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Vorrichtung für den Gebrauch von Dampfbädern.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung, die jedem Menschen den Gebrauch von Dampfbädern im eigenen Heim ohne Hilfe einer zweiten Person ermöglicht, wenn elektrischer Lichtstrom, eine Kohlengasleitung oder ein Brenngerät für Spiritus vorhanden ist.
Bei dieser Erfindung wurde, neben der Möglichkeit, dem Wohlbehagen und dem Gefühl der Sicherheit des Badenden während des Bades durch einfache und rasche, vom Badenden selbst zu bedienende Regulierung der Anlage zu entsprechen, auch auf die wichtigste Forderung Bedacht genommen, dass beim Volldampfbade auch die Fusse dem wohltuenden Dampfe voll ausgesetzt sein sollen. Ebenso wichtig ist es, dass die Anlage gleichzeitig lokale Dampffussbäder allein ermöglicht.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in beispielsweiser Ausführung dargestellt. Fig. 1 zeigt einen stockerlartigen Kasten, teilweise aufgebrochen, Fig. 2 die ganze Anlage mit der Hülle für den Baderaum und Fig. 3 die Schliessvorrichtung zum Absehlusse des Halses des Badenden, wenn sich der Kopf ausserhalb des Baderaumes befindet.
Fig. 1 zeigt unmittelbar auf der Bodenplatte 1 einen Schacht 2 mit einer Schublade 3, die ein Brenngerät 4 und ein Kochgefäss 5 mit einem gelochten Deckel 6, aufnimmt. Der Raum beiderseits des Schachtes ist durch je eine schräg liegende Platte 7 oben abgeschlossen. Auf diesen Abschlussplatten liegt eine gelochte Platte 8 und etwas höher eine zweite Platte 9, bei der nur ein Teil seitwärts und rückwärts gelocht ist, demnach von vorn des Kastens bis über die Mitte der Platte hinaus ein zungenartiges Feld 10 ohne Öffnungen verbleibt. Über der Lochplatte 9 ist ein horizontal laufender Schlitten 11 vorgesehen. An der Vorderseite des Kastens ist ein nach abwärts zu öffnendes Türchen 12 angebracht. Oben ist der Kastenraum durch eine Sitzplatte 13 abgeschlossen.
Bei dieser Sitzplatte ist die Vorderkante, beim Türehen 12 die Oberkante muldenartig ausgeschnitten, so dass eine Öffnung 14
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Fig. 2 zeigt das zusammenlegbare Gestell mit dem Rahmen 18, dessen Seitenteile in der unteren Hälfte an der Innenfläche mit Stossleisten 19 versehen sind. An den Vorderkanten der Seitenteile des Rahmens sind oben, nach innen bewegliche Winkelarme 20 vorgesehen, auf denen, bei Offenstellung, eine mit der obersten Rahmenquerleiste 28 beweglich verbundene Deckplatte 21 liegt. Diese Deckplatte hat in der Seitenmitte eine Öffnung 22 und an der Innenseite anliegend eine Schlirssvorrichtung (Fig. 3), bestehend aus zwei gleich grossen, an den Innenkanten halbkreisförmig ausgeschnittenen Klappen 23, die durch Drehbolzen 24 und durch eine Führungsleiste 25 gehandhabt werden können.
Um die Winkelarme 20 bei Gebrauehstellung fixieren zu können, sind an den Seitenkanten der Innenfläche der Deckplatte 21 beiderseits Falzleisten 26 angebracht. Für Überdeckung der Deckplatten- öffnung 22 ist ein mit der Rahmenquerleiste 28 beweglich verbundener Deckel 27 vorgesehen. Die Deckplatte ist an allen vier Kanten von einem Mantel 29, der mindestens bis zum Fusse des Rahmens reicht, umsäumt, ist jedoch nur mit der obersten Rahmenquerleiste und mit den beiden Winkelarmen fest verbunden. Die beiden vorderen Endteile des Mantels sind lose und werden bei Gebrauch durch Schlitze in den oberen Ecken auf einen, auf der äusseren Deekplattenfläche befindlichen Dorn 30 aufgehängt. Die übereinanderliegenden Mantelende werden von innen durch Löcher und Knöpfe') l miteinander verbunden.
