 versehenen Sperrhebels q legt.
Das Gehäuse α greift über den Rand einer geflanschten Platte s, welche an dem Gaszuleitungsrohr t befestigt oder mit letzterer aus einem Stück gebildet ist. Unterhalb eines in diesem Rohr angebrachten Hahnes u befindet sich eine Öffnung x, durch welche das in der Richtung des Pfeiles (Fig. 7) strömende Gas auf eine an dem Körper g befestigte Membran w wirken kann. Die Membran w wirkt bei einer Drehung infolge des Gasdruckes auf einen um eine Wellen drehbaren Hebel 1, der als Platte ausgebildet ist und einen im rechten Winkel zu der Platte abgebogenen, mit einem verstellbaren Gewicht 4 versehenen Arm hat. Der Hebel 1 wirkt mittels eines lappenförmigen Ansatzes auf einen zweiten ähnlich geformten Hebel 2, dessen im rechten Winkel abgebogener Arm gleichfalls mit einem verstellbaren Gewicht 5 versehen ist. Der Hebel 2 sitzt lose auf der Welle ν und belastet mit seinem Gewicht infolge seines Druckes auf den lappenförmigen Ansatz 6 des Hebels 1 so lange die Membran, als dieser Druck vorhanden ist. Der Hebel 2 wirkt mit einem Hebel 3 zusammen, welcher mit ihm aus einem Stück besteht oder sonst mit ihm fest verbunden ist. Der Hebel 3 steht unter dem Einfluß einer mit Kämmen versehenen Scheibe /, die bei ihrer Drehung vermittels eines Kammes f den Hebel 3 so bewegen kann, daß der Druck des Hebels 2 auf den lappenförmigen Ansatz des Hebels 1 aufgehoben wird, wodurch die auf die Membran wirkende Last verringert wird.
Die die Kämme f tragende Scheibe sitzt auf einer Spindel e des Spannwerkes, welches den ' Gashahn u beeinflußt; sie hat einen Stift 7, der an einen am Gashahn sitzenden Stift 8 angreifen kann. Der Arm des beständig in Verbindung mit der Membran stehenden Gewichtshebels 1 trägt einen Stift 9 sowie eine Stange 10 zum Anheben des Sperrhebels q, welcher das Spannwerk auslöst. Dieser Hebel ist, wie bereits erwähnt würde, mit einem Stift p versehen, welcher in die Bahn des auf dem oberen Ende der vom Federwerk beeinflußten Schneckenwelle m sitzenden Stiftes 0 hinein oder aus ihr heraus bewegt werden kann. Das untere Ende dieser Welle trägt einen Ansatz 11, welcher von dem am Arm des Gewichtshebels 1 sitzenden Stift 9 betätigt wird.
Der Sperrhebel q ruht mit dem freien Ende auf dem aufgeschraubten Kopf der Stange 10, welcher verstellt werden kann, um die Vor- · richtung mehr oder weniger leicht ansprechend zu machen. Außerdem hat der Kopf eine Aushöhlung zur besseren Lagerung des kugelförmigen Endes 12 des Sperrhebels. Dieser trägt einen Zahn 13, welcher in eine Aussparung der auf der Drehwelle k des Federwerkes sitzenden Scheibe 14 greift. Die Lage dieser Aussparung zum Haltestift p des vorbenannten Sperrhebels ist eine derartige, daß, wenn der Zahn 13 in der Aussparung" Hegt, der Haltestift p sich in der Bahn des entsprechenden Stifteso der Schneckenwellem befindet und deshalb letztere am Drehen hindert und das Federwerk sperrt. Ruht dagegen der Zahn 13 auf dem Umfang der Scheibe 14, so wird der Stift p aus der Bahn des Stiftes 0 entfernt.
Die Eingriffstiefe des Zahnes 13 kann gereg'elt werden, um die Vorrichtung mehr oder weniger leicht ansprechend zu gestalten. Dieses kann beispielsweise mit Hilfe einer ge- schränkten, nicht dargestellten Stange geschehen, um die Normallage des Sperrhebels q höher oder tiefer zu legen. Um den Fernzünder beim Anbringen richtig einstellen zu können, ist zur Bewegung des Hebels 1 von Hand ein mit einem Knopf 15 versehener Federarm 16 (Fig. 3) angebracht.
Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise:
Angenommen, die in Verbindung mit dem Gasauslaßrohr 5 stehenden Brenner sind alle gelöscht und in der Hauptleitung herrscht der gewöhnliche Druck (Tagesdruck), so wird gegen Abend, wenn ein Anzünden der Brenner erforderlich ist, der Druck in den Hauptleitungen vorübergehend zu einem außerge-Avöhnlich hohen Grade erhöht. Dies bewirkt, daß die Membran w sich entgegen der vereinten Wirkung der beiden Gewichtshebel 1 und 2 ausdehnt. Durch die auf dem Gewichtshebel ι befestigte Stange 10 wird der Sperr- hebel q angehoben und die vom Federwerk beeinflußte Welle m ausgelöst. Letztere wird jedoch dadurch, daß der untere Sperrstift 9 sich gegen den Ansatz 11 am unteren Ende der Schneckenwelle legt, an einer Drehung
gehindert und somit das Federwerk lediglich arbeitsfertig" gemacht. Es sei bemerkt, daß, ehe der Stift 9 sich gegen den Ansatz 11 legt, der Zahn 13 aus seiner Lücke in der Scheibe 14 gehoben wird und das Federwerk freikommt und die Scheibe so dreht, daß die Aussparung unter dem Stift fortbewegt, dann jedoch durch das Zusammenwirken des Ansatzes 11 mit dem Stift 9 aufgehalten wird.
Wird nun der in den Hauptleitungen herrschende Druck in genügendem Maße vermindert, so werden die vereinten Gewichte die Membran zusammendrücken, worauf der untere Sperrstift 9 von dem Ansatz 11 der Schneckenwelle entfernt und die Scheibe 14 ausgelöst wird. Hierdurch wird das Federwerk ausgelöst.
Das Federwerk arbeitet alsdann in genügendem Maße, um den Gashahn u aufzudrehen, während im Laufe seiner Betätigung der im vorstehenden erwähnte Kamm / in Eingriff mit dem Arm des losen Gewichtshebels 2 gelangt und bewirkt, daß der auf dem Hebel 1 ruhende Teil von diesem freikommt, so daß derselbe nicht länger auf den Dehnungskörper einwirken kann. Die hierdurch teilweise entlastete Membran kann sich von neuem ausdehnen und auf diese Weise den unteren Sperrstift 9 wieder in Eingriff mit dem Ansatz 11 der Schneckenwelle bringen und dadurch das Feder werk anhalten. Um Mitternacht, wenn der Druck in den Hauptleitungen gewöhnlich um ein beträchtliches Maß fällt, zieht sich der Drehungskörper nochmals zusammen; es findet ein Entfernen des unteren Sperrstiftes statt, welcher alsdann das Federwerk freigibt und ihm gestattet, seine Bewegung zu vollenden, so daß der Sperrhebel q mit seinem Zahn 13 in die Lücke der Scheibe 14 treten und seinen Haltestift p in. die Bahn des Stifteso der Schneckenwelle m bringen kann, wodurch das Federwerk wieder gesperrt wird. Die zuletzt beschriebene Bewegung des Federwerkes ist nur von kurzer Dauer und ohne Einfluß auf den Gashahn, so daß die Brenner angezündet bleiben. Sollen die Brenner gelöscht werden, so wird der Druck in der Hauptleitung wiederum gesteigert, doch nur um einen solchen Betrag, weleher genügt, um den Hebel 1 mittels der Membran w zu heben. Hierdurch wird mittels der auf dem Hebel 1 angebrachten Stange 10 wiederum der Sperrhebel q angehoben und das Federwerk ausgelöst, sofort aber durch das Auftreffen des unteren Sperrstiftes 9 auf den Ansatz 11 wieder aufgehalten. Wird der Druck in der Hauptleitung dann vermindert, so bewirkt die Zusammenziehung des Dehnungskörpers eine Trennung des unteren Sperrstiftes 9 vom Ansatz ii, wodurch das Federwerk freigegeben wird; dies schließt den Gashahn, indem es so lange läuft, bis der am Sperrhebel q angebrachte Haltestift p in die Bahn des Stiftes 0 der Welle m tritt, wodurch das Federwerk zum Stillstand gebracht wird. Das Auslöschen erfolgt bei einem niedereren Druck in den Hauptleitungen als das Zünden, da zweckmäßig zwei Kämme f zur Anwendung gelangen, weil die Scheibe bei einem Kreislauf zum öffnen und Schließen des Hahnes nur eine halbe Umdrehung macht.
