DE207437C - - Google Patents

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DE207437C
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DENDAT207437D
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B3/00Ploughs with fixed plough-shares
    • A01B3/04Animal-drawn ploughs
    • A01B3/16Alternating ploughs, i.e. capable of making an adjacent furrow on return journey
    • A01B3/18Turn-wrest ploughs

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf die bekannten Mehrscharwendepflüge mit an einem zickzack- oder S-förmigen, um den Grindel drehbaren Träger befestigten Scharen, um die Gewichte möglichst gleichmäßig zu beiden Seiten des Grindels zu verteilen, und bezweckt, die dieser Art von Wendepflügen noch anhaftenden Übelstände, nämlich daß die Furchen, die der Pflug nach dem Wenden macht, eine andere Breite haben als die vor dem Wenden gemachten, und daß der Pflug unter dem Zug der vorgespannten Tiere das Bestreben hat, sich mit dem hinteren Ende zu heben, zu beseitigen und so ein möglichst vollkommenes und brauchbares Pfluggerät zu schaffen.
Diese Aufgabe wird gelöst unter Benutzung der bei anderen einfachen und Wende- oder Kehrpflügen bekannten Einrichtung, an der beide Laufräder verbindenden Achse eine
so senkrechte Stange anzuordnen, längs welcher das Vorderende des Grindels auf und ab beweglich geführt ist, um den Tiefgang des Pfluges regeln und einstellen zu können, und wobei zur Auf- und Abbewegung des Pflugvorderendes eine senkrechte Spindel dient, welche Einrichtung bisher an Wendepflügen der hier in Rede stehenden Art noch nicht zur Anwendung gelangt war, ferner unter Benutzung der von einzelnen anderen Pflugsystemen bekannten besonderen Einrichtungen, daß die senkrechte Führungsstange für das Vorderende des Grindels seitlich längs der Achse verschoben werden kann, und daß ein einerseits mit dem Zughaken, andererseits mit der Aufhängevorrichtung des Grindelvorderendes verbundener Bügel angeordnet ist, der beim Anheben des Zughakens unter dem Zug der Gespanne die erwähnte Aufhängevorrichtung nach hinten und damit das hintere Pflugende mit den Scharen gegen den Boden zu drücken bestrebt ist. Die Zugkette ist dabei hinter dem ersten Pflugkörper am Pflugrahmen eingehängt, um ebenfalls das Hinterende des Pfluges immer gegen den Boden zu drücken.
Demgegenüber besteht nun die Erfindung darin, daß die senkrechte Führungsstange für das Grindelvorderende, unter einfachster Verbindung derselben mit der Achse der Laufräder, dazu benutzt ist, um einerseits durch eine gewisse Schrägstellung des ganzen Pfluges zur Laufachse die Furchenbreite vor und nach dem Wenden des Pfluges genau einstellen und gleichmachen zu können, und daß noch ein besonderer Hilfsrahmen angebracht ist, der mit seinem hinteren Ende am Pflugbaum aufgehängt ist und so als weiteres und besonderes wirksames Hilfsmittel dient, um die Pflugschare in den Boden hineinzudrücken.
Fig. ι zeigt die Seitenansicht des ganzen Pfluges, Fig. 2, 3 und 4 dessen Vorderende, woran sich die neue Einrichtung befindet, in größerem Maßstabe in Seiten-, Vorder- und Oberansicht.
Der Grindel 1, welcher in bekannter Weise an dem S-förmigen, abwechselnd nach links und rechts ausbauchenden Flacheisenträger 2
der Länge und Höhe nach verstellbar befestigt die Pflugscharpaare 3 trägt und mit dem Eisen 2 zusammen den sogenannten Pflugrahmen bildet, ruht am vorderen Ende in einem Lagerteil 4, welcher nach unten in einen kräftigen Bügel 5 übergeht. Dieser schließt sich vorn mit seinem oberen Ende 6 an das vordere Querstück 7 des Hilfsrahmens 8 an, der unterhalb des Eisens 2 auf eine gewisse
ίο Länge nach hinten geht, vor dessen erster Querbiegung endigt und hier durch eine Aufhängung 9 am Grindel 1 befestigt ist. Der Hilfsrahmen 8 ist mit der Führung 10 in der Mitte des vorderen Querstückes 7 an der senkrechten Führungsstange, der sogenannten Königsstange 11 auf und ab beweglich gehalten, welche zwischen den beiden Vorderrädern 12 auf der dieselben verbindenden Achse 13 steht. Oben trägt die Königsstange 11 ein wagerechtes Eisen 14, welches in seinem hinteren Ende 15 die Lagerung für das obere Ende der zum Heben und Senken des vorderen Grindelendes dienenden senkrechten Schraubenspindel 16 bildet, die mittels einer Handkurbel 17 oder einer sonstigen Vorrichtung gedreht wird, wobei ein an einem Querstück 18 innerhalb des Rahmens 8 gehaltenes • Lager 19 ihre Schraubenmutter bildet. Zum Feststellen des Grindels nach seiner Einstellung auf die gewünschte Höhe dient die Preßschraube 20.
Die Königsstange 11 ist nun nicht starr an der Achse 13 befestigt, sondern ruht auf ihr in für die Stellspindel bei Karrenpflügen bereits bekannter Weise mittels eines auf eine gewisse Länge der Achse entlanglaufenden Fußes 2i, welcher auf dieser durch übergelegte und unten am offenen Ende mittels Quereisen 22 mit vorgelegten Muttern 23 verbundene Klammern oder Bänder 24 rechts und links von der Königsstange angepreßt und festgehalten wird. Hiermit ist die seitliche Verschieblichkeit der Königsstange längs der Achse 13 erreicht.
