DE213610C - - Google Patents

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DE213610C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M1/00Substation equipment, e.g. for use by subscribers
    • H04M1/02Constructional features of telephone sets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Alarm Systems (AREA)

Description

IiI-, ( III· tlll'UlKj
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KAISERLiQHES
PATENTAMT.
Cf^ATENTSCHRIFT
- Jig 213610 KLASSE 21«.. GRUPPE
Die Erfindung betrifft einen Telephonapparat für Hotelzimmer u. dgl., der sich durch große Einfachheit der Bauart und dadurch auszeichnet, daß er ohne besonderen Umschalter ausgeführt ist und die Bedienung lediglich im Niederdrücken von Druckknöpfen besteht.
Der Telephonapparat ist in Fig. ι der Zeichnung in Vorderansicht dargestellt. Fig. 2 ist ein schematischer Schnitt nach Linie X-Y der
ίο Fig. i. In Fig. 3 ist ein Schaltungsschema dargestellt, das indessen beliebig geändert werden kann und nur ein Ausführungsbeispiel für die Schaltung der Zentralstelle zeigt, mit welcher der Telephonapparat verbunden ist.
Der Apparat besteht aus dem Läutewerk und dem Telephon. Das Läutewerk enthält den Elektromagneten a, den schwingenden Anker b mit Kontakt c und den Hammer d. Der Sender e und der Empfänger/ des TeIephones sind mit dem Einschalter h auf dem Träger g montiert. Das Telephon ist normal auf dem Haken i angehängt (Fig. 1).
Mit dem Läutewerk ist eine Sperrvorrichtung verbunden, die aus einer oberhalb des Hammerschaftes k vorgesehenen Blattfeder / mit den beiden Druckknöpfen m und η besteht. Der Druckknopf m dient lediglich zum Abstellen des Läutewerkes vom Zimmer aus, ohne eine Verbindung mit der Zentralstelle herzustellen. Diese Verbindung erfolgt erst bei Niederdrücken des Kontaktknopfes n.
Unter dem Knopf m der Blattfeder I ist ein Winkel 0 aus Kupfer befestigt, dessen Nase φ in eine Rast des Hammerschaftes k eingreifen kann. Die Nase fi ist zur Verhinderung von Kurzschlüssen durch eine Stange p1 aus nichtleitendem Materia] verlängert, so daß der eine der Stromkreise unterbrochen wird, bevor sich.der andere Stromkreis schließt.
Der Telephonapparat hat vier Klemmen r, s, t, u, an die je ein Draht A, B, C und L angeschlossen ist. Die Drähte A, B, C gehen durch das ganze Hotel und sind jeder mit dem einen Pol je einer Batterie 1, 2, 3 ver- · bunden (Fig. 3). Die anderen Pole der Batterien sind durch Vermittlung der Zentralstelle mit dem von der Klemme u ausgehenden, für jedes Zimmer besonders vorhandenen Draht L verbunden.
Im Telephonapparat ist die Klemme r des Drahtes A durch Draht υ mit dem festen Ende der Blattfeder I, die Klemme s des Drahtes B durch Draht w mit der Kontaktschraube q und die Klemme t des Drahtes C durch Draht y mit einem Kontakt χ verbunden, der unter dem freien Ende der Kontaktfeder / liegt. Die Klemme u des Drahtes L ist durch Draht ζ mit dem einen Arm des Doppelhakens i verbunden, dessen anderer Arm an den Elektromagneten α angeschlossen ist. Das Telephon e,f, g ist zwischen Kontakt χ und Draht ζ geschaltet. . ■ ■
Das Telephon e, f, g ist wie bei allen Telephonapparaten mittels des Bügels i1 ständig auf dem Haken i angehängt (Fig. 1). Bei normaler Stellung aller Teile des Telephonapparates ist die Hauptleitung A isoliert, die Hauptleitung B mit dem Zimmerdraht L ver-
bunden und außerdem die Hauptleitung C wie stets ebenfalls auf den Draht L geschlossen.
Wenn der Knopf m des Zimmerapparates niedergedrückt wird, so wird das Läutewerk gesperrt, da die Nase p den Hammerschaft k feststellt und somit der Kontakt zwischen c und q unterbrochen wird; gleichzeitig wird die Hauptleitung A über den Elektromagneten α und den Haken i an den Draht L angeschlossen und die Hauptleitung B isoliert.
