DE20870C - Neuerungen an Klavieren mit Klanggabeln - Google Patents
Neuerungen an Klavieren mit KlanggabelnInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10D13/00—Percussion musical instruments; Details or accessories therefor
- G10D13/01—General design of percussion musical instruments
- G10D13/08—Multi-toned musical instruments with sonorous bars, blocks, forks, gongs, plates, rods or teeth
- G10D13/09—Multi-toned musical instruments with sonorous bars, blocks, forks, gongs, plates, rods or teeth with keyboards
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 81: Musikalische Instrumente.
Erstes Zusatz-Patent zu No. 18590 vom 6. October 1881.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 18. Juni 1882 ab. Längste Dauer: 5. October 1896.
Bei der Ausführung des in der Patentschrift No. 18590 beschriebenen Klanggabelklaviers hat
es sich herausgestellt, dafs, so voll und kräftig auch der Ton der Gabel sein mag, so lange
deren nur einzelne an dem Resonanzboden befestigt sind, dieser Ton ganz erheblich an Stärke
abnimmt, wenn man eine gröfsere Zahl von Gabeln mit letzterem in Verbindung setzt.
Um diesen Uebelstand zu beseitigen, werden nach der vorliegenden Construction die Gabeln
überhaupt nicht mehr an dem Resonanzboden, sondern an einem besonderen Steg befestigt,
und jede einzelne derselben wird nur für die Zeitdauer ihres Tönens mittelst t eines beim Anschlag
der betreffenden Taste zur Wirkung kommenden Zwischenstückes mit dem Resonanzboden
in Zusammenhang gebracht. Es können somit höchstens etwa acht Gabeln zugleich auf
letzteren einwirken, und diese beeinträchtigen einander im Ton noch nicht.
Diese Einrichtung ist auf den Zeichnungen in zwei verschiedenen Ausführungsformen dargestellt.
Die Gabeln α sind in beiden Anordnungen sämmtlich an den Steg oder Balken b festgeschraubt,
welcher sich durch das ganze Instrument erstreckt und aus einem den Schall möglichst wenig leitenden Material hergestellt
ist. Als zweckmäfsig hat sich hierzu Blei mit einem Eisenkern erwiesen. Zwischen den Gabeln
und dem Balken ist eine Lage eines weichen Stoffes, wie Filz etc., eingefügt.
Das zur Erzeugung des temporären Zusammenhanges der einzelnen Gabeln mit dem Resonanzboden
dienende Zwischenglied besteht bei Fig. 1 aus einem federnden, an dem Resonanzbodensteg
c befestigten Stück m, welches mit Vortheil
aus Holz hergestellt wird, zu dem aber auch ein anderer, den Schall leitender. Körper ,
Verwendung finden kann. In seiner Ruhelage berührt dieses Stück die Gabel nicht. Wird
aber eine Taste angeschlagen, so prefst der zu diesem Zweck angebrachte und aus der Figur
ersichtliche Stöfser g das Stück m, welches als
Uebertrager bezeichnet werden mag (je nach der Kraft des Anschlages mehr oder weniger
stark), gegen den Stiel der Gabel und stellt damit die zur Transmission der Schwingungen
der Gabel auf den Resonanzboden erforderliche Verbindung her. Fast gleichzeitig erfolgt
der Anschlag des Hammers e an die Gabel. Wird die Taste losgelassen, so fällt der Stöfser g
zurück, das Stück m wird wieder frei und die Verbindung zwischen Gabel und Resonanzboden
ist aufgehoben. Zur Hemmung der Schwingungen der hiernach, wenn auch nur schwach,
noch forttönenden Gabel ist eine geeignete Dämpfung erforderlich, welche jedoch in der
Zeichnung nicht angegeben ist. Um jedes Geräusch beim Anpressen des Uebertragers m an
die Gabel zu vermeiden, ist ersterer sowohl wie der Stöfser an den betreffenden Berührungsstellen mit Leder oder anderem weichen Stoff
zu belegen. Am unteren Ende kann der Stöfser
mit einer angeleimten Filzscheibe in ein in das Ende der Taste gebohrtes Loch geklemmt
werden.
