DE209754C - - Google Patents

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DE209754C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L3/00Electric devices on electrically-propelled vehicles for safety purposes; Monitoring operating variables, e.g. speed, deceleration or energy consumption

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Sustainable Energy (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Step Arrangements And Article Storage (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
I^TENTSCHRIFT
KLASSE 20/. GRUPPE
Sicherheitseinrichtung an Fahrzeugen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. November 1908 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Sicherheitseinrichtung an Fahrzeugen, die ein vorzeitiges Anfahren des Wagens, während noch ein Reisender auf- oder absteigt, verhindert, wodurch viele Unfälle verhütet werden.
Gemäß der Erfindung wird es nämlich dem Führer, z. B. eines elektrischen Straßenbahnwagens, unmöglich gemacht, den Betriebsstrom mittels des Fahrschalters einzuschalten,
d. h. die Fahrkurbel aus der Nullstellung in eine Fahrstellung umzustellen, solange ein Reisender auf dem Trittbrett des Wagens steht. Befindet sich aber die Fahrkurbel bereits in einer Fahrstellung, so wird ihre Bewegungsfreiheit in keinem Falle behindert. Anderenfalls wäre ein ordnungsmäßiger Betrieb nicht möglich.
Im vorliegenden Falle ist die Sicherheitseinrichtung an einem elektrischen Straßen-
ao bahnwagen angebracht gedacht, man kann sie aber auch für jeden anderen motorisch angetriebenen Wagen anwenden.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in mehreren Ausführungsformen dargestellt. Fig. ι ist eine Seitenansicht eines mit der Sicherheitseinrichtung versehenen Fahrzeuges. Fig. 2 zeigt ein Schaubild der Sicherheitseinrichtung einschließlich des oberen Teiles des Fahrschalters. Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform der Sicherheitseinrichtung.
Ein gewöhnlicher elektrischer Straßenbahnwagen A (Fig. 1) von geschlossener Bauart ist an jedem Ende mit einer Plattform B und einem Trittbrett C versehen, und auf jeder Plattform ist ein Fahrschalter D mit abnehmbarer Schaltkurbel E angebracht.
An dem Fahrschalter ist in irgendeiner Weise, z. B. auf dem oberen Deckel gleitend oder um einen Bolzen drehbar, eine Klinke
10 angebracht, die in normaler Stellung die Bewegungsfreiheit der Schaltkurbel nicht stört, die (10) aber, wenn die Schaltkurbel in ihre Ausschaltstellung gelangt, die Kurbel verriegelt oder festhält, so daß sie nicht in der Einschaltrichtung gedreht werden kann. Um die Klinke 10 in jene Lage zu heben, in der sie die Schaltkurbel festhält, ist an der unteren Seite der Schaltkurbel ein Elektromagnet
11 (Fig. 2) angebracht, der die Klinke 10 anzieht, wenn sein Kern über der Klinke steht. Hierdurch wird verursacht, daß ein Ansatz 12 φ der Klinke 10 in den Weg der Schaltkurbel tritt und hierdurch diese so lange festhält, als der Magnet erregt ist. Wird der Elektromagnet stromlos, so fällt die Klinke herunter und hindert die Drehbewegung der Schaltkurbel nicht mehr. Der Elektromagnet bildet einen Teil eines Stromkreises, in dem auf jedem Trittbrett befindliche Stromschließer C1 eingeschaltet sind. Der Strom kann entweder

Claims (3)

der in vielen Wagen befindlichen Signalglockenbatterie oder einer besonders für diesen Zweck aufgestellten Batterie entnommen werden. Der Stromschließer kann nach Art einer Matte, wie bei den elektrischen Lärmsignalen an Türen, ausgebildet sein, so daß eine Person, die auf das Trittbrett tritt, durch ihr Gewicht den Stromkreis schließt. Das eine von den ίο beiden Enden der beiden Leitungsdrähte ist entweder unmittelbar an dem Fahrschalterdeckel oder an einer Kontaktplatte 13 (Fig. 2) befestigt, und ein Ende des anderen Leitungsdrahtes ist an ein ähnliches Kontaktstück 14 angeschlossen. Die beiden Kontaktstücke 13, 14 können durch zwei an der Schaltkurbel befestigte und elektrisch mit dem Magneten verbundene Springkontakte oder Gleitschuhe 15 bestrichen werden, so daß der Stromkreis geschlossen und der Magnet erregt sein wird, sobald diese Springkontakte 15 auf den Kontaktplatten 13 und 14 aufliegen, d. h. in der Nullstellung der Fahrkurbel, und wenn gleichzeitig eine Person auf einem der Trittbretter des Wagens steht. Trifft eine dieser beiden Bedingungen nicht zu, d. h. steht niemand auf dem Trittbrett oder befindet sich die Fahrkurbel in einer Fahrstellung, dann wird die Bewegung der Fahrkurbel nicht gestört. Es ist ohne weiteres zu erkennen, daß die Einrichtung mit geringfügiger Abänderung hauptsächlich der Trittbretter und der Leitungsführung in gleich guter Weise für offene Motorwagen und Motorwagen mit Anhängewagen Verwendung finden kann. Man kann auch die Klinke 10, 12 als Anschlag für die * Schaltkurbel benutzen, und zwar in deren Stellung für höchste Fahrgeschwindigkeit. Zu diesem Zwecke versieht man die Schaltkurbel mit einem Knaggen oder Vorsprung 16 (Fig. 2), der weit genug nach unten reicht, um an die Seite der Klinke 10 anzuschlagen, welche der Nase 12 gegenüberliegt. Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der Schutzvorrichtung, bei welcher die Sperrklinke für die Schaltkurbel des Fahrschalters rein mechanisch bewegt wird. So kann beispielsweise die Klinke als Hebel 17 ausgebildet sein, der an dem Fahrschalter um einen Bolzen drehbar angebracht ist, so daß ein Arm des Hebels in den Weg der Schaltkurbel eintreten kann, und der andere Arm des Hebels ist durch ein Gestänge oder einen Drahtzug 18 mit einer Platte 19 verbunden, die an der oberen Seite des Wagentrittbrettes angelenkt ist. Die Platte 19 wird nachgiebig durch eine oder mehrere Federn 20 gehalten, und eine Feder 21, die auf den einen Arm des Hebels drückt, hält diesen außer Eingriff mit der Schaltkurbel E. Der Draht 18 ist mit einem Winkelhebel 22 verbunden, der durch ein Glied mit der Platte 19 verbunden ist. Pate nt-A ν Sprüche:
1. Sicherheitseinrichtung an Fahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, daß die Trittbretter (C) in Verbindung mit der den Fahrmotor steuernden Schaltkurbel (E) gebracht sind, derart, daß ein Einschalten des Fahrmotors und somit ein Anfahren des Fahrzeuges nicht möglich ist, solange ein Trittbrett (C) des Fahrzeuges belastet ist.
2. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Belastung des Trittbrettes (C) ein an diesem angebrachter Schalter (C1) einen Stromkreis durch einen an der Schaltkurbel (E) angeordneten Elektromagneten (11) schließt, welcher, wenn er erregt ist, die Schaltkurbel (E) in ihrer Nullstellung mittels einer Sperrklinke (10) sperrt (Fig. 2).
3. Sicherheitseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Belastung des Trittbrettes (C) eine an diesem angebrachte Klappe (19) bewegt und dadurch eine Klinke (17) derartig umgestellt wird, daß sie (17) die Schaltkurbel (E) in ihrer Nullstellung sperrt (Fig. 3).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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