DE210602C - - Google Patents
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- DE210602C DE210602C DENDAT210602D DE210602DA DE210602C DE 210602 C DE210602 C DE 210602C DE NDAT210602 D DENDAT210602 D DE NDAT210602D DE 210602D A DE210602D A DE 210602DA DE 210602 C DE210602 C DE 210602C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61H—PHYSICAL THERAPY APPARATUS, e.g. DEVICES FOR LOCATING OR STIMULATING REFLEX POINTS IN THE BODY; ARTIFICIAL RESPIRATION; MASSAGE; BATHING DEVICES FOR SPECIAL THERAPEUTIC OR HYGIENIC PURPOSES OR SPECIFIC PARTS OF THE BODY
- A61H33/00—Bathing devices for special therapeutic or hygienic purposes
- A61H33/06—Artificial hot-air or cold-air baths; Steam or gas baths or douches, e.g. sauna or Finnish baths
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Description
| bo, I'iMtl'ainib. |
|
| 4!71/Vt-Cf(JFW-CYt O-C'Z- &C lt· · c) ρ ι* c ο |
|
| C^ppeS^ | |
KAISERLICHES
PATENTAMT.
^ PATENTSCHRIFT
■" - M 210602 -'
KLASSE 30/. GRUPPE
Zimmer-Dampfbadestuhl. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Mai 1908 ab.
Die. Erfindung betrifft einen Zimmer-Dampfbadeapparat und . besteht in der besonderen
Ausgestaltung des Dampferzeugers, durch die die Benutzung der Vorrichtung in Verbindung
mit einer gewöhnlichen Petroleumlampe ermöglicht wird.
Auf der Zeichnung ist der Zimmer-Dampfbadeapparat in einem Ausführungsbeispiel zur
Darstellung gebracht worden, und zwar zeigt
ίο Fig. ι den Dampfbadeapparat, an einem
Stuhl angebracht, mit einer daruntergestellten, als Heizquelle dienenden Petroleumlampe.
Fig. 2 zeigt in einer Sonderansicht den Zimmer-Dampfbadeapparat in einem Längsschnitt.
Das für die Dampferzeugung in Betracht kommende Wasser wird in einen zweckmäßig
aus verzinntem Eisenblech verfertigten Behälter α eingefüllt. Dieser Wasserbehälter besitzt
die in Fig. 2 gezeigte Gestalt; er ist also rohrförmig ausgebildet und in seiner Wandung
mit einem Hohlraum für das zu verdampfende Wasser versehen. Der Wasserbehälter ist dazu
bestimmt, an einem Rohrstuhl, Holzstuhl oder anderem Sitzmöbel in irgend geeigneter Weise
in solcher Höhe aufgehängt zu werden, daß eine als Heizquelle dienende Tischlampe c
unter das abwärts gebogene Ende b gestellt werden kann. Der mittlere durchlaufende
Kanal d des Wasserbehälters a. nimmt die durch den Zylinder oder Schornstein e der
Lampe c entweichenden Abgase auf, die bei ihrer Ableitung die Innenwandung / des
Wasserbehälters α bestreichen und infolge der durch diese Wandung gebotenen großen Heizfläche
schon in kurzer Zeit den Dampf erzeugen.
Zum Gebrauche des Zimmer-Dampfbadeapparates wird in den in der geeigneten Höhe über
der Heizquelle c an dem Sitzmöbel sicher befestigten Behälter α nach Abschrauben der
Kappe g durch den Stutzen h die erforderliche Menge Wasser eingefüllt. Nachdem die Schraubkappe
g wieder aufgesetzt worden ist, wird die Lampe c in Brand gesetzt. Wenn die
Dampfbildung begonnen hat, wird die Kappe abgenommen und auf dem Stutzen h ein
Gummischlauch * befestigt, der bis auf den Fußboden unterhalb des Sitzmöbels herabreicht
und in einen zum Auffangen des Kondenswassers bestimmten Behälter k mündet.
Nach der Einleitung der Dampfbildung setzt sich der zu Badende ungekleidet auf den
Stuhl und wird von einer zweiten Person in. zwei oder drei wollene Decken o. dgl. derart
eingewickelt, daß die mit Wasserdampf gesättigte oder übersättigte Luft in der zuträgliehen
Temperatur auf den ganzen Körper oder Teile desselben zur Einwirkung kommt.
Der Wasserbehälter α kann auf seiner Außenfläche"
durch Umwickeln mit Asbestschnur oder durch eine Holzumkleidung vor Wärmeverlusten
geschützt werden. Damit wird gleichzeitig der Vorteil bedingt, daß bei der Befestigung
des Apparates an der Stuhllehne Beschädigungen der letzteren vermieden und daß die Heizgase in vollem Maße für das
Dampfbad nutzbringend ausgebeutet werden. Praktische Versuche haben ergeben, daß mit
einer Tischlampe gebräuchlicher Größe in 30 Mi-
nuten 0,6 1 kaltes Wasser zum Sieden gebracht werden können. Da man außerdem
die nicht verbrauchte Wärme gefahrlos in das Innere des Dampfbades leiten kann, so ist die
Ausnutzung der dem Schornstein e der Lampe •entströmenden Heizgase eine vollständige. Eine
Schädigung des menschlichen Körpers durch die in das Dampfbad geleitete Abwärme, die
sich mit dem Wasserdampf und der damit gesättigten Luft vermischt, ist nicht zu befürchten,
wenn Sorge getragen wird, daß die Lampe rauchfrei brennt. Es kann aber auch die Anordnung getroffen werden, daß eine an
den Behälter α ansteckbare Leitung die Abwärme aus dem Kanal d direkt ins Freie oder
in bekannter Weise in eine hohle, zweckmäßig aus verzinntem Blech hergestellte Fußbank
führt, wodurch im letzteren Falle eine weitere Ausnutzung der Wärme erreicht wird. Der
Badende stellt die Füße auf diese Fußbank, wodurch die Schweißbildung schnell und wirksam
eingeleitet wird.
Die Anbringung eines Sicherheitsventils an dem Wasserbehälter α vermeidet jede Explosionsgefahr,
so daß der Apparat während seiner Tätigkeit keiner Überwachung bedarf.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Zimmer - Dampfbadestuhl, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefäß (a) zur Dampferzeugung von einem an beiden Enden offenen mittleren Kanal (d), durch den die Abgase der Heizquelle geführt werden können, durchlaufen wird und an der Außenseite des Stuhles so hoch angeordnet ist, daß eine gewöhnliche Petroleumlampe unter den Kanal gestellt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE210602C true DE210602C (de) |
Family
ID=472476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT210602D Active DE210602C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE210602C (de) |
-
0
- DE DENDAT210602D patent/DE210602C/de active Active
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