DE21097C - Verfahren zur Beseitigung der Induktionsstörungen zwischen Telegraphen- und Telephonleitun/ren - Google Patents
Verfahren zur Beseitigung der Induktionsstörungen zwischen Telegraphen- und Telephonleitun/renInfo
- Publication number
- DE21097C DE21097C DENDAT21097D DE21097DA DE21097C DE 21097 C DE21097 C DE 21097C DE NDAT21097 D DENDAT21097 D DE NDAT21097D DE 21097D A DE21097D A DE 21097DA DE 21097 C DE21097 C DE 21097C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- line
- telegraph
- procedure
- telephone
- battery
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 230000006698 induction Effects 0.000 title claims description 5
- 230000004913 activation Effects 0.000 claims 1
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 claims 1
- 230000008447 perception Effects 0.000 claims 1
- 230000002265 prevention Effects 0.000 claims 1
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 2
- 230000003247 decreasing effect Effects 0.000 description 2
- 239000000729 antidote Substances 0.000 description 1
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 230000005347 demagnetization Effects 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000005415 magnetization Effects 0.000 description 1
- 239000012528 membrane Substances 0.000 description 1
- 230000010355 oscillation Effects 0.000 description 1
- 239000004065 semiconductor Substances 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L25/00—Baseband systems
- H04L25/02—Details ; arrangements for supplying electrical power along data transmission lines
- H04L25/08—Modifications for reducing interference; Modifications for reducing effects due to line faults ; Receiver end arrangements for detecting or overcoming line faults
- H04L25/085—Arrangements for reducing interference in line transmission systems, e.g. by differential transmission
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Mobile Radio Communication Systems (AREA)
Description
KAISERLICHES
. Diese Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen, durch deren Anwendung man die Wahrnehmung
der elektrischen Ströme, sowohl der primären als der secundären oder abgeleiteten
Ströme, einer Telegraphenleitung im Telephon verhütet und ebenso die Unzuträglichkeiten der
telephonischen Induction vermeidet.
Bei der Benutzung eines gegebenen Telegraphenleitungsnetzes war es bisher äufserst
schwierig, wo nicht unmöglich, durch einen auf demselben Gestänge wie die Telegraphendrähte
befestigten Draht telephonisch zu verkehren, ohne dazu eines zurückführenden Drahtes
zu bedürfen, und zwar hauptsächlich wegen der inducirten oder abgeleiteten, so zu sagen fremden
Ströme, welche jeder Draht in den übrigen Drähten des Netzes hervorruft.
Um dieser Induction zu begegnen, werden folgende Vorrichtungen angewendet, welche von
dem gemeinschaftlichen Princip ausgehen, dafs, da die inducirten oder abgeleiteten, von der
Telegraphic herrührenden Ströme um so störender auf die Telephonie einwirken, je mehr sie
plötzlich oder stofsweise auftreten, es zweckmäfsig ist, in der Telegraphenleitung nur allmälige
Ströme wirken zu lassen, d. h. solche, welche bei der Schliefsung allmälig an Stärke
zunehmen und bei der Unterbrechung allmälig an Intensität abnehmen. Haben die primären
Ströme eine solche allmälige Erscheinung, so ist dies mit den inducirten oder abgeleiteten
Strömen ebenso, und wenn letztere durch das Telephon gehen, so verursachen sie nur eine
leichte Biegung der Membran, nicht aber eine Schwingung, so dafs das Ohr keinen Ton wahrzunehmen
vermag.
Die Vorrichtungen zur allmäligen Schliefsung und Unterbrechung des Stromes können, wie
bemerkt, verschiedenartig sein; die durch Versuche bewährten sind folgende:
1. Die Anwendung eines Condensators C an der Aufgabestation, in Abzweigung von der
Linie L, Fig. 1; die eine Seite des Condensators ist in Verbindung mit der Linie, die
andere in leitender Verbindung mit Erde. Bei dieser Einrichtung bewirkt der Condensator zuerst,
bei Schliefsung des Stromes, eine Ableitung zur Erde, deren Wirkung mehr und mehr abnimmt,
je nachdem die Stromstärke zunimmt, folglich wächst die anfänglich schwache Stromstärke
in der Linie allmälig, während bei der Stromunterbrechung der Condensator sich ebenso
allmälig durch die Linie entladet.
2. Die Anwendung eines an der Aufgabestation zwischen der Batterie B und der Linie L
eingeschalteten Elektromagneten M, Fig. 2.
Bei dieser Einrichtung wird durch die allmälige Magnetisirung des Kerns des Elektromagneten
M in dessen Drah'tumwickelung ein allmäliger, inducirter Strom hervorgerufen, welcher
entgegengesetzte Richtung zu dem Strom der Batterie hat und den letzteren momentan
abschwächt. Bei der Stromunterbrechung dagegen erregt die allmälige Entmagnetisirung des
Kernes des Elektromagneten einen allmäligen Strom in gleicher Richtung mit dem Strom der
Batterie, so dafs letzterer momentan verstärkt wird,_ um dann allmälig zu erlöschen.
Es kann statt der Einschaltung eines besonderen Elektromagneten zwischen der Batterie
und der Linie der Elektromagnet des telegraphischen Empfangsapparates R an der Auf·
gabestation benutzt werden; der Stromkreis einer Morse'schen Einrichtung wird dann so
einzurichten sein, wie ■ in Fig. 3 angegeben.
3. Die Einrichtung eines Widerstand-Ein-'
schalters, , welcher bei der Stromschliefsung zuerst einen beträchtlichen, aber allmälig bis auf
Null abnehmenden Widerstand in dem Stromkreis herstellt, während bei der Unterbrechung
der Widerstand von Null allmälig bis ins Unendliche wächst.