Falls es mit Schwierigkeiten verknüpft oder aber nicht wünschenswert ist, den Druck in den Hauptleitungen nach Anzünden der Flammen um ein beträchtliches Maß über den gewohnlichen Höchstdruck zu steigern, würde es für diesen Fernzünder erforderlich sein, den Druck früh am Abend zu steigern. Dies könnte jedoch ein frühzeitiges Entzünden der Flammen und infolgedessen den unnützen Verbrauch von Gas zur Folge haben. Um dies zu verhindern, ist statt des einstufigen Kammes auf der Scheibe f, welcher die Membran w von einem der Gewichte befreit, ein Kamm mit zwei Stufen 17, 18 von verschiedener Höhe (s. Fig. 5 undo) angebracht und der untere Sperrstift 9, welcher mit dem Ansatz 11 am unteren Ende der Schneckenwelle zusammen arbeitet, so lang gemacht, daß er mit dem Ansatz nur in Eingriff kommt, wenn der den losen, mit Gewicht 5 versehenen Hebel 2 beeinflussende Hebel 3 sich an der höheren Stufe 17 des Kammes befindet, jedoch nicht mehr, wenn er sich an der niederen Stufe 18 befindet, d. h. in dem einen Falle, daß die Membran w entgegen der Wirkung des Eigengewichtes voll expandiert, jedoch in dem zweiten Falle nur teilweise entgegen der Wirkung eines Gewichtes 4 expandiert und alsdann bei seinem Bestreben, weiter zu expandieren, das zweite Gewicht 5 aufnimmt und dadurch verhindert wird, den unteren Sperrstift weit genug zu bewegen, um mit dem Ansatz 11 der Schneckenwelle in Eingriff zu gelangen. Vermöge dieser Anordnung kann das Spannwerk ausgelöst werden, um den Gashahn nur bei einer Druckzunahme anstatt bei einer Zunahme und darauf folgenden Abnahme zu betätigen. Diese abgeänderte Ausführungsform des Apparates, wirkt in folgender Weise:
Angenommen, die Brenner sind ausgelöscht und der in den Hauptleitungen herrschende Druck ist der gewöhnliche Tagesdruck. Beide Gewichte 4 und 5 wirken alsdann auf die Membran des Fernzünders. Das Federwerk ist durch die obere Vorrichtung p, 0 gesperrt, während der untere Sperrstift 9 außer Eingriff mit dem Ansatz 11 der Schneckenwelle steht. Sollen die Brenner angezündet wer- 12Q
den, so findet eine Steigerung des Druckes in den Hauptleitungen bis zur Höchstgrenze statt. Die Membran eines jeden Fernzünders dehnt sich aus entgegen der Wirkung der beiden Gewichte und löst durch Anheben des oberen Sperrhebels q das Spannwerk aus, das nun seinen Lauf beginnt, da der am Hebel ι angebrachte Sperrstift 9 nicht genügend weit bewegt worden ist, um auf den Ansatz 11 der Schneckenwelle zu treffen und den Lauf zu hindern. Das Spannwerk öffnet den Gashahn u. Ist der Hahn geöffnet, dann hat sich der Kamm der Scheibe / genügend weit bewegt, um durch seine obere Stufe 17 vermittels des Hebeis 3 den mit Gewicht 5 belasteten Hebel 2 von der Platte 6 des Hebels 1 abzuheben. Die unter hohem Gasdruck befindliche Membran ist nun nach Entfernung des Gewichtes 5 imstande, entgegen der Wirkung des Gewichtes 4 den unteren Sperrstift 9 gegen den Ansatz 11 der Schneckenwelle zu bewegen und dadurch das Federwerk zum Stillstand zu bringen. Wenn um Mitternacht die gewöhnliche Druckabnahme stattfindet, wird die Membran durch die Wirkung des Gewichtes 4 zusammengedrückt und der untere Sperrstift entfernt, um dem Federwerk einen weiteren Ablauf zu gestatten, bis der obere Sperrhebel q mit seinem Sperrzahn 13 in die Lücke der Scheibe 14 eintritt und das Federwerk zum Stillstand bringt.
Um die Brenner gegen Morgen auszulöschen, wird der Druck in den Hauptleitungen in genügendem Maße gesteigert, um mittels der Membran ein Anheben des Hebels 1 mit Gewicht 4 zu be\virken. Hierdurch wird der obere Sperrstift p wiederum angehoben und das Federwerk ausgelöst,, welches durch seinen Lauf den Gashahn schließt. Inzwisehen ist Hebel 3 von der zweiten Stufe 18 des Kammes abgeglitten und läßt das am Hebel 2 befestigte Gewicht 5 voll zur Wirkung auf die Membran kommen, die zusammengedrückt wird. Hierdurch wird die Stange 10 sich senken und der obere Sperrstift p am Sperrhebel q das Federwerk sperren. Zur erneuten Bewegung" der Membran ist dann ein Druck erforderlich, der die vereinte Wirkung beider Gewichte zu überwinden vermag.
