DE207445C - - Google Patents

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DE207445C
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flywheel
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riveting
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J15/00Riveting
    • B21J15/10Riveting machines
    • B21J15/16Drives for riveting machines; Transmission means therefor
    • B21J15/26Drives for riveting machines; Transmission means therefor operated by rotary drive, e.g. by electric motor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 207445 KLASSE 49 e. GRUPPE
Maschine zum Nieten mit Schwungrad. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. April 1908 ab.
Die Erfindung besteht in der besonderen Ausbildung einer zum Nieten dienenden, vorzugsweise durch Kniehebel arbeitenden Maschine mit Schwungrad und mittelbarem oder unmittelbarem Antrieb.
Im wesentlichen kennzeichnet sich die Erfindung dadurch, daß der eigentliche Arbeitsvorgang bzw. -druck lediglich durch das Schwungrad bewirkt wird, indem eine zwangläufige Verbindung zwischen Werkzeug (Döpper) und Antrieb letzteren vor Ausübung des eigentlichen Arbeitsvorganges bzw. -druckes abschaltet und erst einige Zeit nach Ausübung dieses Vorganges bzw. Druckes wieder einschaltet.
Außer der zwängläufigen Verbindung zwischen Werkzeug (Döpper) und Schwungrad wird zweckmäßig noch ein regelbarer (Reibungs-) Widerstand angeordnet, um eine Überlastung des Maschinenständers und sonstiger Teile zu verhindern.
Auf der Zeichnung wird der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt:
Fig. ι ist eine Seitenansicht.
Fig. 2 ist eine Schnittansicht nach Linie a-h der Fig. 1.
Fig. 3 ist eine Oberansicht der Fig. 1.
Fig. 4 ist eine Schnittansicht nach Linie c-d der Fig. 3.
Der Elektromotor 1 setzt nach Einrücken seines Anlassers 2 die Kurbelwelle 3 in Bewegung und bewirkt durch Vermittlung des Schwungrades 4 das Nieten, wenn die Klauenkupplung 5 eingerückt ist. Beim unrichtigen Einstellen der Döpper oder beim Auftreten eines sonstigen größeren Widerstandes, als für den die Nietmaschine gebaut ist, würde dieser Widerstand wegen der im Schwungrad 1 aufgespeicherten lebendigen Kraft trotzdem überwunden werden und hierdurch Gefahr bestehen, daß der Bügel der Maschine zertrümmert wird oder andere Maschinenteile zerstört werden. Um letzterem vorzubeugen, ist zwischen Elektromotor 1 und Schneckenüber-Setzung 6, 7 eine Reibungskupplung 8 eingebaut, welche durch Schrauben 9 derart einge? stellt werden kann, daß nur ein zum Nieten nötiger Höchstdruck ausgeübt wird; bei größerem Widerstände schleift die Reibungskupplung 8 und ist hierdurch der Bügel gesichert. Während dieses Schleifens würde der Motor 1 die beiden unter bestimmtem Druck befindlichen Reibflächen der Kupplung 8 gegeneinander ■ bewegen müssen, welchem Widerstände derselbe nicht gewachsen ist, da er nur verhältnismäßig klein gewählt und die Hauptarbeit durch die Schwungmasse ausgeführt wird. Der Motor 1 würde also weiter kufen und unfehlbar beim Auftreten dieses großen Widerstandes durchbrennen. Um auch diesem Übelstande abzuhelfen, . ist der Anlasser 2 zwangläufig mit dem Kniehebel 10 durch Ausschlag- bzw. Lenkergestänge 11 verbunden und wirkt mithin selbsttätig. Letzteres erfolgt in der Weise, . daß der Anlasser 2 einige Zeit, bevor der größte Druck auszuüben ist. ausgeschaltet und erst wieder eingeschaltet wird,
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nachdem dieser Höchstdruck überwunden ist. Durch diese Anordnung wird also der Motor ι unbedingt gesichert und eine Maschine ermöglicht, welche nicht nur äußerst einfach und den höchsten Anforderungen genügend, sondern auch unbedingt betriebssicher ist, so daß selbst ein Ungeübter in einwandfreier Weise hiermit arbeiten kann. Durch Einschalten des schnell drehbaren Schwungrades 4, welches im gegebenen Augenblick einsetzt arbeitet die Maschine mit vergleichsweise geringem Kraftbedarf.
Die Anschläge an der Steuerstange des Lenkergestänges 11 leiten nur die Ausrückbewegung ein, während das Bewegen des Hebels selbst von der Ein- in die Ausrückstellung durch eine bei Anlassern übliche Schraubenfeder bewirkt wird. Das Ausrücken erfolgt möglichst schnell und das Einrücken möglichst langsam, und wird der betreffende Schalthebel in der eingerückten Stellung durch zwei federnde Klemmen gehalten.
Statt mit Elektromotor, wie vorstehend beschrieben, kann die Arbeitsmaschine zum Nieten u. dgl. auch durch Riemen, Dampfmaschine usw. angetrieben werden, indem auch bei allen diesen anderen Antriebsarten die Ausrückung vor Ausübung des Höchstdruckes und das nachherige Wiedereinschalten entsprechend möglich ist, um dasselbe Ergebnis wie mit Elektromotor nebst Anlasser zu erreichen; Beim Riemenantrieb z. B. könnte vor Ausübung des Höchstdruckes der Riemen auf die Losscheibe geschoben werden und beim Dampfantrieb ein Absperren des Dampfes durch ein Ventil erfolgen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: '
1. Maschine zum Nieten mit Schwungrad, dadurch gekennzeichnet, daß der eigentliche Arbeitsvorgang bzw. -druck lediglich durch das Schwungrad bewirkt wird, indem eine zwangläufige Verbindung zwischen Werkzeug (Döpper) und Antrieb letzteren vor Ausübung des eigentlichen Arbeitsvorganges bzw. -druckes abschaltet und erst einige Zeit nach Ausübung dieses Vorganges bzw. Druckes wieder einschaltet. ' '
2. Eine Ausführungsform der Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer der zwangläufigen Verbindung zwischen Werkzeug (Döpper) und Schwungrad noch ein regelbarer (Reibungs-) Widerstand angeordnet ist, um eine Überlastung des Maschinenständers und sonstiger Teile zu verhindern. .
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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