DE212421C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
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- D06F—LAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
- D06F43/00—Dry-cleaning apparatus or methods using volatile solvents
- D06F43/02—Dry-cleaning apparatus or methods using volatile solvents having one rotary cleaning receptacle only
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- Ja 212421 KLASSE Sa. GRUPPE
JEAN BAPTIST MICHIELS in BROHL a. Rh.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. Februar 1908 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Waschmaschine zum Behandeln
von öligem Textilgut, insbesondere Putzlappen, mit flüchtigen Lösungsmitteln und Waschlaugen.
Der Erfindungsgegenstand zeichnet sich dadurch aus, daß die einzelnen, nacheinander
zu benutzenden Vorrichtungen zu einer einfachen zusammenhängenden Maschine vereinigt sind, welche leicht an jedem zweckmäßigen
Ort aufgestellt und an die Transmission angeschlossen werden kann. Das neue Merkmal des Erfindungsgegenstandes besteht
darin, daß eine für den gleichen Zweck bekannte Zentrifuge mit zwei zu beiden Seiten
der letzteren angeordneten Waschtrommeln in einem gemeinsamen Gestell vereinigt und
durch einen Tisch überdeckt ist, so daß ein unmittelbares. Hinüberschaffen des zu bearbeitenden
Textilgutes aus den Waschtrommeln in die Zentrifuge und umgekehrt. ohne Förderverlust
ermöglicht ist. An einem gemeinsamen Maschinengestell sind ferner sowohl das
Einrückgetriebe und die Bremsvorrichtung für die Zentrifuge als auch die Einrückvorrichtungen
und das Wendegetriebe zum abwech-. selnden Links- und Rechtsantrieb der Waschtrommeln
angeordnet, so daß die einzelnen Vorrichtungen der Maschine ein zusammenhängendes
Ganzes bilden. Eine solche Waschmaschine kann leicht überallhin befördert werden
und ist infolge ihrer Einfachheit einfach im Gebrauch.
Die neue Waschmaschine ist in Fig. 1 und 2 der Zeichnung in einer Ausführungsform veranschaulicht.
Die ganze Maschine besteht im wesentlichen aus der senkrecht angeordneten Zentrifuge α und den beiden Waschtrommeln b
und c, welche links und rechts vom Mantel der Zentrifuge angeordnet sind. Das Ganze
ist in einem gemeinsamen Gestell d vereinigt, welches leicht befördert und überall aufgestellt
werden kann. Die Zentrifuge nebst den beiden Waschtrommeln ist durch einen gemeinsamen
Tisch s überdeckt, so daß ein unmittelbares Hinüberschaffen des Textilgutes aus den
Waschtrommeln in die Zentrifuge und umgekehrt ohne jeden For der verlust ermöglicht ist.
Der Antrieb der Zentrifuge und der beiden Waschtrommeln erfolgt mittels entsprechender
Riemen e und f von einem gemeinsamen Vorgelege aus. Das Ein- und Ausrücken der Zentrifuge geschieht mittels des Gewichtshebels g,
welcher den zum Vorgelege führenden Ausrücker h für die Zentrifuge in Bewegung setzt.
Ferner dient der durch den Fuß zu bewegende Bremshebel i dazu, die mit großer Geschwindigkeit
umlaufende Zentrifugentrommel bei Bedarf möglichst schnell in den Rühezustand zurückzuführen und ihre Geschwindigkeit
abzubremsen, was an sich für Zentrifugen ganz bekannt ist.
Der Antrieb der beiden Waschtrommeln erfolgt mittels eines offenen und gekreuzten
Riemens / und eines Wendegetriebes k, um
die Waschtrommeln je nach Bedarf sowohl in Linksdrehung als in Rechtsdrehung versetzen
zu können. Von dem Wendegetriebe k werden unter Vermittelung konischer Räder u.dgl.
die beiden Rollen I bzw. m in Antrieb versetzt,
in welche die betreffenden Waschtrommeln mittels der- Hebel η bzw. ο eingerückt
werden können. Diese Ein- und Ausrückhebel wirken auf Reibungskuppelungen j>
bzw. q,
ίο welche gestatten, die Waschtrommeln beliebig
mit dem Antrieb zu verbinden oder auch auszurücken. Sämtliche Vorrichtungen der neuen
Waschmaschine sind also in einem Gestell d vereinigt, so daß die Maschine überall leicht
aufgestellt und an die Transmission angeschlossen werden kann.
In folgendem soll noch erläutert werden, in welcher Weise mit der neuen Maschine gearbeitet
wird, um z. B. Putzlappen oder Putzwolle zu entölen, zu reinigen und sie zum ferneren Gebrauch wieder rein und aufsaugungsfähig
zu machen. Zu diesem Zwecke werden zunächst die öligen und schmutzigen Lappen und sonstigen Textilabfall in die Waschtrommel
b gebracht, in welcher sich eine entsprechende Menge Mineralöl befindet. Indem die
Waschtrommel abwechselnd nach links und rechts in Drehung versetzt wird, werden die
öligen, schmutzigen und vielleicht auch verkrusteten Lappen durch das in diese Trommel
hinzugesetzte Mineralöl derart aufgeschlossen, daß sich das öl und der Schmutz
in den Lappen löst. Durch Zuleitung von Dampf in diese Trommel wird der Inhalt derselben
während der Bearbeitung zu entsprechender Erwärmung und Dünnflüssigkeit gebracht.