Eine solche Einrichtung ist in Fig. 4 dargestellt. A F ist ein um den Stift G drehbares
Metallstiick, welches sanft gekrümmt ist und mit der Linie L in Verbindung steht. DE ist ein
kleiner Widerstand-Einschalter, welcher aus einer Anzahl Metallscheiben, zwischen welche andere
Scheiben aus halbleitendem Material eingeschaltet sind, besteht; nur die Scheibe D ist
von den übrigen vollständig isolirt. Von den beiden äufsersten Scheiben ist D mit dem
Empfangsapparat R und E mit der Batterie B in leitender Verbindung. Bei der Anwendung
dieser Vorrichtung wird der Contactpunkt H zwischen dem Metallstück A F und dem Cylinder
D E von D nach E und dann wieder von E nach D hin verschoben, so dafs die
Linie L mit der Batterie B mittelst eines allmälig ab- und dann wieder zunehmenden
Widerstandes in Verbindung ist.
Die vorstehend angegebenen drei Einrichtungen können auch gleichzeitig Anwendung finden.
Um die Unzuträglichkeiten zu vermeiden, welche aus der Induction eines Telephondrahtes
auf einen anderen und aus den unvollkommenen Contacten zwischen zwei solchen Drähten entstehen, so dafs eine telephonische
Unterhaltung durch einen anderen Draht, als für den sie bestimmt war, vernommen wird,
kann man sich eines Gegenmittels bedienen, welches darin besteht, dafs man in sämmtlichen
Drähten des Netzes ein summendes Geräusch hervorruft, etwa durch eine elektrisch angeschlagene
Stimmgabel oder ein anderes mechanisch ertönendes Instrument.
Claims (2)
1. Das Verfahren, die Wahrnehmung primärer, indücirter und abgeleiteter Ströme der Telegraphenleitung
im Telephon zu verhüten, indem man diese Ströme bei der Schliefsung allmälig sich verstärken, bei der Unterbrechung
sie allmälig erlöschen läfst, insbesondere:'
a) die Anwendung eines Condensators, in Abzweigung von der inducirenden Telegraphenlinie
eingeschaltet, Fig. 1;
b) die Einschaltung eines Elektromagneten an der Aufgabestation zwischen Batterie
und Linie, Fig. 2 und 3;
c) die Anwendung des Widerstand-Einschalters
zwischen Batterie und Linie, Fig. 4.
2. Die Hervorrufung eines summenden Geräusches in den Telephondrähten zur Verhütung
der Induction und Ableitung zwischen Telephondrähten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE21097C true DE21097C (de) |
Family
ID=297803
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT21097D Active DE21097C (de) | Verfahren zur Beseitigung der Induktionsstörungen zwischen Telegraphen- und Telephonleitun/ren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE21097C (de) |
-
0
- DE DENDAT21097D patent/DE21097C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE21097C (de) | Verfahren zur Beseitigung der Induktionsstörungen zwischen Telegraphen- und Telephonleitun/ren | |
| DE1216942B (de) | Schaltungsanordnung fuer einen Fernsprech-Teilnehmerapparat | |
| DE497115C (de) | Anordnung zur Erzielung hoher Selektivitaet elektrischer Empfangseinrichtungen | |
| DE22633C (de) | System, um auf einem und demselben Drahte telegraphiren und mittelst Telephon fernsprechen zu können | |
| DE640628C (de) | Schaltanordnung zum gleichzeitigen Abfragen nach beiden Richtungen einer mit Verstaerkern ausgeruesteten Fernsprechleitung | |
| AT363130B (de) | Schaltungsanordnung fuer fernsprechanlagen mit jeweils ein melderelais enthaltenden fernsprechuebertragungen | |
| DE22189C (de) | Transmission und Reception von elektrischen Strömen | |
| DE471997C (de) | Anordnung zur Beseitigung der Pfeifneigung bei Sprachverstaerkern | |
| DE895929C (de) | Schaltungsanordnung fuer Leitungsuebertrager in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen | |
| DE565669C (de) | Einrichtung fuer die Zufuehrung bzw. Entnahme elektrischer Energie an wahlweise veraenderlichen Stellen von Kettenleitern | |
| DE498059C (de) | Einrichtung zur Beseitigung von kapazitiven Einfluessen, welche von Starkstromleitungen auf mit ihnen gemeinsam verkabelte Fernmeldeleitungen ausgeuebt werden | |
| DE2616056C3 (de) | Schaltungsanordung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit Empfängern für Gleichspannungssignale zweierlei Polarität | |
| DE558862C (de) | Schaltungsanordnung zur UEberwachung von Fernsprechverbindungen | |
| DE905628C (de) | Einrichtung zur Verhinderung des unerwuenschten Abhoerens von Telefongespraechen | |
| DE170734C (de) | ||
| DE58513C (de) | Regulirbare Vorrichtung zur Unterdrückung elektrischer Induktionsströme, wie solche besonders beim Fernsprechbetrieb auftreten | |
| DE304385C (de) | ||
| DE968963C (de) | Schaltungsanordnung fuer ZB-Fernsprechstationen | |
| DE312589C (de) | ||
| DE625269C (de) | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Wechselstromsignalgabe ueber mit Verstaerkern ausgeruestete Leitungen | |
| AT91737B (de) | Elektrisches Signalsystem. | |
| DE474179C (de) | Schaltungsanordnung zum UEbertragen von Fernsprech- und Signalstroemen mit Verstaerkern fuer jede Verkehrsrichtung | |
| DE17620C (de) | Relais-Signalsystem mit Zubehör für Telephonnetze | |
| DE942281C (de) | Schaltungsanordnung zur Beseitigung von Stromstossverzerrungen in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen | |
| DE728539C (de) | Schaltanordnung zur empfangsseitigen Festlegung einer Kurslinie |