Bei Ausserbetriebsetzung des geschlossenen Mantels und der Deckplatte werden die beiden losen Mantelteile freigemacht, die Deckplatte wird mit dem Lochdeckel nach rückwärts geworfen,
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dass sie am Rahmen senkrecht herunter hängt, die beiden losen Mantelteile werden nacheinander durch Falten gegen die befestigten Mantelteile mit diesen, soweit nötig, über die Winkelarme gelegt, worauf die Winkelarme nacheinander an die Innenseite des Rahmens gezogen werden. Nun wird der Rahmen aus den Nutleisten herausgezogen.
Die Inbetriebsetzung der Anlage geschieht, bei Annahme eines Gasgerätes, wie folgt :
Nach erfolgter Anfüllung mit Wasser und Überdeckung des Kochgefässes 5 mit dem Lochdeckel, Verbindung des Gasschlauches mit dem Brenngerät und Entzündung der Flamme nach Öffnung des
Gashahnes, wird die Schublade in den Schacht geschoben. Dann werden für ein Vollbad, die beiden Hebel 15 bis zum letzten vorderen Zahn gezogen, wodurch der jetzt einzuführende Rahmen seine höchste Stehlage erhält.
Werden nun die beiden Winkelarme in die Gebrauchslage gebracht und vom Mantel befreit, die Deckplatte mit dem Loehdeekel auf die Winkelarme gelegt, die losen Mantelteile auf den Dorn der Deckplatte gehängt, kann der Badewillige nach Auseinandersehieben der Mantelenden in den Baderaum eintreten und auf der Sitzplatte Platz nehmen. Er öffnet das Türchen 12, um die Füsse auf das Feld 10 bringen zu können und nach Schliessen des Türchens werden die beiden Mantelende von innen miteinander verbunden. Nun kann der Badende durch Betätigung der Hebel J die notwendige Hohe des Baderaumes einstellen.
Will der Badende den Kopf ausserhalb des Baderaumes bringen, wirft er den Loehdeekel 27 nach rückwärts, wodurch der Durchgang für den Kopf frei wird, und lässt durch Betätigung der Hebel 15 den Rahmen so weit nach abwärts gleiten, bis die Deekplattenkante in der Höhenmitte des Halses angelangt ist. Dann werden zum Abschlüsse des
Halses die beiden Klappen 2')'zugezogen und die noch absichtlich verbleibende kleine Öffnung rings um den Hals wird mit einem Tuchstreifen vollends abgedichtet.
Beim Fussbade entfällt der Mantel und sitzt der Badende vor dem Kasten auf einem Sessel, die Füsse je nach Empfindung, bei offenem oder geschlossenem Türehen, auf dem Felde 10 oder auf dem Schlitten 11. Die Sitzplatte wird mit einem Tuche, das über die Öffnungen J'J seit-und rückwärts hinunter und nach vorn bis über die Knie des Badenden reicht, überdeckt.
Die Dampfströmung vollzieht sich wie folgt :
Der Dampf strömt zunächst durch den gelochten Deckel des Koehgefässes gegen die untere Lochplatte 8, durchströmt nach entsprechender Verteilung die Löcher dieser Platte, um nach weiterer
Verteilung durch die Löcher der zweiten Platte 9 in den Dampfraum des Kastens aufzusteigen. Beim Vollbade entweicht der Dampf teilweise durch die Öffnung 14 und die seit-und rückwärts befindlichen Öffnungen. 12 in den Baderaum. Beim Fussbade dringt der Dampf durch die Öffnung 7-/dann unter der Decke bis zum Deckenende.
Die Temperatur des Baderaumes lässt sich in der Hauptsache durch Betätigung des Gashahnes, der aus der Schublade hervorragt, aber auch durch teilweises Öffnen des Mantels oder durch den Lochdeckel auf der Deckplatte, regulieren.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung für den Gebrauch von Dampfbädern durch eine einzelne Person, bestehend aus einem stockerlartigen Kasten zur Aufnahme der Verdampfungsanlage und einem zusammenlegbaren Gestell mit einem Mantel zur Bildung eines geschlossenen Baderaumes, dadurch gekennzeichnet, dass am Boden des Kastens ein Schacht (2) mit einer Schublade (3) vorgesehen ist, die ein Brenn- gerät (4) mit einem Kochgefäss (5) aufnimmt, wobei der Dampf zwecks Verteilung gezwungen wird. vor Eintritt in den Baderaum, den gelochten Deckel (6) des Kochgefässes und zwei darüber befindliche Lochplatten (8 und 9) zu durchströmen.