Die abwechselnde Links- und Rechtsdrehung erfolgt nach Einrückung des Hebels« mit Hilfe des Wendegetriebes k. Dieses abwechselnde
Links- und Rechtsdrehen hat die Wirkung, daß sich die Lappen oder sonstigen Textilstoffe nie zu einem festen Ganzen zusammenquirlen
können, sondern daß die etwa bei der Rechtsdrehung zusammengerollten Teile bei der Linksdrehung wieder aufgelöst werden
und umgekehrt. Auf diese Weise kommen die Lappen immer wieder mit neuen Ölteilchen
in Berührung und werden auf diese Weise gelöst.
Je nach der Beschaffenheit der zu reinigenden Lappen wird das Arbeiten in der Waschtrommel
b entsprechend lange fortgesetzt, worauf die Waschtrommel durch Zurücklegen
des Hebels η in Stillstand versetzt wird. Die in der Trommel enthaltenen Stoffe können
nunmehr durch öffnen der Tür r aus der Trommel entnommen und in die Zentrifuge a
gelegt werden. Damit hierbei kein Förderverlust eintritt, ist die Zentrifuge nebst den
beiden Waschtrommel durch einen gemeinsamen Tisch s überdeckt, über welchen die
Lappen u. dgl. unmittelbar hinweggeschoben werden können. Nachdem die Zentrifuge mit
den Lappen gefüllt und mittels des Deckels t verschlossen worden ist, wird auch hier Dampf
zugelassen und vermittels des Hebels g die Zentrifuge eingerückt. Infolge der Schleuderkraft
wird hierbei nicht allein das von den Lappen in der Trommel b etwa aufgenommene
öl ausgeschleudert, sondern auch das in den Lappen schon vorher enthaltene Öl und der
Schmutz entfernt. Durch ein unter die Zentrifuge gesetztes Gefäß kann die ausgeschleuderte
Flüssigkeit der Zentrifuge entnommen und alsdann durch entsprechende Ölreinigungsvorrichtungen
gereinigt werden.
Die auf diese Weise in der Zentrifuge ausgeschleuderten xund nunmehr fast trockenen
Lappen sind zwar öl- und schmutzfrei, dagegen in den meisten Fällen noch unansehnlich, so daß
eine entsprechende Nachbehandlung erforderlich ist, welche sich lediglich auf Reinheit und
Aufsaugungsfähigkeit der Lappen bezieht. Die letzteren werden zu diesem Zweck aus der
Zentrifuge α in die zweite Waschtrommel c gebracht, in welcher sich eine durch direkten
Dampf geheizte verdünnte Natronwasserglaslösung oder eine sonstige Waschlauge befindet.
Auch diese Trommel wird nun abwechselnd nach links und rechts in Drehung versetzt, go
wobei infolge der Verseifung durch das Natronwasserglas und durch die Wirkung des heißen
Wassers die Lappen vollständig von jeder Unreinigkeit und unansehnlichen Farbe befreit
werden.
Ist dieser Reinigungs- und Waschprozeß beendet, so werden die Lappen wieder aus
der Trommel c herausgenommen und in die Zentrifuge α zurückgebracht. In dieser werden
sie wiederum einer Schleuderwirkung unterzogen und hierdurch vollkommen getrocknet,
so daß sie alsdann wie neu aussehen und in jeder Beziehung gebrauchsfähig und aufsaugungsfähig
sind.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Waschmaschine zum Behandeln von öligem Textilgut, insbesondere von Putzlappen, mit flüchtigen Lösungsmitteln und Waschlaugen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zentrifuge (a) mit zwei zu beiden Seiten der letzteren angeordneten Waschtrommeln (b und c) in einem gemeinsamen Gestell (d) vereinigt und durch einen Tisch (s) überdeckt ist, so daß ein unmittelbares Hinüberschaffen des zu bearbeitenden Textilgutes aus den Waschtrommeln in die Zentrifuge und umgekehrt ohne Förderverlust ermöglicht ist.
- 2. Waschmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß am gemeinsamen Maschinengestell (d) sowohl das Einrückgetriebe (g) und die Bremsvorrichtung (i) für die Zentrifuge (a) als auch die Einrückvorrichtungen (n und o) und das Wendegetriebe (k) zum abwechselnden Linksund Rechtsantrieb der Waschtrommeln (b und c) angeordnet sind, so daß die ganze Maschine ein zusammenhängendes Ganzes bildet und leicht überallhin befördert und an die Transmission angeschlossen werden kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE212421C true DE212421C (de) |
Family
ID=474157
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT212421D Active DE212421C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE212421C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2566488A (en) * | 1945-04-28 | 1951-09-04 | Murray Corp | Combined fabric washing and drying unit |
-
0
- DE DENDAT212421D patent/DE212421C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2566488A (en) * | 1945-04-28 | 1951-09-04 | Murray Corp | Combined fabric washing and drying unit |
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