DE616184C - Vorrichtung zum Reinigen und Faerben von Teppichen - Google Patents

Vorrichtung zum Reinigen und Faerben von Teppichen

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DE616184C
DE616184C DEG86009D DEG0086009D DE616184C DE 616184 C DE616184 C DE 616184C DE G86009 D DEG86009 D DE G86009D DE G0086009 D DEG0086009 D DE G0086009D DE 616184 C DE616184 C DE 616184C
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DE
Germany
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carpet
trough
cleaning
machine
dyeing
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Expired
Application number
DEG86009D
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JOHANN GLUCS
Original Assignee
JOHANN GLUCS
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Publication date
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Application granted granted Critical
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B3/00Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating
    • D06B3/10Passing of textile materials through liquids, gases or vapours to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing, impregnating of fabrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 22. JULI 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVe 616 KLASSE 8a GRUPPE 9το
Johann Glucs in Beuthen, O.-S. Vorrichtung zum Reinigen und Färben von Teppichen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Juli 1933 ab
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Reinigen und Färben von Teppichen, die eine geschlossene Behandlungskammer aufweist, in der Mittel zum Klopfen, Naßbehandebi und Bürsten des laufenden Teppichs vorgesehen sind.
Bei den bekannten derartigen Vorrichtungen kann der Teppich nur einzelnen bestimmten Behandlungsverfahren unterworfen werden. So weisen solche Vorrichtungen Mittel zum Klopfen und Desinfizieren auf, oder es wird in ihnen der Teppich geklopft und mittels Sprühdüsen und Bürstwalzen gewaschen. Bei dem bekannten Desinfizieren auf trockenem Wege wird eine gründliche Reinigung nicht erzielt. Desgleichen ist auch das Waschen unter Anwendung von Sprühdüsen in der Wirkung unzulänglich. Es besteht ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung darin, daß das Waschen des Teppichs nur auf der rechten Seite erfolgt, während die gleichfalls der Verschmutzung ausgesetzte Rückseite ungereinigt bleibt. Bei der Behandlung der Teppichvorderseite mittels eingeseifter Bürstenwalzen zeigt sich der Übelstand, daß die Fadenschlingen des Teppichs durch die Bürsten leicht zerrissen werden. Bekannt sind dann weiter auch in der Höhe verstellbare Teppichklopfstangen.
Gegenüber dem Bekannten unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand darin, daß als Teppichführung eine obere, in der Kammer liegende angetriebene, in ihrer Höhe verstellbare Mitnehmertrommel angeordnet ist, über die der zu behandelnde Teppich gehängt und nach Zusammenheften'seiner freien Enden als endloses Band in nach unten hängender Schleife umgezogen und so durch den Flüssigkeitstrog am Behälterboden und an den Klopfern und Bürsten vorbeigeführt wird. Zum Bürsten des Teppichs sind drei angetriebene Bürstwalzen vorgesehen, und zwar eine in und zwei über dem Flüssigkeitstrog, von denen die im Trog liegende und einie über diesem liegende auswechselbar sind. Von den beiden über dem Trog liegenden Bürstwalzen wirkt die eine auf die Vorderseite, die andere auf die Rückseite des Teppichs ein.
Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird bei einer Vermehrung der Behandlungsverfahren im gleichen Gerät für letzteres nur wenig Bodenfläche benötigt. Ferner ist eine gute Beschickung der Vorrichtung als auch eine Einstellung der beim Ausklopfen sich auswirkenden Teppichspannung ermöglicht. Dadurch, daß der Teppich bei der nassen Reinigung durch ein beheiztes Seifenbad gezogen wird, ist eine Behandlung der feuchten Vorderseite des Teppichs durch eine Bürstwalze nicht erforderlich. Die vorhandene, auf die Vorderseite einwirkende Bürstwalze wird beim Erfindungsgegenstand bei der nassen Reinigung abgehoben, so daß eine Beschädigung der Fadenschleifen nicht eintreten kann.
Auch das Färben des Teppichs erfolgt in der gleichen Vorrichtung, so daß eine Verlagerung und ein Transport des Teppichs zwischen den einzelnen Bearbeitungsvorgän-
gen nicht erforderlich ist, wodurch an Arbeitsaufwand und Zeit gespart wird. Das Färben erfolgt, nachdem, der Teppich geklopft, gewaschen und durch Abspulen von der Seife befreit wird. Alsdann wird der Teppich mit Hilfe der Mitnehmer trommel um etwa 3 m hochgezogen. Das Spülwasser wird ausgelassen und der Behälter zum Färben vorbereitet. Dadurch, daß der Teppich beim Färben in ständiger umlaufender Bewegung gehalten wird, ist ein .ungleichmäßiges Färben vermieden. Nach dem Färben wird die FarbfLotte während ständiger Bewegung des Teppichs aus dem Behälter abgelassen und letzterer zur Spülung· eingerichtet. Anschließend kann der Teppich in der Maschine sogleich getrocknet werden. Dies geschieht auch bei ständiger umlaufender Bewegung des Teppichs. Der Teppich kann alsdann auch gedämpft und in der gleichen Maschine appretiert werden. Nach Abschluß der Behandlung· wird die Verbindungsnaht an den Teppichenden gelöst.
Bei Bearbeitung von Stücken größerer Länge, z. B. Läufern, können im Vorderteil der Maschine besondere Leitwalzen angebracht werden, um die Läufer um die Walzen zu führen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt
Abb. ι eine Vorderansicht der Vorrichtung bei abgenommener Vorderseite, Abb. 2 einen Schnitt nach Linie A-B der Abb. ι und
Abb. 3 einen Schnitt nach Linie C-D der Abb. i.
Die Maschine besteht im wesentlichen aus der Mitnehmerwalze 1, über die der schmutzige, staubige Teppich vom Arbeiter geworfen wird. Diese "Walze 1 kann in senkrechter Richtung verstellt werden und ist in der unteren Lage in einer Höhe von etwa 1 m in der Maschine angeordnet. Im unteren Teil der Maschine ist eine kupferne Schale 2 vorgesehen. Am Boden dieser Schale 2 befindet sich eine Rinne 3, in der eine Dampfschlange 4 gelagert ist. Über der Dampfschlange 4 befindet sich eine parallel zur Walze ι angeordnete und durch die Länge der Maschine gehende Welle 5, die zum Weiterbewegen des umlaufenden Teppichs dient. Der über die einen verhältnismäßig großen Durchmesser aufweisende, Walze 1 gelegte Teppich 18 wird um die Welle 5 geschlungen und sackförmig zusammengenäht. Er läuft beim Einschalten des Antriebes1 über die umlaufende obere Walze 1 und untere WeUe 5. Der Teppich wird mit Hilfe der beiden Wellen 1 und 5 straff gespannt. Das mechanische Klopfwerk 6 und 7, das in die Maschine eingebaut ist, wird zu Anfang in Betrieb gesetzt. Das ganze mechanische Triebwerk der Maschine befindet sich in einem Gehäuse 8 mit. Absaugrohr 9, welches den Schmutz unmittelbar in den Schornstein leitet. Sobald das Klopfwerk 6, 7 eingeschaU tet wird, werden die Türen des Gehäuses 8 geschlossen, damit der Staub nicht in den Raum gelangen kann. Zur Reinigung und Abspritzung nach der Klopfarbeit ist in der Maschine eine an eine Wasserleitung anschließbare Rohrleitung 11 mit Sprengschlauch 12 vorhanden. Nach dem Klopfen wird in der Schale 2 ein Seifenbad bereitet, durch das der Teppich eine Zeitlang randurchlaufen muß. Alsdann wird der Teppich gewaschen. Zu diesem Zweck wird die Waschwalze 13, die mit Borsten besetzt ist, eingesetzt und die zweite Waschwalze 14, die Si; mit der Walze 13 in entgegengesetztem Drehsinn zwangsläufig verbunden ist und zentrisch um diese verstellt werden kann, um einen genügenden Druck auf den Teppich auszuüben, in Umdrehung versetzt, so daß der Teppich links und rechts zu gleicher Zeit gewaschen wird. In der gleichen Maschine erfolgt alsdann das· Spülen und Absäuern des Teppichs ohne Abnahme desselben. Eine eingebaute Dampfheizung 15 dient dazu, den umlaufenden Teppich zu trocknen. Das dadurch erzielte rasche Trocknen verhindert ein Verlaufen der Farbe. Im trockenen Zustand kann der. Teppich alsdann in der Maschine gedämpft, getrocknet und appretiert werden.
Nach dem Trocknen wird der Dämpfer 16 hochgeklappt und die Bürstenwalze 17 eingesetzt, die den Teppich während des Dämpfens kämmt. Dann kann die Näht des Teppichs aufgeschnitten werden.
Alle Bearbeitungsvorgänge geschehen in Aufeinanderfolge in der gleichen Maschine ohne Abnahme.des schweren Teppichs.
Die Maschine benötigt nur eine Bodenfläche, die auch, in kleinsten Betrieben zur Verfügung steht. ·
Selbstverständlich kann auch die Vorrichtung sinngemäß zum Reinigen teppich- und. läuferähnlicher sonstiger Gewebestücke sowie auch zum Bleichen und Desinfizieren benutzt werden. ■