Eine Sicherheitsfeder 37 o. dgl. (Fig. 2 a) soll bei einer unbeabsichtigten, infolge zu starker Drucksteigerung eintretenden Bewegung der Membran verhindern, daß der löse Gewichtshebel 2 über ein vorher bestimmtes Maß angehoben wird.
Es können auch mehrere Kämme auf einer Scheibe angeordnet sein; der Kamm kann ferner, anstatt mit einer oder zwei Stufen ausgerüstet zu sein, verstellbar gemacht werden, so daß er durch geringe Verstellung den jeweiligen \rerhältnissen angepaßt werden kann. Auch der untere Sperrstift 9 und der Ansatz 11, mit welchem er. zusammen wirkt, können verstellbar gemacht werden.
Bei den beiden bisher beschriebenen Ausführungsformen kann, .wenn die Druckabnahme .langsam erfolgt, der Fall eintreten, daß der am Sperrhebel q angebrachte Zahn 13 nicht in die Lücke der Scheibe 14 tritt und infolgedessen der gleichfalls am Sperrhebel q angebrachte Stift 0 mit dem Stift p nicht in Anschlag kommt, so daß die Scheibe 14 sich zu drehen fortfährt und das Licht auslöscht, oder aber es kann vorkommen, daß gerade, wenn der Zahn 13 im Begriff ist, in seine Lücke zu fallen, ein zufällig auftretender Druckstoß die Stange 10 anhebt und den Eingriff sowie das Sperren der Teile verhindert.
Um .diesem vorzubeugen, dient eine dritte in den Fig. 7, 8 und 9 dargestellte Ausführungsform der Vorrichtung, die der bereits beschriebenen ähnlich und auch mit entsprechenden. Bezugszeichen versehen ist. Die Gewichte 4 und 5 sind auf Schraubenspindeln 19 verstellbar gelagert, welche an den Winkelhebeln i, 2 befestigt sind. Bei dieser Ausführungsform hat der Hebel 1 an Stelle der vertikalen Stange 10 eine Klinke 20, welche an dem Arm 21 eines Winkelhebels 22 angebracht ist. Dieser ist bei 23 in Platten 24 des Hebels 1 drehbar gelagert. Bei der Ausdehnung der Membran wird die Klinke 20 angehoben, bis sie in Eingriff mit einem Stift 25 tritt, der einen Ansatz des Sperrhebels q bildet. Hierdurch wird der Zahn 13 aus der Scheibe 14 herausgehoben und der Haltestift p aus der Bahn des Stiftes 0 bewegt, so daß das Federwerk ausgelöst wird. Um zu verhindern, daß die Klinke 20 unter den Stift 25 gelangt, wenn dieser im Begriff ist, herabzugehen und das Federwerk zum Stillstand zu bringen, ist auf der Welle r mittels einer Büchse 27 ein Hebel 26 drehbar befestigt, dessen freies Ende im richtigen Augenblick zwischen die Klinke und den Stift 25 tritt und dadurch die Klinke aus der Bahn bewegt. Dies wird vermittels eines Stiftee 28 bewirkt, welcher an der Scheibe 14 kurz vor ihrer Aussparung angeordnet ist (s. Fig. 9). Der Stift 28 legt sich gegen einen Schulteransatz 29 des Hebels 26 und hebt ihn aus seiner Ruhelage von dem Träger 32. Ein am Hebel 26 angebrachter Ansatz 30 bewegt die Klinke 20 gerade dann fort, wenn der Zahn 13 des Hebels q im Begriff ist, sich zu senken. Auf diese Weise kann er ungehindert in seine Lücke der Scheibe 14 fallen. Nachdem die Klinke 20 zurückbewegt worden ist, kann sie zu der geeigneten Zeit durch das Gewicht
ihres Armes 22 wieder nach einwärts bewegt werden. Die Bewegung wird durch einen auf dem Winkelhebel 22 angebrachten Stift 31 begrenzt, der in Berührung mit dem Arm des Hebels 1 kommt. Der Kreislauf der Vorgänge bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsform ist folgender:
Angenommen, alle Gasbrenner sind erloschen, und es herrscht in den Hauptleitungen der gewöhnliche Tagesdruck, so wird der Druck erst von Stufe zu Stufe gesteigert, wenn die Lampen entzündet werden sollen. Die Membran dehnt sich entgegen der Wirkung der beiden Belastungshebel 1, 2 und hebt die Klinke 20 etwas höher, als dies in gestrichelten Linien angedeutet ist, um den Sperrhebel q zu heben und das Spannwerk auszulösen, welches jedoch alsbald wieder durch den Stift 9 in der vorbeschriebenen Weise angehalten wird. Tritt nun eine Druckabnahme ein, so gelangt der Stift 9 außerhalb des Bereiches des Ansatzes 11, und das Spannwerk wird freigegeben, das nun den Gashahn öffnet. Während dieser Bewegung wird das Gewicht 5 vermittels des Kammes auf der Scheibe f von der Membran abgehoben. Diese kann sich nun bei vermindertem Druck dehnen, wodurch der Stift 9 mit dem Ansatz 11 in Berührung kommt und das Uhrwerk anhält.
