DE2118103C - Verfahren zur Herstellung von nadelformigen Eisenteilchen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von nadelformigen EisenteilchenInfo
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Description
dem Ofen abgezogen. Nun führt man Wasserstoff ein Reduktion erfordert 22 Stunden. Die Teilchen sind
und stellt die gewünschte Reduktionstemperatur ein. in Größe und Aussehen ähnlich denen des Beispiels 1,
Der Wasserstoff wird vorteilhaft vor der Einführung jedoch scheinen einzelne Teilchen aus Ketten von
getrocknet, da die Anwesenheit von kleinen Mengen kleineren Teilchen zusammengesetzt zu sein. Das
Wasser die Reduktionszeit so ansteigen läßt, daß 5 Pulver hat ein Sättigungsmoment von 139 emu/g, ein
etwas Sinterung und ein Verlust der gewünschten Querschnittsverhältnis von 0,48 und eine Koerziviiät
magnetischen Eigenschaften eintreten kann. Norma- von 1170 Oersted,
lerweise erfordert die Reduktion etwa 6 Stunden. B e i s D i e I 4
In den folgenden Beispielen ist die Erfindung näher
erläutert. io Das Verfahren des Beispiels 2 wird wiederholt,
Beispiel 1 jedoch verwendet man 2 ml der Wismutnitrat-Lüsung.
io daß das Oxid ein Gewichtsverhältnis Wismut:
5 g Mannit werden in 50 ml Wasser gelöst. In dieser Eisen von 2 : 98 hat. Die Teilchen sind mehr gesintert
Lösung werden 8,1g Bi(NO3)3 ■ 5H2O gelöst. 5 ml und weniger nadelformig als diejenigen des Beispiels 2.
dieser Lösung werden mit 10 g rotem x-Eisenoxid 15 Das Pulser hat ein magnetisches Sättigungsmoment
vermischt. Das feuchte Oxid wird bei 110 C ge- von 150 emu/g, ein Querschnittsverhältnis von 0.39
trocknet. Das Gewichtsverhältnis Wismut: Eisen be- und eine Koerzivität von 757 Oersted,
trägt 5:95.
trägt 5:95.
Man gibt ?00 mg dieL»r Mischung in einen 16-mm- Beispiel 5
Sehn liegef in einen Reaktor. Die Probe wird in 20 Das Verfahren des Beispiels 2 wird wiederholt,
einem Wassers.offstrom auf 320aC erhitzt und zu jedoch benutzt man 10 ml der Wismutnitrat-Lösung,
Eisen reduziert. Die Reduktion erfordert etwa 6 Stun- so daß das Oxid ein Gewichtsverhältnis Wismut:
den. Dann läßt man die Probe abkühlen und verfährt Eisen von 10: 90 hat. Die Teilchen sind im Aussehen
dabei, wie weiter oben erläutert. ähnlich denen des Beispiels 2. Das Pulver hat ein
Dis gebildeten Eisenteilchei, sind nadelformig mit 25 Sättigungsmom.-nt von 147emu/g, ein Querschnitts-
einem Länge-Breite-Verhältnis von etwa 5: 1 und verhältnis von 0,42 und eine Koerzivität von 863
einer durchschnittlichen Länge von etwa 0,5 μπι. Das Oersted.
Pulver hat ein magnetisches Sättigungsmoment von B e i s d i e 1 6
142 emu/g, ein Querschnittsverhältnis von 0,44 und
142 emu/g, ein Querschnittsverhältnis von 0,44 und
eine Koerzivitkt von 1020 Oersted; es ist nicht pyro- 30 Zur Herstellung eines Magnetbandes bereitet man
phor. eine Dispersion aus 60% der gemäß Beispiel 1 hei-
B ei s nie) 2 stellten Eisenteilchen und 40% eines Polyurethan-Harzes
(bezogen auf Feststoffe). Eine Polyester-Folie
Das Verfahren des Beispiels 1 wird wiederholt, wird mit dieser Dispersion überzogen, und zwar in
jedoch ist die bei der Reduktion verwendete Tem- 35 einer Dicke von 6 μΐη. Das Magnetband hat die
peratur 35O0C. Die Reduktion erfordert 3 Stunden. folgenden Eigenschaften:
Die Teilchen sehen ähnlich aus wie diejenigen des . _. „ .. _ ,~n „ „
Beispiels 1, jedoch sind sie etwas zusammengesintert. J» bei 300° Oe-Feld J620 Gauß
Das Pulver hat ein magnetisches Sättigungsmoment °J
ΤΪζ ^' .
