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Aufzug mit einer Zelle für Elektrohängebahnen. Im Hauptpatent ä8614.6
ist ein Verfahren zum Betriebe von Elektröhängebahnen mit Gleisstrecken in verschiedenen
Höhenlagen unter Benutzung eines Aufzuges mit einer Zelle geschützt sowie ferner
eine Anordnung zur Ausübung dieses Verfahrens: Das Verfahren besteht im wesentlichen
darin, daß die Bewegung einer in der -Zelle befindlichen Verriegelungsvorrichtung
für die Wagen dazu, benutzt wird, die Steuerung der Wagen und des Aufzuges zu regeln:
Die Anordnung zur Ausübung des Verfahrens besteht im wesentlichen darin, daß in
der Zelle ein beweglicher Anschlag angebracht ist, der an den Haltestellen durch
Anschlag freigegeben wird, so daß ersterer sowohl durch den ausfahrenden wie durch
den einfahrenden Wagen bewegt werden kann. Seine Bewegung wird dazu benutzt, Stromstöße
in einen Schaltelektromagneten zu schicken. Diese Anordnung gestattet bei einem
Aufzuge nur die Verwendung zweier Haltestellen.
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Die vorliegende Erfindung bringt demgegenüber eine Ausbildung der
Anordnung, welche es ermöglicht, Aufzüge mit beliebig vielen Haltestellen auszuführen
und die Haltestellen beliebig zu wählen. Die Auswahl kann selbsttätig durch die
Wagen erfolgen. Die Anordnung beliebig vieler Haltestellen wird durch die besondere
Ausbildung der Verriegelungsvorrichtung in der Zelle in Verbindung mit einem Druckschalter;
der ebenfalls durch die Wagen bedient wird, und in Verbindung mit beweglichen Gleisstücken
ermöglicht. Die selbsttätige Wahl der Haltestellen durch die Wagen wird im besonderen
dadurch erzielt, daß die beweglichen Endstücke der festen Gleise dicht am Aufzug
durch einen von den Wagen gegebenenfalls ausrückbaren Anschlag an der Zelle eingeschwungen
werden können, falls die betreffende Haltestelle von der Aufzugszelle benutzt werden
soll: Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung in Fig. i im Aiifriß
und in Fig: ä im Grundriß schematisch dargestellt: Die Darstellung zeigt in der
Hauptsache das Auf2,ugsaerüst Ä rhit der Zelle B und den räumlich davon getrennten
Steuerschützen C für die Steuerung des Windenmotors. Der Motor selbst sowie die
Seiltrommel der Winde sind als un-@vesentlich für die Erläuterung fortgelassen.
Die Bezeichnungen »Heben« bzw. »Senken,< bei den Schutzspulen deuten an, daß,
wenn ein Schütz erregt wird, der der Bezeichnung entsprechende Drehsinn des Motors
hervorgerufen wird. Es sind nur zwei Haltestellen D und E des Aufzugs gezeichnet,
es wird, aber klar werden, daß beliebig viele Haltestellen vorhanden sein können.
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Die Endstücke i, a, 3 und q. der festen Gleise an den Haltestellen
sind mittels der Kreuzgelenke g in der wagerechten und in der senkrechten Ebene
. innerhalb gewisser Grenzen schwenkbar gemacht. Die Stücke i und 2 an der untersten
Haltestelle D werden durch Gegengewichte 6 immer nach oben gedrückt; die
Beweglichkeit
in senkrechter Richtung hat nur den Zweck, ein gutes Eingreifen des Schienenstückes
in der Zelle mit dem festen Gleis zu sichern. Die Endstücke 3 und 4 sowie diejenigen
weiter oben liegender Haltestellen hängen durch ihr Eigengewicht immer etwas abwärts.
An den rechts am Aufzuge liegenden Endstücken a und 4 befinden sich je zwei Kontakte
7, 8 bzw. g, io; die links liegenden Endstücke i und 3 tragen die Endausschalter
ii bzw. 12, welche ihren Kontakt für gewöhnlich geschlossen halten und sich nur
öffnen, wenn die Zelle an der Haltestelle ankommt und die Endstücke nicht seitwärts
geschwenkt sind. Diese Schwenkbewegung der Endstücke in der Wagerechten wird durch
eine seitlich im Aufzugsgerüst liegende Welle 13 (Fig. 2) bewirkt, die mit Kurbeln
14 und 15 versehen ist, an denen Lenker 16 und 17 angreifen. Auf der Welle 13, die
auch von Hand drehbar ist, sitzt ferner ein Nocken 18, der mit einem an der Zelle
B angebrachten Anschlaghebel rg zusammenwirken kann. Diese Einrichtung arbeitet
folgendermaßen. Die auf der Bahn verkehrenden Wagen sind zum Teil mit Anschlagstiften
2o versehen, welche beim Einfahren eines Wagens in die Zelle den Hebel ig in die
gestrichelt gezeichnete Lage bewegen. Befindet sich daher ein Wagen mit Anschlag
2o in der Zelle, so kommt der Hebel ig mit dem docken 18 nicht in Berührung; die
Endstücke 3 und 4 bleiben in ihrer ausgerückten Lage, der Ausschalter 12 wird also
nicht geöffnet und die Zelle fährt durch -die Haltestelle E durch. Befindet sich
aber in der Zelle ein Wagen ohne Anschlag 2o, so bleibt der Hebel ig in seiner Ruhestellung.