Damit der Zahn 13 zum gegebenen Zeitpunkt in die Lücke der Scheibe 14 treten kann, so daß der Stift 0 sich gegen den Haltestift p legt und dadurch die Vorrichtung zum Stillstand bringt, wird die Klinke 20 aus der Bahn des Stiftes 25 durch die Wirkung des Hebels 26 bewegt. Die Klinke wird in dem Augenblick angehoben, wo die Aussparung der Scheibe 14 wieder in ihre richtige Lage tritt, so daß die Klinke 20 zurückgestoßen wird und der Eintritt des Zahnes 13 in die dazugehörige Lücke nicht gehindert wird. Wenn die Klinke sich nun wieder einwärts bewegt, kommt sie nicht unterhalb des Stiftes 25, sondem gegen dessen Ende zu liegen.
Wird der Druck, wie gewöhnlich, um Mitternacht herabgemindert, so bewirkt das Gewicht 4 ein Zusammendrücken der Membran und ein Senken der Klinke 20, bis sie die in Fig. 7 in punktierten Linien angedeutete Lage oder sogar die in vollen Linien veranschaulichte einnimmt. Hierdurch wird das Federwerk freigegeben, das nun so lange läuft, bis beim Einfallen des Zahnes 13 in die Scheibe 14 der Sperrhebel q mit seinem Stift p den Stift 0 der Schneckenwelle m sperrt. .
Diese Bewegung ist ohne Einfluß auf die Brenner.
Sollen die Flammen gelöscht werden, so wird der Druck in den Gasleitungen wieder gesteigert, um den durch das eine Gewicht ausgeübten Druck zu überwinden und die Klinke 20 für die Freigabe des Federwerkes anzuheben, welches alsdann in der vorbeschriebenen . Weise durch die Wirkung des Stiftes 9 gesperrt wird. Um die Sperrung aufzuheben, ist eine spätere Druckabnahme erforderlich; durch den weiteren Ablauf des Federwerkes wird der Gashahn geschlossen. Beim Rückgang der Membran sind beide Gewichte wieder in ihre Anfangslage zurückgekehrt.
Bei der in der Fig. 9 a dargestellten Einzelansicht hat der Winkelhebel 22 eine abgeänderte Klinke. Sie ist mit einer keilförmigen Kante 20" versehen, die in einem wagerechten Fuß endigt. Außerdem empfiehlt es sich, die Ecken des Stiftes 25 in der dargestellten Weise abzurunden. Zum genauen Einstellen der Klinke ist der Stift 31 durch eine Schraube 310 ersetzt, welche einen exzentrisch ausgebildeten, mit dem Hebel zwecks Versteilens der Klinke zusammenwirkenden Kopf trägt.
Soll der im vorstehenden beschriebene Apparat in Verbindung mit einem Kandelaber mit vier Brennern verwendet werden, von welchen drei zur Mitternacht ausgedreht werden sollen, so ist erforderlich, der Gasventilspindel zwei aufeinanderfolgende Vierteldrehungen und eine Halbdrehung zur Vollendung des Kreislaufes der Vorgänge zu geben.
Die Vorrichtung, vermittels welcher die vorbeschriebene Reihenfolge der Bewegungen dem Gashahn erteilt wird, ist in Fig. 4 angedeutet, welche einen Teil der in den Fig. 1, 2 und 3 veranschaulichten Vorrichtung im Verein mit einer weiteren Vorrichtung zeigt, die aus einer auf der Ventilspindel e sitzenden Scheibe 46 besteht. Diese ist mit Aussparungen 47, 48 versehen, die mit einem auf dem Sperrhebel q sitzenden Zahn 49 in Eingriff gelangen. Das Getriebe der beiden Spindeln e und k ist ein derartiges, daß innerhalb desselben Zeitraumes die Scheibe 14 acht und die Scheibe 46 eine Umdrehung macht.