Wenn man, ohne vorher den Knopf m niedergedrückt zu haben, den Knopf η niederdrückt, so stellt man die Verbindung zwischen den Hauptleitungen A und C durch die Kontaktfeder I her, isoliert aber zugleich die Hauptleitung B und verbindet die Hauptleitung A mit dem Draht L, da beim Niederdrücken des Knopfes η die Nase -p den Hammerschaft k feststellt, so daß also bei Freigabe des Knopfes η das Läutewerk gesperrt bleibt. Bei abgehängtem Telephon e, f, g ist demnach, wie bereits erwähnt, bei sonst normaler Stellung aller Teile die Hauptleitung A isoliert, die Hauptleitung B isoliert und die Hauptleitung C auf den Draht L geschlossen. Das Niederdrücken des Knopfes m ändert nichts an diesen Verbindungen, sondern sperrt nur das Läutewerk, während durch Niederdrücken des Knopfes η das Läutewerk gesperrt und zugleich die Hauptleitung A mit der Hauptleitung C verbunden wird.
Um das Verständnis der Einrichtung und Wirkungsweise des Zimmertelephonapparates zu erleichtern, ist in Fig. 3 ein Schaltungsschema einer mit dem Zimmerapparat verbundenen Zentralstelle dargestellt. Nach diesem Schema ist ein Wecker 4 zwischen den Hauptleitungen A und C vorgesehen. Das Telephon 5 der Zentralstelle ist normal auf dem um die. Achse 7 drehbaren Haken 6 aufgehängt, der unter der Wirkung einer Zugfeder 8 steht, so daß, Wenn das Telephon 5 abgehängt wird, der Haken 6 sich dreht und von dem Kontakt 9 auf den Kontakt 11 geht, nachdem er vorübergehend den Kontakt 12 berührt hat. Das Telephon 5 der Zentralstelle ist also jetzt zwischen 11 und 12 geschaltet. Der Kontakt 12 ist zugleich mit den Hauptleitungen C und A verbunden.
Die Drähte L der verschiedenen Zimmer enden in der Zentralstelle in Schienen L1, L2 usw. ... L8, auf denen eine Schaltstange 13 mit Schieber 14 angeordnet ist. Diese Schaltstange 13 ist einerseits mit dem Drehpunkt 7 des Telephonhakens 6 und andererseits mit einem Kontaktknopf 15 verbunden, der seinerseits an die Hauptleitungen B und A angeschlossen ist.
Der Arbeitsvorgang in dieser Einrichtung ist wie folgt:
Wenn der Inhaber z. B. des Zimmers Nr. 7 die Zentralstelle anrufen will, so drückt er auf den Knopf n, wodurch, einerseits das Läutewerk des Zimmerapparates gesperrt und andererseits die Hauptleitung A auf die Hauptleitung C geschlossen wird, so daß also die Glocke 4 der Zentralstelle ertönt. Bei Loslassen des Knopfes η wird zwar der Kontakt zwischen A und C unterbrochen, aber das Läutewerk des Zimmerapparates bleibt gesperrt, die Hauptleitung A ist also an den Zimmerdraht L7 angeschlossen und die Hauptleitung B isoliert.
Die so angerufene Zentralstelle führt nun den Schieber 14 auf der Schaltstange 13 entlang, bis, sobald sich der Schieber auf der Schiene L7 befindet, die Glocke 10 ertönt, da der folgende Stromkreis nun geschlossen ist: L7, 14, 13, 7, 6, 9, 10, i, A, v, I, f, k, a, i, i1, z,V.
Der Elektromagnet α des Zimmerapparates hat einen größeren Widerstand als der Elektromagnet der Glocke 10, so daß also diese Glocke ertönen kann, während der Strom im Elektromagneten α nicht stark genug ist, um den Anker b anzuziehen und den Hammerschaft k von der Nase p freizumachen. Die Zentralstelle hängt nun das Telephon 5 vom Haken 6 ab, worauf dieser Haken sich unter der Wirkung der Zugfeder 8 dreht und vom Kontakt 9 über den Kontakt 12 zum Kontakt 11 geht. Hierdurch wird die Glocke 10 zuerst ausgeschaltet, da der Kontakt bei 9 unterbrochen wird. Durch die vorübergehende Berührung des Kontaktes 12 wird, da die Hauptleitung A immer, noch auf den Zimmerdraht L7 geschlossen ist, Strom durch A geschickt, der nunmehr, da die Glocke 10 ausgeschaltet ist, genügt, um zu veranlassen, daß der Anker b vom Elektromagneten α angezogen und folglich die Sperrung des Läutewerkes im Zimmerapparat ausgelöst wird, so daß, sobald der Haken 6 den Kontakt 11 berührt, die Glocke des Zimmerapparates ertönt, bis der Inhaber des Zimmers Nr. 7 das Telephon e, f, g abhängt, wodurch die Hauptleitung A isoliert wird; das Läuten des Weckers im Zimmerapparat hört also auf. Nunmehr sind die beiden Telephone, e,f, g des Zimmerapparates und 5 der Zentralstelle, verbunden, und zwar durch die Hauptleitung C und den Zimmerdraht L7 mittels des Stromkreises C, t, y, e h, g,f, z, u, U, 14,13, 7, 6,11, 5, 12, 3, C.
Sollte, entgegen der Instruktion zur Benutzung des Zimmerapparates, der Inhaber des Zimmers beim Niederdrücken des Knopfes η das Telephon e,f, g sofort vom Haken i abgehängt haben, so wird zwar, solange der Knopf η niedergedrückt bleibt, die Glocke 4 ertönen, da die Hauptleitung A auf die Hauptleitung C in der oben beschriebenen Weise