Um nun bei jeder Stellung der Königsstange auf der Achse den Grindel und damit die Pflugschare etwas schräg zur Laufrichtung der Räder einstellen zu können, ist das Pflugeisen 21 schmäler gemacht als die Achse 13 und die Weite der Bänder 24, so daß das Fußeisen nach vorn und hinten in letzteren Spiel hat und mit dem einen oder anderen Ende mehr nach vorn oder mehr zurückgeschoben werden kann. Dabei wird es durch Druckschrauben 25 je vorn und hinten im senkrechten Schenkel der Bänder 24 in der gewünschten Stellung, also parallel, oder schräg zur Achse festgehalten. Ist die Verdrehung . und Schrägstellung der Königsstange mittels der Schrägstellung des Fußeisens auch nur eine geringe, so ist doch wegen der Länge des Pfluggrindels der bewirkte Ausschlag an dessen hinterem Ende sehr bedeutend. Es wird dadurch erreicht, daß die betreffenden Pflugschare entweder mit ihrer vollen Breite oder, schrägstehend, mit geringerer Breite im · Boden wirken und demnach breitere oder schmälere Furchen ziehen. Hierdurch wird der bekannte Übelstand der in Rede stehenden Wendepflüge, daß vielfach die Furchen, die der Pflug nach dem Wenden macht, in ihrer Breite anders, z. B. schmaler ausfallen als die vorher, d. h. vor dem Wenden, gemachten Furchen, vermieden, da man es durch die Verdrehung der Königsstange in der Hand hat, bei der ersten nach dem Wenden gemachten Furche, sobald man sieht, daß diese schmaler oder breiter wird als die vorher gemachten, die Stellung der Schare entsprechend etwas zu verändern, so daß sie mit breiterer oder schmälerer Fläche wirken und dementsprechend dann die angefangene Furche und alle folgenden wieder eben so breit werden als die vorher, d. h. vor dem Wenden gemachten, was für die richtige Feldbestellung sehr wichtig ist.
Da nun die Königsstange 11 sowohl seitlich längs der ganzen Pflugachse verschoben, als auch um ihre eigene Achse, wie angegeben, verdreht werden kann und an ihr der Grindel hängt, so muß an ihr auch die Zugvorrichtung angreifen. Zu diesem Zwecke ist das Eisen 14, in dessen hinterem Ende die Schraubenspindel 16 zum Heben und Senken des Grindelvorderendes gelagert ist, nach vorn verlängert und vor dem König und dem Rahmen 8 her mit ' seinem Teil 26 abwärts und schräg nach vorn gebogen bis unterhalb der Achse 13, wo es an dem vorn den Zughaken 28 bildenden Eisen 27 befestigt ist, welches weiter nach hinten geführt und mittels der oberhalb der Achse 13 liegenden, um die Königsstange 11 und das untere Ende der Spindel 16 herumgehenden langen Öse 29, Zugstange 30, Doppelgelenkes 31 und Hängevorrichtung 32 oben am Grindel hinter dem ersten Pflugscharpaar angeschlossen ist. Wird hierdurch in bekannter Weise der Zug der Zugtiere vom Haken 28 ziemlich weit nach hinten, und zwar mindestens noch hinter dem ersten Pflugschar, auf den Pflugbaum übertragen und hier so ein Zug abwärts ausgeübt, so erfolgt gleichzeitig noch ein kräftiger Druck abwärts auf das Hinterende des Grindels und damit ein kräftiges Eindrücken der Schare in den Boden durch Vermittlung des vorn an der Königsstange 11 starr befestigten, hinten bei 9 oben auf den Grindel gehängten Hilfsrahmens 8. Wenn sich nämlich beim Zug an dem Haken 28 dieser etwas hebt, so wird zugleich das. Eisen 26 nach aufwärts und hinten gedrückt und dieser Druck nach hinten auf das obere Ende des
Königs 11 übertragnen, welcher sich dann unter Drehung der Laufachse in den Rädern schräg stellt. Hierbei muß aber der-Rahmen 8 mitgehen, also sein hinteres Ende mit der Hängevorrichtung 9 sich verhältnismäßig stark senken und entsprechend auf den Grindel abwärts drücken. Dadurch wird dem Pflügenden die Arbeit gerade bei solchen Wende- und Kehrpflügen wesentlich erleichtert, indem er den Pflugsterz nur in seitlicher Richtung zu lenken, aber nicht fortwährend mit aller Kraft niederzudrücken braucht wie bisher.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Mehrschariger Kehrpflug mit einem auf einer aufrechten Stange des Pflugkarrens in der Höhe verstellbaren Grindel, dadurch gekennzeichnet, daß die aufrechte Stange (ii) auf der Karrenachse (13) mittels eines Fußes (21) festgeklemmt wird, der schmäler als die Achse ist und in den Klemmbändern durch Preßschrauben (25) gedreht und festgestellt werden kann, um die Königsstange und ebenso den Grindel gegen die Achse im Winkel einzustellen.
  2. 2. Mehrschariger Kehrpflug nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen Hilfsrahmen (8) unterhalb des Grindelvorderendes, welcher vorn an der Königsstange (11) mittels der Führung (10) gleitend beim Drehen der Spindel (16) auf und ab bewegt und durch die Druckschraube (20) festgestellt werden kann, hinten dagegen mittels einer Aufhängung (9) hinter dem ersten Pflugschar am Grin- , del gelagert ist, zum Zweck, bei Neigung der Königsstange nach hinten mittels der Hängevorrichtung (9) auf den Grindel zu drücken und dadurch einen gleichmäßigen Tiefgang der Schare in den Boden herbeizuführen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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