Der Kreislauf der Vorgänge der in Fig. 1, 2 und 3 dargestellten mit der Vorrichtung nach Fig. 4 vereinigten Vorrichtung ist folgender:
Wenn des Abends zwecks Anzündens eine außergewöhnliche starke Druckzunahme stattfindet, dehnt sich die Membran aus und bringt das Federwerk durch Anheben des Sperrhebels q und die alsbald erfolgende Sperrung des Federwerkes vermittels des unteren Sperrstiftes 9 und Ansatzes 11 in die Fertigstellung. Bei der darauf folgenden Druckabnahme wird die Membran zusammengedrückt und das Federwerk ausgelöst, so daß die
Scheibe 14 zwei Umdrehungen und die auf der den Gashahn betätigenden Spindel e sitzende Scheibe 46 eine Viertelumdrehung macht. Bei der Auslösung des Federwerkes hat- aber die Kammscheibe / den einen Gewichtshebel abgehoben, so daß eine Ausdehnung der Membran stattfindet, die eine Sperrung des Ansatzes 11 mittels des Stiftes 9 bewirkt. Hierdurch kommt das Spannwerk zum Stillstand. Somit sind während dieser Bewegung die Hauptbrenner des Kandelabers angezündet und die Zündflammen ausgelöscht worden. Wenn um Mitternacht die gebräuchliche Druckabnahme eingetreten ist, wird die Membran zusammengedrückt und der Stift 9 entfernt, wodurch die Auslösung des Spannwerkes erfolgt. Die Scheibe 14 macht alsdann zwei Umdrehungen und die Scheibe 46 eine Viertelumdrehung, bei deren Beendigung der Zahn 49 in die Aussparung 48 fällt. Auch der Zahn 13 geht herunter und gelangt mit der Lücke der Scheibe 14 in Eingriff, wodurch der Stift 0 mit dem Stift p zusammentrifft und die Vorrichtung angehalten wird.
Einer der Brenner des Kandelabers bleibt nunmehr angezündet, während bei den ausgelöschten Brennern nur die Zündflammen brennen. Des Morgens wird der Druck wiederum gesteigert, wodurch das Federwerk gestellt und bei einer darauffolgenden Druckabnahme freigegeben wird. Die Scheibe 14 wird jetzt gezwungen, vier Umdrehungen zu machen, da die Scheibe 46 eine halbe Umdrehung ausführen muß, ehe der Sperrhebel q herabgehen und das Federwerk anhalten kann. Solange der Zahn 49 auf der Scheibe 46 steht, kann der Sperrhebel q mit seinem Zahn 13 nicht in die Aussparung der Scheibe 14 treten. Diese macht daher zwei hintereinander folgende Umdrehungen, ehe der Sperrhebel q niederfällt und beim Eingreifen des Zahnes 13 in die Aussparung die Stifte p, 0 eine Sperrwirkung ausführen.
Bei den vorbeschriebenen Abänderungen verbleibt am Ende des Kreislaufes der Vorgänge die Klinke 20 in einer solchen Lage, daß, wenn aus irgendeinem Grunde der Druck in den Hauptleitungen außergewöhnlich stark gesteigert ist, die Vorrichtung in unerwünschter Weise durch die Ausdehnung der Membran und die Wirkung des Stiftes 9 gestellt wird, obgleich vermöge des Umstandes, daß die Klinke 20, wie in Fig. 7, tiefer, als wirklich erforderlich, gebracht worden ist, gewisse Schwankungen zulässig sind. Dieses frühzeitige Stellen ist aber unerwünscht, da es den Kreislauf stört. Um nun in den Fällen, wo der Druck in den Gasleitungen außergewöhnlich gesteigert wird, ein vorzeitiges Stellen der Vorrichtung zu verhindern, erhält der Kamm der Scheibe / eine abgeänderte Form, vermöge deren am Schluß des Kreislaufes der Vorgänge die Klinke 20 nicht in Eingriff verbleibt, sondern sich bei einer Drucksteigerung anhebt, ohne den Gaszylinder zu betätigen. Nach den Fig. 10 und 11 ist der Kamm mit zwei niederen Zähnen 33 und zwei höheren Zähnen 34 ausgerüstet. Die Anordnung ist eine derartige, daß am Ende des Kreislaufes der Hebel 3 von dem