Sobald sich die Zelle B der Haltestelle E nähert, stößt ig an den Nocken 18, die-Welle
13 wird gedreht und dadurch rücken sich- die Endstücke 3 und 4. ein, so daß die
Zelle den Ausschalter 12 öffnet und an Haltestelle E stehenbleibt, wie noch erläutert
werden soll.
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In der Zelle sind zwei Riegel 21 und 22 zum Feststellen der Wagen
drehbar gelagert, welche Kontaktbrücken besitzen. Die Riegel werden durch Druckfedern
in der gezeichneten Stellung gehalten, wobei die Kontaktbrücken die Kontakte 23
und 24 geschlossen halten: - Außerdem ist noch-ein Kontakt 25 vorhanden, der von
der Kontaktbrücke des Riegels 22 berührt und mit dem Fahrleitungsstück 28 der Zelle
verbunden wird, wenn man den Riegel 22 herunterdrückt. In der Zelle befindet sich
ferner ein Druckschalter 26, der bei leerer Zelle offen ist und durch das Gewicht
der Wagen herabgedrückt wird, so daß er die Kontakte 27 schließt. Die über die Kontakte
23, 27, 24 geführte Leitung steht links durch einen Gleitkontakt mit der an Plus
liegenden Stromschiene 29 in Verbindung.
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Die Arbeitsweise der Einrichtung ist folgende Wir nehmen zunächst
an, daß sich die Zelle B an Haltestelle D befindet. Die Kerne beider Schutzspulen
C liegen unten, so daß die Kontakte 3o und 31 geschlossen, die Kontakte 32 und 33
offen sind. Beim Einfahren der Zelle in D wurden die Riegel 21, 22 durch einen nicht
gezeichneten feststehenden Anschlag niedergedrückt und dadurch die Kontakte 23,
24 geöffnet, 25 geschlossen. Das Fahrleitungsstück 28 erhält jetzt vom Speisepunkt
34 (oben bei C) aus über 31, 7, 25 und 22 *Spannung und der Wagen fährt nach
rechts aus der Zelle heraus, wobei er den Anschlag, der die Riegel 21, 22 niederdrückte,
wieder auslöst, wie im Hauptpatent beschrieben. 21, z2 springen also wieder zurück
und 22 schließt die Kontakte 23, 24. Die Kontakte 27 sind aber jetzt offen, weil
der Druck des Wagens fehlt und die Zelle bleibt daher stehen. Erst wenn ein neuer
Wagen von links her in die Zelle eingefahren ist - er.überfährt dabei den Riegel
21, der darauf sofort wieder emporspringt - schließt sich 26, und jetzt fließt ein
Strom von 29 über 23; 27, 26, 27, 24, 8 in die linke Schutzspule für »Heben«; ihr
Kern wird angezogen, schließt die Kontakte 33 und der Aufzugsmotor setzt sich im
Hubsinne in Bewegung. Die Zelle steigt nach oben. Dadurch wird der eben geschilderte
Stromkreis bei 8 unterbrochen und das Schütz müßte eigentlich sofort wieder abfallen;
das tritt aber nicht ein, denn durch das Schließen von 33 erhält die Schutzspule
einen Haltestrom von 29 über 12 und 33. Die Zelle steigt also nach oben, rückt wie
vorher beschrieben die Endstücke 3 und 4 ein, sobald sie in die Haltestelle E einfährt,
und öffnet den Endausschalter 12, worauf das Schütz abfällt und der Aufzug stehenbleibt.
Beiben jedoch die Endstücke 3 und .4 ausgerückt, so wird 12 nicht berührt, die Zelle
fährt bis zur nächsten Haltestelle durch, deren entsprechender Schalter mit 12 in
Reihe liegt. Bleibt-die Zelle in E stehen, so werden wieder die Riegel 21, 22 niedergedrückt,
der `'tagen erhält von 34 aus über g und 25 Strom, kann ausfahren und die Zelle
ist zur Aufnahme eines neuen Wagens von links her bereit. Ist der neue Wagen eingefahren,
so wird von 29 aus über 23, 27, 26, 27, 24 und 1o das rechts liegende Schütz
erregt, welches den Motor auf Senken schaltet. Alle übrigen Vorgänge spielen sich
entsprechend den beim Heben geschilderten ab.