DE212779C - - Google Patents

Info

Publication number
DE212779C
DE212779C DENDAT212779D DE212779DA DE212779C DE 212779 C DE212779 C DE 212779C DE NDAT212779 D DENDAT212779 D DE NDAT212779D DE 212779D A DE212779D A DE 212779DA DE 212779 C DE212779 C DE 212779C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
air
line
pressure
valve
pure water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT212779D
Other languages
English (en)
Publication of DE212779C publication Critical patent/DE212779C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03CDOMESTIC PLUMBING INSTALLATIONS FOR FRESH WATER OR WASTE WATER; SINKS
    • E03C1/00Domestic plumbing installations for fresh water or waste water; Sinks
    • E03C1/02Plumbing installations for fresh water
    • E03C1/10Devices for preventing contamination of drinking-water pipes, e.g. means for aerating self-closing flushing valves

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Steam Or Hot-Water Central Heating Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 212779 KLASSE 85 h. GRUPPE
ROBERT STICKDORN in DÜSSELDORF.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Juni 1907 ab.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Verhütung der Verseuchung von Reinwasserleitungen durch Einlassen von Luft in die Leitung nach deren Absperren und besteht darin, daß die Reinwasserleitung bei Nachlassen des Wasserdrucks in ihr bis zu einem bestimmten Grade aus einem Behälter selbsttätig mit Druckluft oder einem unter Druck stehenden Gase, beispielsweise Kohlensäure,
ίο beschickt wird. Gegenüber den bekannten Einrichtungen, bei denen in den von der Hauptleitung nach den einzelnen Spülstellen führenden Leitungen je eine Luftsäule, eingeschlossen oder ein Lufteinlaßventil angebracht ist, bietet die neue Einrichtung den Vorteil, daß sie nicht an jeder einzelnen Wasserentnahmestelle angebracht zu werden braucht, sondern für die ganze Hausleitung zu dienen geeignet ist. Außerdem hebt sie jede Saugung in der Leitung auf.
Die Zeichnung stellt eine Ausführungsform der neuen Einrichtung in Verbindung mit einem Hauptentwässerungsventil dar.
Die Fig. 1 veranschaulicht einen durch ein Differentialkolbenventil mit der Hauswasserleitung verbundenen Druckluftbehälter in Verbindung mit einer zu seiner Füllung dienenden selbsttätigen Pumpe.
Fig. 2 zeigt das zwischen Behälter und Hauswasserleitung angeordnete, in Fig. 1 geschlossen dargestellte Ventil in geöffneter Stellung.
Fig. 3 ist ein Schnitt in Richtung der Linie A-B der Fig. 2, während '.
Fig. 4 das Entwässerungsventil in der Stellüng zeigt, in der es den Zulauf abschließt und die Entwässerungsöffnung freigibt.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Windkessel W durch eine von der Wasserleitung selbsttätig angetriebene Druckluftpumpe j> bekannter Art gespeist, die in einem luftdichten Behälter 5 mit einem sich nur nach innen öffnenden Lufteinlaß arbeitet. z1 ist die Druckwasserzuleitung, t die vom Gestänge des Schwimmers s beeinflußte Steuerung und α das Ablaufrohr. Der Windkessel w. ist mit der Hauswasserleitung r durch einen Kanal k verbunden, den ein Ventil i geschlossen hält. Das Ventil i öffnet sich, sobald der Druck in der Wasserleitung aufgehoben wird. Die Luftpumpe wird in bekannter Weise so lange bewegt, als der Druck der Wasserleitung größer ist als der Druck im Windkessel.
Oberhalb des Ventils i ist eine mit dem 55 Windkessel verbundene, in das Hauswasserleitungsrohr hineinragende Düse u angebracht.' Das Druckwasserzuleitungsrohr ζ mündet seitlich neben der Düse in das Hauswasserleitungsrohr r. Der Verschlußkörper des Ventils i ist in einem Zylinder f geführt und als Differentialkolben ausgebildet, auf den eine stärkere Wasser- als Luftsäule wirkt.
Bei der gezeigten Ausführungsform ist un-
terhalb des Entwässerungsstutzens e ein zum. • selbsttätigen Absperren der Wasserleitung dienendes Ventil angeordnet, dessen Verschlußkörper d mit einem Teller ν verbunden ist. Wenn durch das Ventil d die . Leitung abgesperrt wird, so gibt der Teller ν die Rohrmündung β frei und umgekehrt. Diese Anordnung ist aber nicht Gegenstand der Erfindung. .
ίο Wird nun die Leitung ζ abgestellt, so öffnet der Teller v, unter gleichzeitigem Abschluß der Leitung ζ durch das Ventil d die Rohrmündung e. Infolge der Druckaufhebung in Leitung ζ öffnet sich das Ventil i, und die Preßluft tritt aus dem Kessel w durch die Düse u in die Leitung. Da die Spannung der Luft ungefähr dem Druck des Wassers vor der Leitüngsöffnung entspricht, so wird das Entstehen eines luftverdünnten Raumes und das Nachsaugen der Flüssigkeit durch die Leitungshähne oder Ventile verhindert; die Preßluft treibt vielmehr noch teilweise das in der Leitung befindliche Wasser durch etwa offenstehende Auslaßhähne hindurch nach außen. .