Fig. 2 zeigt eine andere Einrichtung des Uebertragers. Hiernach besteht derselbe aus
einem den Kopf des Stöfsers g bildenden Stück m1, welches, wenn es gehoben wird,
gleichzeitig gegen den Resonanzbodensteg und den Stiel der betreffenden Gabel drückt und
damit dieselbe Wirkung hervorbringt wie der Uebertrager m, Fig. i.
Aehnlich wie bei Saitenklavieren läfst sich bei dem Klanggabelinstrument eine Prolongationsvorrichtung
anbringen, mittelst deren man im Stande ist, Gabeln noch fortklingen zu lassen, nachdem die betreffenden Tasten bereits von
den Fingern des Spielers losgelassen worden sind. Eine solche Vorrichtung ist in Fig. ι
angegeben. Dieselbe besteht aus einer am Klaviaturrahmen mittelst Scharniere befestigten
Schiene h, welche gegenüber jeder Taste ein nach rückwärts drehbares und durch eine
Feder η nach vorn geprefstes Klötzchen k trägt, und aus den in die Enden der Tasten
geschraubten Haken i. Die Schiene h steht mit einem Pedal in Verbindung, durch welches
sie sich nach vorn neigen läfst, wie in punktirten Linien angegeben ist. Hat nun der Anschlag
eines Tones stattgefunden, und bringt man mittelst des Pedals die Schiene h nebst
den Klötzchen k in ihre vordere Stellung, ehe der Finger von der angeschlagenen und demnach
an ihrem hinteren Ende gehobenen Taste entfernt worden ist, so tritt das betreffende
Klötzchen k mit seiner Nase k' unter den
Haken i dieser Taste, und erhält dieselbe, nachdem sie vom Finger losgelassen worden
ist, in der ihr durch den Anschlag ertheilten Lage. Dadurch bleibt einerseits der Uebertrager
eingeschaltet, andererseits der Dämpfer gehoben, und die Gabel tönt fort, bis man die
Prolongationsvorrichtung wieder in ihre Normallage zurückkehren läfst. Während die Klötzchen
k sich in ihrer vorderen Lage befinden, stehen zwar deren Nasen k1 über den Haken i
der nicht vorher angeschlagenen Tasten, doch treten dieselben nicht hindernd auf, da die
Klötzchen vermöge ihrer drehbaren Verbindung mit h und der Feder η zurückweichen, sobald
ein Haken i gegen deren Nase k1 stöfst.
Die Beseitigung des Obertones der Gabeln, welche früher durch ein um den einen Schenkel
der Gabel gelegtes Band erreicht wurde, läfst sich (wie nach Angabe des Patentinhabers die
neuesten Versuche in dieser Richtung dargethan haben) auch dadurch erzielen, dafs man
die Schenkel der Gabeln ungleich stark macht, wie Fig. 3 zeigt. Diese Construction hat den
Vortheil gegenüber der älteren Anordnung, dafs die einmal zum reinen Tönen gebrachte Gabel
sich unverändert so erhält, während das Band dem Lockerwerden und Verschieben unterliegt.
Claims (3)
1. Bei Klanggabelklavieren die Befestigung der Gabeln isolirt vom Resonanzboden und die
Uebertragung der Schwingungen einer Gabel auf den Resonanzboden vermittelst eines
Zwischenstückes (Uebertragers), welches beim Anschlag der betreffenden Taste eine mittelbare
Berührung zwischen Gabel und Resonanzboden herstellt.
2. In Combination mit einem nach Anspruch i. eingerichteten Klanggabelklavier die vorbeschriebene
Prolongationsvorrichtung, durch welche Tasten in der ihnen durch den Anschlag ertheilten Lage erhalten werden
können.
3. Bei Klanggabelklavieren die Anwendung von Gabeln, welche behufs Beseitigung ihres
Obertones mit ungleich starken Schenkeln versehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE20870C true DE20870C (de) |
Family
ID=297588
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT20870D Active DE20870C (de) | Neuerungen an Klavieren mit Klanggabeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20870C (de) |
-
0
- DE DENDAT20870D patent/DE20870C/de active Active
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