von 149 emu/g, ein Querschnittsverhältnis von 0,41 40 U,0 ' ü\
λ „κα
und eine Koerzivität von 866 Oersted. Querschnitt .. 0 57
RF-Leistung (Ref = 100%) 212%
Beispiel 3 Geräusch (Ref = 0 db) 3,9 db ver-
Das Verfahren des Beispiels 1 wird wiederholt, bessert
jedoch beträgt die Reduktionstemperatur 280°C. Die 45 (Ref = ähnliches Magnetband aus y-Eisen(IIL)-oxid).
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von nadeiförmigen wobei man vorzugsweise ein ChelatisierungMnittel be-Eisenteilchen,
dadurch gekcnnzcich- 5 nutzt, welches das Wismut in Lösung hält. Die Menge
net. daß nadeiförmiges gelbes Eisen(lll)-oxid des Wismutsalzes wird so gewählt, daß der prozentuale
oder nadeiförmiges rotes Eisen(III)-oxid mit der Anteil von Wismut, bezogen auf Eisen, etwa 1 bis
Lösung eines Wismutsalzes benetzt wird, wobei 20% beträgt. Die optimale Menge ist etwa 5%. Das
der Wismutanteil, bezogen auf den Eisenanteil. Eisenoxid wird dann in einer Wasserstoff-Atmosphäre
etwa 1 bis 20% beträgt, und anschließend das io bei einer Temperatur nicht über 5001C, vorzugsweise
Eisenoxid in einem Wasser.itoffstrom bei einer nicht über 350 C, reduziert. Es besteht keine untere
Temperatur von 200 bis 500 C, vorzugsweise bei Grenze für die Temperatur, jedoch verläuft die Reetwa
320"C. zu Eisen reduziert wird. aktion bei niedrigen Temperaturen sehr langsam, so
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- daß man vom praktischen Standpunkt aus eine Temzeichnet.
daß als Wismut-Zusatz eine wäßrige 15 peratur von mindestens ?50°C benutzen sollte, um
Lösung von Wismutnitrai zugegeben wird, die lange Reaktionszeiten zu verhindern. Eine Temperatur
mit einem Chelatisierunj.smittel stabilisiert ist. von etwa 320 C ist optimal. Nach Bändigung der
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Reaktion wird der Reaktor abgekühlt. Man läßt dann
zeichnet, daß die Eisenteilchen nach der Reduktion ein Gemisch von 1 % Luft und 99°/0 Stickstoff in den
bis auf Raumtemperatur abgekühlt werden, wobei 20 Reaktor und verdoppelt in Intervallen von 30 bis
anfangs ein Gemisch aus etwa 1% Luft und 99% 45 Minuten den prozentualen Anteil der Luft in der
Stickstoff über die Teilchen geleitet und der Luft- Mischung. Gleichzeitig vird die Temperatur im Ofen
anteil so langsam gesteigert wird, daß ein Tem- beobachtet: Sobald sie um mehr als etwa 50 Grad
peraturanstieg in den Teilchen 50 Grad nicht ansteigt, unterbricht man die Erhöhung der Luftüberschreitet,
bis reine Luft über das Pulver 25 zufuhr, bis die Temperatur wieder sinkt. Nach 4 bis
strömt, ohne daß dessen Temperatur steigt. 5 Stunden fließt reine Luft durch den Ofen, und die
Eisenteilchen können nun entfernt und verwendet werden.
Das für das erfindungsgemäße Verfahren benutzte
30 Ausgangsmaterial ist im Handel erhältliches nadeiförmiges gelbes Eisenoxid-hvdrat. Zweckmäßig dehydriert
man dieses zu rotem ?\-Eisen(III)-oxid, indem
Die magnetischen Teilchen, welche man zur Her- man es auf etwa 3500C erhitzt, bevor man es mit
stellung /on magnetischen Aufzeichnungsvorrichtun- Wismut benetzt; jedoch ist es auch möglich, das gelbe
gen, z. B. Magnetbändern, benutzt, bestehen im all- 35 Eisenoxid direkt mit Wismut zu benetzen, bevor man
gemeinen aus nadeiförmigem y-Eisen(IIl)-oxid. Es es dehydratisiert.