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zum Reinigen und Färben von Teppichen mit geschlossener Behandltmgskammer und Mitteln zum Klopfen, Naßbehandeln und Bürsten des laufenden Teppichs, dadurch gekennzeichnet, daß als Teppichführung eine obere, in der Kammer liegende angetriebene, in *
    ihrer Höhe verstellbare Mitnehmertrommel angeordnet ist, über die der zu behandelnde Teppich gehängt und nach Zusammenheften seiner freien Enden als endloses Band in nach unten hängender Schleife umgezogen und so durch den Flüssigkeitstrog am Behälterboden und an den Klopfern und Bürsten vorbeigeführt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Bürsten drei angetriebene Bürstwalzen, eine im und zwei über dem Flüssigkeitstrog, angeordnet sind, von denen die im Trog liegende und eine über diesem liegende auswechselbar sind und die beiden über dem Trog liegenden je auf Vorder- und Rückseite des Teppichs einwirken.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEG86009D 1933-07-21 1933-07-21 Vorrichtung zum Reinigen und Faerben von Teppichen Expired DE616184C (de)

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DE (1) DE616184C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743178C (de) * 1938-12-16 1943-12-20 Otto Buehring Verfahren zur Desinfektion von Waesche, Kleidungsstuecken u. dgl.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743178C (de) * 1938-12-16 1943-12-20 Otto Buehring Verfahren zur Desinfektion von Waesche, Kleidungsstuecken u. dgl.

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