Claims (2)

  1. geschlossen ist, ebenso wie das Läutewerk im Zimmerapparat gesperrt wird, aber, da beim Freigeben des Knopfes η die Hauptleitung A isoliert wird, wird die Glocke ίο nicht ertönen, wenn der Schieber 14 auf der Schiene L7 steht. Die Zentralstelle ersieht daraus, daß das Telephon im anrufenden Zimmer abgehängt ist; sie wird also ihr Telephon 5 abhSngen und den Schieber 14 noch einmal über die Schaltstange 13 führen, bis sie durch das Geräusch, welches sich in ihrem Telephon bemerkbar macht, sobald der Schieber 14 auf U eingestellt ist, darauf aufmerksam gemacht wird, daß sie die richtige Verbindung hat.
    Nach Beendigung des Gespräches wird die Zentralstelle einen Augenblick warten, um dem Inhaber des Zimmers Nr. 7 Zeit zu geben, sein Telephon anzuhängen, so daß, wenn sie das Telephon 5 anhängt, beim Vorübergehen des Hakens 6 der Strom durch Kontakt 12 und Hauptleitung A in der oben beschriebenen Weise in den Elektromagneten α geschickt .und das Läutewerk im Zimmerapparat ausgelöst wird. Der Apparat ist wieder arbeitsbereit.
    Will die Zentralstelle das Zimmer Nr. 7 anrufen, so stellt sie den Schieber 14 auf L1 und drückt auf den Knopf 15, wodurch der Stromkreis L1, 14, 13, 15, 2, B, s, w, q, c, h, a, i, i1, z, u, L1 geschlossen und der Wecker im Zimmer zum Ertönen gebracht wird.
    Ρλτεν τ-Ansprüche:
    i. Telephonapparat für Hotelzimmer und ähnliche Räume, dadurch gekennzeichnet , daß von seinen vier Klemmen drei (r, s, f) einerseits mit je einem von drei durch das ganze Hotel geführten Hauptleitern (A, B, C) und andererseits die eine (r) mit dem ortsfesten Ende der Feder (I) eines Sperrwerkes für den Wecker, die zweite (s) mit dem Weckerkontakt (q) und die dritte (t) mit dem Kontakt (x) für das Sperrwerk verbünden sind, während die vierte Klemme (u) an den Draht (L) für das Zimmer und an den Hörer (e,f) des Zimmertelephons derart angeschlossen ist, daß normal stets der Stromkreis -(B, L) für den Wecker geschlossen ist, der beim Niederdrücken der Feder (I) mittels des Druckknopfes (n) unterbrochen wird, während zugleich selbsttätig einerseits die beiden anderen Hauptleitungen (A und C) miteinander und andererseits die Hauptleitung (A) mit der Leitung (L) verbunden werden, zu dem Zwecke, die zur Bedienung des Apparates nötigen Maßnahmen auf einfaches Niederdrücken von Druckknöpfen zu beschränken.
  2. 2. Telephonapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Niederdrücken eines von einer Blattfeder (I) getragenen Knopfes (m) lediglich der Wecker im Zimmer gesperrt, beim Niederdrücken eines zweiten auf der gleichen Blattfeder (I) vorgesehenen Knopfes (n) dagegen durch Unterbrechen des in der Ruhelage bestehenden Stromkreises (B, L) der Wecker abgestellt und die Arbeitsstromkreise (A, C und A, L) geschlossen werden, wobei der abgestellte Klöppelhebel des Weckers aus der Ferne in bekannter Weise elektromagnetisch ausgelöst werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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