ist schon lange bekannt, daß Eisen selbst dem y-Eisen- Der Wismut-Zusatz wird durch Vermischen des
(Ill)-oxid überlegen sein würde, und zwar hinsichtlich trockenen Eisenoxids mit einer Lösung eines Wismut-
des Verhältnisses Signal/Geräusch sowie seines magne- Salzes bewirkt. Als Wismut-Salz sollte man ein
tischen Moments und der Koerzitivkraft. Jedoch 40 solches wählen, das in Wasser oder in einem anderen
leidet Eisen an zwei Nachteilen. Zunächst ist es bislang Lösungsmittel, welches Eisenoxid nicht angreift,
fast unmöglich gewesen, Eisenteilchen der gewünschten löslich ist. Für diesen Zweck eignet sich Wismut-
nadelförmigen Gestalt herzustellen. Benutzt man als nitrat; aber dieses hat die Neigung, sofort nach seiner
Ausgangsmaterial nadeiförmige Eisenoxid-Teilchen Vermischung mit Wasser zu hydrolysieren und einen
und reduziert sie, so sintern sie immer etwas zusam- 45 Wismut-Niederschlag zu bilden. Deshalb benutzt man
men, und die gewünschte nadeiförmige Gestalt ist vorteilhaft ein Chelatisierungsmittel, welches das
verloren. Der zweite Nachteil befteht darin, daß Salz in Lösung hält und verhindert, daß es mit dem
Eisenteilchen der Größenordnung von 50 bis 2000 Ä, Wasser reagiert. Geeignete Chelatisierungsmittel sind
wie sie üblicherweise zur Herstellung von Magnet- Mmnit und Sorbit. Die Menge der Lösung wird so
bändern benutzt werden, pyrophor sind. Diese zwei 50 gewählt, daß beim Vermischen des Eisenoxids mit
Nachteile des Eisens sind die Ursache, daß trotz der der Wismutsalzlösung das gesamte Oxid befeuchtet
bekannten Vorteile des reinen Eisens bislang praktisch ist. Ein "Lösungsvolumen von etwa 70 ml pro 100 g
keine Verwendung desselben zur Herstellung von des roten Oxids ist optimal. Bei einem geringeren
magnetischen Aufzeichnungsvorrichtungen stattgefun- Volumen ist es schwierig, das gesamte Oxid gleich-
den hat. 55 mäßig zu befeuchten, während bei einem größeren
Die Erfindung löst die beiden obigen Probleme. Volumen das Oxid zusammenbackt und einen Brei
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von bildet. Nach der Befeuchtung des Eisenoxids mit
nadeiförmigen Eisenteilchen besteht darin, daß nadel- einem Wismutsalz wird es etwa 15 Minuten bei etwa
förmiges gelbes Eisen(III)-oxid oder nadeiförmiges 1000C getrocknet.
rotes Eisen(III)-oxid mit der Lösung eines Wismut- 60 Die Reduktion des Eisenoxids zum Eisen kann in
salzes benetzt wird, wobei der Wismutanteil, bezogen einem kleinen elektrisch beheizten Drehofen oder in
auf den Eisenanteil, etwa 1 bis 20% beträgt, und einem anderen Reaktor bei der gewünschten Tempeanschließend das Eisenoxid in einem Wasserstoff- ratur durchgeführt werden. Der Ofen wird mit dem mit
strom bei einer Temperatur von 200 bis 500° C, vor- Wismut benetzten Eisenoxid beladen und auf 3000C
, zugsweise bei etwa 3200C, zu Eisen reduziert wird. 65 geheizt, während ein Stickstoffstrom durchgeblasen
Wenn man außerdem vorsichtig Luft zu den ab- wird. Nach etwa 1 Stunde haben sich das Mannit und
gekühlten, reduzierten Eisenoxid-Teilchen läßt, so das Wismutnitrat zersetzt, und die gasförmigen Zerwird die Oberfläche des Eisens etwas oxidiert und die Setzungsprodukte (CO1, H2O und NO1) werden aus
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US3988270A | 1970-05-22 | 1970-05-22 | |
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Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2118103A1 DE2118103A1 (de) | 1972-02-03 |
| DE2118103B2 DE2118103B2 (de) | 1973-01-25 |
| DE2118103C true DE2118103C (de) | 1973-08-16 |
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