Kamm vermittels einer der niederen Stufen 33 fortgedrückt wird, wodurch eine Einwirkung des losen Hebels 2 mit dem Gewicht 5 auf die Membran verhindert wird, so daß sie nicht völlig zusammengedrückt wird. Flierdurch kann die Klinke 20 nicht in die Eintrittsstelle herabgehen, sondern legt sich gegen das Ende des Stiftes 25. Tritt nun eine außergewöhnlich starke Drucksteigerung in der Hauptleitung nach dem Auslöschen und vor dem nachsten Anzünden auf, so wird die Klinke 20 angehoben, ohne daß der. Sperrhebel q erfaßt wird, der das Spannwerk auslöst. Zum Anzünden wird der Druck in der Leitung in genügendem Maße vermindert, um ein Herabgehen der Klinke 20 in die Eingriffslage zu bewirken. Zweck der Verwendung einer höheren und einer niederen Stufe ist, daß in ersterem Falle das lose Gewicht so weit angehoben wird, daß der überlappende Teil 6 des go einen belasteten Hebels über die äußerste Grenze der Dehnung der Membran hinausbewegt wird, wodurch die Betätigung des Stiftes 9 in der bereits beschriebenen Weise erfolgt, während in dem letzteren Falle das lose Gewicht um ein solches Stück gehoben wird, daß der überlappende Teil sich noch innerhalb des Dehnungsbereiches der Membran befindet, so daß jedes Bestreben der Membran, sich zu dehnen, das zweite Gewicht aufnimmt, es jedoch infolge des verhältnismäßig geringen, auf die Membran wirkenden Druckes nicht zu heben imstande ist.
Bei dem in den Fig. 12 und 13 dargestellten Kamm ist die Scheibe flach gehalten, so daß beide Gewichte fortwährend auf die Membran einwirken. Dieser Kamm kann dort zur Anwendung gelangen, wo der gleiche Druck für das Zünden und Löschen verfügbar ist.
In den Fig. 14 und 15 ist die Ausführungsform eines Kammes veranschaulicht, welcher eine gerade vorspringende Kante 36 hat. Diese ist so hoch bemessen, daß der lose Gewichtshebel· 2 dauernd an der Einwirkung auf die Membran gehindert ist, so daß zum Einstellen der Vorrichtung für das Zünden oder Auslöschen ein Druck genügt, welcher den Hebel 1 mit seinem Gewicht 4 anzuheben vermag. Beim Avislöschen bewirkt die Herabminderung des Druckes um Mitternacht auf
etwa 20/10 den Eingriff der Klinke 9, so daß eine Drucksteigerung wie zuvor die Vorrichtung wieder für die Löschbewegung einstellen wird, während am Ende des Kreislaufes die Klinke außer Eingriff mit der Auslöschvorrichtung steht.
Im vorstehenden sind vier Ausführungsformen der Kammscheibe beschrieben worden, nämlich eine ohne Stufen, eine mit zwei, eine mit vier Stufen und eine mit fortlaufender Kante, um gewissen örtlichen Verhältnissen Rechnung tragen zu können.
Beispielsweise wird bei Verwendung des in den Fig. 12 und 13 dargestellten Kammes der Apparat auf einen höheren Druck eingestellt und tritt bei einem niederen Druck in Tätigkeit, z. B. wird derselbe auf 35/10 Druck eingestellt werden und bei 30/10 in Tätigkeit treten.
Bei dem in Fig. 7 dargestellten Kamm wird der Apparat bei 35/10 eingestellt, Entzündung tritt ein bei 30/10, geht um Mitternacht auf 20/10 herunter, wird bei 25/10 wieder eingestellt, bei 20/10 ausgelöscht, und verbleibt die Klinke 20 bei diesem Druck in Eingriff^
Bei dem Kamm gemäß den Fig. 10 und 11 treten dieselben Vorgänge wie bei den letztgenannten auf, nur daß die Klinke 20 nicht in Eingriff verbleibt.
Bei dem in den Fig. 14 und 15 dargestellten Kamm ist der Kreislauf der Vorgänge derselbe wie bei dem nach den Fig. 12 und 13 veranschaulichten, und ist die Klinke am Ende des Kreislaufes außer Eingriff.