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    1 ·' i. Einrichtung zur Verhütung der Verseuchung von Reinwasserleitungen durch .. Einlassen, von . Luft in die Leitung nach ' deren Absperrung, dadurch gekennzeichnet, ' ■ daß die Reinwasserleitung (r) bei Nachlassen des Wasserdrucks in ihr bis zu einem bestimmten Grade aus einem Behälter (w) selbsttätig mit Druckluft oder L, einem unter Druck stehenden Gase beschickt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein zwischen dem Druckbehälter (w) und der Reinwasserleitung (r) eingeschaltetes Differentialkolben ventil (i), dessen kleinere Flache dem Luft- oder Gasdruck zugekehrt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin, gedruckt in der Reichsdruckerei.
DENDAT212779D Active DE212779C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE212779C true DE212779C (de)

Family

ID=474494

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT212779D Active DE212779C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE212779C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE212779C (de)
DE34876C (de) Vorrichtung zur vermeidung der hydraulischen stösse beim schliessen von ausflusshähnen
DE687146C (de) Verdampfergeraet fuer tiefsiedende, verfluessigte Gase
DE263172C (de)
DE934922C (de) Druckminderventil
DE1550065B1 (de) Einrichtung zur Steuerung der Be- und Entladung von entfernt von der Kueste an einer Boje od.dgl. anlegenden Tankschiffen
DE114971C (de)
DE213778C (de)
DE128215C (de)
DE222280C (de)
DE1550065C (de) Einrichtung zur Steuerung der Be und Entladung von entfernt "von der Küste an einer Boje oder dergleichen anlegenden Tankschiffen
DE1002215B (de) Selbstschlusshahn mit einem Abfuellstutzen und einem mittels eines Handgriffes gegen Federdruck oeffenbaren Ventil
AT20100B (de) Vorrichtung zum Heben von Wasser und anderen Flüssigkeiten mittels stufenweise angeordneter Saugbehälter.
AT522009B1 (de) Vorrichtung zur Trinkwasseraufbereitung
AT10485B (de) Vorrichtung zur selbsttätigen Rückführung von Dampfwasser in den Kessel.
DE510715C (de) Kesselspeiseeinrichtung mit zwei abwechselnd unter verschiedenem Druck stehenden, zwischen der Foerdervorrichtung und dem Kessel angeordneten Behaeltern
AT61322B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Anreichern von Flüssigkeiten mit Gasen, insbesondere zur Herstellung von Mineralwässern.
DE60389C (de) Druckminderventil mit Umschaltvorrichtung und zwischen zwei Federn spielendem Ventilteller oder Kolbenschieber
DE302015C (de)
DE651463C (de) UEberlaufspeicheranlage mit mehreren Zapfstellen
DE195171C (de)
DE162236C (de)
DE79895C (de)
DE133522C (de)
DE132864C (de)