DE211305C - - Google Patents

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DE211305C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D27/00Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
    • B22D27/04Influencing the temperature of the metal, e.g. by heating or cooling the mould

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31 c. GRUPPE
HEIMENDAHL & KELLER in HILDEN, Rhld.
Vorrichtung zum Abkühlen von mit Metall gefüllten Formen, mittels welcher die Formen in. einen mit Kiihiflüssigkeit gefüllten Behälter
mit regelbarer Geschwindigkeit eingetaucht werden.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Juli 1907 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abkühlen von mit Metall gefüllten Formen. Das Abkühlen der Gußformen erfolgt dabei in bekannter Weise derart, daß dieselben, von einem Träger der Vorrichtung gehalten, mit regelbarer Geschwindigkeit in einen mit Kühlflüssigkeit gefüllten Behälter eingetaucht werden. Während aber bei den vorbekannten Einrichtungen dieser Art das Ausheben der
ίο Gußform von Hand vorgenommen werden muß, geschieht dies nach der Erfindung vollkommen selbsttätig durch die Vorrichtung, und zwar mit änderbarer, von der Geschwindigkeit der Eintauchbewegung unabhängiger Geschwindigkeit, so daß man, da auch die Eintauchtiefe nach Belieben geändert werden kann, die Kühlflüssigkeit je nach Erfordernis und Wunsch beliebig lange Zeit auf die Gußform einwirken lassen kann.
Dies bedeutet insofern einen erheblichen Fortschritt gegenüber den bekannten Einrichtungen, als nach dem Auflegen der Gußform auf den Träger die Vorrichtung nur in Gang zu setzen ist, worauf das Eintauchen und Ausheben der Form durchaus selbsttätig erfolgt. Der Kühlvorgang ist also hierbei vollkommen unabhängig von der Geschicklichkeit und Aufmerksamkeit des die Vorrichtung Bedienenden; derselbe kann vielmehr in der Zwischenzeit zu anderen Arbeiten herangezogen, oder es können ihm mehrere solcher Kühlvorrichtungen gleichzeitig zur Bedienung übergeben werden, während bei den bekannten Einrichtungen der Bedienende seine ganze Aufmerksamkeit nur einer einzigen Kühlvorrichtung widmen kann, um das Ausheben der Form rechtzeitig zu bewirken.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung beispielsweise dargestellt. '
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus dem feststehenden Bottich a, dem Rahmen b, in dem die Gußformen befestigt werden, und den beiden Preßzylindern c. In diesen laufen die Kolben n, deren Kolbenstangen d durch den oberen Teil der senkrecht stehenden Zylinder c führen und mit dem Rahmen b fest verbunden sind. Die unteren Enden der beiden Preßzylinder sind durch Zuflußrohre mit einer durchlaufenden Rohrleitung verbunden, durch welche die unter Druck stehende Flüssigkeit oder Luft, Wasserdampf, Gas einerseits zugeführt und andererseits abgeführt werden.
Wenn die Kolben η durch das Druckmittel gehoben sind, befindet sich der Rahmen und die darin befestigte Form außerhalb des Bottichs. Soll das Eintauchen, der Form bewerkstelligt werden, so wird der Hebel I bewegt und dadurch der Hahn h zum Abführen des Druckmittels geöffnet und der Zuführungshahn g, der durch eine Verbindungsstange i mit dem Hahn h zwangläufig verbunden ist, geschlossen. Dadurch strömt das unter Druck
stehende Mittel durch die Abflußleitung aus, und die Kolben η senken sich, so daß das mit ihnen verbundene Gestell b in den Behälter α taucht. Durch Hähne v, v, die zum Regeln des Zuflusses und Abflusses des Druckmittels dienen, kann die Geschwindigkeit des Eintauchens nach Belieben geregelt werden.
Beim öffnen des Abflußhahnes h bzw. Schließen des Zuflußhahnes g klinkt die
ίο Stange i mit ihrer Nase in die Nase eines Gewichtshebels e ein und wird dadurch in ihrer Stellung festgehalten. Ist die Form genügend tief in den Bottich eingetaucht, so schlägt der an der Kolbenstange d befestigte Finger p an den verstellbaren Ring r der Stange f an, welche nach unten mitgenommen wird und den Gewichtshebel e herunterdrückt. Dadurch klinkt auch die Verbindungsstange i wieder aus und wird durch die Feder k zurückgeschoben, wobei sich gleichzeitig der Zuflußhahn g öffnet und der Abflußhahn h schließt. Das Druckmittel tritt nun wieder unter die Kolben w_, und der Rahmen b wird aus dem Bottich α herausgehoben.
Die Preßzylinder befinden sich, wie gezeichnet ist, mit den übrigen Vorrichtungen unterhalb des Bottichs α und stehen durch die neben diesem Bottich nach oben geführten Stangen mit dem Rahmen b in Verbindung, so daß die Antriebsvorrichtungen für die Beschickung der Vorrichtung nicht hinderlich sind.
Beim Kühlen der Gußformen bietet die Verstellbarkeit des Ringes r der Einrichtung den Vorteil, daß das Tauchen des Rahmens b in den stehenden Bottich α beliebig hoch oder tief begrenzt werden kann, je nach der Größe der in dem Rahmen b eingespannten Form, wodurch sowohl Ersparnis an Zeit als auch an Druckkraft zu erzielen ist.
Beim Kühlen von Gußformen ist es ferner von Vorteil, daß die Kühlflüssigkeit eine möglichst hohe Temperatur hat. Da nun bei der Taucheinrichtung die Kühlflüssigkeit in dem Behälter erhalten bleibt, so bleibt sie, da ihr immer durch die eingetauchten Gußformen von neuem Wärme zugeführt wird, möglichst warm, ebenso wie das jetzt bei dem Eintauchen der Formen durch Hand der Fall ist.
Die Tauchvorrichtung könnte natürlich auch in der angeführten Weise so bewegt werden, daß der Rahmen beim Einlassen des Druckmittels in die Zylinder gesenkt und beim Ablassen gehoben wird.

Claims (4)

Patent-Anspruch E:
1. Vorrichtung zum Abkühlen von mit Metall gefüllten Formen, mittels welcher die Formen in einen mit Kühlflüssigkeit gefülften Behälter mit regelbarer Geschwindigkeit eingetaucht werden, dadurch gekennzeichnet, daß nach Erreichung der gewünschten Eintauchtiefe die sinkende Form bzw. deren Träger die Vorrichtung umsteuert, worauf das Ausheben der Form selbsttätig mit änderbarer, von der Geschwindigkeit der Eintauchbewegung unabhängiger Geschwindigkeit erfolgt.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rahmen (b) durch Stangen (d) mit Preßkolben (η) verbunden ist, die durch das Druckmittel bewegt werden.
3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .daß beim Niederbewegen des Rahmens (b) mittels einer Stange o. dgl. eine Klinke (e) ausgerückt wird, welche die Hebel des Zu- und Abflußhahnes entgegen der Wirkung einer Feder (k) in der das Senken veranlassenden Stellung hält und durch Freigabe der Hebel die Umsteuerung selbsttätig bewirkt, wenn sich der Rahmen (b) entsprechend tief gesenkt hat.
4. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Preßzylinder mit den übrigen Vorrichtungen unterhalb des Bottichs (a) befinden und durch die neben diesem Bottich nach oben.geführten Stangen mit dem Rahmen (b) verbunden sind, so daß die Antriebsvorrichtungen dem Einsetzen der Formen nicht hinderlich sind.
Hierzu ί Blatt Zeichnungen.
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