Vermittels einer weiteren Abänderung bezüglich der Gestalt des Kammes ist es beim Löschen möglich, die einleitende Einstellbewegung fortzulassen. Bei den in vorstehendem beschriebenen verschiedenen Ausführungsformen gehen die höheren Stufen der Kammscheibe allmählich in die Scheibe über. Wenn jedoch die schräge Fläche an der Seite der Stufe, welche den belasteten Hebel auf die Scheibe herabsenkt, fortgelassen ist und infolgedessen die Stufe steil und senkrecht ist, wird der vorher von der Membran abgehobene lose Gewichtshebel plötzlich wieder zurückgebracht, und zwar ehe der Stift 9 in genügendem Maße nach auswärts bewegt worden ist, um das freigegebene Spannwerk aufzuhalten. Der durch die beiden Gewichte ausgeübte Druck von angenommenen 30/10 überwindet den hinter der Membran herrschenden Druck von 25/10 und bewirkt ihr Zusammendrücken, so daß das freigegebene Spannwerk seinen Löschhub ohne Unterbrechung vollendet.
Der Unterschied zwischen dem Einstell- und dem Arbeitsdruck beträgt in jedem Falle 5/10. Um diesen Unterschied noch vergrößern zu können, ist ein in Fig. 9 durch punktierte Linien angedeutetes Gewicht 35 uf dem Arm q angeordnet. Dieses wirkt nur bei der Dehnung der Membran mit, aber nicht bei ihrem Zusammensinken, da der Arm q und sein Gewicht 35 von der Scheibe 14 getragen werden.
Beträgt z. B. der Gesamtdruck der auf der Membran lastenden Teile 40/10 und davon die Summe der beiden Gewichte 35/10, so erfolgt die Einstellung des Fernzünders bei einem 40/10 entsprechenden Drucke, während er bei 35/10 in Tätigkeit treten wird. Nimmt man jedoch 5/10 von der Summe der Gewichte fort und überträgt sie auf den Arm q, so wird die Einstellung des Fernzünders wieder bei 40/10 erfolgen, da der Gesamtdruck der Teile gleich geblieben ist, er wird aber erst bei 30/10 in Tätigkeit treten, da das auf der Membran lastende Gesamtgewicht nur 30/10 beträgt. Der Unterschied ist somit auf 10/10 erhöht.
Die gleiche Wirkung wie das Gewicht 35 hat die Verwendung des in den Fig. 14 und 15 dargestellten Kammes auf der Scheibe /. Bei dieser Ausführungsform bewirkt nur das Gewicht 4 das Zusammendrücken der Membran.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Druckstoßgasfernzünder mit Spannwerk zum Öffnen und Schließen des Brennerventiles an mit Zündflammen versehenen Gaslampen nach Patent 213822, dadurch gekennzeichnet, daß der auf der Welle (v) fest angebrachte Gewichtshebel (4) mit einer Stange (10, Fig. 1) oder einer Klinke (20, Fig. 7) versehen ist, welche einen das Spannwerk beeinflussenden Sperrhebel (q) auslöst, während der andere, lose auf der Welle (v) sitzende Gewichtshebel (5) mit einem Arm (3) versehen ist, welcher unter dem Einfluß einer auf der Antriebswelle sitzenden Kammscheibe (f) steht.
2. Ausführungsform des Fernzünders nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhebel (q) mit einem Belastungsgewicht (35) versehen ist, um die Unterschiede zwischen den Drucken zum Anzünden und zum Setzen des Gangwerkes vergrößern zu können.
3. Ausführungsform des Fernzünders nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammscheibe (f) entweder als Scheibe ohne Stufen ausgebildet, mit zwei oder vier allmählich ansteigenden und senkrecht abfallenden Stufen oder mit einer gleichmäßig hochstehenden Kante
versehen ist, um die Entlastung des Gewichtshebels (i) von dem losen Gewichtshebel (2) beliebig ändern zu können.
4. Ausführungsform des Fernzünders nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klinke (20, Fig. 9) als ein um den Punkt (23) des Gewichtshebels drehbarer Winkelhebel ausgebildet ist, welcher mit einem durch einen im Drehsinne vor der Zahnlücke einer Sperrscheibe (14) sitzenden Stift (28) kurz, vor Vollendung der Drehbewegung der Scheibe seitwärts bewegten Hebel (26) zusammenarbeitet.
5. Ausführungsform des Fernzünders nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhebel (q) mit zwei Zähnen (13,49, Fig. 4) versehen ist, von denen ersterer mit einer einlückigen (14), letzterer mit einer zweilückigen Scheibe (46) in Eingriff kommen kann, deren Getriebe (k, e) so gestaltet ist, daß innerhalb desselben Zeitraumes die Scheibe (14) acht, die Scheibe (46) eine Umdrehung macht, um die Vorrichtung für mehrere Lampen verwenden zu können, von denen ein Teil früher gelöscht werden soll.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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